30. Spieltag: SC Eilbek II - TSV Wandsetal II 2:0 (1:0)

 

Der letzte Spieltag der Saison 2013/2014 sollte es nochmal in sich haben, im Derby empfing der SC Eilbek II den TSV Wandsetal II, gegen den man die letzten drei Partien allesamt verlor. Für Eilbek wollte mit einem Sieg den vierten Tabellenplatz festigen, für Wandsetal ging es nach nur einem Sieg aus den letzten sieben Spielen um einen versöhnlichen Abschluss. Schon mit dem Anpfiff des Spiels war klar, dass die drei Punkte in Eilbek bleiben würden, denn die Mannschaft von Mirko Pässler setzte den in der Liga festgespielten Gökhan Ermis ein - spätestens am grünen Tisch wäre Eilbek II der Sieger der Partie geworden, doch natürlich wollte man es sportlich klären.

 

Die Hausherren begannen überaus schwungvoll und waren in der ersten Halbzeit die klar bessere Mannschaft, das Spiel kannte nur eine Richtung. Der wie in der Vorwoche starke Lammert zielte zunächst zweimal aus der Distanz nur knapp danben, dann köpfte Keibel eine Flanke von Horn äußerst knapp neben das Tor. So war auch die Führung der Eilbeker nicht unverdient, Redenius spielte einen Pass in die Gasse, Verteidiger Tchalla schien das Leder schon unter Kontrolle zu haben, verlor es aber an Artur Lammert und der Spielmacher blieb vor dem Tor eiskalt und schob mit links ein.

 

Und weiter Ging die Fahrt in Richtung TSV-Tor, nach einem Foul von Guth an Makhaya flankte Keibel den fälligen Freistoß auf den zweiten Pfosten, wo Zimmer nur haarscharf sein erstes Saisontor verpasste. Auch Bussat gelang nach einer Flanke von Krohn kein weiteres Tor, stattdessen hatte Wandsetal nach einem Torgau-Fehlpass die Chance zum Ausgleich, doch Westermann, der unter der Woche beim 0:1 gegen Paloma II ein Eigentor erzielte, schoss am leeren Tor vorbei.

 

Der zweite Spielabschnitt war nicht mehr von ganz so hohem Tempo und ganz so starkem Pressing des SC Eilbek II gekennzeichnet, denn spätestens nach dem 2:0 von Makhaya, Bussat hatte sich zuvor am Strafraum durchgesetzt, war an der Fichtestraße der Drops gelutscht. Chancen hatte hier weiterhin nur der SC Eilbek II, Keibel lupfte den Ball über den aus seinem Tor geeilten Mende knapp neben das Tor. Lammert wollte in der Folge sein Torkonto nicht auf neun Tore schrauben, nach einem Pass von Sager liefen Lammert, Sager und Zimmer völlig allein auf das Tor zu, doch Lammert scheiterte kläglich an Mende. Auch Heppner hatte die Möglichkeit einen weiteren Treffer zu erzielen, Lammert bediente ihn mustergültig von der Grundlinie, doch Heppner schaffte es den Ball noch irgendwie vorbeizuschieben.

 

Zwei Aufreger gab es dann doch noch auf der Gegenseite, zunächst reklamierte Sousa nach einem vermeintlichen Handspiel von Sager nicht zu Unrecht auf Elfmeter, dann scheiterte Tchalla frei vor Torgau am Keeper, der seiner Mannschaft damit das neunte Zu-Null-Spiel rettete. In der Vorsaison gelang dies nur einmal.

 

Kurz vor Ende feierte Kerem Yildirim noch seinen Ausstand, der Verteidiger wird seine Karriere beenden. Yildirim kam für Mittelstürmer Redenius ins Spiel und übernahm dessen Position, in der Hoffnung in seinem 88. und letzten Ligaspiel sein erstes Tor für Eilbek II zu erzielen. Die Chance war da, denn Zimmer spielte Yildirim in der Schlussminute frei, doch Rene Mende avancierte zum Partycrasher und fischte den Ball aus der Ecke.

 

Hochverdient gewann der SC Eilbek II und beendet die Saison damit so gut wie nie zuvor in der 101-jährigen Vereinsgeschichte. Am Ende der Saison stellt man den drittbesten Angriff und die drittbeste Verteidigung der Liga, ein schöner Abschluss der Spielzeit 2013-2014.

 

 

Aufstellung SC Eilbek II:
Klaus Pablo Torgau - Stephan Horn, Sören Sager, Dominic Tarbasar, Johannes Krohn - Jan Keibel, Arne Bussat - Stefan Zimmer, Artur Lammert, Patrick Jnr Makhaya (73. Marco Heppner) - Ingo Redenius (79. Kerem Yildirim)

 

Tore:

1:0 Artur Lammert (33., Linksschuss, Redenius)

2:0 Patrick Jnr Makhaya (68., Rechtsschuss, Bussat)

 

Gelbe Karten:

Keibel, Heppner - Witt, Guth

 

Schiedsrichter:

Patrick Satzinger (Note 3) - Machte in einem fairen Spiel fast alles richtig, hätte nach Handspiel von Sager allerdings auf Elfmeter für Wandsetal entscheiden müssen.

29. Spieltag: TSV DuWo 08 II - SC Eilbek II 1:2 (1:1)

 

Nach dem Einsatz der Notelf in der Vorwoche konnte Eilbek II-Trainer Dennis Houillon ein wenig tiefer in den Spieler-Lostopf greifen und stellte gleich sechs Mal um, nur Torgau, Horn, Sager, Heppner und Redenius überlebten die Personalrochade. Der heutige Gegner DuWo 08 II ist einer der Lieblingsgegner des SC Eilbek II, noch nie hat man auf dem schönen Rasenplatz an der Sthamerstraße verloren, zudem erzielte man dort vor vier Jahren das erste Schlepphoden-Tor der Vereinsgeschichte. Im wohl vorerst letzten Spiel auf dem Heinrich-Kruse-Sportplatz - DuWo II wird in der kommenden Saison DuWo I und wird dann wohl in der Kreisliga 6 starten - sollte das Gesetz der Serie gelten.

 

Trotz sintflutartiger Regenfälle in den Vortagen präsentierte sich der Rasen in einem vorzüglichen Zustand, alles war für einen schönen Fußball-Nachmittag angerichtet. Es sollten zwei Halbzeiten folgen, die so unterschiedlich waren wie Tag und Nacht. Präsentierte sich vor dem Seitenwechsel Eilbek II als klar dominante Mannschaft, so bat DuWo II nach dem Pausentee zum Diktat.

 

So hatte der SCE II neben 75% Ballbesitz im ersten Abschnitt auch die besseren Chancen, Heppner scheiterte zunächst nach einem Doppelpass mit Keibel an Jaschinski, Lammerts Abschluss nach einem Solo durch die Abwehrreihen ging nur haarscharf über das Tor. Kurz darauf scheiterte Redenius nach einer Flanke von Zimmer an Schlussmann Daniel Jaschinski. Doch Eilbek spielte weiter auf die Führung, präsentierte sich endlich mal wieder stark in der Arbeit gegen den Ball und so war die Art und Weise des Führungstreffers bezeichnend: DuWo-Verteidiger Schröder ließ sich am eigenen Strafraum viel zu lange Zeit und wurde von Redenius unter Druck gesetzt, der von Redenius geblockte Befreiunggsschlag landete vor den Füßen von Artur Lammert, der im Strafraum vom übermotiviert aus dem Tor geeilten Jaschinski gelegt wurde. Der gefoulte selbst trat an und belohnte sich mit dem Strafstoßtreffer für seine sehr starke Leistung.

 

Die 1:0-Führung hatte jedoch nicht eine Minute Bestand, da traf Kevin Cyglicki zum 1:1. Der zwei Meter im Abseits stehende Lehnhoff wurde auf dem rechten Flügel bedient, ging bis zur Grundlinie von flankte von dort aus in den Rücken der Eilbeker Abwehr, wo Linksaußen Cyglicki angesprintet kam und den Ball sehenswert genau im Winkel versenkte. Es war nicht die erste Abseits-Fehlentscheidung in der Partie, der Assistent auf der Tribünenseite erwischte nicht seinen besten Tag.

 

Mit einem für die Hausherren überaus schmeichelhaften Remis ging es in die Kabinen, wo DuWo-Coach Reglin Keim sitzen ließ und für ihn Sascha Gerweck brachte. Ob allein diese Auswechslung der Grund für den Wandel des Spiels sorgte, bleibt jedoch Ungewiss. Zunächst hätte  Redenius Eilbek II jedoch in Führung bringen müssen, einen zu kurz geratenen Rückpass erspähte der Angreifer und umspielte Jaschinski, doch sein Linksschuss wurde auf der Linie von einem DuWo-Verteidiger noch geklärt. Es war für eine lange Zeit die letzte Chance des SCE II, denn danach spielten nur noch die Nord-Hamburger. Zunächst spitzelte Keeper Torgau dem durchgebrochenen Schmitz dreißig Meter vor dem Tor den Ball vom Fuß, es sollte die letzte Aktion für den Ex-Eilbeker im Spiel sein, für ihn kam Marvin Mückner in die Partie. 

 

Und eben jener Mückner war sofort Aktivposten im Spiel! Kurz nach seiner Einwechslung war Offensivspieler mit einer Flanke an der ersten DuWo-Großchance beteiligt, doch Cyglicki schaffte das Kunststück die flache Maßflanke aus sechs Metern nicht an Torgau vorbeizubringen. Kurze Zeit später hatte Mückner selbst die Führung auf dem Fuß, doch Torgau blieb im Duell der Sieger. Und Mückner sollte auch an der dritten Großchance für DuWo beteiligt sein, eine eher harmlose Flanke rutschte Torgau im Regen durch die Finger, doch Mückner bekam den Ball aus zwei Metern nicht mehr entscheidend um den Pfosten gedreht. 

 

Und wie es im Fußball so ist, wenn man vorne die Buden nicht macht, kassiert man hinten eine, so auch heute. Arne Bussat schickte mit einem zuckersüßen-lehrbuchmüßigen-butterweichen-Sahnepasse Zimmer auf dem rechten Flügel, seine direkte Flanke fand den eingewechselten Dembo Nimaga, der mit halb volley-halb Seitfallzieher ins Tor traf (84.). Ein Treffer für die Galerie! Eilbek II brachte die Führung mit Routine über die Zeit und bleibt somit auf Platz 4 der Tabelle.

 

Zum Saisonabschluss geht es am kommenden Sonntag um 13 Uhr zuhause gegen den TSV Wandsetal II im Derby um die letzten Punkte der Saison.

 

 

Aufstellung SC Eilbek II:
Klaus Pablo Torgau - Stephan Horn, Timm Schwemann, Sören Sager, Steffen Heinrich - Jan Keibel (67. Dominic Tarbasar), Arne Bussat - Stefan Zimmer, Artur Lammert, Marco Heppner (75. Dembo Nimaga) - Ingo Redenius

 

Tore:

0:1 Artur Lammert (32., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Lammert)

1:1 Kevin Cyglicki (33., Rechtsschuss, Lehnhoff)

1:2 Dembo Nimaga (84., Linksschuss, Zimmer)

 

Gelbe Karte:

Schmitz

 

Schiedsrichter:

Florian Baum (Note 3,5) - Mit einigen Fehlern bei der Abseitsbewertung und machte nicht den motiviertesten Eindruck. Tat nur die Schritte, die absolut notwendig waren.

28. Spieltag USC Paloma II - SC Eilbek II 1:0 (1:0)

 

Der SC Eilbek II musste vor der Partie beim USC Paloma II im Spielerarchiv kramen, um trotz der 20 zu verzeichnenden Ausfälle eine Elf zusammen zu bekommen. Die Gründe für die Ausfälle waren so vielseitig wie noch nie: Urlaub, Verletzung, Marathon, HSV-Heimspiel, etc. So gab es es gleich einige Premieren zu verzeichnen, die in Summe spannender als das Spiel sein sollten. Tom Ulrich feierte an seinem 22. Geburtstag die Pflichtspiel-Premiere beim SC Eilbek II, der etatmäßige Torhüter Klaus Pablo Torgau durfte sich als Innenverteidiger versuchen, Innenverteidiger Dominic Tarbasar stand erstmals nach dreieinhalb Monaten Verletzungspause ohne jegliche Trainingseinheit auf dem Platz und bildete zusammen mit Mittelstürmer Ingo Redenius die Doppel-Sechs, Henry Schröder durfte einen Tag nach seinem 30. Geburtstag nach einem halben Jahr ohne Training gleich in die Startelf rücken und auch A-Junior Dembo Nimaga feierte sein Startelf-Debüt. Nicht viel besser war die Bank des SC Eilbek II besetzt, mit Philipp Latz, der im Sommer eigentlich seine Karriere beendet hatte, Manuel Lagemann, der seit über einem halben Jahr ohne Training war, und Trainer Dennis Houillon war eine Qualität und Fitness auf der Bank vorhanden, die bei keinem anderen Kreisligisten zu finden wäre.

 

Hinein ins Spiel, in dem Eilbek II gleich kalt erwischt wurde. Kamil Kleszcz feuerte aus 20 Metern einen Schuss genau unter die Latte (5.) und traf zum 1:0 für die Tauben-Amateure. Um es vorweg zu nehmen: Es war in den 90 Minuten der einzige vernünftige Torschuss des USC Paloma II auf das Tor vom Tom Ulrich. Paloma stand weitestgehend tief in der eigenen Hälfte, überließ dem SCE II die Flügel, macht im Zentrum aber nicht ansatzweise die Anstalten auch nur einen Zentimeter Platz zu gewähren.

So hatte der SC Eilbek II wesentlich mehr Spielanteile zu verzeichnen, doch die erste richtig gute Chance gab es erst kurz vor dem Seitenwechsel, als Henry Schröder Marco Heppner bediente, der jedoch am Aushilfstorwart Patrick Gray scheiterte. Auch der offensiv agierende Außenverteidiger Stephan Horn hatte ebenso wie PJ Makhaya noch eine Halbchance, die ganz großen Gelegenheiten blieben jedoch aus.

 

Auch die zweite Halbzeit ist schnell erzählt, Paloma wollte nur noch kontern, spielte diese aber extrem unsauber aus und Eilbek II fand wenig Mittel gegen die kompakte Abwehr. Zu zwei Großchancen sollte es dennoch reichen, zunächst bediente Makhaya Horn, der frei vor Gray nicht genügend Dampf hinter seinen Lupfer bekam, so dass dieser von der Linie gekratzt werden konnte. Fünf Minuten vor dem Ende hatte Redenius den Ausgleich nach einer Horn-Flanke auf dem Fuß, doch sein Schuss aus der Drehung flog denkbar knapp über die Latte.

 

Der kürzeste Spielbericht der Saison sollte damit alles über die Chancenvielfalt des Spiels aussagen, Eilbek II bleibt aufgrund der Ergebnisse der Konkurrenz weiter auf Platz 4 und wird in der kommenden Woche mit einem verstärkten Kader wieder um die Punkte kämpfen.

 

 

Aufstellung SC Eilbek II:
Tom Ulrich - Stephan Horn, Sören Sager, Klaus Pablo Torgau, Marc Schultz - Dominic Tarbasar (68. Manuel Lagemann, 86. Philipp Latz), Ingo Redenius - Henry Schröder, Patrick Jnr Makhaya (89. Dennis Houillon), Marco Heppner - Dembo Nimaga

 

Tor:

1:0 Kamil Kleszcz (5., Rechtsschuss)

 

Gelbe Karten:

Both - Schröder

 

Schiedsrichter:

Maximilian Ermisch (Note 1,5) - Ohne Probleme in einer absolut fairen Partie.

 

26. Spieltag: UH-Adler II - SC Eilbek II 3:2 (2:2)

 

In der Vorwoche noch deklassierte man den Tabellenvorletzten Osterbek mit 6:0, doch gegen das Schlusslicht UH-Adler II war von der kämpferischen und spielerischen Klasse der Vorwoche rein gar nichts mehr zu sehen. Mit nur einer Änderung im Vergleich zur Vorwoche begann Eilbek II, Heinrich stand für Makhaya (Liga) in der ersten Elf.

 

Eilbek II war kaum auf dem Platz, da stand es schon 2:0. Zunächst vertändelte Thia am Strafraumeck den Ball (2.), dann sprang Krützmann unter einer Flanke durch (4.), zweimal bedankte sich Danilo Osterheld. Die Gäste versuchten darauf in der Folge nicht einmal mehr ihr gepflegtes Passspiel durchzuziehen, sondern ließen die Angriffsreihe mit langen Bällen ins Nirvana verhungern. Schon nach 10 Minuten hätte die Partie entschieden sein müssen, doch die Adler vergaben beste Chancen, schossen entweder Eilbeks Keeper an oder zielten daneben. Über ein 4:0 hätte man sich frühzeitig nicht beschweren dürfen.

 

Doch mit dem ersten richtigen Angriff des Spiels nach 20 Minuten konnte Eilbek sofort den Anschlusstreffer erzielen. Krohn wurde im Strafraum gelegt, Artur Lammert verwandelte den fälligen Strafstoß in gekonnter Manier. Und so anfällig wie sich die Eilbeker Defensive präsentierte, so anfällig war auch die Adler-Verteidigung. Mit etwas Glück stand es drei Minuten später schon 2:2, ein Schuss von Krohn aus 18 Metern wurde derart unglücklich abgefälscht, dass sich die Kugel über Volkmann den Weg ins Netz bahnte.

 

Wenn der Tabellenletzte gegen den Vierten einen 2:0-Vorsprung verspielt, sollte man denken, dass es dem Vierten Auftrieb gibt und beim Letzten die Schultern hängen. Doch irgendwie war genau das Umgekehrte der Fall, bis auf einen Schuss von Redenius war bei Eilbek nichts zu sehen, bis zur Pause hatten die Adler zwei weitere Großchancen zur Führung. Tripke, Goldbaek und Osterheld machten in der Offensivreihe ein sehr gutes Spiel. Mit einem aus Eilbeker Sicht überaus schmeichelhaften 2:2 ging es in die Kabinen.

 

Die zweite Halbzeit sollte nicht mehr ganz so schlecht sein, es entwickelte sich ein recht ausgeglichenes Spiel. Mit dem dritten vernünftigen Angriff des Spiels sollte Eilbek II die große Chance zur Führung haben, Lammert wurde von Redenius exzellent freigespielt und umkurvte Volkmann, doch sein Schuss traf auf der Torlinie die Hacke eines Adler-Verteidigers, von wo aus ihm der Ball an den ausgestreckten Arm flog. Klarer Fall, Handelfmeter. Mit einiger Verzögerung (Zimmer und M. Avci leisteten sich ein Techtelmechtel am Strafraumrand und wurden beide verwarnt) durfte Lammert antreten, doch seinen platzierten, aber ohne Schmackes geschossenen Elfmeter konnte Volkmann parieren (57.). 

 

Es blieb also weiterhin spannend und Eilbek sollte fünf Minuten später mit einem Mann mehr auf dem Platz stehen, da Ertugrul Avci für drei Foulspiele innerhalb von vier Minuten zweimal die gelbe Karte sah, in Summe also gelb-rot. Doch wie schon gegen Hammonia (zwei Gegentore in Überzahl) und Persia (ein Gegentor) sollte Eilbek aus seiner Überzahl keinen ergebnistechnischen Vorteil erzielen.

 

Zwar verpasste Sager nach einem Krohn-Eckball das 2:3 nur um wenige Zentimeter, doch in der 78. Minute erzielte  Mario Tripke die erneute Führung für die Hausherren. Eine 5 gegen 3-Überzahlsituation (in Unterzahl!!!) schloss der Adler-Kapitän zum verdienten 3:2 ab. Eilbek II wurde in Überzahl abermals eiskalt ausgekontert.

 

In der Schlussphase warf Eilbek II alles nach vorne, rannte aber völlig kopflos an und verlor am Ende hochverdient mit 3:2 bei einem kämpferisch und auch spielerisch überzeugenden UH-Adler II. Dennoch hätte man hier aufgrund des verschossenen Elfmeters und Überzahl durchaus drei Punkte von der Beethovenstraße entführen können. Erst in drei Wochen darf der SCE II wieder gegen die Pille treten, ein Besuch an der Habichtstraße beim USC Paloma II steht dann an.

 

 

Aufstellung SC Eilbek II:

Klaus Pablo Torgau - Heiko Krützmann, Sören Sager, Philip Thia, Steffen Heinrich - Arne Bussat (73. Dembo Nimaga), Jan Keibel - Stefan Zimmer (65. Benjamin Kerlin), Artur Lammert, Steffen Heinrich - Ingo Redenius

 

Tore:

1:0 Danilo Osterheld (2., Rechtsschuss)

2:0 Danilo Osterheld (4., Rechtsschuss)

2:1 Artur Lammert (20., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Krohn)

2:2 Johannes Krohn (23., Rechtsschuss, Bussat)

3:2 Mario Tripke (78., Rechtsschuss)

 

Bes. Vorkommnis:

Volkmann hält Handlelfmeter von Artur Lammert (57.)

 

Gelbe Karten:

M. Avci, Osterheld, Goldbaek, Sakschewski - Bussat, Zimmer, Thia

 

Gelb-Rote Karte:

E. Avci (62., wiederholtes Foulspiel)

 

Schiedsrichter:

Christoph Albrecht (Note 2,5) - Lag bei beiden Elfmeterentscheidungen richtig, hatte ab und an Probleme bei Zweikampfbewertungen. Machte in einem hitzig werdenden Spiel einen ruhigen Eindruck.

25. Spieltag: SC Eilbek II - SC Osterbek 6:0 (2:0)

 

Für die eine Mannschaft ging es eigentlich nur noch um eine gute Platzierung im Klassement, für die andere um die blanke Kreisliga-Existenz. Eilbek II begann im Vergleich zur Niederlage beim SC Urania mit Kapitän Redenius, Lammert, Bussat, Krützmann und Thia für Wisnowsky (Kreuzbandriss), Keles, Schwemann (verletzt), Horn und Geburtstagskind Heinrich (beide Bank).

 

Zehn Minuten lang wehrte sich der SC Osterbek mit allen Kräften gegen den SC Eilbek II, doch mit dem 1:0 durch einen Kopfstoß von Mittelstürmer Ingo Redenius nach einer Ecke von Krohn (13.) war die Partie quasi schon entschieden. Für den Angreifer war es der erste Treffer in der Rückrunde, nachdem er schon am Dienstag im Test gegen den FC Störtebeker (4:0) mal wieder genetzt hatte. Bereits zuvor hatte Eilbek II die Gelegenheit zur Führung, doch den Linksschuss von Stefan Zimmer kratzte Hentze noch aus dem Winkel!

 

Eilbek spielerisch mit einer der besseren Saisonleistungen und fortan haushoch überlegen, man kombinierte gefällig über die Flügel und durch das Zentrum, eine durchweg starke Mannschaftsleistung. Der heute sehr offensivfreudige Linksverteidiger Krohn hatte nach rund 20 Minuten die Chance das Ergebnis in die Höhe zu schrauben, doch sein satter Linksschuss ging knapp links vorbei. Chancen gab es nun alle vier Minuten, Zimmers Distanzschuss fand seinen Meister erneut in Hentze, ein weiterer Kopfball von Redenius wurde auf der Linie gerettet. Lammert und Makhaya setzten das Leder in zwei weiteren Offensivszenen neben das Tor. Doch das 2:0 war für die drückend überlegenen Eilbeker nur eine Frage der Zeit - und so sollte es dann auch kommen. Krohn nahm Schuf dreißig Meter vor dem Osterbeker Tor den Ball vom Fuß und spielte einen Bilderbuch-Doppelpass mit Lammert und schloss mit links zum 2:0 ab.

