30. Spieltag: VfL Hammonia - SC Eilbek II 4:3 (1:1)

 

Das letzte Spiel der Saison hatte der SC Eilbek II bei bestem Wetter in der Sternschanze beim VfL Hammonia zu absolvieren. Bussat, Sager und Hesse rückten neu in die Startelf, Horn, Feldmeier und Krohn standen aus unterschiedlichen Gründen nicht zur Verfügung. Nachdem Zimmer noch sein Trikot aus der Kabine holen musste, konnte die Partie auch endlich angepfiffen werden.

 

In der Anfangsphase kontrollierten die Gäste aus Eilbek das Spiel, sie hatten viel Ballbesitz, präsentierten sich gegen eine tiefstehende Hammonia-Elf aber zu ungenau im Angriffsspiel. Und so plätscherte die Partie vor sich hin, Torszenen gab es keine zu bestaunen.

 

Nicht von ungefähr kam es daher, dass die ersten Eilbeker Torchance mehr dem Zufall entsprach: Bussat flankte aus dem Halbfeld mäßig gut in Richtung Strafraum, beim Klärungsversuch rutschte einem Hammonia-Verteidiger der Ball über den Spann und Ristau bedankte sich per Volley aus 20 Metern zum 0:1. Es war wahrlich ein Sommerkick auf dem Kunstrasen am Wasserturm, viel Leerlauf und wenig Ansehnliches wurde den Zuschauern geboten. Erst nach rund einer halben Stunde gab es bisschen was im Strafraum zu sehen, nach einem Eckstoß traf Kopij aus spitzem Winkel nur den Außenpfosten, kurze Zeit später scheiterte Hesse an Biyikli. 

 

Hammonia wurde in der Schlussphase der ersten Halbzeit nun etwas stärker und kam so auch zum verdienten Ausgleich, Ramirez Farias wurde mustergültig freigespielt und traf mit einem präzisen Rechtsschuss zum 1:1. Nils Friedrich hätte anschließend per Gewaltschuss aus zentraler Position noch die VfL-Führung erzielt, doch Torgau konnte mit den Fingerspitzen zur Ecke parieren.

 

Nach dem Seitenwechsel erwischte Eilbek II ganz schlechte zehn Minuten, Marius Borowsky erzielte binnen weniger Minuten einen Doppelpack. Zunächst profitierte der Angreifer von einem Sonntags-Ausflug von Keeper Torgau, beim zweiten Treffer wurde Borowsky sehr gut in Szene gesetzt und konnte sich die Ecke frei aussuchen. So stand es auf einmal 3:1 für die Hausherren, doch eigentlich hätte Eilbek zuvor führen müssen. Betzold wurde nach einem Freistoß von Heinrich bedient und der Ball war quasi schon im Tor, da musste Zimmer aus 20 Zentimetern die Kugel noch über die Linie drücken - Abseits. 

 

Trainer Houillon reagierte auf den Rückstand und wechselte gleich dreifach, Dominic Tarbasar, "Messbert" Maudoudi und Ingo Redenius kamen ins Spiel und sorgten für Belebung und Besserung im Spiel. Hesse konnte in der 64. Minute per Direktabnahme auf 2:3 verkürzen, dann traf Ristau per Heber nur die Latte. Hammonia war zwischenzeitlich untergetaucht, bis auf einen Schuss von Teixeira de Sousa, den Torgau mühelos parieren konnte, war von Offensivbemühungen der in rot gekleideten VfLer wenig zu erkennen. 

 

Redenius hatte nach einem Betzold-Pass den Ausgleich auf dem Fuß und spielte den Ball schon an Keeper Biyikli vorbei, doch Henrich konnte auf der Linie das 3:3 verhindern. Wegen einer Schiedsrichterbeleidigung durfte Teixeira de Sousa vorzeitig duschen gehen, die Überzahl nutzte Jan Keibel nach einem Freistoß von Heinrich zum verdienten 3:3. In der Blitztabelle wäre Eilbek II damit aufgrund der Sperber II-Niederlage bei Polonia auf Platz 4 gewesen, doch eine Minute vor dem Ende traf Borowsky per Konter zum 4:3 für Hammonia.

 

Der SC Eilbek II schließt die Saison damit auf Platz 5 ab und erreicht damit nicht ganz die Ergebnisse der Vorjahres-Rekordsaison (48 Punkte, Platz 4). Bis zum 26. Mai wird noch dienstags trainiert, Interessierte können sich gerne anschließen. Die Vorbereitung auf die neue Saison startet am 25. Juni.

 

 

Aufstellung:

Klaus Pablo Torgau – Arne Bussat (57. Dominic Tarbasar), Sören Sager, Cem Keles, Steffen Heinrich – Stefan Zimmer (57. Messbah Maudoudi), Benjamin Ristau, Jan Keibel, Jan Hesse - Daniel Betzold, Eduard Ramburger (57. Ingo Redenius)

 

Tor:

0:1 Benjamin Ristau (17., Rechtsschuss, Bussat)

1:1 Jaime Enrique Ramirez Farias (37., Rechtsschuss)

2:1 Marius Borowsky (50., Rechtsschuss)

3:1 Marius Borowsky (55., Rechtsschuss)

3:2 Jan Hesse (64., Rechtsschuss, Ristau)

3:3 Jan Keibel (83., Kopfball, Heinrich)

4:3 Marius Borowsky (89., Rechtsschuss)

 

Gelbe Karten:

Kopij, Borowsky - Ristau

 

Gelb-Rote Karte:

Dos Santos Teixeira de Sousa (80., Beleidigung)

 

Schiedsrichter:

Tobias Lohmeier (Note 2) - Souveräne Spielleitung ohne größere Fehler.

29. Spieltag: SC Eilbek II - TuS Germania Schnelsen II 1:0 (0:0)

 

Das letzte Heimspiel der Saison stand auf dem Programm und es war alles angerichtet für das letzte Ballyhoo von Cem Keles an der Fichtestraße, der ehemalige Kapitän des SC Eilbek II führte ein letztes Mal seine Elf vor dem Karriereende auf den Platz. Vor dem Anpfiff der Partie gegen TuS Germania Schnelsen II wurde Keles mit Erinnerungsbild und Blumenstrauß verabschiedet. Coach Torgau musste seine Mannschaft auf drei Positionen umbauen, darunter die gesamte Innenverteidigung. So standen Feldmeier, Keles und Betzold für Twardawa, Sager und Bostan in der Anfangsformation.

 

Im Hinspiel schon war der SC Eilbek II mit 1:0 erfolgreich, musste dabei aber eine Angriffswelle nach der anderen über sich ergehen lassen und siegte am Ende allein aufgrund einer herausragenden Defensivleistung etwas schmeichelhaft. Von dem mitreißenden Fußball der Hinrunde war bei Germania II, die am Freitag das Finale des Holsten-Pokals erreichten, nichts mehr zu sehen. Ganze zwei Torchancen hatte das Team von Trainer Michael Stegemann zu verzeichnen, die größte davon Mitte der ersten Halbzeit, als Umut Cetin nach einem Eckstoß von Lipski aus Nahdistanz an Torgau scheiterte. Lipski setze im ersten Abschnitt nach einer Einzelaktion von der Strafraumgrenze den Ball über das Gebälk, nach dem Seitenwechsel schoss Lunckshausen einen Freistoß zwei Meter über das Tor.

 

Die Eilbeker hingegen konnten ihre Leistung aus der Vorwoche bestätigen, standen defensiv sicher und konnten nach vorne einige Akzente setzen. Ramburger scheiterte nach einem Pass von Heinrich zunächst mehr an sich selbst als an Germania-Keeper Bock, wenig später scheiterte sein Sturm-Kollege Daniel Betzold freistehend an Bock. In einer ausgeglichenen ersten Halbzeit gab es darüber hinaus nur wenig Torszenen, so dass es mit einem 0:0 in die Kabinen ging.

 

Nach dem Pausentee spielte bei bestem Mai-Wetter fast nur noch der SCE II, vor allem das zentrale Mittelfeld in Person von Ristau und Keibel präsentierte sich bärenstark. Ristau brachte mit einem Distanzschuss den rechten Torpfosten zum Zittern, dann scheiterte Betzold einmal an Bock, der seine Elf per Fußparade vor dem Rückstand bewahren konnte. 

 

Nach rund einer Stunde pfiff Schiedsrichter Inan nach einem Textilvergehen an Ramburger zurecht einen Foulelfmeter. Cem Keles wollte es sich in seinem 49. Spiel für die Raging Giraffes nicht nehmen lassen, sein erstes Tor zu erzielen. Also schritt er zum Elfmeterpunkt und empfahl sich mit seinem Schuss für den FC Bayern München, denn der Strafstoß ging weit über das Tor.

 

Man sollte meinen, dass der vergebene Penalty einen Bruch ins Spiel des SCE II bringen sollte, doch dem war keineswegs so. Der mitstürmende Innenverteidiger Feldmeier bediente Heinrich, sein Pass ging durch die Germania-Abwehr wie ein heißes Messer durch ein Stück Butter und Ramburger hatte keine Mühe den Ball mit der Innenseite an Bock vorbei zu seinem ersten Tor für Eilbek II zu schieben. Für Heinrich war es gegen seinen Ex-Verein schon die neunte direkte Vorlage in dieser Saison, vier der letzten acht Treffer bereitete er vor.

 

In der Folge drückte Eilbek auf das zweite Tor, nach Sahnepass des eingewechselten Hesse hatte Betzold die Chance zu seinem neunten Saisontor, doch Bock sollte sich ihm in den Weg stellen. Auch Jan Keibel ergab sich noch die Chance zum Treffer, Stephan Horn spielte zunächst per Zidane-Pirouette gleich zwei Germanen aus, dann bediente er Keibel, dessen Schuss aus fünf Metern noch abgeblockt wurde.

 

Eine Minute vor dem Ende war es dann so weit, der Generationswechsel wurde beim SC Eilbek II eingeläutet. Unter Standing Ovations wurde der 36-jährige Cem Keles ausgewechselt und vom 19-jährigen designierten Nachfolger Dominic Tarbasar ersetzt.

 

In der zweiminütigen Nachspielzeit brannte beim SC Eilbek II nichts mehr an und so gewann man die Partie verdient mit 1:0 und festigte Platz 5 in der Tabelle. Das letzte Spiel der Saison findet am kommenden Sonntag um 15 Uhr beim VfL Hammonia in der Sternschanze statt.

 

 

Aufstellung:

Klaus Pablo Torgau – Stephan Horn, David Feldmeier, Cem Keles (90. Dominic Tarbasar), Johannes Krohn (65. Heiko Krützmann) – Stefan Zimmer, Benjamin Ristau, Jan Keibel, Steffen Heinrich - Daniel Betzold, Eduard Ramburger (71. Jan Hesse)

 

Tor:

1:0 Eduard Ramburger (64., Rechtsschuss, Heinrich)

 

Gelbe Karten:

Betzold - Pein

 

Schiedsrichter:

Aziz Inan (Note 2,5) - In einem sehr fairen Spiel ohne Probleme in der Spielleitung., könnte manchmal noch eindringlicher auf die Spieler eingehen.

 

Bes. Vorkommnis: Cem Keles schießt Foulelfmeter an Ramburger über das Tor (59.).

28. Spieltag: SV Barmbek - SC Eilbek II 1:1 (0:0)

 

Wer den SC Eilbek II am vergangenen Freitag bei Weiss-Blau 63 gesehen hat, kann wahrscheinlich gar nicht glauben, dass diese auf vier Positionen (Bostan, Ramburger, Heinrich und Twardawa für Köwing, Lammert, Hesse und Tarbasar) Elf gegen den SV Barmbek ein komplett anderes Gesicht zeigte.


Der Hamburg-Marathon machte sich sichtlich bei den Zuschauerzahlen an der Meister-Francke-Straße bemerkbar, nur zwei Hände voll Zuseher verirrten sich an den berühmt-berüchtigten Grandplatz-Käfig. Die Anfangsminuten verliefen sehr ausgeglichen, die 22 Akteure hatten deutlich spürbar mit dem arg ungeeigneten Ball zu kämpfen und zeigten daher viel Gebolze. Mit fortschreitender Spielzeit wurde das Spiel besser und der SC Eilbek II kontrollierte die Partie gegen einen sehr tief stehenden Gegner.


Die erste Chance des Spiels hatte auch der Gast, Eduard Ramburger verfehlte mit einem Hacken-Fallrückzieher nach Flanke von der linken Seite das Tor nur um wenige Zentimeter. Das Spiel des SCE II war bedingt durch das Defensivverhalten der Barmbeker sehr flügellastig, die Außenverteidiger Horn und Krohn zeigten sich sehr offensivfreudig und schalteten sich immer wieder mit nach vorne ein.


Über die linke Seite wurde dann auch die nächste gefährliche Situation eingeleitet, Taib Bostan wurde freigespielt und rannte allein auf das Barmbeker Gehäuse zu, wurde aber im Strafraum von hinten gezogen und umgetreten und kam zu Fall. Klare Sache dachte sich alle - rote Karte und Elfmeter, doch Schiedsrichter Barabas ließ sogar zum Erstaunen der Hausherren das Spiel weiterlaufen. Glasklare Fehlentscheidung, wie der Schiedsrichter auch nach dem Spiel zugeben sollte.


Und weiter ging das Einbahnstraßen-Spiel, Keibel köpfte eine Flanke von Heinrich aus fünf Metern daneben, dann schoss Zimmer aus der Distanz nicht weit am Tor vorbei, schließlich köpfte Horn eine Krohn-Flanke mit rechts (!) nicht ins Ziel. Die einzige Barmbeker Chance vor dem Seitenwechsel hatte Stobbe, der nach einer Ecke das Kopfballduell gegen Keibel gewann, aber nur den Pfosten traf. 


Auch nach der Pause waren die Eilbek-Amateure das bessere Team, zunächst verzog Ristau abermals aus der Distanz, dann wurde Bostans Schuss aus zehn Metern gerade noch abgeblockt. Nach 64 Minuten war es dann aber so weit, die hochverdiente Eilbeker Führung durch ein Tor von Benjamin Ristau, Marke "Tor des Monats". Nach einem Einwurf von Heinrich ließ Ristau den Ball einmal auftropfen und drosch die Kugel aus knapp 25 Metern unhaltbar oben links in den Giebel.


Einzig und allein die Chancenverwertung blieb schwach, denn Eilbek erspielte sich weitere Tormöglichkeiten, Keibel verfehlte von der Strafraumgrenze den Winkel denkbar knapp. Auf der Gegenseite parierte Torgau den Schuss von Richter von der Strafraumgrenze sehenswert. Kurze Zeit später, ein angebliches Foul von Horn ging der Situation voraus, stand es 1:1. Den fälligen Freistoß konnte Keibel aus der Gefahrenzone köpfen, doch dem zweiten Ball in den Eilbeker Strafraum lief nur Angelo Dieckmann hinterher, der die Kugel an Torgau vorbei spitzeln konnte und so zum schmeichelhaften Ausgleich traf.


Der SV Barmbek musste zehn Minuten vor dem Ende noch den Torwart austauschen, Beckmann hatte sich ohne Fremdeinwirkung verletzt. Da der SVB schon zweimal gewechselt hatte und kein weiterer Spieler auf der Auswechselbank war, konnte Eilbek die letzten zehn Minuten mit einem Mann mehr spielen. Dass es für die dreiminütige Verletzungspause keine Nachspielzeit gab, verwunderte jedoch schon sehr.


Die Chancen zum Sieg waren gegeben, doch zunächst parierte Barmbeks-Aushilfskeeper gegen Ristau, dann schädelte der eingewechselte Betzold eine Flanke von Zimmer aus vier Metern unbedrängt daneben. Den macht er normalerweise nachts um drei im Schlaf!


Eine klare Eilbeker Leistungssteigerung im Vergleich zur Vorwoche, man verpasste es sich selbst für die Dominanz zu belohnen und erhält damit nur einen Punkt. Im letzten Heimspiel der Saison erwartet der SC Eilbek II am kommenden Sonntag um 12.45 Uhr die Reserve von TuS Germania Schnelsen.


 

Aufstellung:

Klaus Pablo Torgau – Stephan Horn, Sören Sager, Hannes Twardawa, Johannes Krohn – Stefan Zimmer, Benjamin Ristau, Jan Keibel, Steffen Heinrich - Taib Bostan, Eduard Ramburger (79. Daniel Betzold)

 

Tore:

0:1 Benjamin Ristau (64., Rechtsschuss, Heinrich)

1:1 Angelo Dieckmann (73., Rechtsschuss)

 

Gelbe Karten:

Bedor, Dieckmann, Wrage -

 

Schiedsrichter:

Manuel-Lorand Barabas (Note 4) - Seine an sich sehr gute Spielleitung wurde durch zwei eklatante Fehler getrübt. Hätte Elfmeter für Eilbek und Rot für Barmbek nach der Notbremse gegen Bostan (26.) geben müssen, der Freistoß vor dem Ausgleich war unberechtigt.


Bes. Vorkommnis: Barmbeks Torwart Julien Beckmann verletzte sich (79.), ein Feldspieler ging ins Tor, Barmbek spielte zu zehnt weiter.

27. Spieltag: Weiss-Blau 63 - SC Eilbek II (2:0)

 

Bereits am Freitag gastierte der SC Eilbek II im Schatten des Airports am Weg beim Jäger. Auf dem großen Geläuf des Gastgebers fanden sich einige Eilbeker aufgrund der für Berufstätige unschönen Anstoßzeit von 19 Uhr erst recht spät ein, für die Leistung in den folgenden 90 Minuten dürfte das aber keine Entschuldigung sein. Im Vergleich zur Vorwoche gab es nur zwei Änderungen, Lammert und Hesse rückten für Ramburger und Heinrich in die erste Elf.

 

Ein Spielbericht der eher kurzen Sorte folgt, denn beide Seiten lieferten sich ein Duell auf sehr mäßigem Niveau, bei dem lediglich Weiss-Blau bei Umschaltsituationen seine Qualität zum Vorschein bringen sollte. So brachte der Chilene Gonzalez Przygodda seine Farben bereits nach fünf Minuten in Führung, vorausgegangen war ein mangelhaftes Verteidigungsverhalten der Eilbeker Defensive und ein Distanzschuss aus 20 Metern, der genau oben rechts in den Knick passte.

 

Und sonst so? - Nichts! Eilbek II plan- und leblos, WB63 verteidigte solide, die wenigen Zuschauer sollten mehr von der Sonne als von der Schönheit des Spiels geblendet sein. Bis auf eine Kopfballchance von Keibel, die auf der Linie geklärt wurde, und Hesses Nachkopfball war Eilbek II nur selten im Strafraum zugegen, Ristaus Volleyabnahme nach Flanke von rechts verkümmerte zu einem Kullerball für Torsteher Maik Kirstein.

 

Besser machten es die Hausherren, nach einem Ballverlust von Ristau konterten die Borsteler schnell über die rechte Seite, Mehlert konnte die Maßflanke aus acht Metern unbedrängt über die Linie köpfen. An Highlights war es das dann schon für den ersten Abschnitt, eine Anreihung von individuellen Fehlern bei Eilbek II mit und ohne Ball könnte den Text wesentlich verlängern.

 

Und auch die zweite Halbzeit gestaltete sich wahnsinnig unspektakulär, WB63 tat das nötigste und Eilbek war weiter ideenlos und zu ungenau im Spiel nach vorne. Die einzige Torchance im zweiten Abschnitt hatte der eingewechselte Tuna, der frei vor Torgaus Gehäuse nur den Pfosten traf.

 

Sehenswert war an diesem Tag nur die Diskokugel in der Kabine von Weiss-Blau, die für farbliche Akzente an einem sonst tristen Tag setzte. Gegen einen keineswegs übermächtigen, aber klar besseren Gegner kassierte Eilbek II nach der wohl schlechtesten Saisonvorstellung eine verdiente Niederlage. Die nächste Chance zur Wiedergutmachung besteht am Sonntag um 10.45 Uhr beim SV Barmbek.

 

 

Aufstellung:

Klaus Pablo Torgau – Stephan Horn (46. Arne Bussat), Sören Sager, Dominic Tarbasar (64. Steffen Heinrich), Johannes Krohn – Benjamin Ristau (61. Hannes Twardawa), Jan Keibel - Stefan Zimmer, Artur Lammert, Jan Hesse – Nikolaus Köwing

 

Tore:

1:0 Claudio Fabrizio Gonzalez Przygodda (5., Rechtsschuss)

2:0 Yannick Mehlert (28., Kopfball)

 

Gelbe Karten:

Hickmann, Gonzalez Przygodda, Trutic, Tuna - Horn, Sager, Keibel

 

Schiedsrichter:

Björn Schulz (Note 5,5) - Ohne spielentscheidende Fehler, allerdings mit teils hanebüchenen Fehlentscheidungen auf beiden Seiten. Strahlte zu keiner Zeit Sicherheit aus, unter Beobachtung eine schreckliche Vorstellung.

26. Spieltag: SC Eilbek II - TSV Eppendorf/GB 1:1 (1:1)

 

Zuletzt feierte der SC Eilbek II zwei Siege in Folge, gegen Eppendorf/GB sollte der dritte Dreier in Folge eingefahren werden. Dabei mithelfen sollte Ingo Redenius, der erstmals seit Oktober wieder im Kader stand, nicht mit an Bord waren neben den zahlreichen Verletzten die abwesenden Cem Keles, Arne Bussat und Artur Lammert. So rutschten Tarbasar, Ristau und Ramburger neu in die Startelf, die wie die Feuerwehr loslegen sollte.

 

Nach nicht einmal dreißig Sekunden ging der SCE II schon in Führung, nach einer Kombination über die heute bärenstarke rechte Seite bediente Köwing Ristau, der den Ball aus fünf Metern am zögerlich aus seinem Tor herauskommenden Schneemann vorbeispitzelte. Die Führung hielt aber nicht lange, denn nur vier Minuten später erzielte Hatje nach einem kapitalen Fehler von Tarbasar den Ausgleich für die Gäste.

 

Es sollte für lange Zeit der letzte Torschuss der Eppendorfer bleiben, denn bis zum Halbzeitpfiff spielte nur Eilbek II. Nach einem sehenswerten Doppelpass mit Ramburger traf Ristau frei aus 11 Metern nur den Fuß von Schneemann, dann köpfte Köwing eine Flanke des wie beflügelt aufspielenden Ristau aus vier Metern unbedrängt über das Tor!

 

Fast jeder Angriff der Eilbeker ging über rechts, Horns Hereingabe fand Ristau, dessen Schuss aus Nahdistanz abgeblockt wurde, wenig später schoss der Mittelfeldspieler von der Strafraumgrenze links vorbei. Ramburger ahmte ihm Sekunden später nach. Zimmers Schuss vom Strafraumeck kratzte Schneemann noch aus dem Winkel, dann scheiterte Keibel per Kopfball nach Flanke von Zimmer am Keeper, auch Heinrich schoss aus dreizehn Metern rechts vorbei.

 

Eilbek hätte zur Pause mit vier oder fünf Toren Vorsprung in die Kabinen gehen müssen, in keinem anderen Spiel der Saison erspielte man sich so viele Torchancen wie gegen die defensiv erschreckend schwach auftretenden EGBler, die in der Offensive jedoch mit einigen technisch versierten Akteuren ausgestattet sind.

 

Nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel von Eppendorf etwas stabiler, die Chancen zur Führung hatte zunächst allesamt Eilbek II: Zimmer scheiterte erneut an Schneemann, Köwing zielte rechts vorbei, Krohn schoss einen Freistoß aus 19 Metern über das Gehäuse. Schon im Hinspiel hatte Krohn per Freistoß aus nahezu identischer Position getroffen, dieses Mal postierte Schneemann gleich drei (!) eigene Spieler auf der Torlinie.

 

Kurz nach seiner Einwechslung traf Ingo Redenius mit einem sehenswerten Schuss aus der Drehung nur den linken Pfosten, auch Jan Hesse fand nach gelungenem Dribbling gegen fünf nur ein Abwehrbein im Sechszehner, den konditionell erschöpfte Eppendorfer belagerten. Zwar versuchten sie Eilbek früh im Spielaufbau zu stören, doch aufgrund mangelnden Nachrückverhaltens gab es Riesenlöcher im Mittelfeld.

 

Dass Eppendorf zehn Minuten vor dem Ende doch noch am Sieg schnupperte, war einem Ballgewinn gegen Hannes Twardawa zwanzig Meter vor dem Eilbeker Tor zu verdanken, Torgau konnte den Schuss von Emini gerade noch an die Oberkante der Latte abwehren. Auch beim anschließenden Eckstoß war Eilbeks Keeper zur Stelle, einen verdeckten Schuss vom Elfmeterpunkt konnte Torgau zur Ecke abwehren.