 

Einzig dem bis dahin guten Keeper hatte es der SC Osterbek zu verdanken, dass es nur mit 2:0 in die Kabinen ging, denn offensiv war es eine blutleere Vorstellung der Bramfelder und defensiv fehleranfällig.

 

Schon wenige Minuten nach dem Seitenwechsel dürfte auch der letzte Gedanke der grün-gelben an eine Wendung im Spiel davongeflogen sein, denn Arne Bussat traf mit seinem vierten Saisontor zum hochverdienten 3:0. Makhaya trat zuvor eine Ecke und Bussat wuchtete den Ball - wieder eine Szene für das Bilderbuch - aus vollem Lauf per Kopf in den Giebel!

Chancen gab es weiterhin nur auf einer Seite und diese wurden zum Leidwesen der Gäste auch genutzt. Ein abermaliger Bilderbuch-Angriff brachte das 4:0, bei dem Doppelpack-Ingo Redenius erneut zuschlagen sollte. Für den Friesen war es bereits der achte Doppelpack im Trikot des SC Eilbek II. Zuvor bediente Sager mit einer traumhaft schönen Spieleröffnung Lammert, der Pietrzok noch kurz einen Knoten in die Beine spielte und Redenius dann mit einer flachen Flanke präzise bediente, der Mittelstürmer musste aus Nahdistanz nur noch den Fuß hinhalten. Saisontor 10 für Redenius, Assist Nr. 9 für den sichtlich von seiner Vertragsverlängerung beflügelten Lammert.

 

Eilbek spielerisch wie aus einem Guss, erst nach dem 4:0 ließ man die Zügel ein wenig schleifen, so dass Grünauer gleich dreimal frei vor Torgau stand, doch der beste Osterbeker Torschütze scheiterte zweimal am Eilbeker Keeper und verzog einmal völlig.

 

Als ob das ein Weckruf gewesen wäre, schaltete Eilbek noch einmal einen Gang hoch und legte gleich zwei Treffer nach. Makhayas Ecke wehrte Hentze mehr als unorthodox ab, Sager stupste den Ball zu seinem dritten Saisontreffer über die Linie. Und nur kurz nach dem 5:0 durfte auch A-Junior Dembo Nimaga, der für Redenius ins Spiel gekommen war, seinen ersten Treffer im sechsten Jokereinsatz bejubeln. Vorausgegangen waren dem Tor drei Pässe und fünf Ballkontakte, mit denen Eilbek das gesamte Spielfeld überbrückte, Torgau - Heinrich - Makhaya - Nimaga - Tor! Für den Südafrikaner war es schon die 11. direkte Torvorlage in dieser Saison.

 

Ein auch in der Höhe völlig verdienter Sieg für den SC Eilbek II, der spielerisch und läuferisch mindestens eine Klasse besser als der SC Osterbek war, der mit dieser Leistung in den kommenden Wochen stark um den Klassenerhalt zittern muss. Eilbek II bleibt mit dem Sieg weiterhin auf Platz 4 und hat weiterhin alle bisherigen Duelle nach Hin- und Rückspiel gewonnen. Fünf Punkte fehlen dem SCE II noch, um die historische Bestmarke von 46 Punkten zu toppen. Am kommenden Sonntag tritt Eilbek II um 12.45 Uhr an der Beethovenstraße beim Schlusslicht UH-Adler II an, bevor es in eine zweiwöchige Pflichtspielpause geht.

 

 

Aufstellung SC Eilbek II:

Klaus Pablo Torgau - Heiko Krützmann (72. Marc Schultz), Sören Sager, Philip Thia, Johannes Krohn (60. Steffen Heinrich) - Arne Bussat, Jan Keibel - Stefan Zimmer, Artur Lammert, Patrick Jnr Makhaya - Ingo Redenius (67. Dembo Nimaga)

 

Tore:

1:0 Ingo Redenius (13., Kopfball, Krohn)

2:0 Johannes Krohn (38., Linksschuss, Lammert)

3:0 Arne Bussat (48., Kopfball, Makhaya)

4:0 Sören Sager (56., Kopfball, Makhaya)

5:0 Ingo Redenius (65., Rechtsschuss, Lammert)

6:0 Dembo Nimaga (70., Linksschuss, Makhaya)

 

Gelbe Karten:

- F. Pietrzok, Rütz

 

Schiedsrichter:

Tim Kossek (Note 2) - Abermals zeichnete sich der Schiedsricher in einem fairen Spiel durch eine sehr gute Spielleitung aus, mit kleinen Fehlern bei Bewertungen von Ecken bzw. Abstößen.

24. Spieltag: SC Urania - SC Eilbek II 2:1 (0:1)

 

Beste Rahmenbedingungen waren für das Spitzenspiel der Liga (1. gegen 4.) gegeben, Petrus meinte es gut mit den Akteuren und so sollte bei frühlingshaften Temperaturen unter Sonnenschein an der Habichtstraße auf dem Schützenhof gespielt werden. Der SC Urania musste lediglich verletzungsbedingt auf Harders verzichten, Eilbek II-Coach Houillon musste neben dem kurzfristigen Ausfall von Lammert (Mittelohrentzündung) auch auf Redenius und Rubin (beide SC Eilbek I), sowie die Langzeitverletzten Tarbasar, Ristau und Heppner verzichten. Überraschend stand Verteidiger Horn in der Startformation, Bussat musste für ihn auf die Bank weichen, Keibel gesellte sich als zweiter Sechser neben Schwemann.

 

Vor Beginn der Partie verlaß der Stadionsprecher durch die altehrwürdige Lautsprecheranlage beide Mannschaftsaufstellungen, eine schöne Tradition beim SC Urania. Aufgrund von zu ähnlichen Stutzenfarben verzögerte sich der Anpfiff durch den Schiedsrichter Kumeth um sieben Minuten, erst um 10.52 Uhr ertönte der Anpfiff auf dem Grandplatz, der so schön bespielbar war, wie es für einen Grandplatz eben möglich ist. Gleich vom Anstoß weg erwischte ein harter Pass aus der Entfernung von knapp fünf Metern den Unparteiischen voll im Gesicht, Kumeth taumelte kurz und seine Folgeleistung lässt sich nur damit erklären, dass er vom Kopfschuss mehr als nur angeschlagen war.

Die Partie begann wie erwartet mit viel Ballbesitz für die Hausherren und einer Eilbeker Elf, die zwischen den Mannschaftsteilen nur kurze Abstände hatte und so zunächst wenig zuließ. So gab es den ersten Torschuss nach einem Freistoß für Urania durch Rössing, der den Ball jedoch über den Zaun auf die gegenüberliegende Straßenseite des Ring 2 schoss. Zum Glück waren alle Fenster der dort ansässigen Wohngebäude verschlossen, wer weiß, wie weit das Spielgerät noch geflogen wäre. Das Spiel war auf beiden Seiten sehr temporeich und alle Akteure spulten viele Kilometer ab, an den Strafräumen blieben beide Teams hängen.

 

Den ersten Hochkaräter konnte sich der SC Urania auf die Fahne schreiben, Schöning kam nach einer Flanke aus dem Halbfeld recht unbedrängt von Horn zehn Meter zentral vorm Tor frei zur Volleyabnahme, doch Eilbek II-Keeper Torgau lenkte den Ball fantastisch zur Ecke ab. Kurze Zeit später war Schöning wieder im Blickpunkt, nach einem Eckstoß versuchte er mit der Hand Gottes ein Tor zu erzielen, was ihm aber misslang.

Kurze Zeit später dann eine unfassbare Szene: SCE II-Verteidiger Keles 2 Meter vor Rössing am Ball und spielt einen Rückpass zu seinem Torwart, doch Schiedsrichter Kumeth pfeift Freistoß für Urania. Dass selbst die Spieler des SCU lachen mussten, sagt alles über diese Entscheidung aus. Wie dem auch sei, Rössing trank vor seinem zweiten Freistoß etwas mehr Zielwasser, fand seinen Meister aber in Torgau. 

Auch Eilbek fand nun besser in die Partie, einen von Zimmer initiierten Konter setzte Krohn mit seinem schwächeren rechten Fuß jedoch über den Kasten.

In der 33. Minute durfte der Stadionsprecher an der Habichtstraße wieder in Erscheinung treten als er die Führung des SC Eilbek II durch Jan Keibel durchsagen durfte. Eilbek trug über Heinrich und Krohn einen Angriff über links vor, Schwemann und Keibel hatten im Zentrum zu viel Platz und letzterer drosch den Ball aus 23 Metern genau in den Winkel! Urania-Torsteher Handorf konnte dem Geschoss nur hinterherschauen und war völlig chancenlos.

Kurz darauf verabschiedete sich Eilbeks Stürmer Bernhard Wisnowsky für den Rest der Saison und für lange Teile der nächsten Spielzeit, nach der Landung nach einem (fairen) Luftduell verletzte sich "der Beste" (Wisnowsky über Wisnowsky) ohne Fremdeinwirkung schwer am Knie und fällt mit einem Meniskus- und Kreuzbandriss (Nr. 2) sehr, sehr lange aus.

Noch vor der Pause hatte abermals Schöning die Chance zum Ausgleich, doch wieder blieb Eilbeks Schlussmann Sieger im 1 gegen 1. Sekunden vor dem Seitenwechsel sollte Uranias Defensive mit einem gehörigen Knall geweckt werden, Makhayas Freistoß aus halblinker Position klatschte an den Querbalken, der das 0:2 verhinderte. Handorf wäre auch hier ohne den Hauch einer Chance gewesen.

 

Die Eilbeker Angriffsbemühungen wurden meist durch Schiedsrichter Kumeth gestoppt. Zwar eroberte man einige Male überaus fair den Ball in der gegnerischen Hälfte, doch immer wieder wurde unverständlicherweise Foul gepfiffen. Ebenso unverständlich waren die gelben Karten für Eilbeks Schwemann (für nix) und Uranias Schöning (auch für nix). Man muss es leider in aller Deutlichkeit sagen, Kumeth war mit der Spielleitung völlig überfordert und es sollte in Abschnitt zwei noch besser werden.

 

Fünf Minuten waren in der zweiten Hälfte gespielt, da schoss sich Kerlin im eigenen Strafraum den Ball klar an die Hand, es hätte hier Strafstoß statt Eckball für Urania geben müssen. Doch der Fußballgott war gerecht und so köpfte Schöning die nachfolgende Ecke zum 1:1 in die Maschen (51.). Drei Minuten später hatte der sehr agile Rössing nach einem Doppelpass mit Schöning die Chance zur Führung, doch sein Schuss aus 14 Metern ging knapp links vorbei.

 

Eilbek nunmehr mit weniger Entlastung nach vorne, erst nach einer Stunde kam es wieder zu einem Abschluss, doch Makhaya setzte den Ball nach sehenswerter Kombination mit Keibel über das Tor. Sein Gegenüber Rössing machte es da schon ein wenig genauer, sein ansatzloser Linksschuss aus 20 Metern traf aber nur den Pfosten. Im direkten Gegenzug hatte der SC Eilbek II die Gelegenheit in Führung zu gehen, doch Krohn verpasste es seine Farben in Front zu bringen.

 

In der 65. Minute schoss Rössing Keles aus Nahdistanz an die Hand, Kumeth entschied auf Strafstoß, eine vertretbare Entscheidung. Uranias Torjäger Rössing nahm sich den Ball und schoss hart halblinks und hoch ins Tor, Torgau war mit den Fingerspitzen noch am Ball, konnte den Einschlag letztendlich aber nicht verhindern, 2:1!

 

In der anschließenden Viertelstunde entwickelte sich in der temporeichen Partie ein Spiel zwischen den Strafräumen, erst in der 83. Minute kam es wieder zu einem großen Aufreger. Der kurz zuvor eingewechselte Nimaga fällte Rössing klar und deutlich (ca. 1 Meter innerhalb des Strafraums) und Kumeth entschied völlig zu Recht auf einen zweiten Strafstoß für den SC Urania. Doch Schwemann schaltete blitzartig und reklamierte die Foulspur in Form eines Tennisspielers auf außerhalb des Strafraums, Schiedsrichter Kumeth ließ sich davon überzeugen, obwohl die Spur nicht zum Foulspiel gehörte. Einer der beiden Schiedsrichterassistenten versuchte Kumeth noch zu überzeugen, dass es Strafstoß geben müsste, doch der Referee war sich seiner Sache nun sehr sicher und gab nur Freistoß, zudem hätte es für das Einsteigen die gelbe Karte für Nimaga geben müssen. Nach der Entscheidung gab es bei Urania nur Kopfschütteln und bei Eilbek Dauergrinsen. Der anschließende Freistoß brachte nichts ein.

 

In der Schlussphase hatte Eilbek noch zweimal die Chance auf den Ausgleich, doch zunächst parierte Handorf einen Freistoß von Krohn stark, kurz darauf hatte der SC Urania Glück, als Handorf sich nach schlechtem Pass selbst in die Bredouille brachte und Kerlin im Strafraum rüde von den Beinen holten, wohl aber auch noch leicht den Ball touchierte.

 

Ein in Summe aufgrund der Torchancen nicht unverdienter Sieg für den SC Urania gegen eine Eilbeker Truppe, die das Spiel sehr lange offen gestalten konnte, beim Pressing aber durch Kumeth ausgeschaltet wurde und letztendlich in der zweiten Halbzeit einen kleinen, aber letztendlich entscheidenen Tick schwächer war als vor der Pause. Am kommenden Sonntag empfängt der SC Eilbek II den SC Osterbek an der heimischen Fichtestraße um 12.45 Uhr und will da weitere Punkte auf dem Weg zur besten Eilbek II-Mannschaft der Vereinsgeschichte (8 Punkte fehlen) sammeln.

 

 

Aufstellung SC Eilbek II:

Klaus Pablo Torgau - Stephan Horn (85. Arne Bussat), Sören Sager, Cem Keles, Johannes Krohn - Jan Keibel, Timm Schwemann - Stefan Zimmer, Patrick Jnr Makhaya, Steffen Heinrich (81. Dembo Nimaga) - Bernhard Wisnowsky (41. Benjamin Kerlin)

 

Tore:

0:1 Jan Keibel (33., Rechtsschuss, Schwemann)

1:1 Timo Schöning (51., Kopfball)

2:1 Philipp Wolfgang Rössing (65., Handelfmeter, Rechtsschuss, Handspiel von Keles)

 

Gelbe Karten:

Schöning - Wisnowsky, Schwemann, Keles

 

Schiedsrichter:

Arwid Kumeth (Note 6) - Unfassbar schlechte Bewertung von Zweikämpfen, meist zu Ungunsten des SCE II. Verweigerte Urania mindestens einen weiteren Strafstoß (Nimaga an Rössing, Handspiel Kerlin), hätte auch Eilbek II einen Strafstoß zusprechen können. Auf beiden Seiten mit miserabler Vorteilsauslegung. Selbst Uranias Schiedsrichter Sieg bezeichnete die Leistung als "Note 5 bis 6".

23. Spieltag: SC Eilbek II – FC Schnelsen 0:0

 

Die Partie war nichts für Feinschmecker, Eilbek II empfing bei stürmischem Wetter den sich im Abstiegskampf befindlichen FC Schnelsen. Der Zuschauerandrang bei der Partie war überschaubar, lediglich acht zahlende Zuschauer verirrten sich an die Fichtestraße. SCE II-Coach Houillon stellte im Vergleich zur Vorwoche zweimal um, Steffen Heinrich gab sein Startelfdebüt auf der Linksverteidigerposition, dazu spielte auch Marcel Brousil (Liga) von Beginn an, der aber über seine gesamte Einsatzzeit von 67 Minuten komplett ohne Szene blieb. Nicht im Kader waren dafür Kerem Yildirim und Marco Heppner, die verletztsbedingt ausfielen. Erstmals seit dem 10. Spieltag fand sich auch Johannes Krohn wieder im Kader, seine Leistenprobleme hat der Linksfuß zum Glück überwunden. Zwei Linksfüße hatte der SC Eilbek II übrigens zuletzt am 08.05.2013 im Kader, in dem ein Platz aufgrund eines zu langen nächtlichen Ausflugs frei blieb, unentschuldbar!

 

Im Hinspiel siegte Eilbek II noch verdient mit 3:1, doch schon zu dem Zeitpunkt der Saison war erkennbar, dass der FC Schnelsen in der Kreisliga angekommen war und sich defensiv erheblich gesteigert hatte. Auch heute standen die Gäste in der Defensive sehr kompakt, so dass es zunächst wenige Torchancen gab. Das seifige Geläuf mitsamt Windstärke 8 forcierte dabei nicht zwingend den Kombinationsfußball, den Eilbek II versucht an den Tag zu legen. Die erste kleinere Möglichkeit hatte Makhaya, doch sein Distanzschuss flog knapp über die Latte. Schnelsen präsentierte seine Offensivkraft zunächst nur per Freistoß, doch zwei Standards nahe des Strafraum trafen jeweils nur den hinter dem Zaun parkenden BMW, der an der Fahrertür mit zwei Ballabdrücken gekennzeichnet wurde.

 

Dem FC Schnelsen war auch die erste richtig dicke Torgelegenheit zuzuschreiben, Shaqiri setzte sich auf der linken Seite in Szene und scheiterte freistehend vor Torgau, der mit der Fußspitze noch parieren konnte. Doch Eilbek II ließ sich nicht lumpen und hatte ebenfalls die Chance zur Führung. Makhaya spielte Zimmer frei, der in der Folge noch zwei  Verteidiger aussteigen ließ, doch seinen Schuss parierte Iskender Yilmaz glänzend. Pech hatte der SCE II dann kurz vor dem Seitenwechsel, als Schwemann nach einem sehenswerten Angriff und Keibel-Flanke nur den Innenpfosten traf.

 

Nach der Pause erhöhte Eilbek II sichtlich das Tempo und Schnelsen konzentrierte sich fast ausnahmslos nur noch auf das Verteidigen des 0:0. Schwemann bugsierte einen Heinrich-Freistoß mit der Hacke knapp neben das Tor, Minuten später schaffte Stefan Zimmer das Kunststück den Ball nach toller Einzelleistung von Benjamin Kerlin aus zwei Metern freistehend über das leere Tor zu schießen! Houillon brachte daraufhin zwei neue Offensivkräfte, Redenius (heute mit Zlatan-Frisur) und Wisnowsky sollten frischen Schwung ins Angriffsspiel bringen und die Rechnung sollte aufgehen.

 

Wenige Minuten nach dem Doppelwechsel spielte Redenius Makhaya frei, dessen Schuss traf jedoch nur den Außenpfosten. Eilbek II nun mit den klaren Chancen auf den Sieg, Redenius köpfte eine Heinrich-Flanke knapp neben das Tor. Glück hatte der SCE II bei einem sehr flattrigen Distanzschuss von David aus 30 Metern, den Torgau über die Latte lenken konnte.

 

Auch in den Schlussminuten Eilbek II mit weiteren Chancen zum Sieg, doch auch Bussats Kopfball nach einem Freistoß von Steffen Heinrich fand den Weg nicht ins Tor und quasi mit dem Schlusspfiff hatte abermals Schwemann den Sieg auf dem Fuß. Zimmer spielte im Strafraum einen tollen Doppelpass mit Redenius, doch Timm Schwemann schaffte es aus fünf Metern nicht den Ball an Yilmaz vorbei im Schnelsener Tor unterzubringen.

 

Zum zweiten Mal endet ein Spiel des SC Eilbek II in dieser Saison torlos, wieder war es ein Heimspiel gegen einen vermeintlichen Abstiegskandidaten (zuvor 0:0 gegen den SV Barmbek am 3. Spieltag). Zu selten konnten die Eilbeker zwingende Aktionen vorweisen und wenn das dann doch mal der Fall war, scheiterten sie am starken Gästekeeper Iskender Yilmaz oder sich selbst. Der SC Sperber II zieht damit am SCE II in der Tabelle vorbei, der nunmehr Tabellensechste gastiert in der kommende Woche beim Spitzenreiter SC Urania. Anstoß an der Habichtstraße ist bereits um 10.45 Uhr.

 

 

Aufstellung SC Eilbek II:

Klaus Pablo Torgau – Jan Keibel, Sören Sager, Cem Keles, Steffen Heinrich – Arne Bussat, Timm Schwemann – Marcel Brousil (67. Bernhard Wisnwowsky), Patrick Jnr Makhaya, Stefan Zimmer – Benjamin Kerlin (67. Ingo Redenius)

 

Tore:

Fehlanzeige

 

Gelbe Karten:

Keine

 

Schiedsrichter:

 

Stephan Gehrmann (Note 2,5) – In einem sehr fairen Spiel ohne Probleme.

22. Spieltag: SC Sternschanze II - SC Eilbek II 2:1 (1:1)

 

Eine malerische Kulisse bildet der Platz des SC Sternschanze II in Nähe des Wasser- und Fernsehturms. Bei sommerlichen 24 Grad auf dem Platz zog es auch zahlreiche Zuschauer an den Platz, eine niedrige dreistellige Zahl dürften die Statistiker wohl gezählt haben. Eilbek II mit drei Änderungen in der Startelf, Keibel, Zimmer und Kerlin rückten für Krützmann (Bank), Lammert (Urlaub) und Redenius (krank) ins Team.

 

Den besseren Start in die Partie hatten die Eilbeker Gäste, und gleich zweimal war Geburtstagkind Jan Keibel beteiligt. Zunächst köpfte er einen Freistoß von Makhaya knapp neben das Tor, dann bediente er mustergültig Mittelstürmer Kerlin, der den weit vor dem Tor verweilenden Schanze-Keeper Lehmann überlupfte (7.). Die Sternschanze-Abwehr stand überraschend hoch, ebenso wie Hans Arnold Lehmann auch über die gesamte Spielzeit sehr, sehr weit vor seinem Tor stand und bei einem seiner später folgenden Ausflüge Glück haben sollte. Die Führung des SCE II hielt nicht lange, denn Jan Keibel war augenscheinlich von den gräsernen Gerüchen betäubt, die vom naheliegenden Park durch den Eilbeker Strafraum wüteten und definitiv nicht vom Kunstrasen stammten. Eine völlig harmlos anmutende Szene brachte den Ausgleich für Sternschanze. Keibel köpfte einen langen Ball gegen die Laufrichtung seines aus dem Tor gekommenen Torhüters, Sager konnte das Leder bei seinem Rettungsversuch nur noch ins eigene Netz lenken, Eigentor, 1:1 (20.). Für den SC Eilbek II war es das erste Eigentor seit dem 18.09.2011, damals traf Rekordeigentorschütze Philipp Latz für RW Wilhelmsburg.

 

Torraumszenen waren trotz des recht hohen Spieltempos rar gesät, zu selten kam der finale Pass an.  Kurz vor Seitenwechsel reklamierte Sternschanze nach einem Duell zwischen SCE II-Keeper Torgau und Sternschanze-Angreifer Moriße einen Elfmeter für sich. Moriße war am Fünfmeterraumeck wie vom Blitz getroffen zu Boden gegangen, Andreas Möller wäre glatt vor Neid erblasst. Schiedsrichter Sierk hatte freie Sicht auf das Geschehen und gab Moriße zu Recht die gelbe Karte.