 

Einzig und allein aufgrund der mangelnden Chancenverwertung verliert der SC Eilbek II zwei Punkte gegen Eppendorf/GB, die in dieser Form noch lange nicht den Klassenerhalt geschafft haben dürften. Für den SCE II geht es schon am Freitag weiter, um 19 Uhr ist Anstoß am Weg beim Jäger gegen Weiss-Blau 63.

 

 

Aufstellung:

Klaus Pablo Torgau – Stephan Horn, Sören Sager, Dominic Tarbasar, Johannes Krohn – Stefan Zimmer, Benjamin Ristau, Jan Keibel, Steffen Heinrich (64. Jan Hesse) – Eduard Ramburger (64. Ingo Redenius), Nikolaus Köwing (74. Hannes Twardawa)

 

Tore:

1:0 Benjamin Ristau (1., Rechtsschuss, Köwing)

1:1 Andy Hatje (5., Rechtsschuss)

 

Gelbe Karten:

- Sousa Matos, Cordes, Emini

 

Schiedsrichter:

Stephanie Nehls (Note 3) - In einem leicht zu leitenden Spiel mit einem geringen Aktionsradius, stand daher einige Male im Weg. Verzichtete wohltuend auf zu viele Verwarnungen und war sehr kommunikativ.

25. Spieltag: Duvenstedter SV II – SC Eilbek II 2:3 (0:2)

 

Die Vorzeichen für ein erfolgreiches Gastspiel an der Landesgrenze zu Schleswig-Holstein waren alles andere als gegeben: Noch nie seit der Gründung im Jahr 2009 hatte der SC Eilbek II zuvor ein Spiel unter Flutlicht gewonnen, die Anstoßzeit von 20 Uhr am Freitag war für Abergläubische also nicht gut gewählt. Zu allem Überfluss war auch noch Wolfgang Neubauer mit seinem AUS!-Team vor Ort, bei seiner Anwesenheit waren die „Raging Giraffes“ in drei Spielen noch ohne Punkt. Verzichten musste Eilbek auf Toptorjäger Daniel Betzold (8 Treffer), der aufgrund einer Knieverletzung nicht am Spielgeschehen teilnehmen konnte, und kurzfristig auch auf Taib Bostan.

 

Vor dem Spiel gab es noch allerlei Vorgeplänkel, zunächst mussten im Duvenstedter Tor zwei Löcher geflickt werden, anschließend musste Eilbek zweimal seinen Trikotsatz wechseln, denn sowohl die weißen, als auch die grün-weißen Trikots waren dem Schiedsrichter zu ähnlich, so dass am Ende die Aufwärmshirts als dritter Satz dienten.

 

Dann war es endlich soweit, das Spiel konnte starten und Duvenstedt legte gleich sehr offensiv los. Auf heimischen Platz holte der DSV 22 seiner 24 Punkte und man konnte schnell erkennen, warum. Mit seinen pfeilschnellen Offensivspielern setzte Duvenstedt ein gepflegtes Passspiel auf und setzte seine Angreifer immer wieder in Szene, der SCE II hatte vor allem in der Anfangsviertelstunde seine liebe Mühe und Not in der Defensive. Sehr viel Spielfluss kam nicht auf, denn Schiedsrichter Gertig pfiff sehr kleinlich und bewertete nahezu jeden zweiten Zweikampf mit einem Foulspiel. Duvenstedts junge Mannschaft meckerte bei fast jedem Pfiff und konnte sich zu keiner Zeit auf die klare Spielleitung einstellen und kassierte dadurch mehrere Karten wegen Monierens. Auch die Eilbeker Spieler waren nicht mit jeder Entscheidung einverstanden, doch im Gegensatz zu den Hausherren wurde der Schnabel gehalten.

 

Die erste große diskussionswürdige Szene legte Gertig gegen den SC Eilbek II aus und bescherte Duvenstedt somit einen Strafstoß. An der Strafraumgrenze legte Bussat Schorn, ob das Foul tatsächlich im Strafraum war, lässt sich final wohl erst nach der AUS-Videoanalyse klären. Duvenstedts bester Torjäger Fynn Steffen legte sich den Ball am Elfmeterpunkt zurecht, doch Klaus Pablo Torgau konnte den Penalty und auch den Nachschuss parieren. In der Folge kam Eilbek etwas besser ins Spiel, konnte endlich mal wieder sein Angriffspressing zeigen und so entwickelte sich ein temporeiches Spiel mit vielen Szenen in Strafraumnähe, aber wenigen Aktionen in der Box.

 

Etwas schmeichelhaft ging Eilbek II in Führung, nach einem Freistoß von Lammert bediente Heinrich Nikolaus Köwing, der die Vorlage aus fünf Metern nur noch ins Tor einschieben musste. Es war der erste Treffer in Köwings drittem Spiel, der Offensivspieler wechselte vom TV Sottrum an die Fichtestraße. Malte Milbradt hatte wenige Minuten später die Chance auf den Ausgleich, doch er verzog seinen Schuss aus halblinker Position wie ein verzogenes Kind.

 

Stattdessen zeigte Eilbek seine heutige Effektivität und legte das 0:2 nach. Lammert wurde am linken Strafraumeck zu Fall gebracht und legte sich den Ball zum Freistoß zurecht. Erst im Abschlusstraining ließ Eilbek II Freistöße aus identischer Position trainieren und das sollte sich 24 Stunden später gleich bezahlt machen. Lammert lief an, knickte den Ball oben links in den Giebel und rannte anschließend zum Eulen-Jubel in Richtung Bank. Die Konfusion beim DSV wollte Eilbek zum KO nutzen, Bussat verpasste mit einem Distanzschuss nach Vorlage von Keibel das 0:3. Duvenstedt nun völlig mit sich selbst beschäftigt, Schorn beklagte sich bei der Eilbeker Bank und beim Unparteiischen über diverse, rein zufällige Streicheleinheiten in der Nähe seines Knackarschs.

 

Kurz vor dem Seitenwechsel hatten die Hausherren die Gelegenheit zum Anschluss, nach einer starken Flanke von Sidiqi schob Schorn den Ball aus fünf Metern am Gehäuse vorbei. Wenn man die Spielanteile betrachtet, war die Zwei-Tore-Führung sehr schmeichelhaft, vor allem hatte Duvenstedt die besseren Einschussgelegenheiten. Warum diese Mannschaft auf einem Abstiegsplatz steht, ist rational nicht zu erklären.

 

Wie schon so oft in dieser Saison sollte dem SC Eilbek II ein Vorsprung von zwei Toren nicht reichen. Zunächst konnte Torgau einen Freistoß aus 18 Metern aus dem Giebel fischen, doch dann war es soweit und wieder einmal kassierte Eilbek II nach einem gegnerischen Einwurf einen Gegentreffer! Nach einem Querschläger vor dem Tor konnte Milbradt völlig unbedrängt einköpfen. Wenige Augenblicke später hatte Eilbek Glück, dass Torgau mit einer Fußparade zur Stelle war, dann rettete Eilbeks Keeper aus sechs Metern gegen den bärenstark aufspielenden Niklas Rochow, der in dieser Form nicht lange in der Kreisliga spielen dürfte.

 

Duvenstedt war nun drauf und dran den Ausgleich zu erzielen, doch Philip Wichmann brachte das Kunststück fertig, den Ball nach einer Flanke aus zwei Metern drei (!) Metern über die Latte zu bolzen. Das war Holz, ähnlich wie Rechtsverteidiger Hendrik Holtz. Zwanzig Minuten vor dem Ende lief Rochow allein auf das Eilbeker Tor zu, Torgau verkürzte den Winkel, so dass der zurückgeeilte Sager gerade noch klären konnte. Nach einer der zahlreichen Standardsituationen war es dann soweit. Nach einer Freistoßflanke stand Niklas Knabe völlig blank und köpfte unhaltbar zum 2:2 ein.

 

Das Spiel stand nun auf des Messers Schneide und zum Glück dezimierte sich Duvenstedt selbst. Fynn Steffen leistete sich ein Ausstellfoul an Johannes Krohn und musste mit gelb-rot den Platz verlassen, seine erste Verwarnung hatte er übrigens für eine Pöbelei erhalten. Fünf Minuten nach dem ersten Platzverweis stand Duvenstedt auf einmal nur noch mit 9 Spielern auf dem Platz. Nach einem Freistoß von Lammert gewann Knabe im Griechisch-Römisch gegen Keibel, Gertig erkannte zurecht auf Penalty. Auch das Nachtreten von Knabe blieb dem Referee nicht verborgen und so stellte er den Torschützen mit einer roten Karte vom Platz. Lammert übernahm Verantwortung und schickte Rene Schlechter vom Punkt aus in die falsche Ecke. 2:3. Sechstes Elfmetertor und zweiter Doppelpack von „Eule“ Lammert im Trikot des SC Eilbek II, der nach dem heutigen Spiel „Juninho“ getauft werden möchte, was vom Mannschaftsrat aber einstimmig abgelehnt wurde. Spitznamen sucht man sich bei Eilbek II nicht selbst aus!

 

In den Schlussminuten wurde für kurze Zeit Gleichzahl gespielt, denn Keibel und Zimmer wurden jeweils aufgrund einer blutigen Schramme am Knie zur Behandlung vom Schiedsrichter des Feldes verwiesen, Duvenstedt konnte im dreiminütigen 9 gegen 9 keinen Profit aus der Situation schlagen. 11 gegen 9 wurde Eilbek zu langweilig, also leistete sich Linksverteidiger Krohn ebenfalls ein Ausstellfoul, zumindest nach Meinung von Gertig, denn eigentlich hatte er den Ball gespielt.
Mit gelb-rot bedient spielte Krohn seine gesamte Routine aus und schlich die 50 Metern im Schneckentempo über den Platz, sehr zum Unmut der Duvenstedter Verantwortlichen auf der Bank.

 

In der fünfminütigen Nachspielzeit schmiss Duvenstedt II alles nach vorne, selbst Torwart Schlechter gab seine Rolle im Tor auf und agierte im Mittelfeld. Bei einem Eilbeker Konter in der vierten Minute der Nachspielzeit schaffte Ramburger das Unmögliche und schoss aus dreißig Metern in einer 2 gegen 1-Kontersituation unbedrängt am verwaisten Tor vorbei.

 

Am Ende war es für Eilbek ein schmeichelhafter Erfolg, die disziplinarischen Vorteile sollten am Ende spielentscheidend sein. Mit dem zweiten Erfolg in Folge festigt Eilbek II den vierten Tabellenplatz und kann so in ein unbeschwertes Wochenende starten. In der kommenden Woche ist aufgrund der Nachholspiele zu Ostern spielfrei, anschließend erwarten die Giraffen Eppendorf GB.

 

 

Aufstellung:

Klaus Pablo Torgau – Stephan Horn (83. Heiko Krützmann), Sören Sager, Cem Keles, Johannes Krohn – Stefan Zimmer, Arne Bussat, Jan Keibel, Steffen Heinrich (78. Benjamin Ristau) – Artur Lammert, Nikolaus Köwing (66. Eduard Ramburger)

 

Tore:

0:1 Nikolaus Köwing (22., Rechtsschuss, Heinrich)

0:2 Artur Lammert (30., dir. Freistoß, Rechtsschuss, Lammert)

1:2 Malte Milbradt (54., Kopfball)

2:2 Niklas Knabe (56., Kopfball)

2:3 Artur Lammert (74., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Knabe an Keibel)


Bes. Vorkommnis:

Klaus Pablo Torgau hält Foulelfmeter von Fynn Steffen (20.)

 

Gelbe Karten:

Rochow, Sidiqi, Schorn, Wichmann - Sager, Lammert

 

Gelb-Rote Karten:

Fynn Steffen (64., Meckern, Foulspiel)

Johannes Krohn (84., wdh. Foulspiel)

 

Rote Karte:

Niklas Knabe (73., Tätlichkeit)

 

Schiedsrichter:

Hartmut Gertig (Note 4) – Zog seine überaus (und zu) kleinliche Linie konsequent durch. Die Platzverweise für Steffen und Krohn waren sehr hart.

24. Spieltag: SC Eilbek II - TSV Wandsetal II 3:1 (2:0)

 

Dramatische Änderungen nahmen die Eilbeker Verantwortlichen nach den jüngsten Ergebnissen vor, bis auf Sager, Betzold und Heinrich fand sich nicht ein Spieler auf seiner Position der Vorwoche wieder. So standen Keles, Bostan, Zimmer, Keibel und Köwing neu in der Startelf, Torgau und Krohn rotierten auf neue Positionen. Bostan und Köwing feierten ihr Startelf-Debüt für Eilbek II, die Aufstellung sollte sich am Ende bezahlt machen.


Zehn Minuten brauchten die Eilbeker, um sich auf das Angriffsspiel der Hausherren einzustellen, bis dahin hatten die Gäste auch die Riesenchance zur Führung, der ehemalige Eilbeker Jugendspieler Benjamin Hahn und Abdoul Barry liefen alleine auf das Tor zu, doch Barry stand bei Hahns Querpass im Abseits. In der Folge kam Eilbek immer besser in die Partie und konnte endlich wieder einen strukturierteren Spielaufbau an den Tag legen, vor allem Zimmer spielte Tran auf dem rechten Flügel einen Knoten nach dem anderen in die Beine. Die erste gute Möglichkeit für grün-weiß-rot hatte Nikolaus Köwing, der nach schneller Balleroberung von Krohn im Mittelfeld den Abschluss von der Strafraumgrenze suchte, aber knapp links vorbei schoss.


Besser machte es dann nach 18 Minuten Stefan Zimmer, eine Freistoßflanke von Jan Keibel setzte Zimmer aus fünf Metern zum 1:0 in die Maschen. Von den Gästen war in der Folge fast nichts mehr zu sehen, stattdessen hatte Eilbek die nächste Chance nach einer Wandsetaler Ecke. Heinrich bekam den zweiten Ball in die Füße gespielt, und setzte nach einem kurzen Antritt in der eigenen Hälfte Daniel Betzold mit einem 40-Meter-Sahneball in Szene, sein Lupfer über den aus dem Tor geeilten Steffen Falkenhagen verfehlte sein Ziel um wenige Zentimeter.


Das zweite Tor für Eilbek II sollte aber nicht lange auf sich warten lassen, nach einer kurz ausgeführten Ecke flankte Heinrich von links an den Fünfmeterraum, wo Daniel Betzold mutterseelenallein stand und nicht einmal zum Kopfball hochspringen musste, um das 2:0 zu erzielen. 


Auch im zweiten Abschnitt war der TSV Wandsetal II in den ersten zehn Minuten die bessere Mannschaft und kam so zum Anschlusstreffer. Nach einer vermeidbaren Ecke stand Eckehard Quast frei am zweiten Pfosten und hatte keine Mühe das 1:2 zu erzielen. Wandsetal II war nun kurzzeitig sogar am Ausgleich dran, einen Schuss von Barry aus 13 Metern konnte Torgau noch gegen die Latte abfälschen, Stange bekam den Ball schlussendlich unter Kontrolle.


Je weiter das Spiel fortschreitete, desto mehr Räume boten sich dem SC Eilbek II. Köwing setzte sich am linken Strafraumeck gut durch, seine scharfe Hereingabe konnte Krohn zwei Meter vor dem Tor aber nur mit den Stollen noch touchieren. Kurze Zeit später verpasste der eingewechselte Ramburger nach toller Kombination das 3:1, ehe Daniel Betzold mit seinem zweiten Treffer das Spiel entschied. Vorausgegangen war eine Flanke von Stefan Zimmer, die der Mittelstürmer aus acht Metern verwertete. 


Acht Minuten vor dem Ende sah Wandsetals Torschütze nach einer Beleidigung gegenüber dem direkt vor ihm stehenden Schiedsrichter Höck, der seine Sache ausgezeichnet machte, die rote Karte. In der Folge hätte Eilbek das Ergebnis noch weiter in die Höhe treiben müssen, scheiterte aber zu oft am finalen Pass.


Der erste Sieg des Jahres katapultiert den SC Eilbek II wieder auf Platz 4, schon am Freitag steht das nächste Spiel beim sich ebenfalls im Abstiegskampf befindlichen Duvenstedter SV II an. Anstoß am Puckaffer Weg ist um 20 Uhr.

 

 

Aufstellung:
Stefan Stange - Cem Keles, Klaus Pablo Torgau, Sören Sager, Taib Bostan (76. Benjamin Ristau) - Stefan Zimmer, Jan Keibel, Johannes Krohn, Steffen Heinrich - Daniel Betzold, Nikolaus Köwing (67. Eduard Ramburger)

 

Tore:
1:0 Stefan Zimmer (18., Rechtsschuss, Keibel)

2:0 Daniel Betzold (36., Kopfball, Heinrich)

2:1 Eckehard Roland Quast (52., Rechtsschuss)

3:1 Daniel Betzold (74., Rechtsschuss, Zimmer)

 

Gelbe Karte:
- Mundhenk


Rote Karte:

Eckehard Roland Quast (82., Schiedsrichterbeleidigung)

 

 

Schiedsrichter: Martin Höck (Note 1,5) - In einem fairen Spiel mit einer sehr guten Spielleitung ohne Fehl und Tadel.

23. Spieltag: SC Sperber II - SC Eilbek II 2:1 (0:1)

 

Vier Auswärtsspiele auf Rasen hatte der SC Eilbek II in dieser Saison bis dato auf Rasen absolviert, und das ohne jeden Punktverlust. Darüber hinaus reiste man an den Ort des letzten Sieges, im Sport-Duwe Stadion Alsterdorf wurde der im November beim 4:0 über den FC Winterhude der bis dato letzte Dreier gefeiert. Im Kampf um Platz 4 sollte gegen den immer näher rückenden SC Sperber II der Abstand zum Verfolger vergrößert werden, doch wie immer in den vergangenen Wochen war diese Aufgabe am Ende zum Scheitern verurteilt.


Auf etwas holprigem Geläuf spielten in der ersten Halbzeit zwei Mannschaften gegeneinander, die eine hohe Fehlerquote aufzuweisen hatten, so blieb es meist bei einem Mittelfeldgeplänkel. Ganze drei Szenen erregten die Gemüter der Zuschauer bis zum Pausentee, wobei zwei davon auch noch aus haarsträubenden Fehlern resultierten. Die einzig herausgespielte Chance hatte der SC Sperber II als sich Dahms auf den rechten Flügel sehenswert durchtankte, seine scharfe Hereingabe grätschte Spielmacher Dara aus zwei Metern noch neben das Tor.


Die Spielzeit schreitete voran, der Halbzeitpfiff war schon sehr nahe und auf einmal sollte es aus heiterem Himmel im Tor der Hausherren klingeln. Ein Sperber-Verteidiger spielte zwanzig Metern vor dem eigenen Tor einen Katastrophenball genau in die Füße von Steffen Heinrich, der schnell schaltete und aus halbrechter Position mit seinem schwächeren rechten Fuß oben links in den Winkel traf, Keeper Eisert war ohne jede Abwehrchance. Für Heinrich war es nach seinem Dreierpack beim FC Schnelsen das vierte Saisontor.


Der Vorsprung wackelte keine zwei Minuten später, denn Bussat verlor kurz vor der eigenen Strafraumgrenze den Ball an Dara, der seinen Mittelstürmer Bein in Szene setzte, doch Eilbeks Schlussmann Torgau blieb im Eins gegen Eins der Sieger und rettete seiner Mannschaft den Vorsprung in die Kabinen.


Die ersten zehn Minuten nach dem Seitenwechsel war wohl die beste Eilbeker Phase im hiesigen Spiel, doch Eisert parierte stark gegen Jan Hesse, der sich in zwei Szenen in den Strafraum gemogelt hatte und jeweils vom Elfmeterpunkt zum Abschluss kam. Eilbek II verpasste zu diesem Zeitpunkt das (sehr schmeichelhafte) 0:2 und konnte seinem Kontrahenten keinen K.O. verpassen, der in der Folge angetrieben von Routinier Rahbari, der im Mittelfeld die zentrale Figur spielte, immer stärker wurde. 


Und so landete der Ball nach einem der unzähligen Standards dann auch im Tor des SCE II, wenn auch auf unfassbare Art und Weise. Nach einer Ecke war der Ball eigentlich schon geklärt, doch Thomsen traf aus knapp 25 Metern per Sonntagsschuss genau in den Giebel. Eilbek leistete sich nun auch einige Unkonzentriertheiten, Rubins viel zu kurze Kopfballrückgabe zu Torgau erlief Dara, doch Torgau war per Fußparade zur Stelle. Im Spielaufbau war Eilbek auch nicht mehr existent, die Doppelspitze Ettingshaus/Betzold, die angesichts ihrer individuellen Qualität zu den Top-Stürmern der Kreisliga 5 zählen sollten, hingen komplett in der Luft.


Fünf Minuten vor dem Ende hatte der SC Eilbek II dann auch Glück vom Unvermögen des SCS II zu profitieren. Nach einer Hereingabe konnte Sager den ersten Torschuss noch abblocken, beim zweiten Versuch schoss Bein aus zwei Metern seinem Teamkollegen noch leicht ans Schienbein - Abseits!


Schiedsrichter Voigt hatte seinen Blick schon gen Uhr gerichtet, als in der Nachspielzeit Sperber II ein zweites Mal jubeln konnte. Nach einem Abschlag kam Quast im Mittelkreis völlig ungehindert zum Kopfball und konnte so Bein bedienen, der mit einem Haken noch Sager aus dem Spiel nahm und in der Folge unten links einschob.


Am Ende eine bittere, aber nicht unverdiente Niederlage für den SC Eilbek II, der gegen einen nicht übermächtigen Gegner abermals nicht zu seinem Spiel fand. Am Sonntag kann im Derby gegen den TSV Wandsetal II Wiedergutmachung betrieben werden, Anstoß an der Fichtestraße ist um 12.45 Uhr.

 

 

Aufstellung:
Klaus Pablo Torgau - Dariusz Czarnynoga (86. Stephan Horn), Genia Rubin, Sören Sager, Johannes Krohn - Artur Lammert, Arne Bussat, Jan Hesse (75. Taib Bostan), Steffen Heinrich (86. Eduard Ramburger) - Mike Ettingshaus, Daniel Betzold

 

Tore:
0:1 Steffen Heinrich (42., Rechtsschuss, ohne Vorarbeit)

1:1 Sven Thomsen (63., Rechtsschuss, ohne Vorarbeit)

2:1 Tom Jan Peter Bein (90.+1, Rechtsschuss, Quast)

 

Gelbe Karten:
Sperl, Schulz, Rahbari - Ettingshaus

 

 

Schiedsrichter: Dominik Voigt (Note 3,5) - Stellenweise sehr kleinlich und mit einigen Fehlentscheidungen. Starke Leistung vom Assistenten, die Abseitsposition beim vermeintlichen 2:1 (85.) zu sehen.

22. Spieltag: SC Eilbek II - SC Sternschanze II 1:1 (0:1)

 

Große Freunde werden der SC Eilbek II und der SC Sternschanze II in diesem Leben wohl nicht mehr. Wieder einmal sahen die Zuschauer zwischen beiden Teams ein packendes, intensives Spiel, hart am Limit des erlaubten, manchmal auch darüber hinaus. Personell ging Eilbek II am Stock, Tarbasar, Twardawa und auch Keibel meldeten sich im Vergleich zur Vorwoche verletzt ab, mit dabei waren Liga-Reservekeeper Patrick Möller, Genia Rubin und Yorrik Berger.

 

Zwei Punkte betrug der Rückstand des SC Sternschanze II vor dem Spieltag auf den Ligaprimus USC Paloma II, ein Sieg musste an der Fichtestraße für die Gäste her, doch auch beim dritten Anlauf sollte ihnen dieser verwehrt bleiben. Den besseren Start in die Partie hatte Sternschanze II, viele Strafraumszenen gab es aber nicht zu bestaunen. Viele Zweikämpfe, eine hohe Laufintensität und eine Ansammlung an hohen Bällen war stattdessen zu sehen. Nick Achter gab aus der Distanz den ersten Torschuss der Partie ab (15.), zielte aber zu hoch. Eine Minute später konnte sich Patrick Möller gegen Torjäger Moriße auszeichnen, der nach einer Flanke von Lars Gerkens zum Schuss gekommen war.

 

Eilbek II war offensiv nahezu unsichtbar, zu hoch war die Fehlpassquote im Spielaufbau. Nach einer Standardsituation konnten die Hausherren jedoch auf sich aufmerksam machen, einen Freistoß von Heinrich konnte Lehmann noch mit den Fingerspitzen über die Latte lenken (25.). Keine zwei Zeigerumdrehungen später gab es die nächste Chance für Moriße, der aus halbrechter Position im Strafraum am starken Patrick Möller scheiterte. Und auch bei einem Kopfball von Dauelsberg nach einer Ecke war Möller wieder zur Stelle.

 

Vier Minuten vor dem Seitenwechsel war es dann aber soweit, nach einer Ecke von Gerkens stand Jens Rebke völlig unbewacht von seinem Gegenspieler Arne Bussat goldrichtig und schädelte zum 0:1 ein (41.). Mit einem nicht unverdienten Vorsprung für Sternschanze II ging es in die Kabinen.

 

Die zweite Halbzeit sollte der ersten in der Folge aber überhaupt nicht gleichen. Eilbek II kam erhobenen Hauptes aus den Katakomben und hatte gleich eine Dreifachchance zum Ausgleich. Nach einer Ecke von Krohn scheiterten hintereinander Rubin, Ramburger und Hesse an Lehmann (47.). Auf der Gegenseite setzte der schussstarke Linksfuß Lars Gerkens ein Zeichen, sein wuchtiger Freistoß klatschte aber nur den linken Pfosten (52.). Die Gäste verpassten es nun den Sack zuzumachen, Moriße geriet bei seinem Abschluss acht Metern vor dem Tor zu sehr in Rückenlage und verpasste Saisontor 22 (54.). 60 Sekunden später hatte erneut Moriße das 0:2 auf dem Fuß, nach einem Fehler von Krohn hatte er Keeper Möller schon umspielt, doch Sören Sager rettete auf der Linie für seinen geschlagenen Schlussmann.

 

Eilbek II wagte nun mehr, das Spiel konnte ausgeglichen gestaltet werden und nach einem Foul an den eingewechselten Ramburger gab Freistoß auf der linken Seite. Die Hereingabe von Artur Lammert köpfte Jan Hesse ganz zur Freude der inszwischen angereisten Paloma II-Spieler in die Maschen (66.). Die Tauben-Akteure bejubelten in der Folge jeden gewonnen Ball des SCE II und ließen bei schönem Sonnenschein beste Kreisliga-Atmosphäre an der Fichtestraße aufkommen.

 

Giftig waren nun nicht mehr nur die Zuschauer, sondern auch die Spieler. Vier gelbe Karten innerhalb weniger Minuten waren dafür ein guter Beweis. Sternschanze entglitt das Spiel völlig aus der Hand und hatte neun Minuten vor Ultimo Glück, nicht in Rückstand zu geraten. Nach einem Sahnepass von Eduard Ramburger wurde Yorrik Berger im Strafraum glasklar von Matthis Dauelsberg abgeräumt, doch die Pfeife des 19-jährigen Schiedsrichters Kahriman blieb zur Verwunderung aller Anwesenden stumm (81.). Selten sah die Menschheit einen klareren Strafstoß. Hier hätte es nur eine richtige Entscheidung geben dürfen: Elfmeter für Eilbek und die rote Karte für die Notbremse für Dauelsberg.

 

Zwei Minuten später dezimierten sich die Gäste dann aber doch, Saunier sah für sein Allerweltsfoul an Sager die vom Eilbeker Anhang lautstark geforderte Ampelkarte. Auch hier lag Kahriman daneben. Doch die Überzahl dauerte nur zwei Minuten, da traf Yorrik Berger beim Versuch des Losreißens von Jens Rebek den Torschützen mit dem Ellenbogen im Gesicht. Kahriman wertete diese Szene als Tätlichkeit und zückte den roten Karton für Berger, was den Regeln entsprechend ist.

 

Eine Minute vor dem Ende wäre Eilbek fast noch das 2:1 unter gütiger Mithilfe von Sternschanze gelungen: Bischoff und Lehmann leisteten sich ein großes Missverständnis, Verteidiger Bischoff köpfte den Ball über den aus dem Tor geeilten Lehmann, dieser konnte die Kugel aber gerade noch so vor der Linie aufnehmen.

 

Eilbek II erarbeitet sich einen Punkt und muss am Ende sogar unzufrieden sein, aufgrund der Elfmeterszene nicht als Sieger vom Platz zu gehen. Wie schon im ersten Aufeinandertreffen trennen sich beide Teams mit einem Remis, Eilbek rangiert damit weiter auf Platz 4 und Sternschanze II lässt im Kampf um den Aufstieg Federn auf Paloma II, die sich nach Spielende mit einem Kaltgetränk zum SCE II in den Mittelkreis stellten.

 

 

Aufstellung:
Patrick Möller - Stephan Horn, Genia Rubin, Sören Sager, Johannes Krohn - Arne Bussat, Jan Hesse - Yorrik Berger, Artur Lammert, Steffen Heinrich (46. Eduard Ramburger) - Daniel Betzold (90. Taib Bostan)

 

Tore:
0:1 Jens Rebke (41., Kopfball, Gerkens)

1:1 Jan Hesse (66., Kopfball, Lammert)

 

Gelbe Karten:
Horn, Bussat, Rubin - Kutun, Moriße

 

Gelb-Rote Karte:

Jan-Gunnar Saunier (83., Ball wegschießen, Foul)

 

Rote Karte:

Yorrik Berger (85., Tätlichkeit)

 

Schiedsrichter: Mert Kahriman (Note 5) - Leistete sich zwei dicke Bolzen: Überhart der Platzverweis für Saunier, hätte stattdessen Dauelsberg bei seiner Notbremse gegen Berger vom Platz stellen müssen und Eilbek II einen Strafstoß zusprechen müssen.

21. Spieltag: USC Paloma II – SC Eilbek II 5:0 (2:0)

 

Für das Topspiel der Kreisliga 5 war an sich alles präpariert, der SC Eilbek II präsentierte sich in neuen Anzügen, der Kunstrasen war trotz diverser Regenfälle trocken und prima bespielbar, die Presse mit Elbkick.TV und AUS! war auch zugegen und sogar Petrus spendierte Sonnenschein und frühlingshafte Temperaturen. Doch was sollte der Gast an der Brucknerstraße daraus machen? Nichts!

 

 

Die tendenziell etwas defensiver eingestellten Eilbeker sollten Liga-Unterstützung in Form von Mittelstürmer Sinan Ercan erhalten. Zwar fehlten mit Krohn, Zinke, Maudoudi, Schwemann und Zimmer wichtige Stützen, dies allein darf jedoch keine Erklärung für die Leistung auf dem Parkett sein. Die SCE-Defensivtaktik mit schnellem Umschaltspiel sollte gar keinen Erfolg haben, Paloma II zeigte sich in allen Bereichen (läuferisch, kämpferisch, spielerisch) vor allem in den ersten 25 Minuten haushoch überlegen und führte so völlig verdient mit 2:0. Palomas Trainer Kallenbach kommentierte die Leistung seiner Elf als beste Saisonleistung. Schon nach fünf Minuten ging Paloma II in Führung, einen Pass in die Schnittstelle zwischen Sager und Tarbasar konnte Savelsberg aus elf Metern unbedrängt zur Führung nutzen.

 

 

Es folgte ein Sturmlauf von Paloma II, bei denen die Offensivverteidiger sich immer wieder gewinnbringend ins Spiel mit einschalteten und mit Tempo und Laufstärke die Eilbeker Schwächen gnadenlos aufzeigen sollten. Die Tauben dominierten das Geschehen, konnten sich einen Eckball nach dem nächsten erspielen und so war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis das 2:0 fallen würde.

Symptomatisch für den Auftritt war die Entstehung des zweiten Gegentores, Savelsberg konnte ungehindert nach einem Einwurf durch den Strafraum spazieren, Torgau konnte seinen Torversuch zunächst abwehren, doch Isic verwertete den Abpraller aus Nahdistanz. In der Folge stellte Eilbek II auf sein gewohntes 4231 um und stand fortan zumindest defensiv ein wenig stabiler, brachte offensiv aber gar nicht auf die Waage, so dass Palomas Schlussmann Hagemann auch einen Plausch mit den Zuschauern hätte halten können.

Zur Pause musste Trainer Dennis Houillon zweimal wechseln, verletzungsbedingt mussten Tarbasar und Twardawa in der Kabine bleiben. Bereits zuvor musste Innenverteidiger Tarbasar mit Krämpfen behandelt werden, bezeichnend für den aktuellen Zustand des SC Eilbek II. Ein dritter, leistungsbedingter, Wechsel stand bereits zur Pause zur Debatte, wurde aber (noch) nicht umgesetzt. Erst nach einer Stunde kam der frisch aus dem Urlaub zurückgekehrte Daniel Betzold für den blassen Sinan Ercan in der Partie. Dass Betzold in der Folge Eilbeks bester Akteur war, sollte einen Anhänger der Eilbeker eigentlich traurig stimmen.

 

 

Den ersten und gleichzeitig auch einzigen nennenswerten Torschuss auf Eilbeker Seite hatte Jan Hesse, der sich im Strafraum gut durchsetzen konnte, aus acht Metern aber am gut reagierenden Hagemann scheiterte. Es wäre das zu diesem Zeitpunkt sehr schmeichelhafte 1:2 gewesen, doch das Spiel drohte zu keinem Zeitpunkt zu kippen. Denn nur kurze Zeit später verhinderte Torgau gegen Isic noch das 0:3, dann klärte Heinrich einen Schuss von Savelsberg noch auf der Linie.

 

 

Viel mehr passierte bis zur 75. Minute nicht, erst mit der Einwechslung von Baerens auf Seiten der Hausherren kam wieder mehr Leben ins Spiel. Nach einem schlimmen Ballverlust im Eilbeker Zentrum wurde der Joker steil geschickt, hängte im Laufduell den aus Angst vor einer Ampelkarte nicht ganz durchziehenden Sager ab und traf mit einem satten Rechtsschuss ins kurze Eck. Das Spiel war damit endgültig entschieden, Paloma II aber noch nicht satt. Der goldene Torschütze des Hinspiels, Savelsberg, durfte in der Schlussphase noch seinen zweiten und dritten Treffer des Tages erzielen. Zunächst profitierte er von einem kapitalen Aussetzer von Eilbeks Keeper Torgau, dem ein harmloser Schuss aus den Händen glitt, in der Schlussminute konnte er sich aussuchen, ob er oder Rogge den Ball ins Tor schießen würden, Eilbek hatte inzwischen sämtliche Vorgaben über Bord geworfen und lief den beiden durchgestarteten Tauben nicht einmal mehr hinterher.

 

 

Ein katastrophaler Auftritt beim starken Tabellenführer des SC Eilbek, der bisher ein völlig verkorkstes Jahr 2015 zu verzeichnen hat. In der kommenden Woche wird mit dem SC Sternschanze II (2.) kein minderschwerer Gegner erwartet, nur mit einer erheblichen Leistungssteigerung kann man den Königsmörder spielen und das Hinspielergebnis (0:0) übertreffen.

 

 

Aufstellung:
Klaus Pablo Torgau – Dominic Tarbasar (46. Benjamin Ristau), Sören Sager, Hannes Twardawa (46. Eduard Ramburger) – Stephan Horn, Arne Bussat, Jan Keibel, Steffen Heinrich – Jan Hesse, Sinan Ercan (59. Daniel Betzold), Artur Lammert

 

Tore:
1:0 Dirk Savelsberg (5., Rechtsschuss)
2:0 Edvin Isic (24., Rechtsschuss)
3:0 Fabian Baerens (77., Rechtsschuss)
4:0 Dirk Savelsberg (82., Rechtsschuss)
5:0 Dirk Savelsberg (90., Rechtsschuss)

 

Gelbe Karten:
Rogge – Lammert, Sager

 

Schiedsrichter: Martin Rebert (Note 3) – Der junge Referee hatte keine klare Linie bei persönlichen Strafen, war mal kleinlich, mal mit Spendierhosen an. Leistete sich im Gespann aber keine groben Fehler.

20. Spieltag: SC Eilbek II – FC Schnelsen 1:1 (0:0)

 

Das erste Heimspiel des neuen Jahres stand für den SC Eilbek II auf dem Programm, nach dem schwachen Start mit dem 2:2 gegen den KS Polonia sollten der erste Dreier gegen den Tabellenvorletzten her. Dieser setzte in der Vorwoche ein fettes Ausrufezeichen und fertigte Eppendorf/GB nach allen Regeln der Kunst mit 8:2 ab. Unter den Torschützen war u.a. auch der ehemalige Bundesliga-Star Nico Patschinski, der in 28 Erstliga-Partien immerhin acht Mal für den Kiezklub netzen konnte. Eilbek II fehlte gleich die ganze zentrale Achse, mit Zinke, Schwemann, Lammert und Betzold brach gleich eine ganze Ecke an Qualität aus der Stammelf weg. Mit an Bord war immerhin wieder Innenverteidiger Sören Sager, auch Kapitän Jan Keibel tauchte erstmals nach vier Monaten wieder in der Startelf auf. Den Weg in den Kader fanden zudem erstmals der A-Jugendliche Taib Bostan und Neuzugang Nikolaus Köwing vom TV Sottrum. Auch der FC Schnelsen hatte nicht alle Mann an Bord, konnte aber nahezu seine erste Elf aufs Parkett schicken. Fehlen sollte nur der überragende Akteur aus dem Hinspiel (7:3 für Eilbek II) Erkan Özdemir, der schnelle Linksfuß wurde vom HFV für mehr als ein Jahr aus dem Verkehr gezogen.

 

Unter den Augen potenzieller Neuzugänge und den Scouts des übernächsten Gegners SC Sternschanze pfiff der gute Schiedsrichter Dennis Rosinski die Partie an. Da ihm ein Assistent abhandengekommen war, assistierte ihm Bergedorf 85-Coach Mohet Wadhwa an der Seitenlinie, der seine Sache nahezu fehlerfrei machte.

 

Eilbek überraschte mit seiner taktischen Aufstellung, im Tannenbaumsystem ließ man das Spiel sehr passiv angehen und überließ dem FC Schnelsen den Ball, der augenscheinlich relativ kreativlos agierte. Der SCE II wurde vor allem dann gefährlich, wenn aus der Tiefe schnell nach vorne gespielt wurde und so hatte Jan Hesse, der heute mit vielen Diagonalläufen zu gefallen wusste, gleich zweimal die Führung auf dem Fuß. Zunächst wurde der offensive Mittelfeldspieler mit einer Flanke von Horn bedient, aus der Drehung schoss Hesse knapp über das Tor, kurze Zeit später – nach einem Doppelpass mit Ramburger – zog Hesse mit Tempo vorbei an den Verteidigern in den Strafraum, doch wieder flog die Kugel über die Latte. Die Partie hatte der SC Eilbek II unter Kontrolle, einzig mit einem Distanzschuss von Özdemir wurde Keeper Torgau vor der Pause ernsthaft geprüft, Eilbeks Schlussmann konnte zur Ecke abwehren. Weitere Gelegenheiten gab es auf Eilbeker Seite, Bussat köpfte eine Ecke knapp vorbei, nach einem Vorstoß von Sören Sager im guter alter Lucio-Manier bekam Ramburger nicht genügend Dampf hinter den Ball, um Patrick Hatje im FCS-Tor ernsthaft zu gefährden. Nicht verschwiegen sollen noch zwei Lattentreffer des FC Schnelsen sein, die aber beide eher ungefährlich per Flanke nur auf die Oberkante des Tores tropfen sollten.

 

Der zweite Spielabschnitt konnte von Seiten der Schnelsener ausgeglichener gestaltet werden und es sollten in Summe auch mehr Torraumszenen auf beiden Seiten geben. Beim FCS kam Top-Torjäger Elsner zur Halbzeit für Yasin Ersöz in die Partie und sollte seine Offensivqualitäten noch unter Beweis stellen. Die erste gute Szene nach dem Seitenwechsel gehörte abermals den Jungs von der Fichtestraße, nach einer Flanke von Zimmer konnte Hatje den Schuss von Heinrich aus halblinker Position abwehren. Auf der Gegenseite hatte der eingewechselte Elsner Pech, dass er von der Strafraumgrenze nur Zentimeter am Tor vorbeischoss. Die intensive Begegnung stand nun auf des Messers Schneide, Hatje blieb gegen Sagers Kopfball Sieger, kurze Zeit später köpfte Hesse eine Hereingabe von Heinrich links vorbei.

 

In der Zwischenzeit brachte SCE-Trainer Houillon mit Taib Bostan einen A-Jugendlichen in die Partie, der sich in der Vorbereitung aufgedrängt hatte und in diesem Spiel sein Debüt im Herrenbereich geben sollte. Doch zunächst gab es eine kalte Dusche für Eilbek, einen an sich harmlos anmutenden langen Ball unterschätze der ansonsten gute Innenverteidiger Dominic Tarbasar, der durchgestartete Gabriel Saric ließ sich nicht lange bitten und traf aus 18 Metern per Direktabnahme oben rechts in den Winkel (65.). Doch der Gegenschlag sollte nicht lange auf sich warten lassen – es war der bis dato schon sehr auffällige Taib Bostan, der eine Viertelstunde nach seiner Einwechslung sein erstes Tor erzielen sollte. Zur Erinnerung: Sein Bruder absolvierte 97 Partien für Eilbek II – ohne jeden Torerfolg! Geschichten, die nur der Fußball schreibt. Dominic Tarbasar spielte aus der Abwehr einen messerscharfen Pass durch zwei Verteidigungsreihen hindurch auf Bostan, der dann mit Ramburger noch einen Doppelpass spielte und anschließend Keeper Patrick Hatje umkurvte (72.). Ganz im Stile eines routinierten Torjägers traf Taib Bostan, der in der U19 ursprünglich als Außenverteidiger eingesetzt wurde.

 

Mit 18 Jahren und 136 Tagen ist Bostan der zweitjüngste Torschütze für Eilbek II, Dominic Tarbasar war bei seinem Treffer in der Vorsaison noch neun Tage jünger. Beide Seiten hatten nun die Chance auf den Sieg, nach einer herrlichen Kombination durch das gesamte Mittelfeld wurde Stephan Horn von Ramburger freigespielt, doch Eilbeks Rechtsverteidiger verzog mit seinem schwächeren linken Fuß kläglich, anstatt das fast sichere 2:1 zu erzielen. Auch der eingewechselte Köwing machte gleich auf sich aufmerksam, nach tollem Dribbling von der Strafraumgrenze ging sein satter Linksschuss durch Freund und Feind hindurch knapp am Pfosten vorbei.


In den letzten fünf Minuten der Partie waren die Gäste aus Schnelsen dem Sieg näher, der bis dato komplett abgemeldete Patschinski hatte gleich zweimal den Siegtreffer auf dem Fuß: Zunächst traf der Angreifer den Ball nicht komplett, so dass Torgau keine große Mühe mit dem Schuss aus 13 Metern hatte, dann hatte der insgesamt sehr angenehm und immer für einen lockeren Spruch auftretende Patschinski aus identischer Position schon zum Torjubel angesetzt, doch seinen Schlenzer fischte Klaus Pablo Torgau sensationell aus dem Giebel und rettete seiner Mannschaft damit zumindest einen Punkt.

 

Am Ende steht für den SC Eilbek II die leistungsgerechte dritte Punkteteilung in Folge in der Liga, der Vorsprung auf Platz 5 konnte um einen Zähler ausgebaut werden und beträgt nun fünf Punkte. Dennoch muss sich Eilbek steigern, um den beiden Liga-Schwergewichten Paloma II und Sternschanze II an den beiden nächsten Wochenenden mehr als nur ein Bein zu stellen. Weiter geht es bereits am Samstag um 15 Uhr bei den Tauben-Amateuren auf dem Johnny-Rehbein-Sportplatz an der Brucknerstraße.

 


Aufstellung:
Klaus Pablo Torgau - Stephan Horn, Dominic Tarbasar, Sören Sager, Johannes Krohn – Stefan Zimmer (58. Taib Bostan), Arne Bussat, Steffen Heinrich – Jan Keibel, Jan Hesse – Eduard Ramburger (80. Nikolaus Köwing)

 

Tore:
0:1 Gabriel Saric (65., Rechtsschuss)
1:1 Taib Bostan (72., Rechtsschuss, Ramburger)

 

Gelbe Karte:
Tarbasar

 

Schiedsrichter:
Dennis Rosinski (Note 2) – Hatte die faire Partie stets im Griff.

19. Spieltag: KS Polonia - SC Eilbek II 2:2 (0:1)

 

Zum ersten Pflichtspiel des Jahres hatte der SC Eilbek II nur einen kurzen Anfahrtsweg, im Nachbarschaftsduell beim Tabellenschlusslicht KS Polonia musste Trainer Houillon kurzfristig auf Keibel und Zimmer verzichten. Auch Innenverteidiger Sören Sager, der bisher noch keine Sekunde fehlte, fand sich leicht angeschlagen nur auf der Bank wieder, dafür stand erstmals Eduard Ramburger nach zwei Jahren beim SCE II in der Startelf.

 

Betrachtet man die Chancen in der ersten Halbzeit, so wurden die Gäste ihrer Favoritenrolle im ersten Abschnitt gerecht. Bereits nach acht Minuten hatte Linksaußen Steffen Heinrich nach präziser Vorarbeit von Artur Lammert die Führung auf dem Fuß, doch sein Abschluss ging denkbar knapp am Tor vorbei.

 

Die Hausherren präsentierten sich nicht wie ein abgeschlagener Tabellenletzter, wiederholt wurden Angriffe über die schwache rechte Eilbeker Verteidigungsseite initiiert, im letzten bzw. vorletzten Pass mangelte es dann aber doch an Präzision. Sehr präzise zeigte sich auf der Gegenseite Eilbek II, One-Touch-Football wie im Training und schon stand es 0:1. Horn befreite sich spielerisch aus dem Polonia-Pressing, Ramburger bediente Schwemann, der mit viel Auge und Gefühl Lammert bediente und dessen Hereingabe konnte Ettingshaus mühelos aus fünf Metern über die Linie drücken (16.).

 

Kurz darauf stand Ettingshaus wieder frei vorm Tor, Ramburger spielte aus halbrechter Position einen Pass durch gleich drei Gegenspieler in den Lauf von Ettingshaus, dem Mittelstürmer versprang der Ball leicht auf dem Grand kurz vor Torschuss, so dass Chodak im Tor von Polonia gerade so das 0:2 verhindern konnte. Eilbek war nun drauf und dran das zweite Tor zu erzielen, Horn fand mit seiner Maßflanke vom rechten Flügel den völlig freistehenden Ettingshaus im Strafraum, sein Kopfball ging jedoch knapp links vorbei. Eine weitere Chance per Kopf ergab sich für Timm Schwemann, der eine Freistoßflanke von Krohn aus Nahdistanz über das Tor streichelte.

 

Kurz vor dem Seitenwechsel ergaben sich dann auch die ersten Chancen für Polonia: Eilbek konnte den Ball nach drei Fehlpässen in Folge nicht richtig klären und auf einmal stand Szymanski frei vor der Torgau, der per Fußparade gerade noch zur Ecke klären konnte. Beim anschließenden Corner rettete Heinrich auf der Linie den Vorsprung in die Kabinen.

 

Auch die zweite Halbzeit begann mit einem deutlichen Chancenplus für die Eilbeker, Lammert köpfte eine Heinrich-Flanke von links rechts aus fünf Metern freistehend vorbei. Das Spiel wurde in der Folge immer unkontrollierter, beide Seiten verstanden es nicht einen präzisen Spielaufbau auf dem kleinen Finkenau-Platz an den Tag zu bringen und so häufte sich die Anzahl der Fehlpässe. Und so sollte auch der zweite Treffer des Tages aus einem kapitalen Fehlpass geschehen: Schwemann spielte aus der eigenen Hälfte einen eigentlich ungefährlichen langen Ball, doch Lukas Czernicki traf die Kugel beim Befreiungsschlag nicht richtig, Mike Ettingshaus fiel das Spielgerät vor die Füße und er überlupfte aus 18 Metern Polonias Schlussmann zum 0:2 (70.).

 

Und so war das Spiel zwanzig Minuten vor Schluss vermeintlich entschieden, sollte man meinen. Doch die Moral beim KS Polonia war keineswegs gebrochen, nur drei Minuten später konnte Sebastian Szymanski per Linksschuss ins lange Eck den Anschlusstreffer markieren, Eilbeks Verteidiger monierten ein Handspiel und stellten das Spielen ein, Szymanski konnte so relativ unbedrängt aus 11 Metern einschießen.

 

Polonia warf nun alles nach vorne und operierte ausschließlich mit langen Bällen, die sich daraus resultierenden Räume für Konter nutzte der SC Eilbek II nur kümmerlich. Zunächst konnte Torgau gegen Spielmacher Wolowski noch den Ausgleich verhindern, doch in der zweiten Minute der Nachspielzeit geschah das, was geschehen musste: Nach einem Freistoß von der Mittellinie köpfte Dunayski das Leder unbedrängt genau in den Giebel zum 2:2!