 

Nach dem Seitenwechsel sollte sich der SC Eilbek II spielerisch klar steigern und erspielte sich mehrere Großchancen, scheiterte aber an sich oder dem starken Sternschanze-Keeper Lehmann. Nur wenige Minuten waren gespielt, da hatte Marco Heppner die Chance zur erneuten SCE II-Führung, doch sein Lupfer über Lehmann verfehlte das Tor nur um wenige Zentimeter. Sternschanze, trotz massiver Größenvorteile, nach Standards ohne eine einzige Torchance - zielgerichtet wurde Fußball nur in eine Richtung gespielt und Torwart Lehmann durften nicht nur aufgrund der hohen Temperaturen die Hände geglüht haben. Kurz nach seiner Einwechslung hatte Berger eine zündende Idee, seine Hereingabe verpasste Kerlin nur um Haaresbreite. Einen der wenigen Konter der Sternis unterband Sager mit einem cleveren taktischen Foul und holte sich seine erst zweite gelbe Karte der Saison ab.

Glück hatte Sternschanze, als Berger außerhalb des Strafraums Keeper Lehmann bereits umkurvt hatte und von diesem von den Beinen geholt wurde. Zwar waren noch zwei Schanze-Akteure mitgelaufen, doch das Tor war völlig verwaist und so hätte sich der SCS II hier nicht über einen Platzverweis beschweren dürfen, doch Rainer Sierk drückte beide Augen zu und gab dem Schlussmann lediglich die gelbe Karte. Lehmann blieb weiterhin im Blickpunkt, in katzenartiger Manier wehrte er binnen Sekunden den Schuss des freistehenden Makhaya und den Abpraller von Berger ab. Katze und Schanze, das passt eben zusammen!

Und weiter ging es in die eine Richtung, Schwemann nach Berger-Vorlage nun völlig blank vor dem Tor, doch wieder war Lehmann erster Sieger! Lehmann und Torwart, das passt eben zusammen!

 

Manchmal ist der Fußball dann auch brutal. Keles ließ bei einem Einwurf seinen Gegenspieler laufen, Sager kreuzte den Laufweg des enteilten Moriße, Strafstoß der Marke unnötig, aber gerechtfertigt. Der gefoulte selbst trat den Weg zum Punkt an und schoss den Elfmeter in die Tormitte zum 2:1 (90.).

Ein am Ende sehr schmeichelhafter Sieg für den SC Sternschanze II, doch Eilbek II hatte lange Zeit alles selbst in der Hand und hätte hier frühzeitig den Sieg sichern müssen. Zwei Kacktore bringen Sternschanze II drei Punkte, so darf man sich wohl auch in der nächsten Saison wieder auf das KL5-Duell zwischen beiden Teams freuen. Eilbek II gewinnt auch das siebte direkte Duell der Liga und will sich am nächsten Sonntag daheim gegen den FC Schnelsen (12.45, Fichtestraße) rehabilitieren.

 

 

Aufstellung SC Eilbek II:

Klaus Pablo Torgau – Jan Keibel, Sören Sager, Cem Keles, Kerem Yildirim – Arne Bussat, Timm Schwemann – Stefan Zimmer (59. Yorrik Berger), Patrick Jnr Makhaya, Marco Heppner (69. Steffen Heinrich) – Benjamin Kerlin (78. Dembo Nimaga)

 

Tore:

0:1 Benjamin Kerlin (7., Rechtsschuss, Keibel)

1:1 Sören Sager (20., Eigentor)

2:1 Stefan Moriße (90., Rechtsschuss, Foulelfmeter, Sager an Moriße)

 

Gelbe Karten:

Moriße, Skarka, Lehmann, Jäkel – Bussat, Sager

 

Schiedsrichter:

Rainer Sierk (Note 4) – Mit vielen kleinen Fehlern und mangelhafter Regelkunde, ohne klare Linie.

21. Spieltag: SC Eilbek II – VfL Hammonia 2:2 (1:2)

 

Mit einer breiten Brust nach drei Siegen in Serie hätte der SC Eilbek II in das Spiel gegen den seit dem 10.11.2013 (6:0 gegen SC Urania) sieglosen VfL Hammonia gehen müssen, doch auf dem Platz war davon wenig zu spüren. Eilbek II geht personell weiter am Stock, neben den Langzeitverletzten standen zudem Keibel (Wade), Rubin (Liga) und Zimmer (Urlaub) nicht zur Verfügung, der grippegeschwächte Kerlin konnte nur auf der Bank Platz nehmen.

 

Ungenauigkeiten im Passspiel, Konzentrationsmängel und viele taktische Fehler prägten das Spiel des SC Eilbek II am heutigen Tage gegen einen Gegner, der nie darauf bedacht war ein gepflegtes Fußballspiel an den Tag zu legen, sondern ausschließlich mit langen Bällen agierte. Bezeichnenderweise gelang dem SCE II, zuletzt als Pressingmaschinerie bekannt, der erste Ballgewinn im letzten Drittel des Platzes erst in der 70. Minute. Viel zu oft und viel zu leicht gelang es den Gästen nach den langen Bällen durch ihre drei Angreifer eine 3 gegen 3-Situation zu erzielen, so sollten auch die zwei Gegentreffer später fallen.

 

Die erste gute Gelegenheit der Partie hatte der SC Eilbek II, die gefährliche Dreierreihe Heppner, Makhaya, Lammert (zusammen 21 Torvorlagen in dieser Saison) kombinierte sich sehenswert durch, letzterer bediente Redenius, der am aufmerksamen Gästesteher Ilyas Arslan scheiterte. Auch die nächste Chance hatte wiederum der SCE II, Schwemann und Bussat mit einem schönen Doppelpass, doch auch Heppner scheiterte im Anschluss an Arslan. Wenige Minuten später gleich der nächste Torabschluss der Eilbeker, Sager setzte einen Kopfball nach Heppner-Ecke knapp über das Gehäuse.

 

Obwohl Eilbek II wahrlich keine hohe Fußballkunst bot, hatte man den Gegner zunächst im Griff und erspielte sich weitere Torgelegenheiten. Einen Freistoß von Makhaya aus 25 Metern konnte Arlsan zur Ecke klären, doch wenige Augenblicke später war auch er chancenlos. Schwemann initiierte einen Konter über Lammert, der sich auf Rechtsaußen stark durchsetzte und Redenius per Flanke bediente, der einfach nur auf Schwemann abtropfen ließ und gekonnt zur 1:0-Führung abschloss (20.). Doch die Führung brachte keinerlei Sicherheit ins Spiel des SCE II und so passierte bis zur 40. Minute auf dem Platz rein gar nichts, das Niveau phasenweise sehr schwach von beiden Seiten.

 

Wie aus dem Nichts dann der Doppelschlag von Hammonias Kadir Altintas innerhalb von 150 Sekunden. Ausgangspunkt war abermals ein langer Ball der Hammonia-Abwehr, der die gesamte SCE-Verteidigung übertölpelte, den ersten Versuch von Borowsky konnte Torgau noch parieren, doch der Abpraller landete direkt vor den Füßen von Altintas, der keine Mühe hatte aus fünf Metern den Ausgleich zu erzielen (40.). Kurz darauf wieder ein langer Diagonalball von Hammonia, anschließend segelte eine semi-gefährliche Flanke in den Strafraum, die Krützmann völlig falsch einschätzte und neben den Ball trat, Altintas bekam gerade so noch die Fußspitze an den Ball und stocherte die Kugel im Zeitlupentempo gegen Torgaus Laufrichtung zunächst an den Innenpfosten und anschließend ins Tor (42.). Noch vor dem Halbzeitpfiff bot sich Eilbek II die Chance zum Ausgleich, doch Bussat köpfte einen Makhaya-Freistoß nur ans Quergebälk. So ging es mit einer sehr schmeichelhaften Führung für Hammonia in die Kabinen, der SCE II musste sich bis dato vorwerfen lassen, dass sie nur zehn Minuten lang vernünftigen Fußball geboten hatten.

 

Auch der zweite Spielabschnitt bot zunächst nur fußballerische Magerkost, erst nach knapp einer Stunde gab es die ersten Torgelegenheiten. Hammonia binnen weniger Minuten mit zwei Chancen zum 1:3: Zunächst scheiterte Hakan Bayraktar mit einem Freistoß aus 18 Metern am Außenpfosten, dann rettete Sager einen Borowsky-Heber artistisch auf der Linie für den bereits geschlagenen Torgau. Eilbek-Trainer Houillon reagierte auf den Spielstand und stellte taktisch um, brachte mit Kerlin einen zweiten Stürmer für den defensiven Bussat und auch Yorrik Berger, in der Vorwoche bereits mit einem Jokertor, kam für den überwiegend blassen Lammert ins Spiel. Der Wechsel sollte sich sofort auszahlen, denn Berger war keine fünf Minuten auf dem Platz, da erzielte er das 2:2. Nimagas Flanke konnte zunächst aus dem Strafraum geköpft werden, doch Bergers Hammer aus 25 Metern landete in den Maschen (72.).

 

Beide Seiten spielten jetzt mit offenem Visier und hofften auf den Lucky Punch in den Schlussminuten, die letzte Gelegenheit der Partie hatte dann auch der SC Eilbek II, doch Nimaga offenbarte bei der Ballannahme nach Flanke von Berger technische Schwächen und so wurde sein Schuss aus aussichtsreicher Position von Arlsan gehalten, der damit das 2:2 festhielt.

 

Einen Sieg hatte der SC Eilbek II aufgrund der eigenen schwachen Leistung auch nicht verdient und bleibt so weiterhin ohne Sieg nach zwischenzeitlichem Rückstand in dieser Saison.

Weitere Statistik: Auch den sechsten direkten Vergleich gestaltet der SCE II erfolgreich. Aufgrund eines Patzers von USC Paloma II verbessert sich der SCE II in der Tabelle um einen Platz und rangiert fortan auf Platz 4. In der kommenden Woche gastiert der Tabellenvierte beim SC Sternschanze II, der sich auf Musik in brüllender Lautstärke mit kehligen Sängern, deren Namen man nicht erfahren möchte, einstellen muss.

 

 

Aufstellung SC Eilbek II:

Klaus Pablo Torgau – Heiko Krützmann, Sören Sager, Cem Keles, Kerem Yildirim (57. Dembo Nimaga) – Arne Bussat (67. Benjamin Kerlin), Timm Schwemann – Artur Lammert (67. Yorrik Berger), Patrick Jnr Makhaya, Marco Heppner – Ingo Redenius

 

Tore:

1:0 Timm Schwemann (20., Rechtsschuss, Redenius)

1:1 Kadir Altintas (40., Rechtsschuss)

1:2 Kadir Altintas (42., Rechtsschuss)

2:2 Yorrik Berger (72., Rechtsschuss, Nimaga)

 

Gelbe Karten:

Nimaga – Grimm, Kopij

 

Schiedsrichter:

 

Klaus Gogarten (Note 4) – Keine gravierenden Fehler, jedoch über die gesamte Spielzeit mit keiner klaren Linie

20. Spieltag: SC Persia - SC Eilbek II 3:5 (1:2)

 

Das erste Auswärtsspiel des Jahres stand für den SC Eilbek II an, die Reise ging in den geliebten Hamburger Stadtpark zum weniger geliebten Sportplatz „Neue Welt“. Trainer Houillon stellte im Vergleich zur Vorwoche nur einmal um, der im Urlaub verweilende Stefan Zimmer wurde in der Startelf von Benjamin Kerlin ersetzt. Das Hinspiel gegen den SC Persia endete 4:4 und auch heute sollten die Zuschauer wieder einmal acht Tore geboten bekommen, die Mehrzahl diesmal für den SCE II, der mit nun 55 Toren den drittbesten Angriff der Liga stellt.

 

Auf dem sehr kleinen Sportplatz entwickelte sich dank des flummiartigen Spielgerätes zunächst ein Spiel namens „hoch und weit bringt Sicherheit“. Den ersten gelungenen Spielzug hatte der SC Eilbek II, als Heppner eine Makhaya-Flanke auf Redenius ablegte, dessen Schuss aus 12 Metern das Tor jedoch knapp verfehlte. Nur wenige Minuten später brachte Timm Schwemann mit seinem ersten Pflichtspieltreffer seine Farben in Führung. Schwemann, sichtlich beflügelt durch seine vorzeitige Vertragsverlängerung unter der Woche, nutzte einen schönen Pass von Jan Keibel zum 0:1 aus. Die Führung hatte aber nur zwei Minuten bestand, denn nach einem Einwurf an der gegnerischen Fahne wurde Eilbek II gnadenlos ausgekontert und Stefan Meyer erzielte mit einem sehenswerten Schuss von der Strafraumgrenze den Ausgleich.

Der SC Eilbek II-Ticker, heute in Person von Philipp Latz, bezeichnete die darauf folgende Szene sehr schön: „Die Unruhen in der Ukraine scheinen auf Rubin übertragen worden zu sein, denn er haut über den Ball“. Eilbeks Innenverteidiger Rubin, sonst eher ein Verteidiger der Marke Sergej Gorlukowitsch, versuchte einen artistischen Sprung im Stile eines Eiskunstläufers und ließ sich von einem 50-Meter-Pass tunneln, doch Stürmer-Oldie Timur Pinar scheiterte am glänzend parierenden Torgau.

 

Diese Szene war anscheinend ein Weckruf zur richtigen Zeit, denn nur eine Minute später sorgte Timm Schwemann für die erneute SCE II-Führung. Kerlin behauptete sich an der Torauslinie hervorragend und passte den Ball auf Makhaya, dessen missglückter Schussversuch vor die Füße von Schwemann prallte, und der musste nur noch „Danke“ sagen. Schwemanns zweiter Treffer kostet Trainer Houillon eine Kiste Bier, denn der Coach wettete noch vor dem Spiel mit Schwemann, dass dieser keine zwei Tore erzielen würde.

 

Munter ging das Spiel weiter, nicht immer technisch hochklassig, aber mit sehr vielen Torszenen. Ex-Regionalliga-Star Sarlak versuchte sich nach einem Fehler im Eilbeker Spielaufbau aus 18 Metern, seinen Schuss konnte Torgau zur Ecke lenken. Torgau hielt seine Mannen zu dem Zeitpunkt im Spiel, denn wiederum musste er diesmal gegen Khoshgouy eingreifen. Doch auch auf der Gegenseite stand ein Keeper im Kasten, Pascal Dehus rettete großartig gegen Heppner, der zuvor mustergültig von Schwemann bedient wurde. Die letzte Viertelstunde entwickelte sich zu einem Freistoß-Festival, doch beide Seiten präsentierten sich zunächst schwach bei eigenen Standards.

 

Nach dem Seitenwechsel erwischte Eilbek zunächst den besseren Start, doch den Treffer erzielte der SC Persia. Nach einem Freistoß wurde der Ball in die Mitte geköpft, wo Meyer aus kurzer Distanz nur noch seinen Fuß hinhalten musste, auch von ihm ein Doppelpack. Es sollte nicht der letzte Doppelpack eines Akteurs heute bleiben, denn es folgten die fünf entscheidenden Minuten 66-70, in denen der SC Eilbek II aus einem 2:2 ein 2:5 machte.

 

Als erstes erwischte Arne Bussat einen Sahnetag im gegnerischen Strafraum, nach einem Freistoß von Makhaya drehte sich Bussat mit Ball um seinen Gegner und schweißte das Ding in den Knick! 2:3! Drei Minuten später eine fast identische Situation: Freistoß Makhaya, Ablage Rubin und Arne Bussat wieder in den Knick! 2:4!

Doch Eilbek II hatte noch Hunger und konterte Persia aus. Redenius mit einem Pass in den Lauf von Heppner, dessen Flanke konnte der eingewechselte Berger nicht mehr nicht verwandeln! 2:5 nach 70 Minuten, der Drops war gelutscht, die Messe gelesen, der Käse gegessen.

Und noch immer hatte der SCE II nicht genug, Yildirim in seinem 91. Spiel für den SC Eilbek II nur knapp aus der Distanz daneben und damit weiterhin ohne Treffer. Auch Mittelstürmer Redenius hätte noch einen Treffer erzielen können, doch Dehus war bei seinem Kopfstoß nach Keibel-Flanke auf dem Posten und verhinderte schlimmeres. Das 3:5 für die kämpferisch nie aufsteckenden Perser in der Nachspielzeit durch Khoshgouy war nicht mehr als Ergebniskosmetik.

 

Auch das zweite Spiel des Jahres 2014 bestreitet der SC Eilbek II siegreich und festigt damit Platz 5 in der Tabelle. Am kommenden Sonntag erwartet die Houillon-Elf den VfL Hammonia (Hinspiel 3:3), Anstoß an der Fichtestraße ist wie immer um 12:45 Uhr.

 

 

Aufstellung SC Eilbek II:

Klaus Pablo Torgau – Jan Keibel, Genia Rubin, Cem Keles, Kerem Yildirim – Arne Bussat, Timm Schwemann – Marco Heppner (76. Dembo Nimaga), Patrick Jnr Makhaya, Benjamin Kerlin (56. Yorrik Berger (81. Marc Schultz)) – Ingo Redenius

 

Tore:

0:1 Timm Schwemann (12., Rechtsschuss, Keibel)

1:1 Stefan Meyer (14., Rechtsschuss)

1:2 Timm Schwemann (16., Rechtsschuss, Makhaya)

2:2 Stefan Meyer (52., Rechtsschuss)

2:3 Arne Bussat (66., Rechtsschuss, Makhaya)

2:4 Arne Bussat (69., Rechtsschuss, Rubin)

2:5 Yorrik Berger (70., Rechtsschuss, Heppner)

3:5 Farhang Khoshgouy (90.+1, Rechtsschuss)

 

Gelbe Karte:

Krug

 

Schiedsrichter:

Martin Ehrhardt (Note 2,5) – Nur mit kleinen Fehlern, verweigerte Eilbek kurz vor Schluss einen klaren Handelfmeter

19. Spieltag: SC Eilbek II – SC Sperber II 2:1 (1:0)

 

Endlich war es so weit, das erste Pflichtspiel des Jahres stand auf dem Programm und der SC Eilbek II sollte an der heimischen Fichtestraße den direkten Verfolger SC Sperber II empfangen. Während beim SCE II u.a. mit Krohn, Sager, Ristau und Lammert gleich einige Stammspieler fehlten, konnte sich der SCS II bei seiner ersten Mannschaft bedienen und stellte Landesliga-Spieler Nikolas Sideris (15 Einsätze) von Beginn an auf den Platz, Neuzugang Sören Fenske saß zunächst nur auf der Bank.

 

Die Hausherren erwischten den besseren Start in die Partie und waren durch den heute sehr agilen Makhaya immer wieder gefährlich. Bei gleich zwei Distanzschüssen hatte Sperber-Torhüter Dennis Eisert seine Probleme und konnte jeweils nur zur Ecke klären. Die extra noch in der Trainingswoche geübten Eckbälle kamen aber zu keiner Zeit zum Tragen, denn jede Flanke küsste den Grand schon weit vor dem ersten Pfosten. Auf der Gegenseite war Sperber wie schon im Hinspiel (3:3) durch seine schnellen Akteure im Angriff sehr gefährlich. So verschätzte sich Rubin bei einem Ball in die Schnittstelle, doch Sperbers Torjäger Knoefel scheiterte am stark parierenden Torgau. Auf dem Feld entwickelte sich bei stark wechselnden Bedingungen (Sonne, Regen, Wind) bei phasenweise eher zäher Kick.

 

Unterbrochen wurde die Lethargie durch einen Freistoß von PJ Makhaya. Der Südafrikaner schlenzte einen Freistoß aus 20 Metern unhaltbar für Eisert in den Winkel, 1:0 (42.). Mit diesem Spielstand und wenig weiteren Highlights ging es in die Katakomben der Fichtestraße.

 

Auf große Torraumszenen sollten die knapp 30 Zuschauer auch im zweiten Durchgang lange warten. Nach knapp einer Stunde hatte Eilbeks Innenverteidiger Genia Rubin eine Idee und kopierte Bremens Lukimya. Völlig unbedrängt spielte Rubin einen Pass in die Füße von Haase, der nur noch „Danke“ sagen musste und zum Ausgleich vollendete. Trainer Houillon wechselte in der Folge auf den Offensivpositionen und brachte Liga-Leihgabe Berger und den besten Torjäger der Vorbereitung, Benjamin Kerlin, für Heppner und Zimmer ins Spiel. Belohnt wurde der Mut kurze Zeit später, als Makhaya eine tolle Kombination über Keibel und Redenius mit links zum 2:1 abschloss.

 

Eilbeks bester Torschütze der Saison, Ingo Redenius, hätte den Sack vorzeitig zu machen können, bzw. müssen, doch zunächst landete sein Heber Zentimeter neben dem Pfosten, dann setzte er einen Schuss nach Traumpass von Kerlin knapp links daneben. Sperber auf der Gegenseite aus dem Spiel heraus völlig ungefährlich, einzig ein Rahbari-Freistoß näherte sich dem Tor einigermaßen gefährlich. In der Schlussphase entwickelte sich ein sehr zerfahrenes Spiel mit vielen kleinen Fouls, die den Spielfluss unterbrechen sollten. In der 90. Minute hatte Rahbari per Freistoß aus 18 Metern noch den Ausgleich auf dem Fuß, doch SCE II-Keeper Torgau konnte stark parieren. In direkten Gegenzug scheiterte Redenius abermals vor dem Tor und hätte in dieser Situation besser auf den völlig frei stehenden Berger gespielt.

 

Mit dem zweiten Sieg in Folge kletterte der SC Eilbek II auf Rang 5 der Tabelle und kann sich in der kommenden Woche seinen Tabellennachbarn SC Persia im direkten Duell vom Leib halten. Für die Statistikfreunde unter den Lesern: auch gegen den vierten Gegner hat der SCE II das direkte Duell nach Hin- und Rückspiel gewonnen.

 

Aufstellung SC Eilbek II:

Klaus Pablo Torgau – Jan Keibel, Genia Rubin, Cem Keles, Kerem Yildirim (81. Heiko Krützmann) – Arne Bussat, Timm Schwemann – Stefan Zimmer (66. Yorrik Berger), Patrick Jnr Makhaya, Marco Heppner (73. Benjamin Kerlin) – Ingo Redenius

 

Tore:

1:0 Patrick Jnr Makhaya (42., dir. Freistoß, Rechtsschuss, Makhaya)

1:1 Johannes Haase (61., Linksschuss, ohne Vorarbeit)

2:1 Patrick Jnr Makhaya (75., Linksschuss, Redenius)

 

Gelbe Karten:

Redenius, Rubin, Yildirim – Sebald, Schulz, Rahbari, Thomsen

 

Schiedsrichter:

Finn Haase (Note 1,5) – Der noch junge Schiedsrichter hinterließ einen sehr guten Eindruck und machte wenn nur kleine Fehler.