 

Eilbek II zeigte in der zweiten Halbzeit sein schwaches Gesicht der Vorbereitung und muss sich nicht wundern, dass der elfte Saisonsieg verpasst wurde. Schon in der kommenden Woche kann Wiedergutmachung zuhause gegen den Vorletzten FC Schnelsen betrieben werden, die mit Neu-Coach Nico Patschinski Eppendorf/GB mit 8:2 vermöbelten.

 

 

Aufstellung:

Klaus Pablo Torgau - Stephan Horn, Dominic Tarbasar, Cem Keles, Johannes Krohn - Arne Bussat (80. Hannes Twardawa), Timm Schwemann - Eduard Ramburger (71. Mostafa Yakubi), Artur Lammert, Steffen Heinrich (59. Jan Hesse) - Mike Ettingshaus

 

Tore:

0:1 Mike Ettingshaus (16., Rechtsschuss, Lammert)

0:2 Mike Ettingshaus (70., Rechtsschuss, Schwemann)

1:2 Sebastian Szymanski (73., Linksschuss)

2:2 Adrian Dunayski (90.+2, Kopfball)

 

Gelbe Karten:

Wolny - Schwemann

 

Schiedsrichter:

Kai Seeliger (Note 3) - Mit wohlwollender Spielleitung, redete viel mit den Akteuren und hatte so das Spiel komplett im Griff, mit einer Ausnahme: Hätte Szymanski nach klarer Tätlichkeit an Schwemann vom Platz stellen müssen (90.+1).

18. Spieltag: SC Eilbek II - SV West-Eimsbüttel 1:1 (1:0)

 

Schon vor Anpfiff gab es die erste Hiobsbotschaft für den SC Eilbek II, denn bei seinem Aushilfseinsatz in der Liga verletzte sich Christian Zinke schwer, mit einem Patellasehnenriss wurde der Verteidiger umgehend ins Krankenhaus gefahren. Neben Zinke stand auch Krohn in der Startelf des Bezirksligisten, Rubin spielte dafür beim SCE II und sollte später noch Reden von sich machen.


Von der ersten Minute an entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, die Gäste traten nicht auf wie ein Drittletzter und auch das Spielermaterial um die starken Tintelnot, Olfe und Yao ließ anderes vermuten. Doch vielleicht sind es beim SV West-Eimsbüttel solch kleine Fehler wie vor dem Eilbeker Führungstreffer, die die Mannschaft in den Tabellenkeller bringen. Nachdem "Wespe" gut in die Partie startete und etwas mehr Ballbesitz zu verzeichnen hatte, schoss Eilbek II mit seiner ersten Torchance das 1:0. Ein Abstoß von Köwener landete genau auf dem Kopf von Schwemann, der mit seinem Kopfball in den Lauf von Zimmer die gesamte Hintermannschaft entblößte. Eilbeks "Mr. Torgefahr" den Temperaturen heute angemessen eiskalt vor dem Tor und nagelte die Pille mit Hilfe der Unterkante der Latte ins Tor, Köwener war machtlos. Für Zimmer war es das dritte Saisontor, für Schwemann die fünfte Vorbereitung, damit zog er mit Steffen Heinrich gleich, der heute erstmals in dieser Saison wegen einer Nackenverletzung fehlte.


Das Tor gab dem Eilbeker Spiel keine Sicherheit und doch gehörte dem SC Eilbek II die nächste große Chance, um das Spiel noch vor der Pause vielleicht zu entscheiden. Schwemann spielte einen Pass in die Schnittstelle auf den durchstartenden Linksverteidiger Feldmeier, der zusammen mit Bussat und Lammert allein auf das Eimsbütteler Tor zulief, und Feldmeier bediente Bussat fünf Meter vor dem Tor mit einem Querpass, doch Bussat schaffte das Kunststück, den Ball nicht im leeren Tor unterzubringen, so dass Lammert den Ball aus einem Meter über die Linie drücken musste, doch dabei entschied Schiedsrichter Lemcke zurecht auf Abseits. Es hätte das 2:0 in dieser Partie sein müssen! 


Kurz vor dem Seitenwechsel hatten die Gäste dann auch ihre erste Gelegenheit, aus mehr oder weniger heiterem Himmel stand Yao, der Eilbek II schon im Hinspiel Probleme bereitete, auf einmal völlig frei vor Torgau, der mit einer Fußparade den Ausgleich verhinderte. Mit einem an den Spielanteilen etwas schmeichelhaften, nach Chancen aber verdienten 1:0 ging es anschließend zum Aufwärmen in die Kabinen.


Um bei den Wortspielen mit der Temperatur zu bleiben: Eilbek wurde nach der Pause kalt erwischt! Liga-Leihgabe Rubin verlor im Dribbling als letzter Mann gegen Yao den Ball, Eimsbüttels Stürmer umkurvte Torgau und schob den Ball aus spitzem Winkel zum 1:1 ein. Ein absolut unnötiges Gegentor, denn schon vor dem Spiel wurde Rubin darauf hingewiesen, dass er seine leichtfertigen und fahrigen Dribblings als Innenverteidiger sein lassen soll. Hier hatte der Spieler seinen eigenen Kopf und verschuldete das Tor, das Eilbek II am Ende zwei Punkte kosten sollte.


Weitere Strafraumszenen waren vor einer Minuskulisse von acht Zuschauern heute kaum noch zu sehen. Olfe zielte vom Strafraumeck etwas zu hoch, Michalski scheiterte aus sechs Metern an Torgau und auf der Gegenseite hielt Köwener seine Mannen gegen Zimmer im Spiel. Kurz vor Toresschluss verpasste Betzold eine Hereingabe von Zimmer nur um eine Fußlänge, ansonsten blieb es beim tristen 1:1, das den Spielanteilen angemessen war.


West-Eimsbüttel wird sich bei Anhalten dieser Leistungen mit ziemlicher Sicherheit noch aus dem Tabellenkeller verabschieden und der SC Eilbek II ist mit einer Rekord-Punktausbeute trotz diverser schwacher Heimauftritte auf dem besten Wege zum zweiten Mal hintereinander die beste Saison der Vereinsgeschichte zu spielen und verabschiedet sich damit in die wohlverdiente Winterpause. 

 

Aufstellung:

Klaus Pablo Torgau - Heiko Krützmann (60. Marc Schultz), Genia Rubin, Sören Sager, David Feldmeier - Arne Bussat, Timm Schwemann - Stefan Zimmer, Artur Lammert, Jan Hesse (73. Eduard Ramburger) - Daniel Betzold

 

Tore:

1:0 Stefan Zimmer (16., Rechtsschuss, Schwemann)

1:1 Dichao Yao (48., Rechtsschuss, ohne Vorarbeit)

 

Gelbe Karten:

Krützmann, Sager - Behrens

 

Schiedsrichter:

Bernd Bodenstein (Note 2,5) - Souveräne Leitung in einem weitestgehend fairen Spiel. Lediglich ein Assistent hatte leichte Probleme bei Abseitsentscheidungen.

17. Spieltag: FC Winterhude - SC Eilbek II 0:4 (0:2)

 

Auswärts bleibt der SC Eilbek II auch in der Rückrunde eine Macht, nur der Tabellenführer USC Paloma II holt mehr Punkte pro Spiel auf fremdem Geläuf. Mit dem großen Rucksack einer 1:5 Demütigung in der Woche daheim gegen den TSC Wellingsbüttel ging die Reise an diesem Sonntag in das Sport-Duwe-Stadion nach Alsterdorf, wo der FC Winterhude seit dieser Saison seine Heimspiele austrägt. Auf dem Spielberichtsbogen vermisste Eilbek II die in der Liga-Startelf stehenden Zinke und Keibel, auch Arne Bussat saß das erste Mal in dieser Saison auf der Bank. Für einen geringen Altersdurchschnitt auf dem Rasen sorgten die beiden erst 18-jährigen Sevkan Aba und Messbah Maudoudi.

 

Das Hinspiel gewann der SC Eilbek II in einer spannenden Partie mit 1:0, doch diesmal hatte der FC Winterhude Torjäger Naeem Ahmad (19 Treffer) mit dabei. Doch von dessen Offensivpower war wenig zu sehen, Eilbek II kontrollierte das Spiel von der ersten Minute an und gab durch Hesse einen ersten Warnschuss ab. Nach rund einer Viertelstunde belohnte sich der SCE II für das Anrennen mit einem sehr sehenswerten Treffer. Nach einer Ecke von Johannes Krohn traf Daniel Betzold per Seitfallzieher zum 0:1. Sein Linksschuss-Aufsetzer fand genau die Lücke zwischen dem auf der Linie stehenden Irmler und dem Tordreieck. 

 

Bei Standards präsentierte sich die Verteidigung von Hude sehr anfällig, Schwemann verfehlte nach einem Eckstoß von Lammert das 0:2 nur knapp. Doch auch aus dem Spiel heraus konnte sich der Gast Chancen erspielen: der in Topform auflaufende Lammert setzte sich auf dem rechten Flügel durch und bediente Hesse, dessen Direktabnahme mit links nur an die Latte klatschte. 

 

Zwei Chancen hatte der FC Winterhude vor dem Seitenwechsel zu verzeichnen, zunächst lenkte Torgau einen Papke-Schuss von der Strafraumgrenze gerade noch um den Pfosten, dann war Eilbeks Keeper im Eins-gegen-Eins-Duell mit Papke nach einem Konter von Winterhude sehenswerter Sieger. Quasi im direkten Gegenzug erhöhte Eilbek II auf 0:2, Lammert setzte Betzold mustergültig in Szene, Wegrzynowski im Hude-Tor konnte dem Linksschuss von Betzold nur hinterherschauen. Mit Betzold hat Eilbek II endlich wieder einen Torjäger in den eigenen Reihen, der in seinen letzten sechs Einsätzen sechs Treffer zu verbuchen hat.

 

Und Eilbek II hätte vor der Pause noch auf 0:3 erhöhen müssen, Maudoudi fand mit einem Sahnepass Betzold, der dieses Mal Lammert freispielte, doch frei vorm Tor versagten Eilbeks Spielmacher die Nerven. 

 

Zur zweiten Halbzeit nahm sich Winterhude mit Sicherheit so einiges vor, doch nur acht Sekunden nach Wiederanpfiff streckte der SC Eilbek II seinen Kontrahenten mit einer rechten Gerade zum vorzeitigen K.O. nieder. Vom Anstoßpunkt weg bediente Schwemann den durchstartenden Hesse, der unter gütiger Mithilfe von Verteidiger Nohr das 0:3 erzielte. Der FC Winterhude, der schon vor der Pause nicht besonders gut und konsequent verteidigte, begann nun mehr und mehr mit dem Lamentieren, vor allem Mittelstürmer Blaack quasselte Eilbeks souveränen Innenverteidigern Sager und Aba über die gesamte zweite Halbzeit eine Frikadelle ans Ohr.

 

Winterhude ließ sich nach dem dritten Treffer nicht hängen, brachte anstelle eines Verteidigers einen zusätzlichen Mittelfeldspieler, fand mit seinem übertriebenen Kurzpassspiel aber keine Lücke in der Eilbeker Verteidigung. Stattdessen hatte Eilbek II, bei denen sich die eingewechselten Bussat, Heinrich und Yakubi nahtlos in die geschlossene Mannschaftsleistung einreihten, die besseren Chancen. Heinrich bediente zunächst Betzold, dessen Schuss zur Ecke abgeblockt werden konnte, kurz darauf Bussat, dessen Kopfball knapp das Ziel verfehlte. 

 

Pech hatte Mostafa Yakubi bei seinem Pfostentreffer, der ihm fast das erste Tor im Trikot von Eilbek II beschert hätte. Zuvor hatten Heinrich und Lammert Yakubi mustergültig freigespielt, der FC Winterhude war mit dem Ergebnis mittlerweile bestens bedient. Ein kleines Lebenszeichen gab Richter für den FCW ab, doch aus fünf Metern scheiterte er heute an Torgau, der seinen Kasten bereits zum achten Mal in dieser Saison sauber hielt.

 

Auf der Gegenseite konnte sich auch Wegrzynowski auszeichnen, ein Heinrich-Geschoss aus siebzehn Metern fischte der Keeper aus dem Giebel. Doch bei der darauffolgenden Ecke war Winterhudes Schlussmann geschlagen, denn Hesse sprang bei einer Ecke von Lammert höher als Wegrzynowski und köpfte zum 0:4 kurz vor Spielende ein.

 

Mit dieser Leistung betrieb der SC Eilbek II Wiedergutmachung für das zuvor verlorene Heimspiel und klettert mi 31 Punkten nach 17 Spielen auf Rang 4 vor. Zum Jahresabschluss trifft Hamburgs beste Grand-Reserve auf dem SV West-Eimsbüttel, Anstoß an der Fichtestraße ist am Sonntag um 12.45 Uhr.

 

 

Aufstellung:

Klaus Pablo Torgau - David Feldmeier (58. Steffen Heinrich), Sevkan Aba, Sören Sager, Johannes Krohn - Timm Schwemann, Said Mohammad Messbah Maudoudi (46. Arne Bussat) - Stefan Zimmer (72. Mostafa Yakubi), Artur Lammert, Jan Hesse - Daniel Betzold

 

Tore:

0:1 Daniel Betzold (12., Linksschuss, Krohn)

0:2 Daniel Betzold (35., Linksschuss, Lammert)

0:3 Jan Hesse (46., Rechtsschuss, Schwemann)

0:4 Jan Hesse (88., Kopfball, Lammert)

 

Gelbe Karten:

Otte - Zimmer, Heinrich

 

Schiedsrichter:

Bernd Bodenstein (Note 2,5) - Souveräne Leitung in einem weitestgehend fairen Spiel. Lediglich ein Assistent hatte leichte Probleme bei Abseitsentscheidungen.

16. Spieltag: SC Eilbek II - TSC Wellingsbüttel 1:5 (1:3)

 

Der Rückrundenauftakt brachte dem SC Eilbek II gleich einen starken Gegner an die Fichtestraße, der Tabellendritte aus Wellingsbüttel machte sich auf den Weg, um dem heimischen SCE II die fünfte Heimniederlage der Saison beizubringen. Mit Erfolg, wie sich später herausstellte. Eilbek II-Trainer Houillon hatte einige Ausfälle zu beklagen, neben den verletzten Keibel und Hesse fehlten u.a. Doppelpacker Betzold, Krohn und Zinke (Liga). Im Vergleich zur Vorwoche konnten sich also Niebuhr, Heinrich und Redenius für weitere Einsätze empfehlen.

 

Bei tristem Novemberwetter entwickelte sich auf dem bestens zu bespielenden Grandplatz von der ersten Minute an eine sehr zweikampfintensive Partie der bis dato zweitbesten Defensive der Liga gegen die beste Offensivreihe der Kreisliga 5.

 

Wellingsbüttel hatte wie schon im Hinspiel etwas zunächst etwas mehr Ballbesitz, die erste kleinere Gelegenheit gehörte aber dem SC Eilbek II. Nach einem schönen Pass in die Schnittstelle von Heinrich versuchte Redenius Keeper Bitter zu überlupfen, doch der Ball ging einen Meter über das Tor der Gäste. Auf der Gegenseite wusste Wellingsbüttel seine erste Torchance gleich zu nutzen. Wie zuvor in der Besprechung erzählt, zeigte der Tabellendrittte seine sehr starke Umschaltbewegung, nach einem Fehlpass von Sager bediente der heute überragende Zierau André Houillon, der Torgau im Eilbeker Tor keine Chance ließ.

 

Zu diesem Zeitpunkt waren bereits 25 Minuten gespielt, bis auf einen harmlosen Kopfball von Gögge war es die erste Torchance für Wellingsbüttel. Eilbek II ließ sich durch den Rückstand jedoch nicht aus der Ruhe bringen und hatte wieder durch Redenius nach Vorlage von Heinrich die Chance zum Ausgleich. Dieser sollte dann wenige Augenblicke später fallen, der im ersten Abschnitt offensiv sehr auffällige Heinrich tunnelte in Höhe der Mittellinie Dettmann und fand mit seinem Traumpass Lammert, der mit seiner Fußspitze gegen die Laufrichtung von Bitter einschob. Eilbeks Spielmacher zeigte bei seinem zweiten Saisontor endlich den lang ersehnten Eubel-Jubel!

 

Doch auch die Antwort von Wellingsbüttel ließ nicht lange auf sich warten, Gögge hatte Torgau schon überspielt, doch Feldmeier klärte mit einem Bein gerade noch vor der Linie. Kurz darauf bewahrte Torgau mit einer Glanzparade gegen André Houillon sein Team vor dem erneuten Rückstand, doch fünf Minuten vor dem Seitenwechsel ging der TSC ein zweites Mal in Führung. Heinrich klärte einen Ball am Strafraum nur unzureichend, Daracotts eigentlich harmloser Distanzschuss wurde von Schwemann unglücklich vor die Füße von Jakob Neitzel geklärt, der aus 12 Metern die Kugel genau im Winkel versenkte. Zu allem Überfluss traf KL5-Toptorjäger Gögge quasi mit dem Halbzeitpfiff nach einer Ecke von Zierau per Kopf zum 1:3. Niebuhr klärte den Ball vermeintlich auf der Linie, doch Assistent Aydin entschied auf Tor, eine knifflige Entscheidung.

 

Nach einer ebenbürtigen Halbzeit ging Eilbek II aufgrund von kapitalen individuellen Aussetzern mit einem Zwei-Tore-Rückstand in die Kabinen und fand nach dem Seitenwechsel offensiv kaum noch statt. In einer zähen zweiten Halbzeit, in der Wellingsbüttel optisches Übergewicht hatte, den Vorsprung aber nicht mehr als nötig verwaltete, hatte Zimmer nach einer Flanke von Lammert die einzige echte Torchance, doch Bitter hatte aufgepasst. Stattdessen machte Innenverteidiger Wigger nach einem Freistoß von Zierau per Kopf alles klar, Walters sehenswertes 5:1 in der Schlussminute war das Tüpfelchen auf dem "i" für eine starke Wellingsbütteler Leistung gegen einen heute nur 40 Minuten lang starken SC Eilbek II.

 

 

Aufstellung:

Klaus Pablo Torgau - Hannes Twardawa, Dennis Niebuhr, Sören Sager, David Feldmeier - Arne Bussat, Timm Schwemann - Stefan Zimmer, Artur Lammert, Steffen Heinrich - Ingo Redenius (70. Said Mohammad Messbah Maudoudi)

 

Tore:

0:1 André Houillon (25., Rechtsschuss, Zierau)

1:1 Artur Lammert (30., Rechtsschuss, Heinrich)

1:2 Jakob Neitzel (40., Rechtsschuss, Daracott)

1:3 Jonas Gögge (45., Kopfball, Zierau)

1:4 Nils Wigger (60., Kopfball, Zierau)

1:5 Mario Walter (90., Rechtsschuss, Daracott)

 

Gelbe Karten:

Torgau, Sager, Twardawa, Bussat - Daracott, Gögge

 

Schiedsrichter:

Peter Kohlert (Note 4) - Übersah Zimmers Nachtreten gegen Jepsen, ansonsten mit einer durchschnittlichen Leistung. Ob der Ball bei Gögges 1:3 tatsächlich hinter der Linie war, lässt sich nicht final klären.


15. Spieltag: SC Eilbek II - VfL Hammonia 4:0 (3:0)

 

Im Heimspiel gegen den VfL Hammonia wollte der SC Eilbek II endlich seinen Heimfluch besiegen, bereits vier Niederlagen kassierte man vor heimischem Publikum. Gegenüber dem siegreichen Spiel in der Vorwoche gab es zwei Änderungen, Bussat und Feldmeier ersetzten Krohn (Liga) und Düllberg. Da mit Redenius und Keibel nur zwei Spieler fehlten, war die Bank voll besetzt, auch Trainer Houillon konnte erstmals nach überstandener Vaterschaftsfreude wieder auf der Bank Platz nehmen.

 

Was die Bank geboten sah, sollte sie sehr erfreuen, denn schon nach 11 Sekunden (!) zappelte das Leder im Tor des VfL Hammonia. Sieben Eilbeker Ballkontakte benötigte es vom Anstoß weg bis der Ball die Torlinie überschritten hatte, Betzold köpfte eine mustergültige Flanke von Zimmer über Ilyas Arslan in die Maschen. Und so hatte der VfL Hammonia seinen ersten Ballkontakt bei eigenem Anstoß und bei 0:1 Toren.

 

Auch nach der frühen Führung spielte der SC Eilbek II weiter mutig nach vorne und erzielte mit der zweiten Chance den zweiten Treffer. Einen starken Eckball von Lammert köpfte Schwemann wuchtig aus sechs Metern in die Maschen! Nach nur 14 Minuten war der Deckel also schon fast drauf.

 

Bis auf einen Abschluss von Altintas, der Torgau vor keine Probleme stellte, spielte weiterhin nur der SCE II. Schwemann hatte den nächsten Treffer auf dem Fuß, aus 40 Metern wollte er Arslan überwinden, Hammonias Schlussmann konnte mit viel Mühe und Not zur Ecke parieren. Überzeugend waren neben dem Eilbeker Spiel auch endlich einmal die Standardsituationen, Sager köpfte einen Maßfreistoß von Zimmer unbedrängt über das Tor. Nach einer weiteren sehenswerten Kombination über Lammert, Schwemann, Zimmer und Zinke hätte der heute als Rechtsverteidiger aufgestellte Zinke fast sein zweiten Saisontor erzielt, doch sein Schuss zischte am langen Pfosten vorbei.

 

Hammonia war mit den Ergebnis bis dato sehr gut bedient, offensiv versuchten sie ständig Überzahlsituationen im Zentrum zu schaffen und nutzen daher nur die halbe Spielfeldbreite. Für Eilbeks Defensive, immerhin die zweitbeste der Liga, war es ein einfaches Spiel und so stand am Ende verdientermaßen das siebte Zu-Null-Spiel in dieser Saison. Kurz vor dem Seitenwechsel war die Partie endgültig entschieden, Schwemann drehte sich nach einem Freistoß von Zimmer sehenswert um seinen Gegenspieler und vollstreckte mit dem langen Ball ins lange Eck, Doppelpack! Mit einem auch in der Höhe verdienten 3:0 ging es nach 45 Minuten in die Kabinen.

 

Das Spielgeschehen der zweiten Hälfte ist schnell erzählt, denn die technisch starken Gäste hatten zwar sehr viel Ballbesitz und Eilbek verteidigte sehr präsent im Team und lauerte vermehrt auf Konter. Die einzige Torchance der Gäste im zweiten Abschnitt kam nach einem Eckball von Bitkin zu Stande, Torgau unterlief den Ball, doch Kopij traf aus fünf Metern nur den auf der Linie stehenden Twardawa. Ansonsten konzentrierte sich das Angriffsspiel der Mannschaft aus der Sternschanze nur auf das Zentrum, die Flügel blieben weiterhin völlig verwaist. Die Mehrzahl an Chancen hatte auch im zweiten Abschnitt der SCE II, Linksverteidiger Feldmeier wagte abermals einen Vorstoß und fand Lammert, der Betzold bediente, doch dessen Schuss von der Strafraumgrenze verpasste das Tor knapp. 

 

Die Offensivreihe der Eilbeker wusste die sich bietenden Räume weiterhin gut zu Nutzen, der starke Zimmer vernaschte am rechten Flügel gleich zwei Gegenspieler, doch Heinrich schaffte es Zimmers flache Hereingabe aus vier Metern noch über das Tor zu schießen! Doch der eingewechselte Heinrich konnte sich kurz vor dem Spielende noch in die Scorerliste eintragen, nach einem Pass von Schwemann, der an allen vier Toren beteiligt war, lief Heinrich allein auf Arslan zu und wurde dabei elfmeterreif gefoult, doch Heinrich blieb mit Mühe auf den Beinen und legte quer für den mitgelaufenen Betzold, der den Ball aus einem Meter nur noch über die Linie drücken musste.

 

Ein hochverdienter Sieg von den SC Eilbek II, der von der elften Sekunde an nie in Gefahr war. Mit 28 Punkten steht man nach dem Ende der Hinrunde auf Platz 5 der Tabelle und empfängt zum Rückrundenauftakt am kommenden Sonntag den Dritten aus Wellingsbüttel, wo man Hinspiel mit 2:1 unglücklich verloren ging.

 

 

Aufstellung:

Klaus Pablo Torgau - Christian Zinke, Hannes Twardawa, Sören Sager, David Feldmeier - Arne Bussat, Timm Schwemann - Stefan Zimmer, Artur Lammert, Jan Hesse (60. Steffen Heinrich) - Daniel Betzold

 

Tore:

1:0 Daniel Betzold (1., Kopfball, Zimmer)

2:0 Timm Schwemann (14., Kopfball, Lammert)

3:0 Timm Schwemann (44., Rechtsschuss, Zimmer)

4:0 Daniel Betzold (86., Rechtsschuss, Heinrich)

 

Gelbe Karten:

Lammert - Kopij, Bayraktar

 

Schiedsrichter:

Till Kunze (Note 3,5) - Hatte in einem fairen Spiel nicht viel zu tun, hatte bei der Beurteilung von Zweikämpfen und Handspielen immer mal wieder Probleme.

14. Spieltag: TuS Germania Schnelsen II - SC Eilbek II 0:1 (0:1)

 

Nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge ging es für den SC Eilbek II zum Gastspiel an den Riekbornweg, wo man auf die Reserve von Germania Schnelsen treffen sollte. Für Steffen Heinrich war es nach knapp einem Jahr ein Wiedersehen mit alten Teamkollegen, die er aber erstmals in dieser Saison nur von der Bank sehen konnte. Coach Torgau mitsamt Assistent Horn tauschten nach der schwachen Leistung in der Vorwoche gehörig um, Torgau, Düllberg und Twardawa ersetzten Tarbasar, Bussat und eben Heinrich.

 

Beim Aufwärmen gab es dann eine Schrecksekunde, Innenverteidiger Zinke knickte um, mitsamt seiner Wunderwaffe Finalgon konnte er jedoch die 90 Minuten problemlos überstehen und heimste für seine Leistung sogar ein Sonderlob des heimischen Publikums ab.

 

Von Beginn an war Eilbek II endlich mal wieder hellwach auf dem Platz, störte den Gegner früh und provozierte so zahlreiche Ballverluste der Hausherren in der eigenen Hälfte. Und so sollte mit der ersten nennenswerten Aktion auch gleich die Führung für die Gäste fallen. Germania-Keeper Jean-Pierre Stegemann, am Freitag wie auch Khalil und Swierkot noch im Oberliga-Kader, ließ sich nach einem Rückpass etwas zu viel Zeit, "Eule" Lammert attackierte Stegemann und der traf mit seinem missratenen Befreiuungsschlag nur Eilbeks Spielmacher, die Bogenlampe fand anschließend den Weg über Stegemann genau unter die Latte zum 0:1. Für Germanias talentierten Fänger war es nicht der erste grobe Fehler vor einem Gegentor in dieser Saison.

 

In den folgenden zehn Minuten war Eilbek II die bessere Mannschaft, Germania machte nur durch Lautstärke von Seiten der Bank auf sich aufmerksam, die sich (zu Recht) immer wieder über die Entscheidungen des schwachen Referees beschwerten. Nur muss man sagen, dass er diese falschen Entscheidungen auf beiden Seiten traf.

 

Betzold hatte nach einem Freistoß von Schwemann per Hinterkopf-Stoß eine Mini-Strafraumszene, ansonsten kamen die technisch sehr versierten Germanen besser ins Spiel, konnten sich aber bis auf einen Gewaltschuss von Linksverteidiger Lunckshausen aus 20 Metern, den Torgau stark parierte, keine richtige Torchance erspielen. Stattdessen hätte Zimmer nach 35 Minuten fast das 0:2 erzielt, sein Lupfer aus 35 Metern über den weit vor dem Tor stehenden Stegemann tropfte aber nur auf die Latte und so ging es mit einem 1:0 für den SCE II in die Kabinen.

 

Die optische Dominanz von Germania Schnelsen nahm in der zweiten Halbzeit zu, das Spiel verlagerte sich zunehmend in die Eilbeker Hälfte, doch die SCE-Defensive präsentierte sich heute abermals sattelfest. Mit nur 16 Gegentreffern stellt man nach Spieltag 14 die zweitbeste Abwehrreihe der Liga. Der erste gefährliche Abschluss im zweiten Abschnitt gehörte Eilbek II, nach einer sehenswerten Kombination über Hesse und Schwemann zielte Lammert knapp rechts vorbei. Ansonsten präsentierte sich Eilbek II nach vorne mit sehr wenig Durchschlagskraft, nur der KS Polonia hat weniger Treffer in der KL5 erzielt.

 

Germania spielte in Handball-Manier nun um den Eilbeker Strafraum, gefährliche wurde die Stegemann-Elf aber nur bei Standards. Lipski, in der Vorsaison noch mit neun Einsätzen in der Oberliga und aktuell mit sieben Treffern Germanias Top-Schütze, scheiterte mit seinem Freistoß aus 25 Metern an Torgau. Kurze Zeit später köpfte Abou-Khalil nach einem Freistoß von der rechten Seite zum vermeintlichen Ausgleich ein, doch Schiedsrichter Mroch entschied auf Abseits. Eine knifflige Entscheidung.

 

Germanias Spieler echauffierten sich immer mehr über den Unparteiischen, spätestens als Torgau den Ball erst zwei Meter hinter der Torlinie aufnahm und Mroch den Hausherren den verdienten Eckball verwehrte, platzte einigen Akteuren der Kragen. Und so wurde kurze Zeit später Massi Omar wegen Meckern vom Platz gestellt (80.), schon seine erste Verwarnung sah er wegen Meckern. 

 

Eilbek II schaffte es schon fast traditionell nicht trotz Überzahl Ruhe ins Spiel zu bringen, doch ohne größeren Schaden überstand man auch die letzten zehn Minuten. Und so verdiente sich Eilbek II mit einer sehr starken Defensivleistung heute drei Punkte gegen einen Gegner, der von seinen Anlagen nicht so weit unten in der Tabelle stehen dürfte.

 

 

Aufstellung:

Klaus Pablo Torgau - Leon Düllberg, Christian Zinke, Sören Sager, Johannes Krohn - Hannes Twardawa, Timm Schwemann - Stefan Zimmer (78. Steffen Heinrich), Artur Lammert (90. Said Mohammad Messbah Maudoudi), Jan Hesse - Daniel Betzold

 

Tor:

0:1 Artur Lammert (11., Hüfte, ohne Vorarbeit)

 

Gelbe Karten:

Lipski, Deshmeh, Stegemann, Lunckshausen, Stecker - Düllberg, Zinke, Zimmer, Heinrich

 

Gelb-Rote Karte:

Massi Omar (80., wiederholtes Meckern)

 

Schiedsrichter:

Yannic Matthias Mroch (Note 6) - Mit Fehlentscheidungen im Minutentakt auf beiden Seiten, ohne Linie im gesamten Spiel. Auch die beiden Assistenten konnten keinen guten Gesamteindruck hinterlassen. Weshalb er das Spiel acht Minuten zu früh anpfiff, weiß keiner. Eine Minute Nachspielzeit in Halbzeit zwei war deutlich zu gering.


13. Spieltag: SC Eilbek II - SV Barmbek 0:3 (0:0)

 

In Abwesenheit des Doppelpack-Vaters Dennis Houillon stand heute Klaus Pablo Torgau an der Seitenlinie, Dominic Tarbasar hütete zum zweiten Mal in Folge das Eilbeker Gehäuse. Im Heimspiel gegen den SV Barmbek stand dem SC Eilbek II fast die Bestbesetzung zur Verfügung, auf dem Platz sollte man davon später jedoch wenig sehen.

 

Die Gäste, die in weißen Hemden auflaufen wollten, mussten sich beim SCE II Leibchen ausleihen, da auch Eilbek in weiß auflaufen wollte. In einer zerfahrenen Anfangsphase hatte Schwemann die erste Großchance als er alleine auf den ehemaligen Eilbeker Gäste-Keeper Nagel zulief, der glänzend parierte. Der zu lasche Nachschuss von Betzold wurde noch kurz vor der Linie geklärt. Wenige Minuten später hatte Bussat die Führung auf dem Fuß, sein Schuss nach Hereingabe vom rechten Flügel ging jedoch über das Tor.

 

Barmbeks erste kleinere Chance hatte Alvarez, der stark bedrängt von Krohn links am Tor vorbei zielte. Die klaren Chance boten sich weiterhin Eilbek II, bei einer 5:3-Überzahlsituation rannten sich Schwemann und Lammert fast gegenseitig um, letzterer fand mit seinem Pass noch Hesse, dessen präziser Linksschuss von Nagel fantastisch um den Pfosten gelenkt werden konnte. Sebastian Nagel war in Halbzeit eins der überragende Akteur auf dem Platz und die Barmbeker konnten sich allein bei ihm bedanken, dass es torlos in die Kabinen ging. Auch einen Kopfball von Sager aus Nahdistanz nach einem Freistoß von Lammert lenkte er mit einem Blitzreflex noch über die Latte.

 

Das deutliche Chancenplus für die Hausherren bis zum Halbzeitpfiff übertünchte die spielerische Armut und mehr als durchwachsene Arbeit gegen den Ball gegen einen biederen Gegner, der offensiv zwar Ansätze hatte, aber nie wirklich gefährlich wurde.

 

Auch im zweiten Abschnitt änderte sich daran wenig, beide Seiten hatten arge Probleme aus dem Spiel heraus Torchancen zu generieren, und so plätscherte das Spiel bis zur Schlussviertelstunde vor sich hin. Nach 76 Minuten brachte der eingewechselte Mohamed Mohamed Ahmed Eid den SVB in Führung, einen Freistoß aus 20 Metern schob er locker lässig in die Torwartecke. Offensiv fiel dem SC Eilbek II auch nach dem Rückstand wenig ein und so packte Barmbek den Deckel drauf und konnte fünf Minuten vor dem Ende das Spiel entscheiden. Nach einem Eckstoß riss Richter Sager am Fünfmeterraum regelwidrig zu Boden, Schiedsrichter Olgun übersah das Foulspiel, Richters Kopfball landete zunächst nur an der Oberkante der Latte, den Rebound setzte er unbedrängt aus drei Metern in die Maschen.

 

Und als Eilbek II alles nach vorne warf erspielte sich der SV Barmbek die erste Großchance, Flemmig schloss einen mustergültigen Konter mit Hilfe des Innenpfostens zum 0:3 und am Ende nicht unverdienten Gäste-Sieg ab.

 

Auf heimischem Geläuf bekommt der SC Eilbek II weiterhin kein Bein auf die Erde und muss schon seine vierte Heimniederlage in Kauf nehmen, in der gesamten Vorsaison verlor man nur ein Heimspiel. Zum Glück gastiert man in der kommenden Woche bei Germania Schnelsen II.

 

 

Aufstellung:

Dominic Tarbasar - Christian Zinke, Sören Sager, Johannes Krohn - Arne Bussat (61. Hannes Twardawa), Jan Hesse (79. Benjamin Ristau) - Stefan Zimmer (74. Dembo Nimaga), Artur Lammert, Steffen Heinrich - Timm Schwemann, Daniel Betzold

 

Tore:

0:1 Mohamed Mohamed Ahmed Eid (76., dir. Freistoß, Rechtsschuss)

0:2 Marcus Richter (85., Kopfball)

0:3 Marc Flemmig (90., Rechtsschuss)

 

Gelbe Karten:

Krohn, Sager - Bröcker, Ak, Muain

 

Schiedsrichter:

Hasan Olgun (Note 5) - Eine Spielleitung mit vielen Fehlern, hüben wie drüben. Sehr kleinlich bei der Bewertung von Zweikämpfen, ließ so kaum Spielfluss zu. Hätte Richters Foul an Sager vor dem 0:2 ahnden müssen.

 

12. Spieltag:  SC Eilbek II – Weiss-Blau 63 1:2 (0:1)

 

Und auch diese Woche hieß es für Trainer wieder umstellen. Im Vergleich zur Vorwoche standen die Spieler Torgau, Zimmer, Bussat, Twardawa und Betzold aus unterschiedlichsten Gründen nicht zur Verfügung. Doch das sollte keine Entschuldigung sein, denn die Truppe die auf dem Spielberichtsbogen stand, hatte allemal die Qualität die nächsten drei Punkte für den SCE II zu holen. Zumal endlich auch wieder Schwemann, wenn auch nur als Joker, und Lammert im Kader auftauchten.


Man hatte sich einiges vorgenommen: den Ball laufen lassen, den Gegner frühzeitig unter Druck setzen, gleich zeigen wer hier die Heimmannschaft ist. Soviel zur Theorie. In der Praxis waren es die Gäste, die all diese Tugenden an den Tag legten. Und doch, die erste Chance des Spiels hatte der SCE II bereits nach zwei Minuten, doch Lammert scheiterte nach schöner Vorlage von Keibel am Gästekeeper Kirstein.


Nach neun Minuten dann die Führung für WB 63. Ein absolut vermeidbares Gegentor. Ein paar Doppelpässe – der eine oder andere mit einem Eilbeker Bein – und schon steht Ottma 5 Meter vor dem Tor mutterseelenallein von dem chancenlosen Tarbasar. Die Eilbeker Defensive befand sich hier kollektiv im Tiefschlaf, mehrmals gab es die Chance den Ball zu klären. In der Folge zeigt der Gast die reifere Spielanlage, die besseren Chancen hatte allerdings der SCE. Doch weder Lammert noch Yakubi oder Hesse konnten den Ball über die Torlinie bringen. So ging es mit 0:1 in die Kabine.


In der Halbzeit dann der erste Wechsel: Ramburger für Yakubi. Und dieser Wechsel hätte sich auch beinahe postwendend ausgezahlt. Ramburger steckt den Ball wunderschön in die Schnittstelle der Viererkette auf Hesse, welcher jedoch bei der Ballan- und mitnahme zu schlampig agiert und somit die Chance vergibt völlig frei aufs Tor zu laufen. Und wie in der ersten Halbzeit macht Weiss-Blau auch in der zweiten Halbzeit mit ihrer ersten Chance das Tor – 0:2. Sager wird im Laufduell locker stehen gelassen, den nachfolgenden Schuss kann Tarbasar noch  stark parieren, doch beim Nachschuss vom Doppeltorschützen Ottma ist er machtlos. Eilbek nun deutlich angeknockt. Doch Tarbasar hält seine Farben im Spiel und rettet zwei weitere mal stark.

 

In der 51. Minute hätte der bis dahin gute Schiedsrichter den Gästespieler Gonzalez Przygodda mit glatt Rot vom Platz stellen müssen! Nach einem der vielen harten Zweikämpfe zwischen ihm und Krützmann brannten Przygodda die Sicherungen durch. Um sich aus der Umklammerung von Krützmann zu lösen wischte er ihm mit der flachen Hand ins Gesicht. Eine klare Tätlichkeit! Schiedsrichter Choudhry sah das scheinbar anders, da die Aktion nur den gelben Karton nach sich zog. In der 78. war dann aber trotzdem Schluss für Przygodda, nach einer Schwalbe durfte er mit Gelb-Rot vorzeitig duschen.


Mit Ristau und Schwemann und der Umstellung auf Dreierkette warf Trainer Houillon jetzt alles in die Waagschale.  Eilbek II von nun an drauf und dran den Anschlusstreffer zu erzielen. Keibels Schuss aus 18 Metern zischte nur weniger Meter am linken Pfosten vorbei und nach einer Ecke war es wieder Keibel der gefährlich vor dem Tor auftaucht. Doch Keeper Kirstein holt den Ball mit einem Wahnsinnsreflex noch aus dem Winkel. In der 89. Minute war es dann aber soweit. Der eingewechselte Schwemann, stark bedrängt von zwei Gegenspielern,  bringt den Ball scharf in der Strafraum wo der Ball abgefälscht bei Keibel landet, der den Ball dann nur noch über die Linie schieben musste.


Eilbek warf jetzt alles nach vorne, 5 Minuten Nachspielzeit waren angezeigt. Genug Zeit also um vielleicht noch den einen entscheiden Angriff zu fahren. Weiss-Blau jetzt nur noch darauf bedacht den Ball möglichst weit nach vorne zu „kloppen“ und jede sich bietende Möglichkeit zu nutzen Zeit zu schinden. Aber es sollte reichen.


Aufstellung:
Dominic Tarbasar – Heiko Krützmann (62. Benjamin Ristau), Christian Zinke, Sören Sager, Johannes Krohn – Artur Lammert, Jan Keibel, Mostafa Yakubi (46. Eduard Ramburger), Steffen Heinrich – Dembo Nimaga (67. Timm Schwemann), Jan Hesse


Tore:
0:1 Sebastian Friedrich Ottma (9., Rechtsschuss)
0:2 Sebastian Friedrich Ottma (49., Rechtsschuss)
1:2 Jan Keibel (89., Rechtsschuss, Schwemann)

Gelbe Karten:
Nimaga, Keibel, Zinke, Ristau - Bürvenich, Martens, Aksoy
 
Gelb-Rote Karte:
Claudio Fabrizio Gonzalez Przygodda  (78., Foul/Schwalbe)
 
Schiedsrichter:
Rohit Choudhry (Note 3,5) – Relativ kleinlich, aber mit konsequenter Linie. Hätte aber Gonzalez Przygodda  nach klarer Tätlichkeit gegen Krützmann mit Rot vom Platz stellen müssen.


11. Spieltag: TSV Eppendorf/GB - SC Eilbek II 0:2 (0:1)

 

Für den SC Eilbek II gab am elften Spieltag der Kreisliga 5 einen neuen Eintrag in die Mannschaftschronik, denn zum ersten Mal ging es für die Elf von Trainer Houillon gegen den TSV Eppendorf/GB. Trotz der massiven Ausschreitungen beim Eppendorfer Heimspiel gegen Eilbeks kommenden Gegner Weiss-Blau 63 (insgesamt 7 Platzverweise) verhängte der Hamburger Fußballverband keine Zuschauersperre und so konnte der Grandplatz am Brödermannsweg eine schöne Kulisse vorweisen, inklusiver netter Pöbel-Ecke im Eingangsbereich.

Personell musste Eppendorf auf vier rotgesperrte Spieler verzichten, bei Eilbek II musste Heiko Krützmann aus dem gleichem Grund auf der Tribüne Platz nehmen, zu ihm gesellten sich die noch verletzten Horn und Schwemann, der entgegen einigem Gemunkel übrigens nicht mit Eppendorfs Fänger Schneemann verwandt ist.

 

Der Schiedsrichter der heutigen Partie war Martin Prigge und dieser schien bereits vor Anpfiff wenig angetan zu sein von einer Spielleitung bei einer Mannschaft, die in der Vorwoche sechs Platzverweise erhalten hat. Zu allem Überfluss musste Prigge dann auch genervt und mit einem lauten Pfiff die Hausherren aus der Kabine holen, so dass sich der Anstoß um zwei Minuten verzögerte.

 

Eilbek II wie schon in der Vorwoche von der ersten Minute an hellwach und hochkonzentriert. So hatte Eilbek nach guter Balleroberung von Hesse durch Heinrich die erste Chance des Spiels, doch der Linksfuß traf aus halblinker Position nur das Außennetz. Die Eppendorfer Defensive präsentierte sich beim frühen Eilbeker Pressing sehr fehleranfällig und fabrizierte gleich mehrere Fehler, Betzolds Abschluss aus halbrechter Position konnte gerade noch zur Ecke abgeblockt werden.

 

Zwar hatte Eilbek II gerade in der Anfangsviertelstunde viele Ballgewinne in der gegnerischen Hälfte, traute sich aber viel zu selten den Abschluss zu. Nach neun Minuten hatte Sager schon die dritte gute Chance für die Gäste, doch sein Kopfball nach einer Ecke von Heinrich strich knapp über die Latte. In der Folge kam Eppendorf/GB ein wenig besser ins Spiel und zeigte im Offensivspiel immer wieder gute Ansätze, vor allem der torgefährliche Spielmacher Dennis Zöllner brachte immer wieder Struktur ins Spiel der Heimmannschaft, die sich aber über das gesamte Spiel nur eine Torchance erspielen sollte.

 

In der 23. Minute hatte Hesse nach Ballgewinn im gegnerischen Strafraum die Führung auf dem Fuß, scheiterte jedoch an Schneemann. Eine Minute später machte es Daniel Betzold besser und brachte Eilbek II hochverdient in Führung. Sager schaltete nach einem Foulspiel schnell, tunnelte den vor ihm herumhampelnden Zöllner und bediente Heinrich, dessen flache Hereingabe der völlig alleingelassene Betzold aus acht Metern routiniert unten rechts ins Eck schob.

 

Kurz nach dem Führungstreffer lief ein Eppendorfer Spieler allein auf Torgau zu, brachte aber nicht mehr als einen Gewaltroller zustande, so dass Torgau den Ball ohne Probleme parieren konnte. Auf der Gegenseite traf Johannes Krohn nach einem Freistoß nur die Latte, es war bereits sein fünfter Alu-Treffer für Eilbek II. Eine Halbchance hatte Eppendorf/GB per Freistoß zu bieten, Zöllner wollte den noch mauerstellenden Torgau mit einer schnellen Ausführung düpieren, doch Eilbeks Keeper war hellwach und konnte den zu schwachen Schuss abwehren. Im direkten Gegenzug hatte Hesse nach einem von Bussat initiierten Konter das 0:2 auf dem Fuß und lief allein auf das Tor zu und hätte sogar den noch besser postierten Betzold anspielen können, doch Hesse verzog knapp rechts.

 

Zur Pause brachte Eilbek II Schultz für Yakubi, Keibel rückte in das zentrale Mittelfeld, das im ersten Abschnitt phasenweise zu große Löcher aufwies. Und fünf Minuten nach dem Seitenwechsel hatte der SCE II die große Chance die Vorentscheidung herbeizuführen. Zimmer dribbelte sich in den Strafraum und wollte Betzold bedienen, sein Abspiel wurde klar mit der Hand abgewehrt und so entschied Schiedsrichter Prigge auf Strafstoß. Da kein einziger Spieler im heutigen Kader bisher für Eilbek II einen Elfmeter im Spiel geschossen hatte (Lammert und Schwemann standen nicht im Kader) schnappte sich Arne Bussat die Pille. Seinen flach, halbrechts getretenen Strafstoß konnte Stefan Schneemann zur Ecke parieren und so blieb es beim 0:1.

 

Diese Szene hatte einen Bruch im Spiel der Gäste zur Folge und so präsientierte sich Eilbek II nicht mehr als die spielbestimmende Mannschaft, Eppendorf/GB gewann zunehmend Spielanteile, ohne jegliche Gefahr für das Eilbeker Tor auszustrahlen. Unter den Augen von anwesenden WB63-Scouts passierte bis zur Schlussviertelstunde in beiden Strafräumen rein gar nichts, erst ein Distanzschuss des eingewechselten Nimaga nach sehenswerter Kombination über Krohn, Betzold und Hesse sorgte für so etwas wie Torgefahr.

 

Nach 80 Minuten parierte Schneemann ein Freistoß-Pfund von Keibel aus 25 Metern, beim Freistoß zwei Minuten später von Krohn aus 18 Metern war der Keeper allerdings machtlos. Betzold wurde an der Strafraumgrenze gelegt, Eppendorfs Khalil sah anschließend wegen Mosern die Ampelkarte, Johannes Krohn zimmerte das Leder mit links und Kawumm oben rechts ins Tordreieck. Fünf Minuten vor dem Ende hatte Arne Bussat die 100000%-ige Chance zum 0:3, Nimaga legte im Strafraum quer auf Bussat, der sich sechs Meter vor dem Tor nur noch einem auf der Torlinie stehenden Feldspieler gegenüber sah. Bussat hätte noch nach Tunnel oder Winkel fragen können, doch der Mittelfeldspieler wartete gefühlte Lichtjahre auf den Abschluss und zu allem Überfluss grätschte ein Eppendorfer noch den Ball von der Linie.

 

In der Schlussminute sah Pehlivantürk nach einem Schubser gegen Zinke die zweite gelb-rote Karte für Eppendorf/GB, die damit bei acht Platzverweisen in den letzten beiden Partien stehen.

 

Eilbek II klettert nach dem dritten Sieg in Folge auf Platz 4 der Tabelle und hat nun mit Weiss-Blau 63 und dem SV Barmbek zwei Heimspiele vor der Brust.

 

 

Aufstellung:

Klaus Pablo Torgau - Jan Keibel, Christian Zinke, Sören Sager, Johannes Krohn - Stefan Zimmer (83. Hannes Twardawa), Arne Bussat, Mostafa Yakubi (46. Marc Schultz), Steffen Heinrich (69. Dembo Nimaga) - Jan Hesse, Daniel Betzold

 

Tore:

0:1 Daniel Betzold (24., Rechtsschuss, Heinrich)

0:2 Johannes Krohn (84., dir. Freistoß, Linksschuss, Betzold)

 

Besonderes Vorkommnis:

Stefan Schneemann hält Handelfmeter von Arne Bussat (51.)