Test: SC Eilbek II - FC St. Pauli IV 1:2 (1:1)

 

Aufstellung SC Eilbek II:

Klaus Pablo Torgau - Jan Keibel (46. Marc Schultz), Cem Keles, Genia Rubin, Kerem Yildirim (46. Stephan Horn) - Arne Bussat, Dominic Tarbasar (46. Philip Thia) - Stefan Zimmer, Patrick Jnr Makhaya (46. Artur Lammert), Marco Heppner (46. Dembo Nimaga) - Ingo Redenius (46. Benjamin Kerlin)

 

Tore:

1:0 Marco Heppner (8., Rechtsschuss, Makhaya)

1:1 ---

1:2 ---

Test: TSC Wellingsbüttel II - SC Eilbek II 3:3 (3:2)

 

Aufstellung SC Eilbek II:

Tom Ulrich - Jan Keibel, Cem Keles, Sören Sager, Marc Schultz - Genia Rubin (46. Arne Bussat), Timm Schwemann - Marco Heppner (46. Dembo Nimaga), Patrick Jnr Makhaya, Eduard Ramburger - Benjamin Kerlin

 

Tore:

0:1 Benjamin Kerlin (2., Rechtsschuss, Ramburger)

1:2 Patrick Jnr Makhaya (14., Rechtsschuss, Rubin)

3:3 Benjamin Kerlin (87., Rechtsschuss, Schwemann)

Test: VW Billstedt II - SC Eilbek II 2:2 (1:1)

 

Aufstellung SC Eilbek II:

Tom Ulrich - Marco Heppner, Cem Keles, Sören Sager, Marc Schultz - Arne Bussat, Genia Rubin - Stefan Zimmer, Artur Lammert (46. Timm Schwemann), Patrick Jnr Makhaya - Ingo Redenius

 

Tore:

0:1 Patrick Jnr Makhaya (10., Rechtsschuss, Lammert)

1:2 Ingo Redenius (58., dir. Freistoß, Rechtsschuss, Makhaya)

Test: SC Eilbek II - Rissener SV 0:2 (0:0)

 

Aufstellung SC Eilbek II:

Tom Ulrich - Jan Keibel (46. Christian Zinke), Sören Sager (46. Cem Keles), Dominic Tarbasar, Kerem Yildirim - Arne Bussat, Genia Rubin (46. Timm Schwemann) - Marco Heppner (75. Bernhard Wisnowsky), Artur Lammert, Dembo Nimaga (46. Eduard Ramburger) - Ingo Redenius (46. Benjamin Kerlin)

Test: WTSV Concordia II - SC Eilbek II 3:5 (0:2)

 

Aufstellung SC Eilbek II:

Klaus Pablo Torgau - Heiko Krützmann, Sören Sager (46. Philip Thia), Cem Keles, Kerem Yildirim - Genia Rubin, Timm Schwemann (46. Arne Bussat) - Stefan Zimmer (46. Dembo Nimaga), Artur Lammert (46. Eduard Ramburger), Marco Heppner (46. Patrick Jnr Makhaya) - Ingo Redenius (46. Benjamin Kerlin)

 

Tore:

0:1 Artur Lammert (3., Rechtsschuss, Yildirim)

0:2 Marco Heppner (28., Rechtsschuss, Redenius)

1:2 Andre Borgwardt (52., Rechtsschuss)

1:3 Benjamin Kerlin (59., Rechtsschuss, Yildirim)

2:3 Marc Lattermann (78., Rechtsschuss)

2:4 Patrick Jnr Makhaya (79., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Nimaga)

2:5 Patrick Jnr Makhaya (82., Rechtsschuss, Yildirim)

3:5 Marc Lattermann (87., Rechtsschuss)

Test: Eimsbütteler TV II - SC Eilbek II 0:1 (0:1)

 

Aufstellung SC Eilbek II:

Klaus Pablo Torgau - Jan Keibel (46. Heiko Krützmann), Sören Sager, Dominic Tarbasar, Stephan Horn (46. Kerem Yildirim) - Arne Bussat, Timm Schwemann - Marco Heppner (46. Genia Rubin), Artur Lammert, Stefan Zimmer - Benjamin Kerlin

 

Tor:

0:1 Benjamin Kerlin (44., Rechtsschuss, ohne Vorarbeit)

18. Spieltag: SV Barmbek – SC Eilbek II 1:4 (0:0)

 

Es gibt Spiele und Gegner, die mag man nicht. Über 20 Jahre konnte keine Eilbeker Mannschaft gegen ein Team des SV Barmbek siegen, in den letzten sieben Partien schoss man gar nur vier Tore und verlor ebenso viele. Die Anstoßzeit von 10.45 Uhr und der Grandkäfig an der Meister-Francke-Straße zaubern nur den wenigsten Fußballerspielern ein Grinsen ins Gesicht. Neue Gesichter konnte man beim SC Eilbek II bestaunen, denn nach fünf Leihgaben für die Liga-Mannschaft stand erstmals Liga-Stürmer Mike Ettingshaus im Kader des SCE II. Neu dazu gesellten sich die beiden A-Jugendlichen Dominic Tarbasar und Dembo Nimaga (beide 18), die ab sofort zum festen Kader zählen. Innenverteidiger Tarbasar spielte gleich an der Seite des heutigen Kapitäns Sören Sager von Beginn an, Nimaga wurde in der Schlussviertelstunde eingewechselt.

 

Mit nur 23,2 Jahren im Schnitt stellte der SC Eilbek II die jüngste Startelf seit Neugründung und imponierte die Zuschauer mit richtig gutem Fußball. Bis auf einen Kopfball von Bröcker nach toller Flanke von der linken Seite, der knapp am Tor vorbeiging, ging das Spiel nur in Richtung des Barmbeker Gehäuses. Warum es zur Halbzeit dennoch 0:0 stand, wusste wohl niemand so richtig. Viele Kurzpasskombinationen über die agile Offensivreihe und den erstmals im zentralen Mittelfeld aufgebotenen Schwemann führten zu zahlreichen Torchancen. Doch … (hier einen beliebigen Namen eines Eilbeker Spielers eintragen) vergab diese Chance. Eine derart dominante Leistung lieferte der SC Eilbek II zuletzt am siebten Spieltag gegen den SC Sternschanze II (5:0) ab. Dass Eilbek in dieser personellen Konstellation noch nie zusammen gespielt hat, war nicht deutlich.

 

Mit frühem Pressing wurde die im Spielaufbau arg limitierte Barmbeker Mannschaft ständig attackiert und provozierte nicht wenige Ballverluste der Hausherren in deren eigener Hälfte. Grund für Kritiken gab es bei der Halbzeitansprache von Trainer Houillon kaum, lediglich der Chancenwucher wurde angepriesen.

 

Die zweiten 45 Minuten sollten von der Überlegenheit ähnlich ablaufen. Nach weiteren vergebenen Chancen von Lammert, Heppner und Ettingshaus konnte der Bann endlich gebrochen werden. Der ansonsten eher blasse Lammert eroberte an der Mittellinie den Ball, Makhaya bediente dann mit einem Traumpass Stürmer Mike Ettingshaus, der routiniert zum 0:1 einschob (50.). Makhaya, der heute erstmals in dieser Saison auf der „10“ spielen durfte, zeigte seine beste Saison-Performance und sollte heute der Mann des Spiels werden. Kurze Zeit später verspielten die Eilbeker einen 4 gegen 2 Konter, das zweite Tor sollte nur eine Frage der Zeit sein.

 

Doch zunächst fiel wie aus heiterem Himmel der Ausgleich. „Mario Basler“ Murat Ak erzielte in der 62. Minute den Ausgleichstreffer per direktem Eckstoß (!). Torwart Torgau sah in seinem 100. Pflichtspiel für den SC Eilbek II dabei nicht gut aus, auch wenn der Ball sich genau in den Winkel senkte. Die Eilbeker Antwort ließ nicht lange auf sich warten, nur drei Minuten später war Torben Zöller nach einem Freistoß von Makhaya zur Stelle und traf zum 1:2.

 

Barmbek klappte sein Defensiv-Visier nun herunter und bekam durch Flemming eine gute Chance, doch der flinke Mittelfeldspieler zielte am langen Pfosten vorbei. Eilbek II nutzte nun einen seiner zahlreichen Konter zum 1:3. Heppner bediente nach einem 50-Meter-Sprint mit seiner Maßflanke Kerlin, der zunächst an Fröchtenicht scheiterte, den Abpraller passte der kurz zuvor eingewechselte Kerlin auf Makhaya, der per Kopf sein fünftes Saisontor erzielte (69.). Sechs seiner sieben Tore für Eilbek hat der Südafrikaner in der Fremde erzielt.

 

Der SC Eilbek II hatte mit dem dritten Treffer noch nicht genug und legte noch einen drauf. Nach einem Eckball von Heppner scheiterte Schwemann zunächst an Fröchtenicht, den Abpraller setzte Dominic Tarbasar in die Maschen (75.). Der 18-jährige lieferte bei seinem Debüt eine starke Partie ab und belohnte sich mit dem Tor selbst für seine gute Leistung. Auch der eingewechselte Nimaga konnte sein Talent andeuten und war bei Kontern enorm gefährlich.

 

Ein hochverdienter Sieg für den SC Eilbek II, der den Fluch von Barmbek damit besiegt hat. Man überwintert auf dem guten sechsten Tabellenplatz, den sich Houillon/Torgau vor der Saison als Ziel gesetzt haben und liegt damit voll im Soll. Voll werden sicherlich einige auch am 13.12. sein, dem Datum der Weihnachtsfeier des SCE I und II. Das erste Testspiel des neuen Jahres steigt am 19.01. am Beekamp gegen den SC Concordia II, erster Gegner in der Liga ist am 16.02. der SC Sperber II.

 

 

Aufstellung SC Eilbek II:

Klaus Pablo Torgau – Torben Zöller, Sören Sager, Dominic Tarbasar, Kerem Yildirim – Christopher Fritze (79. Arne Bussat), Timm Schwemann – Artur Lammert (62. Benjamin Kerlin), Patrick Jnr Makhaya, Marco Heppner (75. Dembo Nimaga) – Mike Ettingshaus

 

Tore:

0:1 Mike Ettingshaus (50., Rechtsschuss, Makhaya)

1:1 Murat Ak (62., dir. Ecke, Rechtsschuss)

1:2 Torben Zöller (64., Rechtsschuss, Makhaya)

1:3 Patrick Jnr Makhaya (69., Kopfball, Kerlin)

1:4 Dominic Tarbasar (75., Rechtsschuss, Schwemann)

 

Gelbe Karte:

Ak

 

Schiedsrichter:

Mohammed Imir (Note 2) – Hatte leichtes Spiel in einer fairen Partie.

17. Spieltag: SC Eilbek  - SV West-Eimsbüttel 2:2 (1:2)

 

Das letzte Heimspiel des Jahres stand für den SC Eilbek II auf dem Programm, zu Gast war der SV West-Eimsbüttel, der im Hinspiel noch klar und deutlich mit 10:0 besiegt wurde. Personell musste der SCE II wieder auf einige Stammkräfte verzichten, Keibel (Rotsperre), Rubin (Liga), Krohn (Leiste) und Mittelstürmer Redenius (Urlaub), um nur einige aufzuzählen.

 

Der SC Eilbek II begann die Partie auch gleich druckvoll und konnte vor allem über die in der Anfangsphase agile rechte Seite die Räume nutzen. So wurden vor allem mehrere Eckbälle herausgespielt, einen davon verwertete Arne Bussat mit einem lehrbuchmäßigen Kopfball ins lange Eck (10.). Die Vorbereitung ging vom erst 19-jährigen Marco Heppner aus, der seinen dritten Assist zelebrieren konnte. Die Führung tat der Heimmannschaft gar nicht gut, denn fortan stellte sie die Laufbereitschaft und das Fußballspielen bis zur Halbzeit komplett ein. Vor allem die linke Defensivseite zeigte sich extrem anfällig, West-Eimsbüttel konnte mehrfach sehr einfach durchbrechen und so entstand auch der Eckstoß vor dem 1:1 über die gute rechte Seite der Gäste. Beim zweiten Eckball in Folge schoss ein Eimsbütteler Spieler zehn Metern vor dem Tor völlig unbedrängt aufs Tor, Sebastian Jahnke fälschte den Ball aus fünf Metern dann noch unhaltbar ab (16.).

 

Die Gäste waren nun die klar bessere Mannschaft und erspielten sich weitere Chancen, Bencic und Zwerner liefen völlig alleingelassen auf Torgau zu, doch beim Querpass von Bencic stand sein Teamkollege nach Meinung des Assistenten im Abseits. Eine mindestens knifflige Entscheidung, Glück für Eilbek. Immer wieder war Wespe über rechts gefährlich, Linksverteidiger Heiko Krützmann wirkte heute indisponiert und wurde so bereits nach 28 Minuten durch den Routinier Cem Keles ersetzt. Gerade einmal dreißig Sekunden nach seiner Einwechslung hatte Keles in seiner ersten Aktion gleich einen dicken Bolzen drin. Sein Rückpass auf Thia war völlig missraten, Bencic sprintete dazwischen und ließ Torgau keine Chance, 1:2 (29.).

 

Die letzte Viertelstunde der ersten Halbzeit plätscherte so dahin, ohne dass keine der beiden Teams wirklich zwingend wurde.

 

Mit Beginn des zweiten Abschnitts wurde das Spiel nun extrem einseitig, denn West-Eimsbüttel igelte sich hinten ein und versuchte auf Konter zu spielen, was aber ziemlich miserabel gelang. So hatten die Gäste in der zweiten Halbzeit nur eine Torchance, die bezeichnenderweise eigentlich ein Eilbeker hatte. Einen Freistoß nahe der Mittellinie ließ Keles über seinen Kopf streicheln, SCE-Torwart Torgau konnte den Ball mit Mühe noch über die Latte lenken.

 

Mit Makhaya für den angeschlagenen Zöller brachte Eilbek nun etwas mehr Spielkultur ein und war die feldüberlegene Mannschaft, Torgefahr strahlte jedoch kaum ein Akteur aus. Der Wille war den Spielern nicht abzusprechen, doch Kopf und Fuß harmonierten heute bei zu wenigen im Einklang.

 

Erst in der letzten Viertestunde gelang es dem SC Eilbek II Torchancen herauszuspielen und prompt fiel der verdiente Ausgleich. Nach einem langen Pass von Thia war Sören Sager vor Torwart Arbeiter am Ball, Kerlin war zum Abstauber bereit und stocherte den Ball aus drei Metern über die Linie (77.). Schon der vierte Treffer für den baumlangen Offensivspieler im vierten Spiel von Beginn an.

 

Eilbek drängte nun auf den Siegtreffer und hatte gleich zwei Riesenchancen. Sager köpfte einen Freistoß von Heppner nur Zentimeter neben den Kasten, kurz darauf schoss Timm Schwemann auf fünf Metern eine Heppner-Flanke knapp neben das Tor. Wiederum nach einem Freistoß von Heppner wurde Kerlin deutlich und klar sichtbar im Strafraum umgerissen, der fällige Elfmeter-Pfiff blieb jedoch aus.

 

So blieb es am Ende beim nicht ungerechten 2:2, in dem Eilbek 35 Minuten lang im Tiefschlaf war und die altbekannten Fehler (Zuteilung bei Defensivstandards, individuelle Fehler) zwei Gegentreffer verursachten. Gegen einen wahrlich nicht starken Gegner war in Summe wesentlich mehr drin als nur ein Punkt.

 

 

  

 

Aufstellung SC Eilbek II:

Klaus Pablo Torgau – Torben Zöller (55, Patrick Jnr Makhaya), Sören Sager, Philip Thia, Heiko Krützmann(28. Cem Keles) – Arne Bussat, Benjamin Ristau (78. Christopher Fritze) – Marco Heppner, Timm Schwemann, Artur Lammert – Benjamin Kerlin

 

Tore:

1:0 Arne Bussat (10., Kopfball, Heppner)

1:1 Sebastian Jahnke (16., Rechtsschuss)

1:2 Mirko Bencic (27., Linksschuss, ohne Vorarbeit)

2:2 Benjamin Kerlin (77., Rechtsschuss, Sager)

 

Gelbe Karten:

Schwemann, Bussat, Keles, Torgau – Kolmer, Scholz

 

 

Schiedsrichter:

 

Alex Fabian Tietze (Note 3,5) – Eigentlich mit einer guten Spielleitung, seine beiden Assistenten waren jedoch absolut untauglich. Hätte Scholz für sein Foul an Keles vom Platz stellen müssen (88.) und Eilbek nach Foul an Kerlin einen Elfmeter geben müssen (86.).

16. Spieltag: Walddörfer SV – SC Eilbek II 3:0 (1:0)

 

Rückrundenstart für den SC Eilbek II am Saseler Weg, die Reise ging zum Walddörfer SV, den man im Hinspiel furios mit 7:0 besiegt hatte. Nicht zu unrecht verwies der Spielbericht des Hinspiels, dass der WSV trotz des Hinspiel-Debakels in die obere Tabellenregion schnuppern sollte. Die Ansammlung von erfahrenen Recken (Gottschalk) und hochtalentierten Spielern (u.a. Ibes, Nendza, Richter, Dämmich) machen die Volksdörfer zum Titelfavoriten in der Kreisliga 5, die technisch und taktisch gut ausgebildeten Spieler stehen nicht zu Unrecht auf Platz 2, punktgleich mit dem Tabellenführer bei einem Spiel weniger.

 

Übermut war aufgrund des Hinspiels beim SC Eilbek II nicht angebracht und doch war man nicht von Beginn an im Spiel. War der SCE II im Hinspiel noch bei Standards erfolgreich, sollte der WSV den Spieß dieses Mal umdrehen. Wie schon vor dreieinhalb Monaten erwischte Walddörfer den besseren Start, einen verdeckten Distanzsschuss von Wilkowski konnte SCE II-Torwart Torgau zunächst über die Latte lenken. Die anschließende Ecke von Gottschalk wurde zunächst geklärt, doch der Routinier konnte den Ball von der Strafraumecke scharf auf den zweiten Pfosten bringen, wo WSV-Kapitän Nendza mutterseelenallein gegen die Laufrichtung von Torgau einschieben konnte (12.). Die Ecken des WSV waren heute eine Waffe, denn sowohl Gottschalk als auch Richter brachten die Bälle scharf mit Schnitt vor das Eilbeker Tor.

 

Das Gegentor brauchte der SC Eilbek II dann auch, um geweckt zu werden und erspielte sich gleich zwei erstklassige Torchancen. Zunächst prüfte Neuzugang Timm Schwemann in seinem ersten Spiel WSV-Keeper Laumayer nach Pass von Keibel aufs äußerste, doch der Schlussmann bestand die Prüfung mit Bravour. Nur wenig später war Laumayer geschlagen, als Lammert von Schwemann bedient wurde und am Keeper vorbeizog, doch mit dem linken Fuß nicht ins leere Tor schieben wollte. Der Topscorer von Eilbek II lief noch bis zur Grundlinie und wollte Mittelstürmer Redenius bedienen, der von einem WSV-Verteidiger attackiert wurde und den Ball nicht im Tor unterbringen konnte. Das Ausbleiben des Elfmeterpfiffs war hier eine vertretbare Entscheidung.

 

In einem sehr guten Kreisliga-Spiel, in dem beide Teams aber nicht auf dem noch höheren Niveau des Hinspiels agierten, hatte auch der Walddörfer SV weitere Gelegenheiten. Zunächst scheiterte Lars Richter nach Flanke von agilen Dämmich an Torgau, kurze Zeit später setzte sich Richter im Kopfballduell gegen Lammert nach einer Ecke durch, verpasste den zweiten Treffer aber knapp. Die Vielzahl der Freistöße, die der SC Eilbek II in der gegnerischen Hälfte ergattern konnte, führte bisher nicht zum Erfolg. Vielleicht ein Verdienst des Trainings des WSV am Kopfballpendel, aber mit Sicherheit auch ein Indiz für die momentane Harmlosigkeit des SCE II bei Standardsituationen. So wartet Eilbek seit sieben Spielen auf ein Tor nach einer Standardsituation und hat seit acht Partien kein Kopfballtor mehr erzielt.

 

Die zweite Hälfte konnte dann von Seiten der Gäste nicht mehr ausgeglichen gestaltet werden, was zahlreiche Gründe hatte. Einer davon war der Platzverweis für Jan Keibel in der 65. Minute, der als letzter Mann gegen einen sich im straucheln befindlichen WSV-Akteur den Körper einsetzte, aber zeitgleich auch eindeutig den Ball spielte. Die Entscheidung auf Foul und rote Karte vom ansonsten guten Schiedsrichter Dereser war in dieser Situation überhart. Zwei Minuten zuvor fiel das 2:0 für den Walddörfer SV. Zunächst scheiterte Wilkowski mit einem Volleyschuss aus zehn Metern am sensationell reagierenden Torgau, doch der anschließende Eckstoß von Richter wurde erneut von Bastian Nendza im Tor versenkt (63.). Das Spiel war damit 25 Minuten vor Schluss entschieden, denn einen Zwei-Tore-Rückstand mit einem Mann weniger holt man gegen eine gute WSV-Mannschaft nur selten auf.

 

Zwar schoss PJ Makhaya einen Freistoß nur knapp neben das Tor von Laumayer, doch die besseren und zahlreicheren Chancen boten sich den Hausherren gegen einen immer mehr und mehr aufmachenden Gegner. Zunächst schoss Richter völlig frei vor Torgau dem Keeper den Ball in die Arme, dann hatte Nendza gleich zwei gute Freistoßmöglichkeiten zu seinem dritten Treffer. Doch der als „Schlendzer“ Nendza bekannte Spielführer, der bereits mehrere Freistoßtore in dieser Saison erzielt hat, machte seinem Namen keine Ehre und entschied sich zweimal für die rustikale Variante in die Torwartecke. Der erste Versuch landete noch knapp neben dem Pfosten, beim zweiten Versuch konnte Klaus Pablo Torgau die Arme rechtzeitig hochreißen und zur Ecke klären.

 

Der Chancenwucher beim Walddörfer SV machte keinen Halt und so traf man bei einer 4 gegen 2-Kontersituation auf sechs Metern nur den Pfosten und ließ damit Eilbek II am Leben. Doch die Gäste erspielten sich in Unterzahl keine Torchance mehr und in der 88. Minute schloss der kurz zuvor eingewechselte Carl-Philipp Kramer einen Konter mustergültig ab und zog damit dem Eilbeker Beatmungsgerät den Stecker.

 

Es war ein verdienter Sieg für die Volksdörfer, denen damit die Revanche für das Hinspiel gelungen ist. Bei der Leistung des WSV in den beiden direkten Duellen würde es den neutralen Beobachter nicht verwundern, wenn der Aufsteiger in die Bezirksliga am Ende der Saison Walddörfer SV heißt. Der SC Eilbek II kann trotz der Niederlage erhobenen Hauptes den Grandplatz am Saseler Weg verlassen und im Gegensatz zur Vorsaison schon frühzeitig seine Planungen für die kommende Kreisliga-Saison in Angriff nehmen.

 

 

 

Aufstellung SC Eilbek II:

Klaus Pablo Torgau – Heiko Krützmann, Sören Sager, Philip Thia (81. Kerem Yildirim), Marc Schultz (46. Arne Bussat) – Genia Rubin (74. Benjamin Kerlin), Jan Keibel – Artur Lammert, Timm Schwemann, Patrick Jnr Makhaya – Ingo Redenius

 

Tore:

1:0 Bastian Nendza (12., Rechtsschuss, Gottschalk)

2:0 Bastian Nendza (63., Rechtsschuss, Richter)

3:0 Carl-Philipp Kramer (88., Rechtsschuss)

 

Gelbe Karte:

Richter

 

Rote Karte:

Jan Keibel (65., Notbremse)

 

 

Schiedsrichter:

Christian Dereser (Note 3) – Machte in einem fairen Spiel eine gute Figur, überhart der Platzverweis für Keibel.