 

Gelbe Karten:

Zöllner, Neumann, Meier - Sager, Keibel

 

Gelb-Rote Karten:

Moustafa Yousef Khalil (82., Meckern)

Vahit Pehlivantürk (89., Foulspiel)

 

Schiedsrichter:

Martin Prigge (Note 2,5) - Mit konsequenter Linie beim Meckern, die Hausherren fühlten sich ob der Entscheidungen stark benachteiligt. Entschied zurecht auf Handelfmeter.

10. Spieltag: SC Eilbek II - Duvenstedter SV II 3:1 (2:0)

 

Gerade einmal 11 Mann bekam der SC Eilbek II für das Spiel gegen den Duvenstedter SV II zusammen, auf der Bank musste sogar Liga-Co-Trainer Kerem Yildirim Platz nehmen und später zu seinem zweiten Saisoneinsatz kommen. Eilbek konnte so das System der Vorwoche nicht auf den Platz bringen und spielte mit dem klassischen 4-2-3-1. Erstmals seit seinem Platzverweis stand Dembo Nimaga wieder in der Startelf, Heiko Krützmann übernahm in Abwesenheit von Jan Keibel die Kapitänsbinde.

 

Der SC Eilbek II startete furios in das Spiel und setzte den Duvenstedter SV II von der ersten Sekunde an unter Druck und so dauerte es keine 90 Sekunden, da zappelte das Leder bereits im Netz. Nimaga presste seinen Gegenspieler schon im eigenen Strafraum, nach Balleroberung bediente Nimaga Zimmer, der aus sechs Metern keine Probleme hatte den Ball mit links am machtlosen Tom Soltau ins Tor zu wuchten. Die Gäste wussten in der Anfangsviertelstunde nicht wie ihnen geschah, Zimmer und Redenius hatten gleich zwei weitere Abschlüsse.

 

Wie aus heiterem Himmel hatten die Duvenstedter aber dann die Chance auf den Ausgleich. Krützmann vertändelte zwanzig Meter vor dem eigenen Tor den Ball, Fynn Steffen wurde bedient und lief allein aufs Tor zu, doch Eilbeks Keeper Torgau agierte stark und blieb im Duell mit Duvenstedts Mittelstürmer der Sieger. Der SCE II war optisch nicht nur auf Grund seiner weißen Trikots klar überlegen, Bussat schädelte eine Ecke von Krützmann knapp neben den Kasten, auf der Gegenseite traf Maschal Sidiqi aus 25 Metern nur die Oberkante der Latte.

 

Kurz vor dem Seitenwechsel gab es dann den wichtigen und hochverdienten zweiten Treffer nach einem Bilderbuch-Angriff. Torgau-Krützmann-Zimmer-Bussat-Redenius-Nimaga Tor! Vom eigenen Fünfmeterraum aus kombinierte sich Eilbek II sehenswert über das gesamte Spielfeld, nicht minder sehenswert war der Abschluss von Nimaga, der stark bedrängt per Pike links oben in den Winkel traf.

 

Auch nach dem Seitenwechsel dominierte an der Fichte nur der SC Eilbek II und kam auch verdient zum dritten Treffer des Tages. Krützmann mit einer butterweichen Ecke, Soltau verschätzte sich leicht und "Chris" Zinke drosch den Ball aus zwei Metern mit 100 km/h in die Maschen! Es war das erste Saisontor für den Neuzugang vom Laager SV im Trikot des SCE II.

 

Weiterhin sahen die Zuschauer ein Spiel auf ein Tor, einziges Manko war die Chancenverwertung. Nach einem missglückten Rückpass lief Zimmer allein auf das Duvenstedter Tor zu, zwar hob der Assistent die Fahne, doch Schiedsrichter Munoz agierte richtig und überstimmte ihn, da der Ball von Duvenstedt gespielt wurde. Doch vor dem Tor agierte Zimmer zu hastig und schob den Ball rechts am Tor vorbei.

 

Acht Minuten vor dem Ende lief nach einem Fehlpass im Eilbeker Mittelfeld Sidiqi in Richtung Eilbeker Tor, doch Krützmann grätschte ihn an der Strafraumkante mitsamt Ball von hinten um, Schiedsrichter Munoz entschied auf Strafstoß und Notbremse und musste Krützmann so konsequenterweise vom Platz stellen. Beim Strafstoß ahnte Torgau zwar die richtige Ecke, doch Piran Wilson zielte genau neben den Pfosten und traf so zum 3:1. Doch auch mit einem Mann weniger kam Eilbek über die Runden, Bussat hätte per Fernschuss fast noch einen weiteren Treffer erzielt.

 

Am Ende ein hochverdienter Sieg für den SC Eilbek II gegen ein harmlosen Gegner, der wohl bis zum Ende im Abstiegskampf stecken wird. Mit den drei Punkten springt der SCE II von 7 auf 5 in der Tabelle und hat damit seinen nächsten Gegner Eppendorf/GB überholt. Der Aufsteiger wird nach sechs Platzverweisen in dieser Woche (davon 4 rote Karten) wohl nicht in voller Stärke spielen können.


Aufstellung:

Klaus Pablo Torgau - Heiko Krützmann, Christian Zinke, Sören Sager, Johannes Krohn - Stefan Zimmer, Arne Bussat, Mostafa Yakubi (73. Torben Zöller), Steffen Heinrich - Ingo Redenius (61. Leon Düllberg), Dembo Nimaga (85. Kerem Yildirim)

 

Tore:

1:0 Stefan Zimmer (2., Linksschuss, Nimaga)

2:0 Dembo Nimaga (38., Rechtsschuss, Redenius)

3:0 Christian Zinke (57., Rechtsschuss, Krützmann)

3:1 Piran Wilson (83., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Krützmann an Sidiqi)

 

Gelbe Karten:

- Wilson

 

Rote Karte:

Heiko Krützmann (82., Notbremse)

 

Schiedsrichter:

Stephan Munoz Prado (Note 1,5) - Ließ angenehm viel laufen, überstimmte seinen Assistenten einmal zurecht. Hart, aber vertretbar, der Platzverweis für Krützmann.

9. Spieltag: TSV Wandsetal II - SC Eilbek II 0:2 (0:0)

 

Nach drei Spielen ohne Sieg und nur einem Torerfolg war die Zeit für Änderungen beim SC Eilbek II gekommen, mit neuen Trikots und neuer Formation ging es in den Sportpark Hinschenfelde zum TSV Wandsetal II. Dort erwartete den großen SCE II-Tross ein saftiges Grün, der Rasen präsentierte sich in bestem Zustand. Personell stand heute erstmals das Sturmduo Redenius Betzold gemeinsam auf dem Rasen, Yakubi feierte seine Saisonpremiere in der Startelf.

 

Die in weiß gekleideten Eilbeker mussten sich in der Anfangsphase merklich an das neue System gewöhnen und so hatte fast zwangsweise Wandsetal II die erste kleine Gelegenheit des Spiels. Der nur zu Beginn sehr umtriebige Kossi Degbe wollte Torgau mit einem Schuss ins kurze Ecke überraschen, doch Eilbeks Keeper war zur Stelle. Die erste Chance der Gäste ließ nicht lange auf sich warten, Lammert spielte Heinrich frei, doch Mende im Wandsetal-Tor parierte noch mit den Fingerspitzen zur Ecke.

 

Zwar waren die Spielanteile im ersten Abschnitt noch ausgeglichen, doch Torchancen boten sich eigentlich nur Eilbek II. Zunächst schoss Redenius nach einem Mende-Fehler den Ball per Seitfallzieher daneben, wenige Augenblicke später war Heinrich nach einer Yakubi-Flanke völlig frei am zweiten Pfosten, doch sein Linksschuss ging knapp rechts am Kasten vorbei. Eilbek war dem Gegner mit zunehmender Spieldauer immer überlegener und auch gedankenschneller, Bussat führte einen Freistoß aus 18 Metern schnell aus und spielte Betzold frei, doch der Angreifer traf völlig frei aus acht Metern nur das Außennetz und so musste Betzold weiter auf seinen ersten Saisontreffer warten.

 

Innenverteidiger Sager, der als zentraler Mann der Abwehrkette agierte, schien in der Defensive nicht wirklich gefordert zu sein und schaltete sich deshalb immer wieder mit in das Angriffsspiel ein und erzielte so nach einem Pass von Lammert sogar ein Tor aus dem Spiel heraus, Schiedsrichter von Postel gab das Tor auch zunächst, entschied nach Rücksprache mit seinem Assistenten dann aber doch auf Abseits.

 

Mit Beginn der zweiten Halbzeit stellten die Hausherren die Angriffsbemühungen komplett ein, Eilbek spielerisch und läuferisch mindestens eine Klasse besser, sehr zum Unmut der hinter dem Eilbeker Tor stehenden TSV-Fans, die dem Spiel nur wenig abgewinnen konnten und immer wieder lautstark mit ihrer Mannschaft moserten. Und so gab es Tormöglichkeiten weiterhin nur auf der einen Seite, Lammert setzte nach einem Konter einen Schuss von der Strafraumgrenze links daneben. Nach gut einer Stunde musste Bussat seinen Platz gelb-rot gefährdet für Hesse räumen, dem Eilbeker Spiel tat dies jedoch keinen Abbruch. Knappe fünf Minuten nach dem Wechsel war es endlich so weit, der SC Eilbek II ging in Führung. Heinrich brachte vom rechten Flügel eine herrliche Flanke in den Strafraum, am langen Pfosten grätschte Redenius die Kugel aus fünf Metern in die Maschen! Das erste Saisontor für Eilbeks besten Torjäger der Vorsaison.

 

Für Redenius war das Spiel nach dieser Aktion beendet, Ristau übernahm die Spielmacher-Position und Lammert schob vor in den Angriff. Und Eilbek II spielte jetzt wie aus einem Guss. Hesse bediente Ristau, doch Mende war bei dem Flachschuss auf dem Posten. Kurze Zeit später wäre Wandsetals Schlussmann machtlos gewesen, doch Lammert legte eine Betzold-Hereingabe aus drei Metern neben das Tor. Die Protagnisten dieser Szene tauschten bei der nächsten Großchance die Rollen, Lammert mit einer Flanke auf Betzold, doch dessen Kopfballaufsetzer aus fünf Metern ging über das Tor. 

 

Daniel Betzold war seinem ersten Treffer für Eilbek II sichtlich nahe und erzwang diesen in der 82. Minute. Von Keibel freigespielt fasste sich Betzold ein Herz und drosch die Kugel aus 22 Metern genau in den Winkel, Mende im TSV-Tor war ohne jede Abwehrchance. Der SCE II drängte danach weiter auf das Tor der Hausherren, Krohn auf Betzold, der auf Ristau, der per Volleyabnahme einen Meter vorbei.

 

Zwei Minuten vor Ende der Partie verabschiedete sich Wandsetals Sengül, mit gelb-rot nachdem er mehrfach lautstark gegen den Schiedsrichter wetterte. In der Nachspielzeit hatte Betzold noch seinen zweiten Treffer auf dem Fuß, doch dieser sollte heute nicht mehr gelingen.

 

Ein am Ende hochverdienter Sieg für den SC Eilbek II, der sogar noch um ein paar Tore zu gering ausgefallen ist. Trotz des Sieges rutscht man in der Tabelle von Platz 6 auf 7, da der SC Sperber II nach seinem Kantersieg gegen Barmbek die bessere Tordifferenz vorweisen kann.

 


Aufstellung:

Klaus Pablo Torgau - Christian Zinke, Sören Sager, Johannes Krohn - Arne Bussat (59. Jan Hesse), Jan Keibel - Mostafa Yakubi (79. Marc Schultz), Artur Lammert, Steffen Heinrich - Ingo Redenius (67. Benjamin Ristau), Daniel Betzold

 

Tore:

0:1 Ingo Redenius (65., Rechtsschuss, Heinrich)

0:2 Daniel Betzold (82., Rechtsschuss, Keibel)

 

Gelbe Karten:

Westermann - Bussat, Keibel, Hesse

 

Gelb-Rote Karte:

Gökhan Sengül (86., Meckern)

 

Schiedsrichter:

Hans-Peter von Postel (Note 4,5) - Abermals mit einem sehr selbstdarstellerischen Auftritt, mit Abstimmungsproblemen mit den Assistenten und bisweilen mit Schwächen in der Beurteilung von Zweikämpfen.

8. Spieltag: SC Eilbek II - SC Sperber II 1:3 (0:2)

 

Personell arg gebeutelt ging es für den SC Eilbek II gegen die Greifvögel des SC Sperber II. Zwar konnte man erstmals in dieser Saison auf Mittelstürmer Redenius zurückgreifen, doch mit Betzold, Lammert, Schwemann, Hesse und Bussat fehlten gleich fünf Zentrumsspieler, auch Flügelflitzer Zimmer stand urlaubsbedingt nicht zur Verfügung.

 

Wie zuletzt immer bei Eilbeker Heimspielen wurde es pünktlich zum Anpfiff grau und bedeckt, während bis pünktlich um 12:45 Uhr stets die Sonne scheint. Grau und bedeckt sollte auch das passende Motto für den SC Eilbek II an diesem Tage sein, denn nicht viel ging zusammen gegen einen höchst durchschnittlichen SC Sperber II. 

 

Den ersten Torschuss der Partie sahen die Zuschauer auf den spärlich gefüllten Rängen von den Gästen, doch Jan Knoefels harmloser Roller versprühte nicht den Hauch einer Gefahr. Besser machte es auf der Gegenseite Marco Heppner, seinen Distanzschuss konnte Sperbers Schlussmann Eisert im Nachfassen parieren. Eilbek suchte weiter das Spiel nach vorne, Krützmann setzte mit einem feinen Diagonalball Redenius in Szene, sein Schuss aus der Drehung verfehlte das Tor letztlich um zwei Meter. Für Krützmann war es die letzte Aktion im Spiel, nach einem Foulspiel musste er mit einer Schienbeinprellung das Spielfeld verlassen, für ihn kam Stephan Horn schon früh in die Partie.

 

Keine fünf Minuten später lagen die Gäste in Front, nach einem langen Ball der Gäste schlug Innenverteidiger Sager völlig unbedrängt ein großes Luftloch, Sperbers Jan Knoefel bedankte sich und schob zum 0:1 ein. Eilbek II war danach ein wenig von der Rolle, die Führung aus heiterem Himmel konnten die Gäste noch vor der Pause ausbauen. Erneut zeigte sich die Eilbeker Verteidigung an diesem Tage unsortiert, nach einem Einwurf (!) konnte Knoefel ungehindert durch den Eilbeker Strafraum spazieren und auf Dahms querlegen, der aus zwei Metern keine Mühe mehr hatte den Ball über die Linie zu legen.

 

Und als wäre das alles nicht schon schlimm genug gewesen, musste Eilbek II noch im ersten Abschnitt ein zweites Mal verletzungsbedingt wechseln, Maudoudi musste mit einer Zehenverletzung den Platz räumen, Ristau kam in die Partie.

 

Der zweite Abschnitt begann von Eilbeker Seite aus mit wesentlich mehr Tempo und ganz anderer Körpersprache, die individuellen Fehler blieben. Zinke verdaddelte als letzter Mann den Ball, Knoefel schoss frei vor Torgau links vorbei. Doch der Wille des SC Eilbek II wurde im zweiten Abschnitt schon früh belohnt, Sager netzte einen Keibel-Freistoß mit der Hacke in die kurze Ecke ein, 1:2. 

 

Die Hausherren hatten nun endlich mal eine spielerisch gute Phase erwischt und schnürten die Gäste um den eigenen Strafraum ein, Endlastung gab es für den SC Sperber II kaum noch. Heinrich scheiterte nach einer Linksflanke von Pfeiffer zunächst per Kopfstoß an Eisert, dann schoss Ristau von der Strafraumgrenze nach sehenswerter Kombination über Redenius und Pfeiffer nur an linken Torpfosten. Eilbek dem 2:2 nun wesentlich dichter als die Gäste der Entscheidung, der eingewechselte Ramburger scheiterte an Eisert, ein Distanzschuss von Heppner fand ebenso nicht sein Ziel.

 

Bei einem der ganz wenigen Konter der Gäste konnte Zinke seinen Gegenspieler nur regelwidrig stoppen, der bereits gelbverwarnte Innenverteidiger wurde mit gelb-rot des Feldes verwiesen. Eilbek II riskierte nun im 3-4-2 alles und rannte weiter ein, schenkte dem Gegner aber auch das dritte Tor. Wieder war es der kaum aufzuhaltende Knoefel, der halblinks im Strafraum zunächst Pfeiffer und anschließend Sager austanzte, Dahms verwertete den Querpass aus 7 Metern zum 1:3, die Entscheidung in diesem Spiel.

 

Eine bittere und zugleich unnötige Niederlage gegen einen Gegner, der dem SC Eilbek II beileibe nicht überlegen war. Die Gäste warteten über 90 Minuten auf Fehler des SCE und dieser Gefallen wurde ihnen viermal gemacht, dreimal zappelte es in der Folge im Eilbeker Netz. Mit der zweiten Heimniederlage in Folge fällt Eilbek II auf Platz 6 der Tabelle und muss aufpassen, nicht ins graue Mittelmaß durchgereicht zu werden.

 


Aufstellung:

Klaus Pablo Torgau - Heiko Krützmann (23. Stephan Horn), Christian Zinke, Sören Sager, Johannes Krohn (75. Eduard Ramburger) - Jan Keibel (C), Said Mohammad Messbah Maudoudi (45. Benjamin Ristau) - Sascha Pfeiffer, Marco Heppner, Steffen Heinrich - Ingo Redenius

 

Tore:

0:1 Jan Knoefel (27., Rechtsschuss)

0:2 Sean Vincent Dahms (38., Rechtsschuss, Knoefel)

1:2 Sören Sager (51., Rechtsschuss, Keibel)

1:3 Sean Vincent Dahms (86., Rechtsschuss, Knoefel)

 

Gelbe Karten:

Horn, Sager - 

 

Gelb-Rote Karte:

Christian Zinke (82., wiederholtes Foulspiel)

 

Schiedsrichter:

Lahcen Rast (Note 2,5) - Hatte in einem fairen und leicht zu leitenden Spiel keine Probleme. Der Platzverweis für Zinke war vertretbar.

7. Spieltag: SC Sternschanze II - SC Eilbek II 0:0

 

Bestes Fußballwetter und spätsommerlichen Temperaturen lockten einige Zuschauer zum Topspiel des Spieltages in der Kreisliga 5 an. Der SC Eilbek II gastierte beim SC Sternschanze II in eben diesem Stadtteil an einem der wohl schönsten gelegenen Plätze Hamburgs. Beide Mannschaften konnten nahezu in Bestbesetzungen auflaufen, bei Eilbek II gab der aus der A-Jugend gekommene Maudoudi überraschend sein Startelf-Debüt. Begrüßt wurde der SCE II-Tross auch vom Platzwart des Heimvereins, der beim Anblick der Eilbeker Musikanlage - die schon beim letzten Aufeinandertreffen der beiden Teams in Eilbek für Gesprächsstoff sorgte - große Augen bekam und deshalb laut posaunte: "Wenn die Musik zu laut ist, stell ich euch den Strom ab!" Die Musik war laut, der Strom war da, und so war alles präpariert für den Anpfiff.

 

Die erste Großchance des Spiels hatte dann nach drei Minuten auch gleich der SC Eilbek II, Torgau schaltete nach einem Schanze-Angriff schnell und bediente mit einem weiten Abschlag Artur Lammert - Ordemann sprang zuvor unter dem Ball hindurch - doch Eilbeks Spielmacher, der unter der Woche bis 2016 verlängerte, schoss völlig frei vor Lehmann links vorbei. Auch der SC Sternschanze II hatte in der Anfangsphase eine dicke Möglichkeit zur Führung, nach einem Freistoß von Skarka setzte Rebke den Ball aus fünf Metern nur auf die Latte. 

 

Über die gesamte Partie war es überaus lauf- und zweikampfintensiv, viele Zweikämpfe wurden hart, aber stets fair geführt. Schiedsrichter Iban Sierra Taboada, der kein Wort deutsch sprechen konnte, traf mit seiner Spielleitung stets den richtigen Ton und verdiente sich die Bestnote. Krachen sollte es nach sechs Minuten in einem Luftduell zwischen den baumlangen Rebke und Schwemann, die Kopf an Kopf aneinanderstießen, beide Akteure konnten aber weiterspielen. Rebke wollte nach der Behandlungspause sogar so schnell wieder auf das Spielfeld, dass er sich nicht beim Schiedsrichter anmeldete und dafür verwarnt wurde.

 

Optisch hatte Sternschanze II einen leichten Vorteil, die Männer von Trainer Sandhop spielten einen sehr gepflegten Ball und waren durch Stürmer Moriße immer wieder gefährlich. Gerade Eilbeks Sager und Zinke hatten über 90 Minuten Schwerstarbeit zu verrichten, das Innenverteidiger-Pärchen überzeugte abermals in dieser Konstellation. Die besseren Chancen im ersten Abschnitt aber hatte der SCE II: Maudoudi setzte Offensivverteidiger Krohn in Szene, dessen starke Hereingabe schoss Lammert rechts daneben. Bei einer Kopie der Szene bekam Schanze-Keeper Lehmann gerade noch die Finger an die Flanke und konnte den Ball so vor dem einschussbereiten Betzold entscheidend abfälschen. So ging es in einer überaus temporeichen Partie ohne Tore in die Kabinen.

 

Beide Teams konnten das Tempo auch in Halbzeit zwei hochhalten, doch mit zunehmender Annäherung an das Eilbeker Tor verließen den Hausherren die Kräfte, Skarka und mehrfach Moriße wurden für ihre teils plumpen Versuche einen Elfmeter zu schinden zurecht nicht belohnt. Auch hier lag Schiedsrichter Sierra Taboada in mehreren Situationen goldrichtig. Nur eine Szene im Strafraum war etwas kniffliger, Moriße zog es im Duell mit Krohn gleich den Schuh aus, doch auch hier war die Entscheidung weiterspielen zu lassen korrekt.

 

Fußball gespielt wurde auch noch und zwar auf beiden Seiten. Zunächst setzte Schwemann einen Freistoß knapp rechts vorbei, dann hatte Sternschanze II gleich mehrfach die Chance auf die Führung. Zunächst scheiterte Moriße nach einer Maßflanke von Skarka aus sechs Metern per Kopf am stark reagierenden Torgau, dann war Eilbeks Keeper bei einer Doppelchance von Kutun und Moriße zur Stelle. Für das optische Highlight des Tages sorgte dann Sternschanzes umtriebiger Mittelstürmer Moriße, der nach einer Ecke aus sechs Metern völlig unbedrängt zum Seitfallzieher ansetzte, dieser striff aber nur den Außenpfosten. Der neutrale Zuschauer würde wohl sagen, dass alleine diese Situation ein Tor verdient gehabt hätte.

 

Das Chancenplus hatte im zweiten Abschnitt der SC Sternschanze II, Saunier hatte die Führung für den SCS auf dem Fuß, doch Torgau verhinderte per Fußparade den Rückstand. Auf der Gegenseite parierte Lehmann einen Schuss von Lammert stark. Sternschanze II drückte vor allem in der Schlussviertelstunde noch einmal mächtig auf das Gaspedal, konnte aber keine ganz zwingende Chance mehr erspielen. Im Gegenteil, Eilbeks Maudoudi zog mit viel Selbstbewusstsein von der Mittellinie über den weit vorm Tor stehenden Lehmann ab, verfehlte den Winkel aber um wenige Zentimeter.

 

Zwar sahen die Zuschauer in den 90 Minuten keine Treffer, doch es war definitiv ein 0:0 der besseren Sorte. Beide Teams reichten sich nach dem Abpfiff die Hände und unterhielten sich noch eifrig über das Spiel. Während des Spiels knallharte, aber faire Zweikämpfe, nach dem Spiel eine faire Verabschiedung, so sollte Fußball sein! Mit dem Remis halten der SCS II (3., 16 Punkte) und der SCE II (5., 13) Anschluss an die Spitzengruppe um Tabellenführer Wellingsbüttel (16 Zähler).


Aufstellung:

Klaus Pablo Torgau - Marc Schultz (79. Heiko Krützmann), Christian Zinke, Sören Sager (C), Johannes Krohn - Timm Schwemann, Said Mohammad Messbah Maudoudi - Artur Lammert, Jan Hesse (46. Stefan Zimmer), Steffen Heinrich (70. Benjamin Ristau) - Daniel Betzold

 

Tore:

Fehlanzeige

 

Gelbe Karten:

Rebke, Ordemann, Dauelsberg - Schwemann

 

Schiedsrichter:

Iban Sierra Taboada (Note 1) - War der deutschen Sprache zwar nicht mächtig, hatte aber eine sehr angenehme Spielleitung und entschied in den kniffligen Situationen stets richtig. 

6. Spieltag: SC Eilbek II - USC Paloma II 0:1 (0:0)

 

Das Topspiel des sechsten Spieltages der Kreisliga 5 sollte an der Fichtestraße steigen, der Tabellendritte Eilbek II empfing den direkten Verfolger Paloma II. Die Tauben-Amateure waren vor elf Monaten die letzte Mannschaft, die an Fichtestraße einen Dreier mitnehmen konnte. Personell konnte der SCE II nach den letzten Wochen wieder ein wenig aufatmen, Zinke, Lammert und Schultz waren zurück auf dem Platz, Topscorer Schwemann musste dafür aussetzten.

 

Bereits die Anfangsphase der Partie zeigte, wie das Spiel über 90 Minuten aussehen sollte. Die Tauben-Amateure verteidigten tief in der eigenen Hälfte und überließen dem SC Eilbek II den Spielaufbau, Lücken wiesen beide Defensivreihen aber nur ganz selten auf. Es war unverkennbar, dass hier ein Duell der besten gegen die viertbeste Defensivreihe der Liga stattfand. Temporeich ging es auf dem feinen Grand-Geläuf zu, packende und intensive Zweikämpfe waren zu beobachten, nur die ganz großen Strafraumszenen fehlten auf beiden Seiten. 

 

Zwar zappelte der Ball nach einem Schuss von de Jeses Henriques im Eilbeker Tor, doch der USC-Angreifer stand zuvor deutlich im Abseits. Die Torhüter beider Mannschaften waren nicht groß gefordert, Johanson parierte einen Schuss von Heinrich und Torgau blieb gegen Savelsberg Sieger. Phasenweise gab es besonders im ersten Abschnitt recht viele Freistöße, Schiedsrichter Anton musste sich wohl noch an die Zweikampfhärte im Herrenbereich gewöhnen. In Summe machte der sehr junge Referee aber eine gute Partie und passte seine Spielleitung dem Spiel an.

 

Nur zwei weitere Halbchancen aus dem ersten Abschnitt waren auf den Blöcken der Kiebitze zu notieren. Savelsberg traf für die Gäste aus spitzestem Winkel nur das Außennetz, auf der Gegenseite schoss Lammert einen Freistoß einen Meter über den Querbalken. Torlos ging es nach 45 Minuten in die Kabinen. Es war ein typisches 0:0-Spiel, in dem ein Fehler und ein Tor das Spiel entscheiden könnte - es sollte so kommen.

 

Palomas Trainerfuchs Kallenbach vertraute auch im zweiten Abschnitt auf sein eher defensiv ausgelegtes 352-System, genau mit dieser Formation siegten die Tauben-Amateure auch beim letzten Gastspiel. Savelsberg hatte für das Kallenbach-Team die Führung auf dem Fuß, doch frei vor Torgau schoss der Routinier knapp links vorbei. Aufblitzen konnte bei den Gästen neben dem genannten Savelsberg auch der erst 18-jährige Edvin Isic, der technisch beschlagene Mittelfeldspieler stellte Krützmann immer wieder vor kleinere Probleme, so dass dieser nach 66 Minuten gelb-rot gefährdet seinen Platz räumen musste.

 

Torraumszenen blieben in beiden Strafräumen Mangelware, beide Defensivblöcke verdienten sich bis zur 70. Minute Bestnoten, doch dann patzte die Eilbeker Defensive im Verbund und der USC Paloma II ging in Führung. Isic vernaschte Zinke auf dem linken Flügel per Beinschuss, seine eigentlich recht harmlose Flanke rutschte Krohn beim Klärungsversuch über den Schlappen, Zimmer konnte den leicht abgefälschten Ball auch nicht mehr klären und so ließ sich Dirk Savelsberg aus acht Metern nicht mehr bitten und traf zur Gästeführung, die gleichzeitig auch das erste Heim-Gegentor nach 568 Minuten war.

 

Eilbeks Trainer Houillon reagierte umgehend und brachte mit Ramburger einen zweiten Angreifer und wechselte auch im Mittelfeld mit Maudoudi offensiv ein. Maudoudi fügte sich auch gleich gut ein und platzierte einen Distanzschuss nur knapp neben das Tor. Auf der Gegenseite hatte Paloma II die Chance zur Entscheidung, doch de Jesus Henriques scheiterte an Torgau.  Die Brechstange des SC Eilbek II in den letzten Minuten führte nicht zum Erfolg und so setzte es die zweite Niederlage der Saison, die den SCE II auf den fünften Tabellenrang zurückwirft. 

 

Abermals war es in der Kreisliga 5 ein enges Spiel, von denen es wie prognostiziert noch einige geben wird. Nur Kleinigkeiten machen den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage aus, heute schlug das Pendel zu ungunsten des SC Eilbek II aus. Am kommenden Sonntag gastiert die beste Grand-Reserve Hamburgs beim gestürzten Spitzenreiter des SC Sternschanze II.

 

Aufstellung:

Klaus Pablo Torgau - Heiko Krützmann (C) (66. Marc Schultz), Christian Zinke, Sören Sager, Johannes Krohn - Hannes Twardawa (76. Said Mohammad Messbah Maudoudi), Jan Hesse - Stefan Zimmer (73. Eduard Ramburger), Artur Lammert, Steffen Heinrich - Daniel Betzold

 

Tor:

0:1 Dirk Savelsberg (70., Rechtsschuss, Isic)

 

Gelbe Karten:

Krützmann - Werner

 

Schiedsrichter:

Leonard Aron Anton (Note 2) - Phasenweise etwas kleinlich, aber ohne Probleme in einer intensiven und von vielen Zweikämpfen geprägten Partie.

5. Spieltag: FC Schnelsen - SC Eilbek II 3:7 (1:1)

 

Noch ein letztes Mal musste der SC Eilbek II auf diverse Fachkräfte verzichten, mit Tarbasar, Keles, Zinke, Krohn, Schultz und Horn fehlte gleich mehr als eine Viererkette, dazu gesellten sich im Mittelfeld die Ausfälle Bussat, Ristau, Lammert, Keibel sowie die Angreifer Redenius und der rotgesperrte Nimaga. Beim FC Schnelsen setzte Eilbek II auf einen Minimalkader, lediglich Ramburger und Liga-Co-Trainer Yildirim nahmen auf der Bank Platz, Maudoudi und Yakubi traten bei der neu gestarteten Dritten gegen den Ball. Erstmals mit an Bord waren die Neuzugänge Hannes Twardawa und Daniel Betzold, die auch gleich ihr Startelf-Debüt geben sollten. Schon am Donnerstag erreichte den SC Eilbek II durch einen Verantwortlichen des FCS die frohe Kunde, dass man das Spiel in der Hagenbeckstraße bei vernünftigem Wetter auf dem Rasenplatz austragen könnte. So fuhr man am Sonntag in die Nähe des gleichnamigen Tierparks, um 90 Minuten vor Anpfiff festzustellen, dass aus dem Sonnenschein ein Regenguss wurde. Der Platzwart der Anlage ließ sich von den Tropfen nicht davon abbringen, den Rasenplatz freizugeben. Gespielt wurde auf feinstem Grün, ein Bilderbuch-Rasen!

 

Die erste Mini-Chance des Spiels gehörte den stark beginnenden Schnelsenern: Der heute nur schwer zu fassende Linksaußen Erkan Özdemir brachte von der linken Seite den Ball in den Strafraum zum Mitspieler, doch der Kopfball stellte Torgau vor keine großen Herausforderungen. Wenige Augenblicke später war wieder Özdemir im Blickpunkt, mit einem Solo von der Mittellinie ließ er gleich fünf Eilbeker wie Fahnenstangen stehen, seine flache Hereingabe verwertete Dustin Gläske aus acht Metern zur verdienten Führung des FCS. Schnelsen wurde in der Folge noch zweimal nach Standards gefährlich, einen eigentlich harmlosen Distanzschuss fälschte Yildiz fast ins eigene Tor an, Sekunden später ging ein Schuss aus dem Rückraum zwei Meter neben das Eilbeker Tor.

 

Eilbek II kam nach rund einer halben Stunde besser in die Partie, doch der finale Pass misslang, so dass man sich über die Gegnerunterstützung sehr freute. Nach einem Eckball von Heinrich drosch Hesse das Leder aus fünf Metern an die Latte, bei der direkt darauf resultierenden Flanke von Feldmeier hatte Schnelsens Torschütze Gläske beide Hände über dem Kopf, ein glasklarer Handelfmeter! Timm Schwemann übernahm die Verantwortung und überwand Iskender Yilmaz zum 1:1.

 

Kurz vor der Pause dann noch ein unrühmlicher Auftritt der Schnelsener Bank. Ein dort sitzender Betreuer wurde vom Schiedsrichter angehalten nicht mehr zu rauchen. Dies nahm einer der Schnelsener Verantwortlichen als Grund zum Pöbeln und stellte sich mit seiner Schirmmütze Kopf an Kopf vor Schiedsrichter Alf Bas, eine Szene, die an Jürgen Klopp erinnerte. Folglich wurden der Schnelsener Trainer und der Betreuer der Coaching-Zone verwiesen.

 

Auch im zweiten Abschnitt erwischte Schnelsen den besseren Start und wieder war es der oftmals nur durch Foul zu stoppende Erkan Özdemir, der mit dieser Leistung sehr auf sich aufmerksam machte. 22 Meter vor dem Tor ließ er zunächst einen Verteidiger aussteigen und schlenzte dann den Ball gefühlvoll genau in den Winkel – 2:1! In der Folge wurde ein Zimmer-Schuss in aussichtsreicher Position abgeblockt, beim entsprechenden Konter wollte Hasan Özdemir es ein wenig zu schön machen, Torgau roch den Braten und konnte den Lupfer parieren.

 

Die letzten 30 Minuten waren gerade angebrochen und nur wenig deutete zu diesem Zeitpunkt auf den späteren Endstand. Doch Eilbek II legte für eine halbe Stunde den Turbo ein und überrannte den FC Schnelsen förmlich. 6 Tore in 28 Minuten sollten folgen, doch der Reihe nach.

 

Kurz nach der Chance zum 3:1 spielte Yasin Ersöz an der eigenen Eckfahne ohne Not einen Pass mit der Hacke, Zimmer war zur Stelle, fing den Pass ab und bediente mustergültig Steffen Heinrich, der aus drei Metern nur noch seinen Fuß zu seinem ersten Eilbek II-Tor hinhalten musste. Nur Junior Malanda hätte diesen Ball nicht verwertet! Fünf Minuten später durfte auch Jan Hesse sein erstes Tor in grün-weiß-rot feiern. Nach einem Eckball von Heinrich landete der Ball bei Hesse, der technisch anspruchsvoll und äußerst sehenswert den Ball von der Strafraumgrenze per Seitfallzieher in den Winkel bugsierte, 2:3! Den darauf folgenden Anstoß spielte Schnelsen zurück auf die Innenverteidiger, wo Prohl einen Fehlpass der Marke Rudnevs in den Lauf des gedankenschnelleren Heinrich spielte, der keine 30 Sekunden nach dem 2:3 zum 2:4 traf.

 

Iskender Yilmaz im Tor der Schnelsener musste sich mittlerweile vorkommen wie Julio Cesar im WM-Halbfinale, der Schlussmann war bei allen Treffern ohne Aktien und musste den Ball doch 7-mal aus dem eigenen Netz holen. Steffen Heinrich hatte eine Viertelstunde vor Schluss nach einem feinen Pass von Hesse sein drittes Tor auf dem Fuß, schoss aber unbedrängt knapp links vorbei. Der fünfte Eilbeker Treffer ließ nicht mehr lange auf sich warten, der FC Schnelsen war mittlerweile auch nur noch zu zehnt auf dem Platz, Dustin Gläske erhielt seine zweite gelbe Karte für ein Handspiel, in Summe gelb-rot. Pünktlich zum fünften Treffer durch einen Lehrbuch-Kopfball von Hesse nach einer Flanke von Stefan Zimmer ließ auch die Sonne durchblicken, dass sie Spaß an dem Spiel gefunden hatte.

 

Der mittlerweile für Betzold eingewechselte Ramburger trug sich auch in die Scorerliste ein, wieder musste Heinrich nur den Fuß zum 2:6 hinhalten! Das dritte Tor für Schnelsen resultierte aus einem Ballverlust durch Hesse im Aufbau, der anschließende Torschuss von der Strafraumgrenze wurde durch Sören Sager entscheidend abgefälscht, Schiedsrichter Alf Bas wertete dies als Eigentor. Es ist bereits das zweite Eigentor von Sören Sager im Trikot des SCE II, Gerüchten zufolge möchte Rekord-Eigentorschütze Philipp Latz seine Karriere wieder fortsetzen, um seine Führung zu verteidigen. Den Schlusspunkt der Partie setzte wieder Eilbek II, Ramburger bediente vor der Grundlinie mustergültig Schwemann, der per Direktabnahme spielerisch leicht oben links in den Winkel verwandelte, 3:7!

 

Am Ende ein mühsamer, aber hoch verdienter Erfolg für den SC Eilbek II, der mit vier Siegen aus fünf Spielen weiter auf Tabellenplatz 3 steht. In der kommende Woche gastiert Tabellennachbar USC Paloma II an der Fichtestraße, dort ist eine Leistungssteigerung notwendig, möchte man seine Serie von 500 Minuten ohne Gegentor und einem Jahr ohne Heimspielniederlage fortsetzen. Die Tauben-Amateure waren übrigens die letzte Mannschaft, die an der Fichtestraße siegen konnte…

 

Aufstellung:

Klaus Pablo Torgau – Heiko Krützmann (C), Hannes Twardawa, Sören Sager, David Feldmeier – Timm Schwemann, Jan Hesse – Stefan Zimmer (86. Kerem Yildirim), Julian Sahin-Yildiz, Steffen Heinrich – Daniel Betzold (75. Eduard Ramburger)

 

Tore:

1:0 Dustin Gläske (26., Rechtsschuss, E. Özdemir)

1:1 Timm Schwemann (31., Handspiel nach Gläske nach Flanke Feldmeier)

2:1 Erkan Özdemir (46., Linksschuss)

2:2 Steffen Heinrich (61., Linksschuss, Zimmer)

2:3 Jan Hesse (66., Rechtsschuss, Heinrich)

2:4 Steffen Heinrich (67., Linksschuss, ohne Vorarbeit)

2:5 Jan Hesse (83., Kopfball, Zimmer)

2:6 Steffen Heinrich (86., Linksschuss, Ramburger)

3:6 Sören Sager (89., Eigentor)

3:7 Timm Schwemann (90.+1, Rechtsschuss, Ramburger)

 

Gelbe Karten:

Gökpinar, Lakus, G. Özdemir - Twardawa, Hesse

 

Gelb-Rote Karte:

Dustin Gläske (80., wiederholtes Handspiel)

 

Schiedsrichter:

Alf Bas (Note 2) – Machte sehr viel richtig, unstrittig auch der Strafstoß für Eilbek II und der Platzverweis für Gläske.

4. Spieltag: SC Eilbek II – KS Polonia 1:0 (0:0)

 

Wenn einer Mannschaft gleich neun potenzielle Stammspieler fehlen (Schwemann, Redenius, Krohn, Hesse, Lammert, Horn, Zinke, Keles, Ristau) und auch die beiden Neuzugänge Hannes Twardawa (ETSV) und Daniel Betzold (VfL 93) nicht zur Verfügung stehen, dann hat dieses Team in der Regel große Personalsorgen. Der SC Eilbek II vertraute auf seinen Bubi-Angriff mit Dembo Nimaga (19, 1 Saisontor) und Leon Düllberg (18), der nach seinem Wechsel aus der A-Jugend von Blau-Weiß Schenefeld sein erstes Spiel im Herrenbereich absolvierte. Beide sollten eine zentrale Figur im Spiel werden, sowohl negativ als auch positiv. Die drei weiteren Neuen im Vergleich zur Vorwoche waren Krützmann, Rubin und Zlotowski, Kapitän Keibel saß angeschlagen nur auf der Ersatzbank.

 

Die Uhr schlug bereits 12:47 Uhr, der KS Polonia ließ Schiedsrichter und den SC Eilbek II beim Einlaufen noch einige Minuten warten. Einige Akteure der polnischen Elf wollten wohl nicht auflaufen, andere wiederum waren noch nicht umgezogen. Ein hochgradig peinliches und unsportliches Verhalten der Männer von der Finkenau. Erst mit fünfminütiger Verspätung konnte im mittlerweile einsetzenden Regen eingelaufen werden. Von Minute zu Minute nahm der Niederschlag zu, der Grandplatz verwandelte sich in eine Seenplatte. Zahlreiche Eilbeker Spieler wechselten in der Anfangsviertelstunde aus diesem Grund das Schuhwerk.

 

Fußball gespielt wurde dann irgendwann auch, Highlights gab es aber zunächst nur wenige. Erst nach rund 20 Minuten hatte Leon Düllberg seinen ersten Auftritt, mit seinem Pass setzte er Dembo Nimaga in Szene, seinen Schuss von der Strafraumgrenze konnte Polonia-Keeper Wriedt ohne große Mühe parieren. Kurz darauf segelte eine Freistoßflanke von Steffen Heinrich an Freund und Feind vorbei, allerdings auch knapp vorbei am langen Pfosten. 33 Minuten waren gespielte als ein Polonia-Spieler nach einer eigentlich komplett harmlosen Szene an der eigenen Eckfahne zu Boden ging. Schiedsrichter-Assistent Niclaas Rother hatte die Szene gesehen und informierte Hauptschiedsrichter Omar Amarkhel, der folglich Dembo Nimaga nach seinem Schlag mit der roten Karte vom Platz stellte. Der Angreifer erwies seiner nunmehr „Zehn“ einen Bärendienst, der SC Eilbek II musste nun eine Stunde in Unterzahl agieren.

 

Polonia konnte diese Überzahl aber nicht im Ansatz nutzen, in den gesamten 90 Minuten gab es lediglich einen Schuss per direktem Freistoß auf das Tor von Klaus Pablo Torgau, doch dieser war dann eher in die Kategorie „Kullerball“ einzuordnen. In Unterzahl entwickelte Eilbek II eine ungeheure Energie, Bestnoten verdienten sich dabei vor allem Innenverteidiger Sören Sager und Rechtsaußen Stefan Zimmer, dessen Gegenspieler oftmals nur Zimmers rote Schuhsohle als Rücklicht sah. Zimmer dürfte einen neuen Sprint- und Kilometerrekord in der Kreisliga aufgerufen haben. Und fast hätte sich Eilbeks „Mr. Torgefahr“ für seine Leistung selbst belohnt, sein Fernschuss klatschte aber nur gegen den Innenpfosten (45.), beim erfolgreichen Nachschuss wurde Leon Düllberg wegen vermeintlicher Abseitsstellung zurückgepfiffen. So ging es torlos, aber mit einem Mann weniger, in die Kabinen.

 

Nach dem Seitenwechsel hatte Eilbek II schon früh die große Chance zur Führung, nach einer Ecke von Heinrich und der Kopfballverlängerung von Sager machte Bussat den „Malanda“ und schoss aus einem Meter am Tor vorbei. Wenig später köpfte Sager einen Freistoß von Zimmer über das Tor. Polonia war wie bereits beschrieben offensiv komplett harmlos und Eilbek II nutzte dann im Stile einer Klassemannschaft einen dicken Bock zur Führung aus. Polonias Keeper Wriedt wollte auf dem seifigen Geläuf Düllberg an der Strafraumgrenze austanzen, doch dieser Versuch scheiterte überaus kläglich, der 18-jährige luchste dem Schlussmann den Ball vom Fuß und schob mit links zur Führung ins leere Tor ein (68.).

 

Zwei Minuten später war das erfolgreiche Debüt von Düllberg beendet, für ihn kam Ramburger nach zwei Jahren im Eilbek II-Kader zu seinem Debüt und reihte sich nahtlos in die geschlossene Mannschaftsleistung ein. Ramburger hatte sogar zweimal die Chance auf einen Treffer, zunächst scheiterte er aus spitzem Winkel an Wriedt, dann lief er allein aufs Polonia-Tor zu und hatte Wriedt schon umspielt, doch wurde dann im allerletzten Moment abgeblockt.

 

Nach 90 Minuten plus Nachspielzeit pfiff der gute Schiedsrichter Amarkhel die Partie ab, Eilbek II landet am vierten Spieltag verdientermaßen den dritten Minimalisten-Dreier (1:0, 2:1, 1:0) und klettert auf eben diesen Tabellenplatz. 498 Minuten ist man daheim mittlerweile ohne Gegentreffer, zum kommenden Heimspiel wird der USC Paloma II erwartet. Die Tauben-Amateure waren vor knapp einem Jahr die letzte siegreiche Mannschaft an der Fichtestraße.

 

Aufstellung:

Klaus Pablo Torgau – Heiko Krützmann (C), Slawomir Zlotowski (79. Dominic Tarbasar), Sören Sager, Marc Schultz – Arne Bussat, Genia Rubin – Stefan Zimmer, Leon Düllberg (70. Eduard Ramburger), Steffen Heinrich – Dembo Nimaga

 

Tor:

1:0 Leon Düllberg (68., Linksschuss, ohne Vorarbeit)

 

Gelbe Karten:

Krützmann – Suchudolski, Klose

 

Rote Karte:

Dembo Nimaga (33., Tätlichkeit)

 

Schiedsrichter:

Omar Amarkhel (Note 2) – Mit einer guten Spielleitung in einem weitestgehend einfach zu leitenden Spiel. Korrekt auch der Platzverweis gegen Nimaga (33.).

3. Spieltag: SV West-Eimsbüttel – SC Eilbek II 1:2 (1:0)

 

Für den SC Eilbek II ging es am dritten Spieltag zurück an eine historische Stätte, am Sportplatzring beim SV West-Eimsbüttel feierte man in der Vorsaison mit dem 10:0-Erfolg den höchsten Auswärtssieg in der Vereinsgeschichte. Dass es diesmal nicht zu diesem Ergebnis kommen würde, war allen Beteiligten klar. Eilbek II musste weiterhin auf Torjäger Redenius verzichten, auch Spielgestalter Lammert und die bisherigen Stammkräfte Horn und Zinke standen nicht zur Verfügung. Bei Wespe stand der von Eilbeks erster Mannschaft gekommene Joseph Tintelnot nicht auf dem Spielbericht.

 

Den besseren Start in die Partie erwischte die Elf von Trainer Jacobsen, vor allem der von TuS Hamburg an den Sportplatzring gewechselte Dichao Yao stellte die Eilbeker Verteidigung zunächst vor ungewohnte Probleme. Zunächst fälschte Schultz in letzter Sekunde einen Schuss des Linksaußen ab, bei einem weiteren Abschluss hatte Torgau keine Probleme. Von Eilbeks Spiel gegen den Ball war im ersten Abschnitt nichts zu sehen, ein krasser Leistungsabfall im Vergleich zur Vorwoche. West-Eimsbüttel nutzte den starken Rückenwind auf dem holprigen Rasenplatz und gab den Ton an, bis auf einen Distanzschuss von Heinrich, den Stolle zur Ecke parieren konnte, blieb Eilbek II offensiv komplett harmlos.

 

Leichter Nieselregen setzte nach rund einer Viertelstunde ein und dieser Niederschlag sorgte für eine große Überraschung bei Eilbek-Schlussmann Torgau, der einen viel zu weit geschlagenen und völlig harmlosen Pass von Till Behrens von der Mittellinie komplett unterschätzte. Der Aufsetzer sprang über Torgau rüber, der den Ball aber einen Meter vor der Torlinie noch aufhalten konnte. Schiedsrichterin Nathalie Pansch von TuS Berne entschied zu Recht auf weiterspielen, doch Assistent Peter Kohlert wedelte mit seiner Fahne und zeigte an, dass der Ball im Tor war. Wie ein Assistent, der 25 Meter vor dem Tor steht und dazu eine miserable Perspektive auf die Torlinie hat, von dort sehen kann, dass der Ball im Tor war, bleibt ein Rätsel. Vor allem, da der Ball deutlich (!) vor der Linie geklärt wurde! Diese Frechheit und Witzentscheidung brachte den SV West-Eimsbüttel in Führung (20.) und trotz aller Umstände musste man konstatieren, dass die Pausenführung verdient war.