 

 

15. Spieltag: TSV Wandsetal II – SC Eilbek II 3:1 (1:1)

 

Ein herbstlicher Freitagabend, trocken, Rasenplatz, Flutlicht noch dazu. Was das Herz manch eines Fußball-Romantikers höher schlagen ließe, verbreitet in Eilbek eher ein ungutes Gefühl in der Magengegend. Mit dem personell allerletzten Aufgebot (ohne 15!) fuhr der SC Eilbek II in den Sportpark Hinschenfelde zum TSV Wandsetal II, um sich dort für die beiden Niederlagen der Vorsaison zu revanchieren.

 

Gute Ansätze waren auch gleich von Beginn an vorhanden, denn die erste Halbzeit gestalteten beide Teams sehr temporeich auf dem feuchten Geläuf. Die erste Großchance der Partie gehörte den Gästen, Makhaya wurde von Lammert fein in Szene gesetzt, doch der Südafrikaner zielte etwas zu zentral, so dass Yakub Kaya im Tor der Wandsetaler den Ball abwehren konnte. Mit der ersten Torchance für das Heimteam ging der TSV Wandsetal II gleich in Führung. Nach einem langen Diagonalball konnte Beecken an der Strafraumgrenze den Ball recht ungehindert annehmen, umdribbelte Horn und Heppner und schloss mit der Pieke ins lange Eck ab (12.).

 

Doch die Führung währte nur sieben Minuten, denn dann leitete der SC Eilbek II über die starke rechte Seite den Ausgleich ein. Heppner bediente Makhaya vom rechten Flügel mit einer Maßflanke, das Offensivtalent musste aus fünf Metern nur noch den Fuß hinhalten (19.). In einer an sich recht ausgeglichenen Partie gehörten dem SC Eilbek II die besseren Chancen. Nach einem eklatanten Fehler von Caitan am eigenen Strafraum bediente Lammert den besser postierten Redenius, doch der Mittelstürmer schoss völlig unbedrängt am Tor vorbei. Eine mehr als hundertprozentige Torchance für den SCE II. Glück hatte Wandsetal dann auch, als nach einer Flanke von Horn Makhaya sein zweites Tor erzielte, doch Schiedsrichter Kluge entschied auf Torwartbehinderung von Keibel gegen Kaya. Doch das faire Duell fand außerhalb des Fünfmeterraumes statt, wo der Keeper keinen Artenschutz genießt.

 

Die letzte Torchance vor der Pause hatten dann wieder die Hausherren, Sturmtrank Erkan Özgüc drehte sich geschickt um Sager, doch Eilbeks Torwart Klaus Pablo Torgau konnte den platzierten Flachschuss abwehren. Ein leichtes Chancenplus hatte der SCE II, doch wenn man die Dinger vorne nicht macht, dann passiert das, was in Minute 49 geschah.

 

Innenverteidiger Cem Keles wollte den Ball im eigenen Strafraum an Özgüc vorbeilegen, doch der Angreifer roch den Braten, konnte den Ball in Richtung Eckfahne ablaufen, Keles traf ihn beim Nachsetzen an den Hacken, klarer Elfmeter. Der Gefoulte selbst verlud Torgau und schoss sein fünftes Tor im dritten Spiel gegen den SCE II (49.).

 

Eilbek II musste nun offensiver werden und Wandsetal versuchte auf Konter zu spielen und hatte gleich zwei Hochkaräter, bei denen ein Angreifer allein auf Torgau zulief. Zunächst parierte der SCE II-Torwart bärenstark gegen Özgüc und auch beim zweiten Duell hatte Torgau die Nase vorn, profitierte auch davon, dass der eingewechselte Kurtul leicht ins Straucheln geriet. Auf der Bank der Eilbeker saßen nur Defensivspieler, die nach den Verletzungen von Krützmann und Horn auch noch zum Einsatz kamen, dem Offensivspiel naturgemäß wenig Impulse verleihen konnten.

 

Einen Distanzschuss von Redenius parierte Kaya sicher, beim Freistoß von Makhaya nach Foul an Keibel an der Strafraumgrenze musste der erfahrene Keeper zur Faustabwehr greifen. Das war es dann aber auch an Torgelegenheiten gegen eine stabile Wandsetaler Abwehr, die bei zahlreichen Freistoßsituationen die Lufthoheit bewies. So auch in der 90.+3 Minute, als Eilbek die Defensive inkl. Torwart bei einem Freistoß komplett auflöste, Kurtul traf beim anschließenden Konter aus 40 Metern ins verwaiste Tor zum 3:1-Endstand.

 

Es war ein Spiel, das nicht hätte verloren werden müssen, doch das Pendel von Fortuna schlug bei den entscheidenden Szenen (Redenius-Chance, Foulelfmeter) nicht zu Gunsten des SC Eilbek II aus. So muss man trotz anständiger Leistung ohne Punkte die Heimfahrt an die Fichtestraße antreten. Mit 26 Punkten und nur drei Niederlagen in der Vorrunde hat der Fast-Absteiger der Vorsaison dennoch bisher eine sehr ordentliche Runde gespielt.

 

 

Aufstellung SC Eilbek II:

Klaus Pablo Torgau – Stephan Horn (63. Marc Schultz), Sören Sager, Cem Keles, Heiko Krützmann (70. Kerem Yildirim) – Genia Rubin, Jan Keibel – Marco Heppner, Artur Lammert, Patrick Jnr Makhaya – Ingo Redenius

 

Tore:

1:0 Kevin-Patrick Beecken (12., Rechtsschuss, Ermis)

1:1 Patrick Jnr Makhaya (19., Rechtsschuss, Heppner)

2:1 Erkan Özgüc, (49., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Keles an Özgüc)

3:1 Ogulcan Kurtul (90.+3, Rechtsschuss, Empty-Net-Goal)

 

Gelbe Karten:

Weber, Özgüc, Sousa, Adomeit – Keibel, Rubin, Heppner

 

Schiedsrichter:

Alexander Kluge (Note 2,5) – In einem Spiel auf nassem Rasen z.T. nicht immer mit ganz klarer Linie, aber ohne grobe Fehler.

14. Spieltag: SC Eilbek II – TSV DuWo 08 II 2:1 (1:0)

 

Der SC Eilbek II ist zurück in der Erfolgsspur. Kapitän Ingo Redenius, der sich vor dem Spiel in der Kabine an die Mannschaft wandte, ging mit gutem Beispiel voran und schoss gleich beide Treffer. Es war bereits der siebte Doppelpack des Friesen im Trikot des SCE II.

Ein hochklassiges Kreisliga-Duell lieferten sich Eilbek II und der TSV DuWo 08 II, eine Art Lieblingsgegner der Männer von der Fichtestraße. Beim Aufwärmen meldete sich Johannes Krohn bei der Houillon-Equipe ab, so dass Heiko Krützmann in die erste Elf rutschte.

 

Die in Bestbesetzung aufspielenden Ohlstedter legten gleich zu Beginn ein gutes Tempo vor und hätten früh in Führung gehen können, doch erst schoss Marc Wolgast knapp am langen Pfosten vorbei, kurz danach scheiterte Marvin Mückner frei vorm starken Klaus Pablo Torgau. DuWo versuchte die pfeilschnellen Offensivspieler um Liga-Torschützenkönig Rosenhauer immer wieder in Szene zu setzen, Kapitän Maik Wolgst agierte dazu überraschenderweise vor der Abwehr. Nach den zwei Schrecksekunden konnte der SCE II das Angriffsspiel der Gäste besser unterbinden und wurde vor allem über die starke linke Seite immer wieder gefährlich. Packende, rassige Zweikämpfe, die nicht immer fair geführt wurden, sahen die Zuschauer auf dem wunderbar zu bespielenden Grandplatz. Vor allem Mückner und Yildirim lieferten sich eine Privatfehde – beide Akteure kannten sich noch vom letzten Aufeinandertreffen, als Mückner nach grobem Foulspiel an Yildirim die rote Karte sah. Doch der erst 16-jährige Schiedsrichter Tim Kossek vom SC Wentorf, der eine angenehm großzügige Linie fuhr, hatte das Spiel zu jeder Zeit unter Kontrolle.

 

Folgerichtig fiel auch das 1:0 für den SC Eilbek II über die linke Seite. Eine Traumkombination über Makhaya und Lammert schloss Redenius von der Strafraumgrenze gegen die Laufrichtung von DuWo-Keeper Jaschinski ab (23.). Auch nach dem Führungstreffer blieb das Tempo hoch, beide Mannschaften waren vor allem im Konterspiel immer wieder gefährlich, doch irgendein Abwehrbein war in den Defensivreihen stets zur Stelle. So wurde es vor der Pause nur noch einmal auf beiden Seiten gefährlich, als Franck nach einer Kopfballverlängerung von Mückner nur das Außennetz traf (45.), kurz zuvor scheiterte Makhaya an Jaschinski.

 

Der Seitenwechsel brachte keinen Bruch im Spiel und wieder kamen die Gäste besser aus den Kabinen. Zunächst köpfte Mückner einen Wolgast-Eckstoß knapp über das Tor, kurze Zeit später traf Jan-Ole Rosenhauer mit seinem 12. Saisontor zum 1:1. Vorausgegangen war eine Eilbeker Fehlerkette, zuerst durfte Cyglicki ungehindert auf Mückner flanken, der Rosenhauer völlig frei bediente, dessen Schuss Krützmann noch abblockte, den Ball aber nicht entscheidend klären konnte. Der junge DuWo-Mittelfeldspieler schob so unbedrängt aus vier Metern ins Tor (56.).

 

Eilbek II ließ sich davon nicht entmutigen und zeigte eine entsprechende Reaktion und schoss ein „Kacktor“. DuWo-Keeper Jaschinski ließ sich nach einem Rückpass viel zu viel Zeit und schoss beim Befreiungsschlag den angelaufenen Ingo Redenius an, von dessen Hacke der Ball ins Netz trudelte (64.). Das Glück des Tüchtigen war es in diesem Fall, denn niemand wäre dem Rückpass so nachgerannt wie Eilbeks Spielführer.

 

Der Rest des Spiels war schnell erzählt: Viele Fouls, Schröder und Krützmann mussten verletzt das Spielfeld verlassen, und einige unglückliche Versuche einen Elfmeter zu schinden. Die strittigste Situation gab es, als nach einem Abschlag von Torgau Lammert im Gäste-Strafraum von Franck umgestoßen wurde. Beide Hände waren da weit draußen, doch in der Champions League hätte man auch wohl dafür keinen Elfmeter gegeben. Plump dagegen waren die Schwalben von Wolgast, Mückner und Rosenhauer im Eilbeker Strafraum, auf die Schiedsrichter Kossek nicht hereinfiel.

 

Am Ende war es hart erarbeiteter Sieg für den SC Eilbek II, der damit erstmals nach vier sieglosen Spielen wieder einen Dreier einfahren konnte. Aufgrund zweier Spielausfälle rangiert der SC Eilbek II vor dem letzten Hinrundenspieltag auf Platz 3 der Tabelle und muss schon am Freitag zum TSV Wandsetal II reisen. Gelingt dort der erste Sieg bei Flutlicht seit neun Jahren?

 

Aufstellung SC Eilbek II:

Klaus Pablo Torgau – Heiko Krützmann (90. Philip Thia), Sören Sager, Cem Keles, Kerem Yildirim – Genia Rubin, Jan Keibel – Henry Schröder (80. Marco Heppner), Artur Lammert, Patrick Jnr Makhaya – Ingo Redenius (90. Marc Schultz)

 

Tore:

1:0 Ingo Redenius (23., Rechtsschuss, Lammert)

1:1 Jan-Ole Rosenhauer (56., Rechtsschuss, Mückner)

2:1 Ingo Redenius (64., rechte Hacke, ohne Vorarbeit)

 

Gelbe Karten:

Krützmann – Rosenhauer, Wolgast, Mückner, Gerweck

 

Schiedsrichter:

Tim Kossek (Note 1,5) – In einem nicht einfach zu leitenden Spiel hatte der erst 16-jährige eine klare und großzügige Linie, ein sehr guter und auch menschlich angenehmer Auftritt!

13. Spieltag: SC Eilbek II – USC Paloma II 1:3 (0:1)

 

Vor zwei Wochen wäre die Partie Eilbek II gegen Paloma II noch das Topduell der Liga gewesen, doch beide Teams patzten in den Vorwochen, der SCE II holte nur einen Punkt aus zwei Spielen, die Paloma-Amateure gingen komplett leer aus.

 

Überraschend erhielt beim SC Eilbek II Ristau den Vorzug in der Innenverteidigung vor dem ansonsten gesetzten Thia, die Gäste überraschten mit der Aufstellung von Ivan Lastro im Mittelfeld, der zusammen mit seinem Bruder Dragan das Zentrum dicht machen sollte.

 

Zu einem frühen Zeitpunkt wirkten die Tauben von der Brucknerstraße williger, griffiger und geistesgegenwärtiger als die Houillon-Truppe. Und so brannte es auch gleich zweimal vor dem Eilbeker Tor, Rüß traf zunächst nach tollem Zuspiel aus dem Mittelfeld nur den Pfosten, wenige Minuten später war Eilbek-Keeper Torgau Sieger im Duell mit Rogge und konnte den Ball noch um den Pfosten lenken. Der ansonsten sehr gute Schiedsrichter Dippe, der Eilbek II in der Vorsaison beim 1:6 bei SCALA II pfiff, gab unter Protest der in blau gekleideten Barmbeker nur Abstoß.

 

Wenn der SC Eilbek II offensiv gefährlich wurde, dann über den linken Flügel über den agilen Makhaya. Der Südafrikaner ließ gleich drei Mann an der Eckfahne stehen und bediente Rubin, dessen Schuss in höchster Not abgeblockt wurde. Auch ein Distanzschuss von Lammert strahlte so etwas wie Torgefahr aus, doch der erste Treffer der Partie fiel auf der anderen Seite.

 

Mit einem simplen Doppelpass hebelte Paloma II die linke Eilbeker Defensivseite aus, Dragan Lastro flankte mustergültig auf den zweiten Pfosten, wo Florian Rogge sich bedankte und aus fünf Metern völlig unbedrängt einschob. Mit einem 0:1 ging es in die Kabinen, verdient zu diesem Zeitpunkt. Die Hausherren taten sich im Spielaufbau sehr schwer, sehr eng am Mann und präsent im Zweikampf waren die Gäste.

 

Nach dem Pausentee ging es auf gutem Niveau weiter, die Abwehrreihen dominierten das Geschehen, bis es zu einem individuellen Fehler kam. Im Eilbeker Strafraum kam ein Paloma-Akteur im Duell mit Horn zu Fall, Schiedsrichter Dippe ließ zu Recht weiterspielen. SCE II-Keeper Torgau schaltete blitzschnell und bediente mit seinem Abschlag Artur Lammert, der Gürkan Gür im direkten Duell alt aussehen ließ und den Ball über den aus dem Tor geeilten Johanson zum Ausgleich ins Netz lupfte.

 

Eilbek II nun besser in der Partie und mit einer Gelegenheit zur Führung, doch der Weitschuss von Keibel strich über das Tor. Nicht besser machte es Simon Meyer auf der anderen Seite, der völlig frei vor dem Tor stand und am stark reagierenden Torgau scheiterte. Das Oberwasser des SCE II hielt nicht lange an, denn der inzwischen von den rechten auf den linken Flügel gewechselte Propp wurde nicht angegriffen und konnte mit seiner Flanke Torben Rüß finden, der sich im Kopfballduell mit Jan Keibel behauptete und zum 1:2 traf.

 

Nur sieben Minuten später war das Spiel entschieden, denn Simon Meyer traf mit einem satten Volleyschuss aus 18 Metern genau unter die Latte, 1:3!

 

Zwar gab sich der SC Eilbek II nicht auf und versuchte zumindest noch den Anschlusstreffer zu erzielen, doch die großen Gelegenheiten dazu ergaben sich nicht mehr. Verdient entführte der USC Paloma II die drei Punkte von der Fichtestraße und brachte dem SCE II die erste Heimniederlage der Saison bei. Eilbek rutscht damit von Platz 4 auf 5 und kann im zweiten Heimspiel in Serie am kommenden Sonntag gegen den TSV DuWo 08 II Wiedergutmachung betreiben.

 

 

Aufstellung SC Eilbek II:

Klaus Pablo Torgau – Kerem Yildirim (81. Heiko Krützmann), Benjamin Ristau (63. Philip Thia), Sören Sager, Stephan Horn – Genia Rubin, Jan Keibel – Marco Heppner, Artur Lammert, Patrick Jnr Makhaya – Ingo Redenius

 

Tore:

0:1 Florian Rogge (38., Rechtsschuss, D. Lastro)

1:1 Artur Lammert (58., Rechtsschuss, Torgau)

1:2 Torben Rüß (72., Kopfball, Propp)

1:3 Simon Meyer (78., Rechtsschuss, Rüß)

 

Gelbe Karten:

Keibel, Thia – I. Lastro, Rogge

 

Schiedsrichter:

Jonas Dippe (Note 2) – Machte in einem umkämpften Spiel vieles richtig und fand das perfekte Maß bei persönlichen Strafen. Einzig mit Schwächen bei der Vorteilsauslegung.

12. Spieltag: Hamburger FC – SC Eilbek II 2:0 (2:0)

 

Nach zwei Wochen an der Spitze ist der SC Eilbek II entthront worden. Auch im dritten Aufeinandertreffen mit dem Hamburger FC sicherte man sich keine Punkte und verlor verdient mit 0:2. Der Ausfall der beiden Topvorbereiter und Kreativspieler Keibel (Lehrgang) und Lammert (Rotsperre), die beide bereits sechs Vorbereitungen auf dem Konto haben, konnte nur unzureichend kompensiert werden. Erstmals in dieser Saison begann Stefan Zimmer auf der Rechtsverteidigerposition, Marco Heppner rutschte für Lammert in die Partie, Redenius, Rubin und Horn waren ebenso neu in der Startformation für Yildirim, Krützmann und Keibel.

 

Die erste Großchance der Partie hatte der SC Eilbek II, Youngster Marco Heppner setzte sich auf dem rechten Flügel durch und brachte eine scharfe Flanke vor das Tor, die Benjamin Kerlin aus fünf Metern über die Linie hätte drücken müssen. Doch der Offensivspieler wollte sich den Ball noch auf den rechten Fuß legen, ein HFC-Abwehrbein kam in nächster Not dazwischen und konnte klären. Der Hamburger FC, der seit diesem Jahr seine Spiele auf der Wolfgang-Meyer-Sportanlage austrägt, hatte seines Zeichen auf der Gegenseite eine Doppelchance. Zunächst parierte Torgau einen von Horn abgefälschten Schuss von dos Santos Teixeira de Sousa stark und war beim Nachkopfball von Yildiz ebenso zur Stelle.

 

Die in den letzten Wochen so starke SCE II-Abwehr wirkte heute keinesfalls sattelfest, überhaupt wirkten viele Akteure in grün und weiß fahrig und unkonzentriert. So war es wenig verwunderlich, dass der Hamburger FC in Führung ging. Der Fussifreunde „Kicker des Monats“ Sören Sager schoss bei einem Versuch eines Befreiungsschlags kurz vor der Mittellinie einen Gegenspieler an, Willy Wright zog mitsamt Ball auf und davon und erzielte die 1:0-Führung (17.). Schon im Hinspiel der Vorsaison war der wendige und trickreiche Angreifer des HFC erfolgreich. Keine zwei Minuten später war Wright zum zweiten Mal erfolgreich: Nach einem Eckball von Yildiz erzielte der kleinste Mann auf dem Platz ein Kopfballtor. Zum ersten Mal seit langer Zeit bedeckte der SCE II dabei beide Pfosten und verzichtete auf den freien Mann am ersten Pfosten, eine Rechnung, die voll in Hose ging. Zudem kam Eilbek-Keeper Torgau zu zögerlich aus seinem Tor. Zwei individuelle Fehler brachten den SC Eilbek II mit 0:2 in Rückstand, doch kurz darauf hätte es Strafstoß für die Gäste geben müssen.

 

Wieder einmal initiierte der in der Anfangsphase starke Heppner einen Angriff über die rechte Seite, bei seiner Flanke von rechts wurde Ristau von hinten umgerannt, dabei zog es ihm sogar den rechten Schuh aus, doch der Pfiff der auf beiden Seiten sehr schwachen Jungschiedsrichters Kaatz blieb aus. Sein Assistent hatte die Szene zwar eindeutig gesehen, doch auf Nachfrage der SCE-Bank hieß es nur: „Ich habe das Foul gesehen, aber es ist abgesprochen, dass der Strafraum Schiedsrichtersache ist.“ Dann braucht man auch keine Assistenten!

 

Die Fehlentscheidung darf nicht darüber hinweg täuschen, dass der Hamburger FC feldüberlegen blieb. Der stets gefährliche Willy Wright hatte das 3:0 auf dem Fuß, doch Klaus Pablo Torgau konnte seinen Schuss mit den Fingerspitzen gegen den Pfosten lenken. Auch kurz danach klatschte der Ball wieder ans Aluminium, diesmal war es Verteidiger Horn, der maßgenau klären konnte. Dass er dabei klar und deutlich geschubst wurde, war nur einer von vielen Fehlern des Referees. Auch als ein HFC-Akteur am Boden liegend sein Bein in Hüfthöhe nach Redenius unnatürlich ausstreckte, obwohl die Szene bereits abgepfiffen war, hätte man mindestens über eine dunkelgelbe Karte sprechen müssen. Es gab nicht einmal eine Ermahnung.

 

Zu Beginn des zweiten Abschnitts, Bussat ersetzte beim SCE II den schwächelnden Thia, wurde der Tabellenführer stärker und hatte gleich die Chance zum Anschlusstreffer, doch Redenius traf den Ball nach tollem Pass von Makhaya mit links nicht richtig. In der Folge blieb es ein Anrennen von Eilbek II gegen einen auf Konter lauernden HFC, dessen Angreifer Wright und dos Santos Teixeira de Sousa nur ungenügend unterstützt wurden, so dass sämtliche Angriffsaktionen im Sande verliefen.

 

Mit der Einwechslung von Schröder für Zimmer versuchte Trainer Houillon noch einmal Schnelligkeit auf den Platz zu bringen, die finalen Aktionen blieben jedoch zu ungenau. Große Gelegenheiten zu einem Treffer hatten beide Mannschaften im zweiten Abschnitt, erst fünf Minuten vor dem Ende wurde es wieder spannend. Nach einem Freistoß von Makhaya wurde Sager im Strafraum an der Schulter umgerissen und dazu auch noch umgetreten, doch wieder blieb der Pfiff von Kaatz aus.

 

Nach der viel zu kurz bemessenen Nachspielzeit von zwei Minuten (mehrere Verletzungsunterbrechungen, Zeitspiel und kein Spielball vorhanden) war die erste Saisonniederlage besiegelt und die Serie von zwölf ungeschlagenen Ligaspielen beendet. Eilbek II stürzt damit von der Spitze der Tabelle ab auf Rang drei und muss sich am nächsten Sonntag gegen den USC Paloma II behaupten, der seit drei Spielen auf einen Sieg wartet. Ausschnitte des Spiels und beide Teams sind am Montag bei der Hamburg1-Sendung „Rasant“ zu sehen.