 

Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Eilbek II, seinerseits jetzt mit Rückenwind, komplett anders, wirkte viel agiler und bissiger und sollte so das Spiel noch drehen. Doch die erste Chance der zweite Hälfte gehörte Wespe, Elliott lief allein auf das Eilbeker Tor zu, hatte im Duell mit Torgau aber das Nachsehen. Der SCE II zwang die Hausherren jetzt zu vielen Fehlern im Spielaufbau, Zimmer verpasste nach einem Pass von Schwemann aber den Ausgleich. In der 54. Minute machte Eilbeks „Mr. Torgefahr“ Stefan Zimmer es dann aber besser, nach einem schnellen Spielzug über Krohn, Schwemann und Ristau traf der Rechtsaußen hoch ins kurze Eck zum 1:1. Für Zimmer war es im 17. Spiel für Eilbek der erste Treffer!

 

Eilbek hätte keine zwei Minuten nach dem Ausgleich nachlegen können, Keibel scheiterte aus acht Metern am starken Stolle. West-Eimsbüttel hatte derweil seine Offensivbemühungen komplett eingestellt, Eilbek-Coach Houillon setzte auf noch mehr Offensive und brachte mit Nimaga für Ristau einen weiteren Angreifer. Und der SCE II erspielte sich weitere Tormöglichkeiten, Heinrich verzog rechts, Schwemann schoss volley über das Tor und Nimaga rechts vorbei. Die Führung wäre mittlerweile für Eilbek verdient gewesen und sie kam dann auch in der 78. Minute. Schwemann ließ im Strafraum gleich drei Gegenspieler wie Fahnenstangen stehen und passte quer vor das Tor, wo Joker Dembo Nimaga nur noch seinen Fuß hinhalten musste, 1:2!

 

Eilbek II drängte weiter auf das Tor von West-Eimsbüttel und hatte die große Chance zum 1:3. Nach Maßflanke von Nimaga bekam Maudoudi, der sein erstes Spiel im Herrenbereich machte, den Ball perfekt auf die Brust, sein Abschluss war letztendlich für Stolle im Tor von Wespe kein Problem. Fünf Minuten vor dem Ende hatte Yao den Ausgleich auf dem Fuß, als Krohn eine Ecke nur unzureichend bis zur Strafraumgrenze klären konnte, doch der Angreifer zirkelte das Leder Zentimeter neben den Pfosten. Kollektives Aufatmen und große Erleichterung war beim SC Eilbek II nach dem Schlusspfiff zu vernehmen!

 

Drei Punkte in einem unansehnlichen Spiel, Eilbek II machte es wie ein gutes Pferd und spielte nicht besser als nötig. Eine deutliche Steigerung muss in den kommenden Wochen her, will man in den vermeintlich leichteren Partien gegen Polonia und Schnelsen keine Punkte liegen lassen.

 

 

Aufstellung:

Klaus Pablo Torgau – Marc Schultz, Cem Keles, Sören Sager, Johannes Krohn (88. Mostafa Yakubi) – Arne Bussat, Jan Keibel (C) – Stefan Zimmer, Benjamin Ristau (60. Dembo Nimaga), Steffen Heinrich (76. Said Mohammad Messbah Maudoudi) – Timm Schwemann

 

Tor:

1:0 Till Behrens (20., Rechtsschuss)

1:1 Stefan Zimmer (54., Rechtsschuss, Ristau)

1:2 Dembo Nimaga (60., Rechtsschuss, Schwemann)

 

Gelbe Karten:

Vabi, Köwener – Sager, Schwemann

 

Schiedsrichter:

Nathalie Pansch (Note 5,5) – Grober Fehler beim 1:0, denn der Ball wurde einen Meter (!) vor der Linie geklärt, wurde hier vom Assistenten Kohlert im Stich gelassen. Ansonsten mit einer angenehmen Spielleitung.

2. Spieltag: SC Eilbek II – FC Winterhude 1:0 (1:0)

 

Der SC Eilbek II bleibt auch in der neuen Saison an der heimischen Fichtestraße eine Macht – nur eines der letzten 16 Heimspiele wurde verloren. Gegen den ambitionierten FC Winterhude, der sich seinerseits zuvor nur in einem der letzten 25 Spiele geschlagen geben musste, gab es nach überzeugender Leistung einen 1:0-Erfolg. Beide Mannschaften mussten auf ihren jeweils besten Angreifer verzichten, Redenius (Urlaub) und Ahmad (Taufe) fehlten auf dem Spielberichtsbogen.

 

Die Gäste aus Winterhude begannen sehr schwungvoll und hatten nach zehn Minuten die erste Halbchance, doch Kaminski zielte zu unplatziert, so dass Torgau im Eilbeker Tor keine Probleme hatte. Die restlichen 35 Minuten des ersten Abschnitts gehörte den Hausherren. Zunächst hatte der heute sehr offensivfreudige Stephan Horn die erste Gelegenheit, sein Volleyschuss ging knapp über das Gehäuse. Wenige Sekunden später köpfte Schwemann nach einem Ristau-Freistoß nur knapp am langen Pfosten vorbei. Eilbek II mittlerweile klar feldüberlegen, der stattliche Winterhude-Mob konnte mit dem Auftritt ihrer Elf nicht zufrieden sein.

 

Jan Keibel hatte nach einem Pass von Ristau die Chance zur Führung, Hude-Schlussmann Basenau machte sich ganz groß und konnte parieren, Heinrichs Nachschuss beschädigte nur die hinter dem Tor stehende Baumreihe. Der agile Artur Lammert hatte die nächste Möglichkeit nach einem tollen Steilpass von Horn, allerdings setzte er seinen Schuss zu hoch an. Wie schon in der Vorwoche räumte die Eilbeker Defensive alles weg, vom FC Winterhude war nichts zu sehen. Nach einem Freistoß von Ristau hatte Horn am zweiten Pfosten seinen ersten Treffer für Eilbek II schon auf dem Kopf und hob den Ball über Basenau, doch auf der Linie wurde der Kopfball des Rechtsverteidigers noch geklärt.

 

Einbahnstraßenfußball an der Fichtestraße, Eilbek phasenweise am Zaubern, abermals ein toller Spielzug über Lammert, Schwemann und Ristau, dessen Schuss von der Strafraumgrenze gerade noch geblockt werden konnte. Kurz vor dem Seitenwechsel war es dann endlich soweit, Eilbek II ging in Führung! Zinke mit einem herrlichen Pass über die gesamte Abwehr von Hude, Lammert mit einer mustergültigen Flanke und Schwemann mit einem Gewaltschlenzer mit links ins Netz. Florian Viole versuchte den Ball auf der Linie noch mit der Hand abzuwehren, doch aufgrund des Effets der Kugel misslang ihm das Handspiel.  Hochverdient ging es auch mit 1:0 in die Kabinen.

 

Nach dem Seitenwechsel zunächst das gleiche Bild, Schwemann schon allein vor Basenau, doch Eilbeks Angreifer wollte auf Heinrich querlegen, Hudes Kapitän Hinsch klärte in höchster Not. Hinsch, Winterhudes kopfballstärkster Spieler, war bei Standardsituation von Arne Bussat, der seine Sonderaufgabe kompromisslos und sehr zufriedenstellend erfüllte, komplett abgemeldet. Chancen gab es auch weiterhin nur auf der einen Seite des Feldes: Horn wurde von Schwemann blendend freigespielt, doch mit so viel Platz hatte der Ossi wohl nicht gerechnet und schloss etwas überhastet und ungenau ab.

 

Kurz darauf gab es auch endlich mal was von Winterhude zu melden, Ersatzkeeper Wegrzynowski schimpfte nach einer Einwurfentscheidung hinter dem Eilbeker Tor wie ein Rohrspatz und bekam sich gar nicht mehr in den Griff – Gelb-Rot für Meckern binnen 30 Sekunden für einen Bankspieler. Anschließend wurde wieder Fußball gespielt, Bussat bekam im Strafraum den Ball von Heinrich aufgelegt, Basenau hielt seine Mannen mit einer starken Fußparade im Spiel.

 

Eine Viertelstunde vor dem Ende gab es dann die erste richtige Chance für Winterhude, der eingewechselte Richter lief allein auf das Tor zu, zielte dann aber knapp links vorbei. Die restlichen Minuten brachte Eilbek II routiniert über die Zeit ohne weitere Chancen zuzulassen. Mit dieser guten Leistung hat sich der SCE II den ersten Saisondreier redlich verdient und bleibt seit dem 02. März (408 Minuten) an der Fichtestraße ohne Gegentor.

 

 

Aufstellung:

Klaus Pablo Torgau – Stephan Horn, Christian Zinke, Sören Sager, Johannes Krohn – Arne Bussat, Jan Keibel (C) – Artur Lammert, Benjamin Ristau (78. Dembo Nimaga), Steffen Heinrich – Timm Schwemann

 

Tor:

1:0 Timm Schwemann (39., Linksschuss, Lammert)

 

Gelbe Karten:

Zinke, Torgau

 

Gelb-Rote Karte:

Radoslaw Wegrzynowski (65., wiederholtes Meckern von der Ersatzbank)

 

Schiedsrichter:

Toni Steinmann (Note 2) – Machte in einem fairen Spiel vieles richtig, ohne grobe Fehler.

1. Spieltag: TSC Wellingsbüttel – SC Eilbek II 2:1 (0:1)

 

Nach dem peinlichen Pokal-Aus beim Oststeinbeker SV II ging die Reise für den SC Eilbek II am ersten Spieltag an den Pfeilshof nach Wellingsbüttel. Gastgeber war der Bezirksliga-Absteiger und KL5-Favorit des ansässigen TSC. Verzichten musste Eilbek urlaubsbedingt auf den besten Torschützen der Vorsaison, Ingo Redenius. Auch die etatmäßigen Stammkräfte Tarbasar und Zimmer (beide Urlaub) waren nicht mit an Bord, kurzfristig fiel Johannes Krohn aus der Startelf aus und kam erst später zum Pfeilshof.

 

Die Partie begann temporeich, Wellingsbüttel kontrollierte zunächst das Spielgeschehen, fand im Abwehrdickicht des SC Eilbek II keine Lücke. Diese fanden allerdings die Gäste in der TSC-Abwehr, nach einer sehenswerten Kombination über Heinrich und Schwemann lenkte TSC-Keeper den Schuss von Artur Lammert noch fantastisch gegen den Pfosten, den Abpraller setzte Yorrik Berger aus 30 Zentimetern über die Linie. Doch der junge Schiedsrichterassistent Finn Jonas Knutzen, der sein Debüt im Herrenbereich feierte, hob fälschlicherweise die Fahne – weiterhin hieß es 0:0.

Über die gesamten 90 Minuten erspielte sich Wellingsbüttel eine Vielzahl von Eckstößen, die allesamt gefährlich getreten wurden, Eilbeks Verteidigung war bis dato aber Herr der Lüfte in der Verteidigung. Die Kopfballhoheit hatte Eilbek II zudem auch in der Offensive, so resultierte daraus der Führungstreffer. Zinke schlug einen weiten Ball auf Schwemann, der per Kopfballablage Jan Keibel bediente. Der Neu-Kapitän des SC Eilbek II hob den Ball sehenswert über Bitter in die Maschen,  0:1 (18.). 

 

Nach dem Gäste-Treffer verändert sich das Spielgeschehen kaum, Wellingsbüttel dank Ballbesitz mit optischer Überlegenheit, doch Eilbek II wesentlich zielstrebiger. Nach einem Konter über Berger und Schwemann schloss Heinrich aus 13 Metern wuchtig ab, doch Bitter konnte zur Ecke parieren. Den fälligen Eckstoß köpfte Keibel nach einer Ristau-Hereingabe knapp vorbei. Wellingsbüttels einziger Angreifer Gögge mühte sich und schaffte viele  Räume, stand gegen Sager und Zinke aber auf völlig verlorenem Posten. Bis auf einen harmlosen Roller von Houillon, der Torgau vor keine Probleme stellte. Völlig verdient ging es mit einem 0:1 in die Kabinen.

Zur zweiten Halbzeit brachte Wellingsbüttel-Trainer Eder Torben Kröger in die Partie, der das Offensivspiel sichtlich belebte. Doch die erste Torchance gehörte trotz zunehmenden Drucks der Hausherren wieder einmal dem SC Eilbek II. Nach einer Ecke von Ristau kam Schwemann fünf Meter vor dem Tor völlig blank zum Kopfstoß, doch Bitter parierte den zu unplatzierten Ball mit einem tollen Reflex. 

 

Kurz vor der Trinkpause im zweiten Abschnitt hatte Neitzel die erste richtige Chance für Wellingsbüttel im Spiel, doch bei seinem platzierten Flachschuss von der Strafraumgrenze fand er in Torgau seinen Meister. Das Spiel wurde im zweiten Abschnitt zunehmend intensiver und nur zu einem Zeitpunkt unfair. TSC-Angreifer Marcel Houillon, Cousin von SCE II-Coach Dennis Houillon, trat weit abseits des Balles Zinke zweimal völlig sinnbefreit in die Beine. Assistent Knutzen hatte freie Sicht, sah die Tätlichkeit jedoch nicht. Glück für Wellingsbüttel, das mit 11 Mann weiterspielen durfte.

 

Eilbek II schaffte es kaum noch für Entlastung zu sorgen und wurde von Wellingsbüttel in der eigenen Hälfte eingeschnürt. Zunächst setzte Kröger einen Freistoß neben das Tor, kurze Zeit später zappelte der Ball dann allerdings im Netz. Nach einem der sich mehrerden Eckstöße kam der von Horn allein gelassene Malte Carstensen völlig frei zum Kopfstoß.  Dem Kopfball-Torpedo des Verteidigers hatten weder Torgau noch der auf der Linie stehende Ristau etwas entgegen zu setzen, 1:1 (67.). 

 

Und es dauerte keine drei Minuten, da hatte Wellingsbüttel das Spiel komplett gedreht. Einen langen Ball wollte Zinke den Ball mit dem Hinterkopf zur Ecke klären, seine Verlängerung prallte aber genau an den Schädel des hinter ihm stehenden Gögge, dessen eher ungewollte Kopfball-Bogenlampe sich genau in den Winkel senkte. Ein kurioses und darum aus SCE II-Sicht so bitteres 2:1 (70.).

 

Eilbek II reagierte auf den Rückstand und brachte mit Neuzugang Hesse und Krohn zwei frische Kräfte. Gefährlich wurde es in der abschließenden Viertelstunde vor den Toren jedoch nur noch ein Mal, als Keeper Bitter etwas übermotivert Lammert ausspielen wollte, den Ball dabei verlor und erst im allerletzten Moment seine Greifer ans Spielgerät bekam.

Am Ende eine bittere und unnötige Niederlage für Eilbek II, das sich aber gerade im zweiten Abschnitt den Vorwurf gefallen lassen muss, das Ergebnis nur noch verwalten zu wollen. Die Passivität wurde von Wellingsbüttel mit einem Doppelschlag binnen drei Minuten ausgenutzt.

 

Aufstellung SC Eilbek II:

Klaus Pablo Torgau – Stephan Horn, Christian Zinke, Sören Sager, Marc Schultz – Benjamin Ristau (75. Jan Hesse), Jan Keibel (C) (83. Dembo Nimaga) – Yorrik Berger (75. Johannes Krohn), Artur Lammert, Steffen Heinrich – Timm Schwemann

 

Tore:

0:1 Jan Keibel (18., Rechtsschuss, Schwemann)

1:1 Malte Carstensen (67., Kopfball)

2:1 Jonas Gögge (70., Kopfball)

 

Gelbe Karten:

Keine

 

Schiedsrichter: Erol Sayan (Note 4,5) – Berger stand beim vermeintlichen Führungstreffer nicht im Abseits (5.), hätte zudem Marcel Houillon für zweifaches Nachtreten gegen Zinke vom Platz stellen müssen (63.). Hielt sich angenehm zurück bei persönlichen Strafen. 

1. Runde Holsten-Pokal: Oststeinbeker SV II – SC Eilbek II 6:5 n.E. (1:1, 0:0, 0:0, 0:0)

 

Die Pokalsaison endete für den SC Eilbek II bisher noch immer im Hochsommer, das Ziel für diese Saison sollte zumindest das Einziehen in die dritte Runde sein, doch Eilbek II blieb seinem Ruf als eigener Pokalschreck treu! Auch im sechsten Jahr schaffte man es nicht über die zweite Runde hinaus, bereits zum vierten Mal war nach der ersten Runde Schluss im Holsten-Pokal.

 

Mit den Neuzugängen Christian Zinke (Laager SV 03) und Messbah Maudoudi (A-Jugend) startete Eilbek II in der Partie, die angeschlagenen Mittelfeldspieler Steffen Heinrich und Artur Lammert blieben zunächst überraschend nur auf der Bank. Bei brütender Hitze sollte es auf dem Kunstrasenplatz am Meessen die erwartet zähe Partie werden. Der klassentiefere Oststeinbeker SV II igelte sich in der eigenen Hälfte ein und versuchte mit langen Bällen auf Hafke und Ebner die Eilbeker Abwehr zu überspielen, was aber nur einmal gelingen sollte. Der SCE II verbuchte im ersten Abschnitt ca. 80% Ballbesitz, konnte aber nicht eine zwingende Torchance erspielen. Lediglich einen Schuss aus der Distanz von Arne Bussat verzeichneten die 30 Zuschauer, doch OSV II-Keeper Urbanietz hatte damit keine Mühe. Das Sturmzentrum Schwemann / Redenius bekam von den Außenbahnen überhaupt keine Unterstützung, so dass sich Oststeinbek im Verteidigen sehr leicht tat. Die besten Chancen des ersten Abschnitts gehörten den in rot spielenden Hausherren. Ein gewiefter Heber von Schulz aus Höhe der Mittellinie verfehlte das Tor nur im wenige Zentimeter. Noch genauer machte es Kevin Ebner, doch sein Linksschuss nach einem langen Ball traf nur den Innenpfosten. Torlos ging es in die Kabinen, wo SCE-Coach einen Wechsel vornahm und Routinier Cem Keles für den erst 18-jährigen Messbah Maudoudi brachte, der der Fastenzeit sichtlich Tribut zollen musste.

 

Das Eilbeker Spiel wurde im zweiten Abschnitt stärker, Torchancen ergaben sich nun zu Hauf. Redenius setzte eine scharfe Flanke von Zinke knapp über das Gehäuse, kurze Zeit später köpfte er eine Schultz-Ecke völlig freistehend über das Tor. Schwemanns Distanzschuss traf ebenso nicht das Tor wie der Schuss des mittlerweile eingewechselten Heinrich. Die Oststeinbeker Spieler waren körperlich dem Ende nahe, umso bitterer, dass Eilbek II daraus kein Kapital schlagen konnte. Alle fünf Minuten lag ein anderer OSV-Spieler mit Krämpfen am Boden, Szenen, die man eigentlich nur von zeitschindenden spanischen Vereinen kennt.

 

Eilbek zeigte sich zu dem Zeitpunkt aber auch nicht clever genug, nach einer Kerze im eigenen Strafraum ging ein Oststeinbeker Akteur abermals per Krampf zu Boden, doch statt den Ball aus 8m völlig frei ins Tor zu schießen, schoss Sören Sager den Ball bewusst ins Seitenaus – überstrapaziertes Fairplay! Oststeinbek II kam aus der eigenen Hälfte überhaupt nicht mehr raus und hatte nicht einen einzigen Torschuss im zweiten Abschnitt! Eilbek versuchte oft mit Flanken aus dem Halbfeld zum Erfolg zu kommen, doch diese Versuche scheiterten kläglich. Eine der wenigen Kombinationen über Heinrich und Schwemann endete bei Redenius, doch Urbanietz rettete Oststeinbek II mit einer fantastischen Fußparade in die Verlängerung.

 

Mit Beginn der Verlängerung schöpfte Houillon sein Wechselkontigent aus, Lammert kam für den blassen Nimaga ins Spiel und zeigte sich sofort als Belebung. Zunächst hatte Sören Sager die Führung auf dem Kopf, doch nach einer Ecke von Heinrich köpfte der Innenverteidiger unbedrängt über das Tor. Die Führung erzielte Eilbek II bezeichnenderweise nicht aus dem Spiel heraus, eine Standardsituation musste herhalten. Heinrich brachte abermals einen Eckstoß mustergültig in den Strafraum, Redenius musste aus 5 Metern nur noch den Fuß hinhalten. Es war das erste Tor für den Angreifer seit dem 6. April (2 Treffer gegen den SC Osterbek) und ein verdammt wichtiges noch dazu. Eilbek II drängte weiter auf das Oststeinbeker Tor, Bussat scheiterte mit seinem Versuch am gut reagierenden Urbanietz, kurz darauf scheiterte Redenius an der Latte. Die Führung war mittlerweile hoch verdient, der letzte Oststeinbeker Angriff datierte aus der 20. Minute. Doch wie es manchmal so ist, quasi mit dem Abschluss der ersten Halbzeit der Verlängerung erzielte Fabian Hafke den überaus schmeichelhaften Ausgleich. Zunächst setzte sich ein Oststeinbeker auf dem rechten Flügel durch und brachte die Flanke scharf in den Strafraum, Hafke bekam den Ball genau in die Weichteile gespielt, von wo aus der auch noch von Krützmann leicht abgefälschte Ball gegen Torgaus Laufrichtung zum 1:1 ins Eck kullerte.

 

Der zweite Abschnitt der Verlängerung begann sehr rasant, nach einem Doppelpass mit Lammert traf Zinke nur den Pfosten, nach einem Lammert-Solo schoss Bussat das Leder aus zehn Metern in die Wolken. Eilbek II jetzt drauf und dran die Führung zu erzielen, Oststeinbek II war stehend k.o. Der eingewechselte Ranch Suttichuen sollte beim OSV im Angriff noch für ein wenig Belebung sorgen, stand aber allein auf weiter Flur und so ging es nach 120 Minuten ins Elfmeterschießen.

 

Die vier ersten Eilbeker Schützen trafen allesamt sehr souverän und da Torgau einen Strafstoß parieren konnte, hatte Sören Sager die Entscheidung auf dem Fuß, doch Urbanietz parierte den schwach geschossenen Strafstoß. Bitter, da Sager beim Abschlusstraining noch alle Elfmeter zentimetergenau neben den Pfosten setzte! Da Oststeinbek in der Folge erneut traf und auch dem zweiten ehemaligen Oldenburger SV-Spieler Artur Lammert die Nerven am Punkt versagten, zog Oststeinbek II in die zweite Runde des Holsten-Pokals ein.

 

Beim SC Eilbek II muss man sich fragen, warum sich so starke Auftritte wie gegen Oststeinbek I (1:0) mit so schwachen Spielen wie heute abwechseln. Eine Niederlage gegen eine spielerisch so limitierte und konditionell unfitte Truppe ist völlig unentschuldbar! Wieder einmal musste Eilbek II schmerzlich erfahren, dass der Pokal seine eigenen Gesetze hat. Neuer Versuch im nächsten Juli…

 

 

 

Aufstellung SC Eilbek II:

Klaus Pablo Torgau – Heiko Krützmann, Christian Zinke, Sören Sager, Marc Schultz – Said Mohammad Messbah Maudoudi (46. Cem Keles), Arne Bussat, Benjamin Ristau (68. Steffen Heinrich), Dembo Nimaga (91. Artur Lammert) – Ingo Redenius, Timm Schwemann

 

Tore:

0:1 Ingo Redenius (98., Rechtsschuss, Heinrich)

1:1 Fabian Hafke (104., Schlepphoden)

 

Elfmeterschießen:

2:1 Oststeinbek II

2:2 Arne Bussat

2:2 Klaus Pablo Torgau hält Elfmeter von Oststeinbek II

2:3 Steffen Heinrich

3:3 Oststeinbek II

3:4 Timm Schwemann

4:4 Oststeinbek II

4:5 Christian Zinke

5:5 Oststeinbek II

5:5 Florian Urbanietz hält Elfmeter von Sören Sager

6:5 Oststeinbek II

6:5 Florian Urbanietz hält Elfmeter von Artur Lammert

 

Gelbe Karten:

Steinhagen – Schwemann, Bussat, Zinke

 

Schiedsrichter:

Matiejar Shelamzar Nejad (Note 3) – Mit leichten Problemen bei Zweikampfentscheidungen, zückte manchmal etwas früh den gelben Karton.

Termine

Fertigstellung Kunstrasen

12/2017 

 

Ausweichplatz: Stephanstraße

 

 

22.10. 12:45 Paloma II

           Fichtestraße

 

24.10. 19:45 Training

           Fichtestraße

 

26.10. 19:30 Training 

           Fichtestraße 

Kontakt

Klaus Pablo Torgau (Trainer)

0176 64364609

 

Quicklinks