 

 

 

Aufstellung SC Eilbek II:

Klaus Pablo Torgau – Stefan Zimmer (60. Henry Schröder), Sören Sager, Philip Thia (46. Arne Bussat), Stephan Horn – Genia Rubin, Benjamin Ristau – Marco Heppner, Patrick Jnr Makhaya, Benjamin Kerlin – Ingo Redenius

 

Tore:

1:0 Willy Wright (17., Rechtsschuss, ohne Vorarbeit)

2:0 Willy Wright (19., Kopfball, Yildiz)

 

Gelbe Karten:

Dos Santos Teixeira de Sousa, Viezens, Hansen - Rubin

 

Schiedsrichter:

Dominik Kaatz (Note 6) – Es war mit Sicherheit eines seiner ersten Herrenspiele und höchstwahrscheinlich unter Beobachtung eines seiner schlechtesten. Verweigerte Eilbek II zwei glasklare Elfmeter nach Foul an Ristau (10.) und Sager (85.), pfiff HFC-Stürmer Dos Santos Teixeira de Sousa mehrfach wegen Abseits fälschlicherweise zurück. Versuchte künstliche Autorität aufzubauen, was ihm komplett misslang. Beide Teams schüttelten nach Spielende zu Recht den Kopf über den Referee. Trug zudem im Spielbericht einen falschen HFC-Torschützen ein und vergaß einen Eilbeker Wechsel.

11. Spieltag: SC Eilbek II – UH-Adler II 1:1 (1:1)

 

Dreimal Aluminium, dreimal ein Tor wegen Abseits zurück gepfiffen, es gibt Tage, da klappt wenig. So einen Schweinetag hat der SC Eilbek II im Heimspiel gegen das Tabellenschlusslicht aus Uhlenhorst erwischt. Eilbek musste mit Horn, Krohn, Redenius (alle Urlaub) und Rubin (SCE I) gleich auf vier Stammspieler verzichten, Yildirim und Krützmann besetzten die Außenverteidigerpositionen, Kerlin rückte in die Sturmmitte.

 

Früh zeichnete sich ab, in welche Richtung das Spiel an der Fichtestraße gehen sollte. Der SC Eilbek II, der wahrlich nicht gut spielte, hatte wesentlich mehr Spielanteile und Ballbesitz, im UH-Angriff war Mittelstürmer Zimmer zwar immer wieder gut am Ball, wurde von den Hinterreihen jedoch nur unzureichend unterstützt. Und dennoch sollte das zur Gästeführung reichen. Yildirim vertändelte am Strafraumeck den Ball gegen Zimmer und konnte ihn nur mit einem Foul stoppen, beim folgenden Freistoß enteilte Giuseppe Brucculeri zwischen Thia und Yildirim und schoss aus zehn Metern völlig unbedrängt ein. Es sollte der letzte Torschuss der Uhlenhorst-Adler in dieser Partie sein. Eilbek bemüht, aber mit sehr vielen Ungenauigkeiten im Spielaufbau, wertlosen Flanken aus dem Halbfeld und nur wenig Mut im Offensivdribbling. Die erste richtige Torchance nutzte Benjamin Kerlin zum Ausgleich. Nach einer Flanke von Stefan Zimmer stieg Kerlin am höchsten und traf platziert zum 1:1.

 

UH-Adler II kam nur mit 11 Mann angereist und musste kurz darauf das restliche Spiel mit zehn Mann bestreiten. Krützmanns Flanke traf einen Spieler von UH unglücklich, so dass dieser verletzt ausgewechselt werden musste.

 

In der Folge wurde Handball gespielt, Adler verteidigte mit Mann und Maus, einzig Zimmer konnte ab und an mal wertvolle Verschnaufpausen für die Abwehr generieren. Der SCE hatte zu keiner Zeit Ideen um Torchancen zu kreieren, einzig ein Geistesblitz von Makhaya nach einem Freistoß setzte Lammert weit daneben. Die UH-Adler überließen dem SCE II die Flügel, machten das Zentrum aber wasserdicht und ließen bis zum Pausenpfiff wenig zu.

 

Im zweiten Abschnitt war das gleiche Bild zu sehen, das Spiel wurde aber nicht besser und erst recht nicht schöner. Zwischen der 65. und 80. Minuten trafen Heppner, Kerlin und Lammert gleich dreimal die Latte, dazu wurden Tore von Lammert, Kerlin und Thia wegen Abseits zurückgepfiffen. Zumindest beim Tor von Lammert war es mehr als zweifelhaft, zudem hätte Ristau vor Kerlins Tor den Ball selber in die Maschen schieben müssen. Die Adler waren nach der Verletzung von Tripke, der bei der Landung nach einem Kopfballduell umknickte, nur noch zu neunt, doch nur wenige Minuten in doppelter Unterzahl, denn Lammert soll nach seinem Abseitstor den „Scheibenwischer“ gemacht haben und flog mit der roten Karte vom Platz. Die ganz großen Chancen aus dem Spiel heraus blieben im zweiten Abschnitt aus und so verschenkte man am Ende zwei Punkte, um sich leicht von der Konkurrenz abzusetzen.

 

Mit dem Remis bleibt der SC Eilbek II zumindest als einzige Mannschaft der Staffel ungeschlagen und kann die Tabellenführung behaupten, für mehr scheiterte Eilbek II heute mehr an sich als am Gegner. Komfortabel ist der Vorsprung in der Kreisliga 5 keineswegs, den Tabellenzehnten trennen vom SCE II nur sechs Punkte.

 

 

Aufstellung SC Eilbek II:

Klaus Pablo Torgau – Heiko Krützmann (78. Henry Schröder), Sören Sager, Philip Thia, Kerem Yildirim – Jan Keibel, Benjamin Ristau – Stefan Zimmer, Artur Lammert, Patrick Jnr Makhaya (78. Marco Heppner) – Benjamin Kerlin

 

Tore:

0:1 Giuseppe Brucculeri (15., Rechtsschuss)

1:1 Benjamin Kerlin (18., Kopfball, Zimmer)

 

Gelbe Karten:

Schröder, Sager, Keibel, Ristau - Tripke

 

Rote Karte:

Artur Lammert (84., Schiedsrichterbeleidigung)

 

Schiedsrichter:

Bjarne Dzimbowski (Note 3) – Lammert stand bei seinem Tor laut diverser Zuschauerberichte nicht im Abseits, auch die rote Karte war diskutabel. Ansonsten mit einer soliden Leistung.

10. Spieltag: SC Osterbek - SC Eilbek II 0:1 (0:1)

 

Mit einem Sieg am Barmwisch hätte der SC Eilbek II für zumindest einige Stunden den Platz an der Sonne in der Kreisliga 5 erobern können. Bei diesem Vorhaben musste SCE-Coach Houillon auf seine Stamminnenverteidiger Sager (Grippe) und Thia (Arbeit) verzichten. Neu in das Team rückten dafür Jan Keibel und Veteran Cem Keles, der seinen ersten Saisoneinsatz feierte.

 

Mäßig gut startete der Tabellenzweite in die Partie auf dem sehr schönen Grandplatz, denn der Aufsteiger aus Osterbek hielt gut dagegen und verschob in der Anfangsviertelstunde sehr gut. Im Angriff war der pfeilschnelle Torjäger Matthias Grünauer ein ständiger Unruheherd, auch wenn er stets rechtzeitig gestoppt werden konnte. Die Eilbeker Offensivstärke, immerhin das torgefährlichste Team der Liga, zeigte sich in der 5. Minute: Redenius bediente Lammert mustergültig im Strafraum, der Topvorbereiter der Liga legte den Ball an Osterbeks Torwart Hentze vorbei und wurde dabei rüde von den Beinen geholt. Die einzig richtige Entscheidung wäre hier ein Platzverweis für Hentze und Elfmeter für Eilbek II gewesen, doch der Pfiff des ansonsten guten Schiedsrichters Kunze blieb aus.

 

Auch die Hausherren hatten eine erste kleine Möglichkeit, doch Eilbek II-Keeper Torgau hatte mit dem Schuss von Thomas Welck aus acht Metern keine Mühe. Das zweite und dritte Drittel des ersten Abschnitts gehörte dann dem SC Eilbek II, ein Angriff nach dem nächsten rollte auf das Osterbeker Tor zu. Vor allem die rechte Eilbeker Seite um Horn, Zimmer und Lammert bekam der SCO nie unter Kontrolle und so erspielten sich der SCE II Torchancen um Torchancen. Doch weder Redenius, Makhaya oder Lammert bekamen die sehr guten Einschussgelegenheiten über die Linie gedrückt. Entweder parierte Osterbeks Keeper Kevin-Ken Hentze stark oder ein Abwehrbein kam im letzten Moment dazwischen. Nach einer Ecke von Makhaya traf dann Jan Keibel per Kopf in die Maschen, doch Schiedsrichter Kunze entschied auf Stürmerfoul. Eine diskutable Entscheidung!

 

Doch der SC Eilbek II ließ sich nicht beunruhigen und wurde zehn Minuten vor dem Seitenwechsel erlöst. Ausgangspunkt des Führungstreffers war wieder eine der zahlreichen und sehenswerten Kombinationen über den rechten Flügel, Lammerts Flanke konnte Makhaya zu seinem dritten Saisontor verwerten. Ein einstudierter Spielzug, da freut sich das Trainer-Herz!

 

Sobald der Ball schnell rollte, war die Defensive des SC Osterbek völlig überfordert und konnte das Tempo der flinken und ballsicheren SCE II-Akteure nie mitgehen. Der 0:1-Pausenstand war für den Aufsteiger überaus schmeichelhaft, denn bei normaler Chancenverwertung wäre das Spiel zu diesem Zeitpunkt schon entschieden gewesen.

 

In seiner Halbzeitansprache muss Osterbeks Trainer Christoph Breu wohl an den richtigen Schrauben gedreht haben, denn auf einmal ließ der SCO dem Gegner viel weniger Räume und war wesentlich präsenter in den Zweikämpfen. Zwar hätte Lammert nach Pass von Makhaya das 0:2 erzielen müssen, doch wieder behielt der bis dato starke Hentze die Oberhand. Zwar hatte Eilbek II immer noch die größeren Spielanteile und kam mehrfach in gefährliche Situationen um den Strafraum, doch der finale Pass kam meist nicht an. So blieb es lange Zeit beim 0:1, das in einer Situation stark ins Wanken geriet: Eilbeks Innenverteidiger Rubin mit einem kapitalen Querschläger im eigenen Strafraum, doch Torgau war hellwach und konnte sehenswert den Ausgleich verhindern.

 

Die Osterbeker Defensivreihe rückte mehr und mehr auf, so dass sich immer wieder Kontergelegenheiten eröffneten, doch oft tappte der vermeintliche Favorit in die Abseitsfalle.

 

Fünf Minuten vor dem Ende der Partie, als Osterbek Mann und Maus nach vorne warf, dezimierten sich die Hausherren selbst. Einer der beiden Schiedsrichterassistenten signalisierte Kunze eine Tätlichkeit des gerade eingewechselten Dennis Mitch Schuf. Der kantige Mittelstürmer hatte wohl bei einer Ecke im Strafraum nach Redenius abseits des Balles getreten. Nur fünf Minuten später war der SCO dann auch nur noch zu neunt. Torhüter Hentze rief lautstark über den ganzen Platz zum Schiedsrichter „Setz doch mal deine Brille auf“ und fasste sich dabei in seinen Schlepphoden. Letzteres hatte der zweite Assistent gesehen, signalisierte dies Kunze, der eigentlich nur gelb geben wollte, folgerichtig gab es auch hier die rote Karte. Eine törichte Aktion des SCO-Schlussmanns. Osterbeks Trainer Christoph Breu war in der Folge derart außer sich, dass auch er einen Platzverweis erhielt.

 

Der SC Eilbek II brachte das Ergebnis in Überzahl, anders als gegen den SC Persia und VfL Hammonia, über die Zeit und grüßt als neuer Tabellenführer der Kreisliga 5. Der bisherige Spitzenreiter Paloma II kassierte trotz 2:0-Führung beim SC Sternschanze II in der Schlussminute das Ausgleichstor. Am kommenden Sonntag heißt es an der Fichtestraße dann Erster gegen Letzter, wenn um 12.45 Uhr die Uhlenhorst-Adler II sich für die 0:9-Klatsche gegen Urania rehabilitieren möchten und ihre rote Laterne abgeben wollen.

 

 

 

Aufstellung SC Eilbek II:

Klaus Pablo Torgau – Stephan Horn, Genia Rubin, Cem Keles, Johannes Krohn – Jan Keibel, Benjamin Ristau – Stefan Zimmer (82. Marco Heppner), Artur Lammert, Patrick Jnr Makhaya – Ingo Redenius (90. Benjamin Kerlin)

 

Tor:

0:1 Patrick Jnr Makhaya (40., Rechtsschuss, Lammert)

 

Gelbe Karten:

Welcl, Bächle, Schlüter - Horn, Krohn

 

Rote Karten:

Dennis Mitch Schuf (86., Tätlichkeit), Kevin-Ken Hentze (90., Schiedsrichterbeleidigung)

 

Schiedsrichter:

Till Kunze (Note 3) – Nach Notbremse von Hentze an Lammert hätte es bereits in der 5. Minute Rot für Osterbeks Torwart und Elfmeter für Eilbek geben müssen. Hatte sonst in einer absolut fairen Partie keine Mühen, alle drei Platzverweise für Osterbek waren wohl richtig.

9. Spieltag: SC Eilbek II – SC Urania 1:0 (0:0)

 

Es war das Topspiel der Kreisliga 5 an diesem Wochenende. Der Tabellenzweite aus Eilbek gegen den Dritten vom SC Urania, Derbytime an der Fichtestraße. Beide Trainer mussten auf jeweils eine Spitzenkraft verzichten, Jan Keibel (3 Tore, 6 Vorlagen) fehlte auf der Heimseite, Urania-Coach Güclü musste auf Rückkehrer Timo Schöning verzichten. Positiv: Immerhin kamen alle Spieler nüchtern, keine Selbstverständlichkeit heutzutage!

 

Es war schon vorab klar, dass es ein enges Spiel werden sollte, evtl. schon ein Tor reichen könnte. Und Fortuna schien heute zugunsten des SC Eilbek II auszuschlagen, denn am Ende gewann die Houillon-Equipe mit 1:0.

 

Urania im Nachbarschaftsduell mit dem besseren Start, Eilbek II schien in der Anfangsphase noch nicht wirklich wach zu sein und die Mannen von der Habichstraße schnürten den Gegner hinten ein. Die erste Chance der Partie hatte Lukas Maib, doch sein Schuss ging nur knapp am langen Pfosten vorbei. Und weiter ging es in Richtung Tor des SCE II, Rössing mit der Pike knapp rechts vorbei. So langsam taute dann allerdings auch Eilbek auf, Rubins Einsteigen gegen Rössing am Mittelkreis zeigte Wirkung, sechste gelbe Karte für Rubin bereits, aber Eilbek hellwach. Makhaya setzte sich auf dem linken Flügel blendet durch, ließ Harders wie einen Schüler stehen und bediente Redenius, der auf Lammert, doch sein Volleyschuss aus sieben Metern haarscharf neben das Tor. Und weiter ging es in einer temporeichen und intensiven Partie, in der beide Trainer lange Zeit auf ihre erste Elf setzten, nur einen Wechsel gab es auf jeder Seite von den Zuschauern zu bestaunen. Die Kulisse war dem Rahmen des Spiels nicht angemessen, nur wenige Menschen fanden den Weg an die Fichtestraße.

 

Kurz nach Lammerts Szene brannte es wieder in Uranias Strafraum, Makhayas erster Schussversuch wurde noch abgeblockt, sein zweiter Streich per Hacke ging Zentimeter am Tor vorbei. Die 22 Akteure auf dem Platz waren über die volle Spielzeit vollkonzentriert, denn jeder Fehler hätte dieses Duell entscheiden können. Und einen Fehler leistete sich Genia Rubin im eigenen Strafraum, als er den Ball in Rössing Füße verstolperte, doch Thia warf sich in höchster Not in den Schuss des Torjägers. Halbzeit – Durchatmen – 0:0.

 

Auch nach dem Seitenwechsel blieb es ausgeglichen, Eilbek vor allem über die Flügel mit Zimmer und Makhaya immer gefährlich. Die Defensivreihen ließen jedoch wenig klare Torchancen zu und präsentierten sich auch nach Standardsituationen als sattelfest. Eine Flanke von Zimmer schoss Redenius knapp vorbei, doch dann war es geschehen. Eine Traumkombination über Horn, Ristau, und Zimmer vollendete Lammert aus drei Metern zum 1:0 (62.). Es war das erste Tor für den Spielmacher seit dem zweiten Spieltag und zugleich die erste Torvorlage für Stefan Zimmer im Trikot des SC Eilbek II. Chancen für ein zweites Tor im Spiel gab es noch auf beiden Seiten, Stjepan "der Heftige" Baresic-Nikic lief frei auf das Tor zu, doch sein Lupfer über Torgau landete nur auf dem Tornetz, Rössing verfehlte kurze Zeit später per Linksschuss aus 18 Metern den Winkel nur knapp. Doch auch Eilbek hätte nachlegen können: Nach Traumpass von Zimmer lief Lammert allein auf das Tor zu, doch Uranias Keeper Handorf verhinderte den vorzeitigen K.O. mit einem glanzvollen Reflex.

 

Zehn Minuten vor dem Ende gab es einen Platzverweis für den SC Eilbek II. Artur Lammert, bereits gelb verwarnt, schoss nach einem abgepfiffenen Freistoß den Ball noch über den Zaun. Der erste Platzverweis für Eilbek in dieser Saison. Die letzten zehn Minuten sollten sich also zu einer Abwehrschlacht entwickeln, doch die Eilbeker Defensive hielt bereits zum fünften Mal in dieser Serie ohne Gegentor durch. Urania konnte die Überzahl nur unzureichend ausnutzen und erspielte sich keine Torchance mehr, auch dank der Entlastungsangriffe, bei denen vor allem Makhaya und Krohn immer wieder die notwendigen Sekunden rausholten.

 

Ein unter dem Strich knapper und verdammt wichtiger Sieg für den SC Eilbek II, der in Reichweite zum Tabellenführer USC Paloma II bleibt und seinen zweiten Platz verteidigen kann. In der Summe hätte sich wohl niemand über ein Remis beschweren dürfen. Am kommenden Sonntag tritt der SCE II beim SC Osterbek an, der in der Kreisliga angekommen ist und seinen ersten Saisonsieg beim FC Schnelsen sicherte.

 

 

Aufstellung SC Eilbek II:

Klaus Pablo Torgau – Stephan Horn, Sören Sager, Philip Thia, Johannes Krohn – Genia Rubin, Benjamin Ristau – Stefan Zimmer (86. Benjamin Kerlin), Artur Lammert, Patrick Jnr Makhaya – Ingo Redenius

 

Tor:

1:0 Artur Lammert (62., Linksschuss, Zimmer)

 

Gelbe Karten:

Rubin – Rössing, Bodur

 

Gelb-Rote Karte:

Artur Lammert (80., Ball wegschlagen)

 

Schiedsrichter:

Yasar Aydin (Note 2) – Strahlte in einer intensiven, aber stets fairen Partie sehr viel Ruhe aus. Seine Assistenten rundeten das positive Bild ab.

8. Spieltag: FC Schnelsen – SC Eilbek II 1:3 (0:1)

Zweimal schwärmten die Scouts des SC Eilbek II zu Spielen des FC Schnelsen aus, zweimal sah man wenig kreisligatauglichen Fußball des Aufsteigers. Kabinen-DJ Stephan Horn durfte trotz miserabler Leistung in der Vorwoche wieder am Mischpult stehen. Er nahm sich die Kritik vom SC Sternschanze II-Spiel sehr zu Herzen und spielte gleich mehrere neue Chansons. Auf dem Platz sollte er seine Position nicht beibehalten, Horn musste auf der Linksverteidigerposition beginnen. Für Topvorbereiter Lammert (kurzfristiger Ausfall), Ristau (Schonung) und Krohn (Urlaub) begannen Bussat, Heppner und Zimmer.

 

Schon vor Anpfiff ging das erste Kopfschütteln um, denn Schiedsrichter Marco Rinneberg erklärte beiden Teams, dass seine Assistentin Andrea Walter aufgrund ihrer Schwangerschaft bei hohem Tempo überfordert sein würde und er als Hauptschiedsrichter die Entscheidungen dann mit übernehmen würde. Puh! Gelinde gesagt: Frau Walter war schon mit dem Tempo beim Einlaufen überfordert. Überhaupt hatte der SC Eilbek II schlechte Erfahrungen mit Rinneberg und Assistentin Walter, denn im Abstiegskrimi der letzten Saison gegen den SV Barmbek II verweigerte Rinneberg dem SCE II einen glasklaren Elfmeter, den Walter zuvor auch anzeigte, dann aber die Fahne nach einer gefühlten halben Stunde wieder runter nahm. Auch heute zeigten sich beide Assistenten, Walter und Möller, wieder komplett unmündig und unsicher bei jeder Einwurfentscheidung. Allein Möller wechselte mindestens zehnmal die Einwurfrichtung! Zu allem Überfluss funktionierte der Server des DFB nicht, so dass der Spielbericht ganz altmodisch per Hand ausgefüllt werden musste.

 

Doch nun zum Spiel und wieder muss der Schreiber hier meckern: der Spielball zeigte sich als absolut ungeeignet für einen Grandplatz, Barmbek und Bergstedt lassen grüßen. Positive Ereignnisse finden hier auch Erwähnung: Schnelsen präsentierte sich wesentlich stärker als in den Vorwochen und der SC Eilbek II hatte gerade in der Anfangsphase große Probleme sein mittlerweile berüchtigtes Offensivspiel aufzuziehen, hatte mit sich, Ball und Gegner zu kämpfen. Dennoch hatte der Gast die erste Großchance, eine Kombination über Heppner, Redenius und Zimmer endete beim glänzenden Schnelsen-Keeper Yilmaz. Yilmaz war in Vorsaison für den SC Hansa 11 II am Ball und schon damals ein Eilbek-Schreck, vereiltelte mehrere Großchancen und bereite beim 1:2 im Rückspiel gleich beide Hansa-Treffer per Abstoß vor.

 

Auch Schnelsen mit einer Großchance nach einem Eckstoß von Tolga Yenice parierte Eilbeks Torgau einen Kopfball stark auf der Linie. Vor allem Schnelsens Rechtsaußen Gabriel Saric war immer wieder offensiv aktiv und stellte Horn vor ungewohnte Probleme, im Zentrum fand er für seine guten Flanken jedoch nur selten einen Abnehmer. Einen Versuch aus halbrechter Position setzte Saric neben das Gehäuse. Auf der Gegenseite hatte Redenius die Führung auf dem Fuß, doch die Maßflanke von Zimmer schoss der Angreifer Zentimeter über das Tor. Nach einer halben Stunde ging der Favorit dann in Führung: Keibel setzte einen gegnerischen Verteidiger unter Druck, der Abpraller landete direkt vor den Füßen von Makhaya, der die Ruhe behielt und Yilmaz im Tor überlupfte, 0:1. Von einer Überlegenheit und breiten Brust des SCE II war bis zur Pause nichts mehr zu sehen, in der umkämpften und wenig hochklassigen Partie hielt der FC Schnelsen gut dagegen, strahlte aber nur ganz selten Torgefahr aus. So ging es mit einem 0:1 in die Kabinen.

 

Eilbek kam im zweiten Abschnitt deutlich verbessert aus der Pause, doch wieder war Yilmaz dem zweiten Treffer ein Dorn im Auge. Zunächst parierte er gegen Redenius aus vier Metern, danach lenkte er einen Freistoß von Makhaya noch an die Latte. Schnelsen fiel höchstens noch durch ungefährliche Weitschüsse auf und hätte das Spiel mit einem Mann weniger beenden müssen. Horn beging kurz hinter der Mittellinie ein taktisches Trikotfoul an Saric, für das er zu Recht die gelbe Karte sah. Doch Saric stieß Horn mit beiden Händen um, beleidigte Eilbeks Heppner in klarer Hörweite zum Schiedsrichter und schubste Heppner dann auf den Boden. Und was gab’s? Die gelbe Karte… Was bitte schön muss man denn für eine rote Karte tun?

 

Nur fünf Minuten später war Schiedsrichter Rinneberg wieder im Bilde, doch diesmal in unglücklicher und unschuldiger Mission. Es folgte ein absolutes Kacktor für den FC Schnelsen. Genia Rubin im Eilbeker Aufbauspiel mit einem eigentlich hervorragenden Seitenwechsel auf den linken Flügel, wo der SCE II doppelte Überzahl hatte, doch der Pass landete genau an Rinnebergs Hacke und von da aus genau in Richtung Eilbek-Tor in den Lauf von Lars Elsner, der sich mit dem 1:1 bedankte (61.). Wir hoffen auf eine Videoaufnahme von FCS-Live, dem sehr guten Videokanal des FC Schnelsen, der sich im Bereich Social Media zur Kreisliga-Spitze zählen darf.

 

Eilbek zeigte sich vom Ausgleich keineswegs geschockt und spielte munter nach vorne. Rubin traf mit einem Kopfball nur den Pfosten und zielte Minuten später knapp am Winkel vorbei, ehe der SCE II nach einer der zahlreichen Ecke erlöst wurde. Heppners Ecke gelang über Redenius zu Rubin, der aus Nahdistanz zum 1:2 einschob (74.). Von Schnelsen in der Folge nichts mehr zu sehen, Eilbek drängte auf das 1:3, doch wieder war Keibel gegen Yilmaz nur zweiter Sieger. Erst in der Schlussminute gelang das 1:3, Redenius traf mit seinem sechsten Saisontor nach einem Freistoß von Makhaya. In sieben von acht Spielen traf der SCE II damit mindestens dreimal in das gegnerische Tor.

 

Am Ende war es ein Pflichtsieg der Kategorie „muss man aber auch erst mal gewinnen“, der den SC Eilbek II auf den Relegationsplatz zur Bezirksliga hievt. Auch nach acht Spielen ist die Truppe von Coach Houillon weiterhin ungeschlagen und empfängt in der kommenden Woche den direkten Verfolger SC Urania zum Spitzenspiel an der Fichtestraße.

 

Aufstellung SC Eilbek II:

Klaus Pablo Torgau – Arne Bussat, Sören Sager, Philip Thia, Stephan Horn – Genia Rubin, Jan Keibel – Stefan Zimmer (89. Kerem Yildirim), Patrick Jnr Makhaya, Marco Heppner (74. Benjamin Kerlin) – Ingo Redenius

 

Tore:

0:1 Patrick Jnr Makhaya (29., Rechtsschuss, Keibel)

1:1 Lars Elsner (63., Rechtsschuss, ohne Vorarbeit)

1:2 Genia Rubin (71., Rechtsschuss, Redenius)

1:3 Ingo Redenius (90.+1, Rechtsschuss, Makhaya)

 

Gelbe Karten:

Saric – Torgau, Rubin, Horn

 

Schiedsrichter:

Marco Rinneberg (Note 5) – Die Angelegenheit im Vorfeld des Spiels wurde bereits erwähnt, dazu hätte er Saric wegen doppelter Tätlichkeit vom Platz stellen müssen. Die Assistenten waren absolut unmündig und unfähig bei Einwürfen!

 

 

7. Spieltag: SC Eilbek II – SC Sternschanze II 5:0 (4:0)

 

Das Duell der bisherigen Überraschungsmannschaften der Kreisliga 5 sollte ein böses Erwachen für den SC Sternschanze II bringen, denn schon nach einer halben Stunde war Hopfen und Malz verloren. Zu stark präsentierte sich die beste Offensive der Kreisliga 5, ein strukturiertes Aufbauspiel und ein alles überragender Jan Keibel brachten den „fußballerisch limitierten“ SC Eilbek II zum dritten Saisonsieg und zum vierten Zu-Null-Sieg.

 

Wie von der Tarantel gestochen legte der SC Eilbek II los und hätte schon nach zwei Minuten führen müssen. Lammert bediente Rubin, der auf den freien Makhaya, doch der Südafrikaner schoss mutterseelenallein vor Schlussmann Schmidt über das Tor. Eine Minute später machte es Ingo Redenius besser, wieder initiierte der SCE einen Angriff über die starke rechte Seite, Jan Keibel bediente Ingo Redenius, der aus Nahdistanz sein fünftes Saisontor erzielte (3.). Der SC Sternschanze II hatte eine Antwort parat, doch nach toller Flanke von Skarka köpfte Guimaeres Silva am langen Pfosten knapp vorbei. Sternschanze schien sich in der Spielvorbereitung als Lehrmaterial die HSV-Abwehrleistung vom Samstagabend angesehen zu haben, denn die Lücken waren riesengroß. Schmidt kratzte einen Distanzschuss von Keibel noch von der Linie (8.), doch drei Minuten später war Keibel nach Vorarbeit von Ristau zur Stelle, 2:0 (11.). Sternschanze wurde nun völlig an die Wand gespielt. Einen mustergültigen Freistoß von Makhaya köpfte Keibel in die Maschen (21.). Drei Tore und fünf Vorlagen stehen für den Neuzugang vom VfL 93 auf der Habenseite, damit zusammen mit Artur Lammert (ebenfalls 3+5) Topscorer der Mannschaft.

 

Apropos Lammert: der Schiedsrichterassistent müsste schweren Muskelkater im Arm haben, denn der Offensivspieler verdiente sich heute den Spitznamen „Ailton“. Eilbeks Offensivartillerie hatte nach dem 3:0 nicht genug und legte noch einen oben drauf: Ristau mit einem Wembley-Tor, Krohn stupste den Ball aus gefühlten zwei Zentimetern über die Linie (31.). Es war das erste Tor für Krohn im Eilbek II-Trikot.

 

Hochverdient war der 4:0-Pausenstand, „Sterni“ war dem Tempo von Eilbek II zu keiner Zeit gewachsen und hätte dennoch um ein Tor verkürzen können. Doch der gute Schiedsrichter Sieg pfiff zwei Tore für die Gäste wegen Abseitsposition zurück.

 

Die Geschichte der zweiten Halbzeit war dann relativ schnell erzählt, da sich ein ausgeglichenes Spiel entwickelte. Eilbek zog etwas die Handbremse an, Sternschanze war nun etwas bissiger in den Zweikämpfen. Großchancen gab es nur wenige, Menschner piekte den Ball nach einem Freistoß knapp über die Latte, im Gegenzug vergab Lammert das mögliche 5:0. Erst in der Schlussminute machte Ristau die Schleife drum. Der eingewechselte Marco Heppner setzte sich über links gut durch und bediente Benjamin Ristau, der sich alle Zeit der Welt nahm und bereits sein drittes Saisontor erzielte (90.).

 

Eine rundum überzeugende Leistung des SC Eilbek II, der sich mit dem Sieg am SC Sternschanze II vorbeischob und nun ungeschlagen auf Rang vier der Tabelle steht. Am kommenden Sonntag geht es zum Kreisliga-Neuling FC Schnelsen zum Wolfgang-Meyer-Sportplatz (15 Uhr), der dort zwei seiner drei Heimspiele erfolgreich gestalten konnte.

 

 

Aufstellung SC Eilbek II:

Klaus Pablo Torgau – Stephan Horn, Sören Sager, Philip Thia, Johannes Krohn (65. Heiko Krützmann) – Genia Rubin (77. Arne Bussat), Jan Keibel – Artur Lammert, Benjamin Ristau, Patrick Jnr Makhaya (73. Marco Heppner) – Ingo Redenius

 

Tore:

1:0 Ingo Redenius (3., Rechtsschuss, Keibel)

2:0 Jan Keibel (11., Rechtsschuss, Ristau)

3:0 Jan Keibel (21., Kopfball, Makhaya)

4:0 Johannes Krohn (30., Rechtsschuss, Ristau)

5:0 Benjamin Ristau (90., Rechtsschuss, Heppner)

 

Gelbe Karten:

Rubin, Lammert, Thia

 

Schiedsrichter:

Thomas Sieg (Note 2) – In einem fairen Spiel mit wenig aufregenden Szenen. Pfiff zwei Tore von Schanze wegen Abseits zurück, lag dabei einmal goldrichtig, ein beim zweiten Mal war es sehr knifflig.

6. Spieltag: VfL Hammonia - SC Eilbek II 3:3 (1:2)

 

Das Positive: Auch nach sechs Spielen ist der SC Eilbek II weiterhin ungeschlagen, doch wie schon in der Vorwoche verschenkte man in Überzahl zwei Punkte. Beide Teams traten in Bestbesetzung auf und es sollte gleich zur Sache gehen.

 

Gerade einmal acht Minuten waren gespielt, da ging der VfL Hammonia in Führung. Einen Freistoß aus 18 Metern schoss der ehemalige SCE II-Spieler Mustafa Bulut genau in den Winkel zum 1:0 (8.). Doch im direkten Gegenzug schlug die torgefährlichste Mannschaft der Liga zurück. Eine Krohn-Ecke drückte Keibel aus fünf Metern über die Linie (13.).

Dann wurde es etwas hektischer auf dem Platz. Hammonias Angreifer Hakan Bayraktar wurde vom Schiedsrichter ermahnt, nachdem er in einem Zweikampf mit Sager den Ellenbogen unnatürlich in Bewegung setzte. Nur drei Minuten nach der Ermahnung war Bayraktar nicht mehr auf dem Platz, denn weit abseits des Balles trat er nach hinten gegen Eilbeks Abwehrspieler Sager erneut aus und traf diesen am Bein. Der Schiedsrichterassistent hatte diese Szene genau gesehen, so dass Schiedsrichter Dr. Lahajnar den Angreifer mit der roten Karte des Feldes verwies. Ein sehr gutes Zusammenspiel des Schiedsrichtergespanns in dieser Situation.

 

Das Spiel lebte in erster Linie von Standardsituation, denn Dr. Lahajnar ließ in den Zweikämpfen leider überhaupt keinen Körperkontakt zu, so dass ständig Pfiffe über den Platz hallten. Eine der Standardsituationen konnte der SC Eilbek II zu seinem Vorteil nutzen, Redenius köpfte eine Ecke von Schröder wuchtig in die Maschen (27.). Führung und ein Mann mehr, da sollte an sich nicht so viel anbrennen. Doch nach dem 1:2 zog sich Eilbek II unverständlicherweise komplett zurück und bettelte um den Ausgleichstreffer. Regelmäßig flogen die Bälle in den SCE II-Strafraum, doch Hammonias Angreifer waren meist nur zweite Sieger. Gefährlich wurde es nur einmal nach einer Flanke von der rechten Seite, doch Torgau war eine handbreit vor Cagin am Ball.

 

Eilbek II kam einen Tick besser aus der Kabine und erzielte in der 50. Minute die vermeintliche Vorentscheidung. Lammert wurde von Rubin mustergültig freigespielt und legte quer auf Redenius, der nur noch ins leere Tor vollenden musste. Schon das vierte Saisontor für den Friesenjung, Lammert bereits mit seiner fünften Torvorlage. Selbstvertrauen gab das Tor den Eilbekern nur kurz. Redenius allein auf Bejarano zulaufend und Lammert nach toller Kombination über rechts vergaben das 1:4 und auf einmal musste man sich die Frage stellen, welche Mannschaft denn nun in Unterzahl agieren würde.

 

Der VfL Hammonia nun wesentlich stärker und am Drücker. Cagin schoss aus 18 Metern knapp links vorbei, ein weiterer Distanzschuss streichelte das Lattenkreuz. Jubel kam eine Viertelstunde vor Schluss nicht nur aus dem nahen Millerntor-Stadion, sondern auch, als Mehmet Sorkun einen Konter aus 16 Metern zum 2:3 abschloss (70.). Wie in der Vorwoche in Überzahl ausgekontert worden, einfach schlecht. Und es sollte noch besser kommen. Hammonias Abwehrturm Jerzy Kopij, der nach der roten Karte gegen Bayraktar auch schon wegen Meckern mit eineinhalb Beinen des Feldes verwiesen wurde, traf in der Nachspielzeit genau in den Winkel (90.+3) zum 3:3-Ausgleich.

 

Ein verdienter Punkt für den VfL Hammonia, der trotz Rückstand und Unterzahl niemals aufgab und immer an sich glaubte. Eilbek II nach dem vierten Remis in Folge nun fast im Niemandsland der Tabelle. Soll der Blick weiter nach oben gerichtet sein, dann sind zwei Siege in den kommenden Spielen gegen Sternschanze II (Sonntag, 12.45 Uhr, Fichtestraße) und beim FC Schnelsen Pflicht.

 

 

Aufstellung SC Eilbek II:

Klaus Pablo Torgau – Stephan Horn, Sören Sager, Philip Thia, Johannes Krohn – Jan Keibel, Genia Rubin – Henry Schröder, Artur Lammert, Patrick Jnr Makhaya (67. Marco Heppner) – Ingo Redenius (73. Arne Bussat)

 

Tore:

1:0 Mustafa Bulut (8., dir. Freistoß)

1:1 Jan Keibel (13., Rechtsschuss, Krohn)

1:2 Ingo Redenius (27., Kopfball, Schröder)

1:3 Ingo Redenius (50., Rechtsschuss, Lammert)

2:3 Mehmet Sorkun (70., Rechtsschuss)

3:3 Jerzy Kopij (90.+3, Rechtsschuss)

 

Gelbe Karten:

Kopij, Buyukli - Rubin

 

Rote Karte:

Hakan Bayraktar (22., Tätlichkeit an Sager)

 

Schiedsrichter:

Dr. Niko Lahanjar (Note 4) – Hatte alle Hände voll zu tun, richtig war die rote Karte für Hammonias Bayraktar. Verlor in der zweiten Halbzeit seine Linie und ließ wesentlich mehr durchgehen. Hätte zudem Hammonias Buyukli nach doppeltem taktischen Foul an Lammert innerhalb von zwanzig Sekunden mit gelb und anschließend gelb-rot vom Platz schicken müssen.

5. Spieltag: SC Eilbek II – SC Persia 4:4 (1:2)

 

Was für ein Spiel an der Fichtestraße, packender als jedes TV-Duell, torreicher als jedes andere Kreisliga 5-Spiel. Die Partien des SC Eilbek II versprechen Tore, viele Tore (31 in fünf Spielen). Eilbek ging ohne die beiden Topvorbereiter Lammert und Keibel (je 4 Assists) ins Spiel, Persia ohne Außenstürmer Sarlak.

 

Es wurde ein Duell zweier Topmannschaften und die persischen Gäste erwischten den besseren Start. Schon nach drei Minuten war Nunes Caldeira Morgado frei vorm Eilbeker Tor, scheiterte am glänzenden Torgau. Persia rochierte im Offensivbereich sehr viel und brachte Eilbek in Nöte. Das frühe Pressing des SC Persia, sobald der Ball auf die Außenpositionen geschoben wurde, sollte früh in Zählbares umgemünzt werden. Wieschollek, in seinem letzten Spiel für Eilbek II, mit einem Katastrophenball im Aufbau, Khoshgouy über den rechten Flügel durch und bediente im Rückraum Aguilar Gavilanes, der zur Gäste-Führung einschob (12.). Eilbek vor allem über den rechten Flügel und den starken Zöller im Vorwärtsgang, umgehend fiel auch so der Ausgleich. Zöller mit einer scharfen Flanke, Unglücksrabe Schmidt mit einem schönen Querschläger aus 16 Metern über den eigenen Torwart ins Tor. Hätte kein Eilbeker Spieler schöner machen können, 1:1 (17.). Die Zuschauer sahen bei wechselnden äußeren Umständen eine Klassepartie. Viele Mittelfeldduelle prägten das Bild in der Folge, Nunes Caldeira Morgado hatte die Führung auf dem Fuß, sein Distanzschuss aus 18 Metern nach erneutem Ballverlust in Strafraumnähe rauschte knapp am langen Pfosten vorbei. Eilbek auch mit Möglichkeit zur Führung, nach einer Zöller-Flanke war Verteidiger Saeidimadani eine Fußspitze vor dem einschussbereiten Redenius am Ball. Kurz vor dem Seitenwechsel dann die erneute Führung für den SC Persia. Wieder ein Ballverlust von Eilbek im Spielaufbau, ähnliches Schema wie beim 0:1, diesmal stand Khoshgouy goldrichtig (38.).

 

Die zweite Hälfte lässt sich mit den folgenden Worten beschreiben: Comeback, Dramatik, Fußball!

 

Eilbek mit dem etwas besseren Start in den zweiten Abschnitt und doch klingelte es gleich wieder hinten. Nach einem Eckstoß köpfte Motzkus aus sieben Metern den Ball unhaltbar genau ins Kreuzeck (56.). Schon das zweite Tor im dritten Spiel im Duell mit Eilbek II für den Innenverteidiger. Doch von hängenden Köpfen bei der Houillon-Elf keine Spur. Fünf Minuten später die große Chance auf den Anschluss. Eigentorschütze Schmidt, der als letzter Mann sich mehrfach als ballverliebt zeigte, verlor den Ball an der Strafraumkante an Ristau und legte ihn gleich mal nieder. Eigentor, Elfmeter verursacht und mit gelb-roter Karte vom Platz geflogen. Nicht der Tag von Marc Schmidt. Wisnowsky trat zum Strafstoß an, und wie! Ein Elfmeter der Marke „Sergio Ramos“. Saeidimadani schon früh in der falschen Ecke, doch Wisnowsky in den Nachthimmel (63.)!

 

Die Moral bei Eilbek II stimmte, es war ein Spiel auf ein Tor. Makhaya mit einem satten Volleyschuss aus zwanzig Metern, doch Persia-Keeper Saeidimadani mit einer sensationellen Parade zur Ecke. Weiter ging es auf ein Tor und mit einem sehenswerten Treffer! Wieschollek mit einer Direktabnahme aus knapp 30 Metern über den verdutzten Persia-Keeper hinein ins Glück (71.). Und innerhalb einer Viertelstunde war die Partie komplett gedreht! Der eingewechselte Schröder, der für sehr viel Belebung sorgte, mit einem Eckstoß, Wieschollek mit der Verlängerung, Sager aus zwei Metern zum Ausgleich (86.)! Einstudiert nennt man das!

 

Und es sollte noch nicht alles sein an der Fichtestraße. Beide Teams mit offenem Visier, Eilbek II mit der besseren Sicht. Makhaya, der vor der Saison 30 Tore ankündigte, mit einem Freistoßtor aus 22 Metern (86.). Innerhalb von 15 Minuten war die Partie komplett gedreht, der helle Wahnsinn. Doch Persia in Unterzahl nun mit dem Mute der Verzweiflung und der wurde belohnt. Wieschollek abermals mit einem schlimmen Pass im Spielaufbau, und Persia-Neuzugang Arteaga Gaviria zum Ausgleich in der Schlussminute. Arteaga Gaviria, ein Name, so schön wie das Spiel.

Noch immer war kein Abpfiff, drei Minuten gab der umsichtige Schiedsrichter Schmidt oben drauf und die hätten der SC Persia fast zu Sieg genutzt. Eilbek-Torwart Torgau verhinderte mit einer Klasseparade gegen Karimi das 4:5 (90.+2).

 

Ein packendes, rasantes Spiel endete am Ende wohl leistungsgerecht unentschieden. Beide Mannschaften wussten am Ende nicht, ob sie sich über das Remis freuen oder über den vergebenen Sieg weinen sollten. Der SC Eilbek II bleibt auch im fünften Saisonspiel ungeschlagen, mit nunmehr neun Punkten auf der Habenseite. Der Aufstiegsfavorit Persia mit acht Punkten auch noch in Schlagweite auf die Aufstiegsplätze. In der kommenden Woche tritt der SC Eilbek II beim VfL Hammonia an (Sonntag, 15 Uhr, Sternschanze). Nach den Länderspielen, für die kein Eilbeker nominiert wurde, kommt der SC Sternschanze an die Fichtestraße.

 

Aufstellung SC Eilbek II:

Klaus Pablo Torgau – Christian Behrens, Sören Sager, Thomas Wieschollek, Johannes Krohn (78. Heiko Krützmann) – Benjamin Ristau, Genia Rubin (46. Stefan Zimmer) – Bernhard Wisnowsky (70. Henry Schröder), Patrick Jnr Makhaya, Torben Zöller – Ingo Redenius

 

Tore:

0:1 Bryan Sebastian Aguilar Gavilanes (12., Rechtsschuss, Khoshgouy)

1:1 Marc Schmidt (17., Eigentor, Zöller)

1:2 Farhang Khoshgouy (38., Rechtsschuss)

1:3 Carsten Motzkus (56., Kopfball)

2:3 Thomas Wieschollek (71., Rechtsschuss, Zöller)

3:3 Sören Sager (82., Rechtsschuss, Wieschollek)

4:3 Patrick Jnr Makhaya (86., dir. Freistoß, Ristau)

4:4 Andres Felipe Arteaga Gaviria (90., Rechtsschuss)

 

Gelbe Karten:

Makhaya – Nunes Caldeira Morgado, Aguilar Gavilanes, Khoshgouy, Karimi, Khosravi

 

Gelb-Rote Karte:

Marc Schmidt (62., wiederholtes Foulspiel)

 

Bes. Vorkommnis:

Wisnowsky schießt Foulelfmeter (Schmidt an Ristau) über das Tor (63.)

 

Schiedsrichter:

Eugen Schmidt (Note 2) – Lag in einem rassigen Spiel größtenteils richtig. Berechtigt auch der Platzverweis für Schmidt und der anschließende Elfmeter.

4. Spieltag: SC Sperber II – SC Eilbek II 3:3 (2:1)

 

Zweites Auswärtsspiel der Saison, die Reise ging ins Sport-Duwe-Stadion nach Alsterdorf, wo man auf den SC Sperber II treffen sollte. Beiden Teams fehlten die Sturmführer, sowohl Eilbeks Redenius (Urlaub) als auch Raubvogel Kanthak (Rücken) waren nicht mit von der Partie.

 

Das Anfangstempo auf dem dringend mähbedürftigen Rasen war mehr als bedächtig. Der SC Eilbek II besaß mehr Spielanteile, konnte seine 17-Tore-Offensive aber nur selten ins Rollen bringen. So richtig Fahrt nahm das Spiel erst nach rund einer halben Stunde auf, und wie!

 

Nach einem Eckstoß war die SCE II-Ordnung einmal kurz nicht hergestellt, Haase nutzte dies zu einem Abstauber aus fünf Metern zur Führung des SCS (36.). Nur zwei Minuten später der Ausgleich für Eilbek, Marke Tor des Monats. Keibel legte an der Strafraumgrenze eine Flanke mit der Brust auf Ristau ab, der den Ball volley oben rechts in den Winkel drosch, 1:1. Das Tor gab den Gästen aber keine Sicherheit, und wiederum nur drei Minuten später stand es 2:1. Eilbek mit einem Fehlpass in der Vorwärtsbewegung und Alex Schulz bedankte sich (41.). Drei Torschüsse, drei Tore, so ging es in die Pause. Es waren gleichzeitig die ersten Gegentreffer für den SC Eilbek II in dieser bisher so erfolgreichen Saison.

 

Zum zweiten Abschnitt wirkten die Gäste wesentlich wacher, laufbereiter und agiler. Nicht zu Unrecht entwickelte sich quasi ein Spiel auf ein Tor. Zimmer mit dem ersten Warnschuss in Richtung SCS-Gehäuse, doch Hansen war auf dem Posten. Mit Rosner brachte Trainer Houillon nach rund einer Stunde einen zweiten Stürmer und die Umstellung sollte sich lohnen. Der besser werdende Lammert setzte sich auf dem linken Flügel durch und bediente von der Torauslinie Ristau, der Torwart Hansen die Kugel durch die Hosenträger schob (65.). Frei nach dem Motto, das jeder Amateurfußballer kennt: Tunnel oder Winkel? Kapitän Ristau heute mit Tunnel und Winkel! Und weiter ging es nur in eine Richtung. Eine Kopfball-Verlängerung vom eigenen Mitspieler fischte Sperber-Keeper Hansen überragend aus dem Winkel. Kurze Zeit später war Hansen geschlagen, doch den Keibel-Kopfball rettete ein Feldspieler auf der Linie. Sager köpfte zweimal nach einem Eckstoß knapp am Tor vorbei und dann kam das, womit keiner rechnete, die Führung für Sperber. Der bärenstarke Haase umkurvte gleich vier Gegenspieler und tunnelte zum Abschluss noch SCE II-Keeper Torgau, 3:2 (75.). Sperber nun etwas besser im Kontern, Sebald mit einer ganz üblen Sperber-Flugeinlage im Eilbeker Strafraum, Schiedsrichter Schnehagen ließ zu Recht weiterspielen. Fünf Minuten vor Ende dann wieder ein Sperber-Spieler im Eilbeker Strafraum am Boden. Sager fällte Haase deutlich im Strafraum, doch Schnehagen verlegte den Tatort außerhalb des Sechszehners. Glück für den Tabellendritten!

 

Rubin, mittlerweile für Thia in der Partie, konnte zwei Minuten vor Ende den Ausgleich erzielen, bereits das vierte Joker-Tor in der Saison. Makhaya setzte sich ähnlich wie Lammert beim 2:2 auf der linken Seite durch, seine Flanke setzte Rubin technisch hochanspruchsvoll in die Maschen (89.).

Es blieb beim 3:3, zu wenig gegen einen nicht besonders starken Gegner, der komplett von den individuellen Momenten von Mittelfeldspieler Johannes Haase lebte. Am kommenden Sonntag geht es daheim gegen den vermeintlichen Favoriten der Kreisliga 5, den SC Persia.

 

Aufstellung SC Eilbek II:

Klaus Pablo Torgau – Stephan Horn, Sören Sager, Philip Thia (79. Genia Rubin), Johannes Krohn – Benjamin Ristau, Jan Keibel – Stefan Zimmer (60. Kevin Rosner), Patrick Jnr Makhaya, Kevin Dücker (75. Marco Heppner) – Artur Lammert

 

Tore:

1:0 Johannes Haase (36., Linksschuss)

1:1 Benjamin Ristau (38., Rechtsschuss, Keibel)

2:1 Alexander Schulz (43., Rechtsschuss)

2:2 Benjamin Ristau (65., Rechtsschuss, Lammert)

3:2 Johannes Haase (75., Linksschuss)

3:3 Genia Rubin (89., Rechtsschuss, Makhaya)

 

Gelbe Karten:

- Rubin

 

Schiedsrichter:

Frank Schnehagen (Note 4) – Mit einer guten Leistung, getrübt von zwei Fehlern: Hätte Sebald für seinen Sinkflug verwarnen müssen, dazu hätte es nach Foul von Sager an Haase (86.) Elfmeter statt Freistoß geben müssen.

3. Spieltag: SC Eilbek II – SV Barmbek 0:0

 

Angstgegner, Schmuddelwetter, David gegen Goliath – mit vielen schönen Worthülsen hätte man die Partie des Tabellenführers aus Eilbek gegen den Vorletzten aus Barmbek vorab garnieren können. Am Ende stand auf der Anzeigetafel jedoch nur Magerkost. Die Tormaschinerie des Eilbek II, das die letzten vier Spiele gegen Barmbek I und II nicht gewinnen konnte, geriet am heutigen Tage ins Stocken, es blieb beim torlosen 0:0. Bereits vor der Partie frotzelten die Torhüter der beiden Teams, dass man sich auf ein 0:0 nach Elfmeterschießen einigen sollte. Eine Anspielung auf das Vorbereitungsturnier in Bergstedt, als Eilbek II und Barmbek aufeinander trafen und gleich neun von zwölf Strafstößen vergeben wurden. Dass die Keeper nach 90 Minuten recht behalten sollten, war vorab nicht zu erwarten - deren Glaskugel sollte öfter benutzt werden.

 

17 Tore in 180 Minuten, kein Gegentor, der Favorit vor dem Spiel war klar ausgemacht. Die bis dato noch punktlosen Barmbeker machten dennoch nicht die Anstalten, sich nur auf eine Ergebnisverwaltung zu besinnen – drei Punkte wollte die Mannschaft um Kapitän Murat Ak von der Fichtestraße entführen. Der Spielmacher der Gäste war es auch, der das erste Lebenszeichen von sich gab, sein Distanzschuss aus knapp 30 Metern ging zwei Meter am Tor vorbei. Es war ein kampfbetontes Spiel in dem beide Abwehrreihen ihre Stärke demonstrieren konnten. Das Fehlen der beiden etatmäßigen Mittelstürmer Redenius und Rosner war dem SC Eilbek II deutlich anzumerken, Wisnowsky als Ersatz konnte sich nur selten in torgefährliche Räume durchspielen. So blieb das Spiel in Halbzeit eins zwischen den Strafräumen kurzweilig, Gefahr in den Strafräumen gab es nur einmal. Ein Kopfball nach Ecke von Schröder rauschte am langen Pfosten vorbei. Torlos ging es nach einer absolut ausgeglichenen ersten Halbzeit in die Pause.

 

Der zweite Abschnitt sollte ein wenig mehr Torgefahr mit sich bringen, eine höhere Spielkultur konnte aufgrund der immer schwierigeren Platzverhältnisse bei Dauerregen nicht erwartet werden. Im Blickpunkt stand Barmbeks Torwart Sebastian Nagel, der bis vor drei Jahren auch das Trikot des SC Eilbek trug. Zunächst lenkte Nagel einen Kopfball von Jan Keibel nach toller Flanke von Horn um den Pfosten, Minuten später parierte er einen Freistoß von Keibel glänzend. Eilbek II war im zweiten Abschnitt die bessere Mannschaft, richtig zwingend wurde die Houillon-Equipe aber zu selten. Die letzte sich bietende Chance auf den dritten Sieg vergab Rubin, der von Zimmer bedient wurde und hart bedrängt rechts am Tor vorbeischoss. Auf der Gegenseite hatte der SV Barmbek die einzige nennenswerte Torchance als ein abgefälschter Pass plötzlich Richter frei vor dem Tor in die Füße fiel, doch Torgau konnte sich gerade so vor dem weggerutschten Richter auf den Ball stürzen.

 

Eine in der Summe gerechte Punkteteilung, mit der die Gäste sichtlich zufriedener waren als der SC Eilbek II. Die gegentorfreie Serie hält an, nun bereits seit 270 Minuten in der Kreisliga 5. Mit nunmehr sieben Punkten aus drei Spielen rangiert der SCE II auf Rang drei, Barmbek bleibt Vorletzter. In der kommenden Woche tritt der SCE II im Sport-Duwe-Stadion beim SC Sperber II an, Anstoß ist um 11.45 Uhr.

 

 

Aufstellung:

Klaus Pablo Torgau – Stephan Horn, Sören Sager, Thomas Wieschollek, Johannes Krohn – Jan Keibel, Genia Rubin – Stefan Zimmer, Artur Lammert, Henry Schröder (63. Patrick Jnr Makhaya) – Bernhard Wisnowsky (71. Marco Heppner) 

 

Tore:

Fehlanzeige

 

Gelbe Karten:

Horn, Wisnowsky

 

Schiedsrichter:

Marco Weber (Note 1,5) – Einzig bei einigen Einwurfentscheidungen nicht auf der Höhe, darüber hinaus mit einer sehr guten Spielleitung und toller Vorteilsauslegung.

2. Spieltag: SV West-Eimsbüttel – SC Eilbek II 0:10 (0:5)

 

So macht Fußball Spaß! Der SC Eilbek II hat seine Tabellenführung in der Kreisliga 5 in beeindruckender Art und Weise bestätigt. Bezirksliga-Absteiger SV West-Eimsbüttel wurde an die Wand gespielt. Neu im Kader waren die beiden Liga-Leihgaben Barrasch und Atlihan, Ristau (Liga-Einsatz gegen Voran Ohe) und Kerlin (Bänderdehnung) fehlten.

 

Von der ersten Minute an war es auf dem Rasen am Sportplatzring ein Spiel auf ein Tor. Eilbeks-Torwart Torgau musste im gesamten Spiel nur zwei Kullerbälle abwehren, die jeder F-Jugend-Keeper gehalten hätte. Den Weg zum Arbeitsamt sparte er sich trotzdem, da deren Türen sonntags verschlossen sind.

 

Schon nach drei Minuten klingelte es zum ersten Mal im Tor von „Wespe“. Zu keiner Zeit zeigte sich, dass diese Mannschaft in der vergangenen Saison noch in der Bezirksliga spielte. Jan Keibel wurde im Strafraum gelegt, den fälligen Elfmeter verwandelte Artur Lammert souverän zum 0:1. Wie schon in der Vorwoche musste Lammert zweimal antreten, dieses Mal startete Atlihan zu früh in den Strafraum und wurde dafür verwarnt. Der zweite Treffer sollte nur eine Frage der Zeit sein, denn der Eilbek-Express hatte sehr viel Zug zum Tor und überrollte den Gegner. Zunächst scheiterte Redenius nach schöner Barrasch-Flanke an Wespe-Keeper Plautz, doch nach einer Viertelstunde stand es endlich 0:2. Eine Ecke von Nils Barrasch verlängerte Sinan Atlihan mit seinem Scheitel ins lange Eck, 0:2.

 

In der Vorwoche gegen den Walddörfer SV war der SC Eilbek II beim 7:0 über die kompletten 90 Minuten gefordert, ganz anders heute. Der Gegner präsentierte sich dermaßen schwach und muss sich die Frage gefallen lassen, ob diese Mannschaft Kreisligatauglichkeit besitzt.

 

Bereits nach 20 Minuten war die Messe in Stellingen gelesen, in Folge einer Ecke von Johannes Krohn hielt Genia Rubin seinen Fuß hin, 0:3. Und es hätten noch wesentlich mehr Tore folgen können, Redenius scheiterte frei vor Plautz, der zudem mit zwei Freistößen von Barrasch seine liebe Mühe und Not hatte. Noch vor dem Seitenwechsel sollten die nächsten Treffer fallen, Redenius bediente Lammert mit einem Traumpass, der von Plautz zu Fall gebracht wurde. Doch statt roter Karte und Elfmeter gab es Vorteil, Atlihan schob den freien Ball ins leere Tor (35.). Im Schongang spielte Eilbek II die letzte Viertelstunde herunter und kam dennoch zu einem weiteren Treffer. Barrasch bediente Redenius, der drehte sich um seinen Gegenspieler und traf per Linksschuss zum 0:5 (45.).

 

Nach dem Seitenwechsel dezimierte sich West-Eimsbüttel in Person von Jahnke. Der bereits gelb verwarnte Innenverteidiger senste Barrasch am linken Flügel unmotiviert um, klarer Platzverweis. Die Hausherren spielten zu keinem Zeitpunkt besonders unfair, standen aber am Ende nur noch mit 8 Mann auf dem Platz. Beim Stand von 0:8 grätschte Patrick Klesten mit beiden Beinen gestreckt in Richtung des eingewechselten Marco Heppner. Zwar sprang Heppner aus Selbstschutz über den Mann, doch auch hier war gelb-rot völlig richtig. In der Schlussminute ließ sich Eimsbüttels Engin Mert zu einer Tätlichkeit gegen Schröder hinreißen, glatt Rot und mit Sicherheit auch einige Wochen Denkpause.

 

Fußball wurde auch noch gespielt, allerdings nur in eine Richtung. Eine Krohn-Flanke verlängerte Atlihan, Rubin dahinter mit links ins Glück (53.). Nur fünf Minuten später ein Elfmeter der Kategorie „selten dämlich“. Atlihan wurde im Vorfeld einer SCE II-Ecke im Strafraum gehalten, der Schiedsrichter ermahnte den Verteidiger zweimal und informierte ihn mit den Worten „Ich sehe das“. Die Ecke kommt in den Strafraum, der Wespe-Spieler zerrt, Atlihan fällt, Elfmeter. Lammert wieder souverän, 0:7 (58.).

 

Die Zeit der Wechsel war gekommen, Redenius durfte duschen und Rosner kam ins Spiel. Rosner benötigte nur 280 Sekunden von der Einwechslung bis zum Tor. Keibel spielte den Angreifer mustergültig frei, der mit ostdeutscher Präzisionsarbeit an den Innenpfosten und dann rein, 0:8 (61.). Spannung keimte am Sportplatzring nicht mehr auf, Barrasch per Distanzsschuss (86.) und Schröder (89.) mit seinem ersten Tor im 18. Spiel für den SC Eilbek II machten es schlussendlich zweistellig.

 

Für den SC Eilbek II gab es damit gleich einige Rekorde zu feiern. Es war der erste Sieg auf Rasen seit dem 30.04.2011 (5:0 beim SV St. Georg), zudem der höchste Sieg der Geschichte (einmal bereits 10:0 beim ASV Hamburg II). Nicht nur 17 erzielte Tore nach zwei Spielen sprechen für die neue Offensivqualität, die Defensive zeigt ebenso hervorragende Leistungen. In der neuen Saison ist der SC Eilbek II noch ohne Gegentor, zuletzt spielte am 05.09.2010 zwei Spiele in Folge zu Null.

 

Das nächste Heimspiel findet am 18. August an der Fichtestraße statt, erwartet wird der SV Barmbek.

 

 

Aufstellung:

Klaus Pablo Torgau – Stephan Horn, Sören Sager, Philip Thia, Johannes Krohn – Jan Keibel, Genia Rubin – Artur Lammert (60. Marco Heppner), Sinan Atlihan (71. Henry Schröder), Nils Barrasch – Ingo Redenius (56. Kevin Rosner)

 

Tore:

0:1 Artur Lammert (3., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Keibel)

0:2 Sinan Atlihan (15., Kopfball, Barrasch)

0:3 Genia Rubin (20., Rechtsschuss, Krohn)

0:4 Sinan Atlihan (35., Rechtsschuss, Lammert)

0:5 Ingo Redenius (45., Linksschuss, Barrasch)

0:6 Genia Rubin (53., Linksschuss, Atlihan)

0:7 Artur Lammert (58., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Atlihan)

0:8 Kevin Rosner (61., Rechtsschuss, Keibel)

0:9 Nils Barrasch (86., Rechtsschuss, Rosner)

0:10 Henry Schröder (89., Rechtsschuss, Barrasch)

 

Gelbe Karten:

Haaße, Köhnholdt, Behrens, Kolmer - Atlihan, Heppner, Schröder

 

Gelb-Rote Karten:

Sebastian Jahnke (51., wiederholtes Foulspiel)

Patrick Klesten (76., wiederholtes Foulspiel)

 

Rote Karte:

Engin Mert (90., Tätlichkeit)

 

Schiedsrichter:

Thorsten Bodenstein (Note 1,5) – Leitete das Spiel sehr souverän, alle drei Platzverweise für West-Eimsbüttel waren absolut unstrittig.

 

1. Spieltag: SC Eilbek II – Walddörfer SV 7:0 (3:0)

 

Die Saisoneröffnung des Hamburger Herrenfußballs fand bereits am Dienstagabend an der Fichtestraße statt. Der SC Eilbek II empfing den hochgehandelten Walddörfer SV, der sich mit Gottschalk (USC Paloma) und Nendza (SC Sperber) im Mittelfeld prominent verstärkt hatte. In der ersten Runde des Oddset-Pokals zeigte die Mannschaft von Trainer Dämmich ihre Klasse und unterlag dem Oberligisten Alstertal/Langenhorn nur knapp mit 0:2. Die Hausherren ihrerseits bezwangen den TSV Sasel II mit 3:1 nach Verlängerung. Die Walddörfer konnten mit ihrer vermeintlichen stärksten Elf antreten, beim SCE II fehlten u. a. Bussat, Wisnowsky und Makhaya. Der WSV mit einer Änderung im Vergleich zum Pokal, Kristen begann für von Klipstein, bei Eilbek kamen Kerlin und Ristau für Wisnowsky und Rubin in die Partie.

 

Die Anfangsphase hielt das, was das Spiel im Vorfeld versprach. Beide Teams legten vom Anstoß weg ein höllisches Tempo vor, das mit Kreisliga-Fußball so viel zu tun hatte wie Erik Zabel mit sauberem Radsport. Der vermeintliche Geheimfavorit der Kreisliga 5, der Walddörfer SV, hatte zunächst etwas mehr Spielanteile. Nach einem Pass von Nendza stand Richter plötzlich allein vor Torgau, doch der parierte sensationell (3.). Alle Akteure auf dem Grandplatz zeigten eine ausgeprägtes Pressingverhalten, die Walddörfer setzten in ihrer 442-Formation den SCE II schon früh unter Druck, auf der Gegenseite war dies nicht anders zu sehen. Die junge und recht groß gewachsene Walddörfer-Equipe hatte im Mittelfeld die Lufthoheit, gewann dort nahezu jedes Kopfball-Duell. Umso kurioser stellte es sich dann dar, dass der SCE II seine ersten fünf Treffer allesamt per Kopf erzielen sollte.

 

Schon nach fünf Minuten in dieser hochklassigen Partie der erste Treffer gefallen. Nach einer Linksflanke von Krohn servierte Lammert den Ball mustergültig auf den Kopf von Kerlin, der aus Nahdistanz unhaltbar einköpfte (6.). Schon im Pokal gelang Eilbek ein Frühstart, dort ging man bereits nach einer Minute in Führung. In vier der letzten fünf Pflichtspiele erzielte der SC Eilbek II einen Treffer in den ersten fünf Minuten. Doch damit nicht genug, in die Drangphase des WSV gelang Neuzugang Benjamin Kerlin bei seinem Pflichtspieldebüt sein erster Doppelpack. Aus nahezu identischer Position köpfte er diesmal nach Vorlage von Redenius zum 2:0 ein (10.). Die Walddörfer spielten einen gefälligen Ball, lagen wie aus heiterem Himmel sehr früh zurück.

 

Das Spiel blieb hochklassig, beide Mannschaften schenkten sich im Mittelfeld rein gar nichts und präsentierten sich im Umschaltverhalten bärenstark. Die Folge: wenig Torchancen aus dem Spiel heraus. Eine der wenigen Torchancen hatte Henry Schröder auf dem Fuß, doch den Konter schloss der Außenspieler nicht erfolgreich ab und zielte knapp rechts vorbei (20.).

 

Die Gier nach Toren war beim Fast-Absteiger der Vorsaison nicht gestillt: Ein Wieschollek-Freistoß erreichte Kerlins Fuß, der wiederum direkt auf den Kopf von Sager und der hinein ins Glück zum 3:0 (29.). Auch das dritte Tor wurde damit von einem Neuzugang erzielt, Sören Sager kam vom Oldenburger SV und lieferte eine blitzblanke Vorstellung als Innenverteidiger ab. Der Vorsprung von drei Toren sollte bis zur Halbzeit bestand haben, doch man war sich sicher, dass das Spiel noch nicht entschieden war. So groß wie es das Ergebnis vermuten lässt, war der Qualitätsunterschied nicht. Sollte der Walddörfer SV diese Leistung beibehalten, dann sollte man ohne Probleme unter die ersten Sechs kommen, so albern das nach dem Ergebnis auch klingen mag.

 

Der Drops war in der zweiten Halbzeit früh gelutscht. Zwar kamen die Walddörfer ambitioniert und mit breiter Brust aus der Kabine, doch spätestens nach Wiescholleks Uwe-Seeler-Gedächtnis-Kopfball zum 4:0 nach einem Krohn-Freistoß (49.) war der Bann endgültig gebrochen. Zwar reagierte WSV-Trainer Dämmich und brachte Sohn Fabian, ergebniswirksam war diese Maßnahme jedoch nicht. Dämmich fügte sich nach einer Einwechslung schnell ins Spiel ein, seine Flanke auf Richter streichelte letzterer aber im langen Eck nur gegen die Latte. Nun erst begann Eilbek II auch spielerisch überlegen zu sein, Lammert traf nach schöner Drehung per Linksschuss aber nur den Pfosten. WSV-Torwart Kilan lenkte einen Schuss von Redenius nach toller Kombination über Schröder und Keibel fantastisch zur Ecke ab. Doch dem besten SCE II-Schützen der Vorbereitung sollte sein Tor nicht verwehrt bleiben, einen Keibel-Freistoß nickte Neu-Kapitän Redenius zum 5:0 ein (67.). Seinem Sptznamen „Doppelpack-Ingo“ konnte Redenius diesmal keine Ehre verleihen, kurz nach dem Tor war für den Mittelstürmer Feierabend, ebenso für Doppeltorschütze Kerlin. Die beiden Joker von der Bank waren von 0 auf 100 auf Betriebstemperatur, nur drei Minuten nach seiner Einwechslung erzielte Marco Heppner im 20. Spiel sein erstes Tor für Eilbek II. Vorausgegangen war eine schöne Kombination über Horn und Lammert, der mustergültig von der Torauslinie zurück legte, der 19-jährige musste nur noch seinen Fuß hinhalten (73.).

 

Noch schneller war Kevin Rosner an einem Tor beteiligt, zwanzig Sekunden war der Angreifer auf dem Platz, da wurde er im Strafraum zu Fall gebracht, der sehr gute Schiedsrichter Grage entschied zurecht auf Elfmeter. Neuerwerbung Artur Lammert traf zweimal sicher ins Tor, beim ersten Versuch war Rosner zu früh in den Strafraum gelaufen (78.).

 

Die Walddörfer bemühten sich auch nach dem 0:7 weiter um einen Ehrentreffer, doch Nendzas Schuss von der Strafraumgrenze beschädigte bestenfalls die Autos auf dem angrenzenden Parkplatz. Kurze Zeit später reklamierte der WSV nach einem Duell zwischen Torgau und Dämmich einen Elfmeter für sich, doch wieder lag Grage richtig und ließ das Spiel weiterlaufen.

 

Nicht nur die Eiseskälte vor dem gegnerischen Tor war beim SC Eilbek II war beeindruckend, die Defensivleistung gegen solch einen starken Gegner war noch bemerkenswerter. Gleich am ersten Spieltag schaffte man ein Zu-Null-Spiel und hat damit die Anzahl der Spiele ohne Gegentore aus der Vorsaison egalisiert. Erstmals seit Oktober 2011 kann Eilbek II in der Tabelle wieder eine positive Tordifferenz aufweisen.

Am Dienstag trifft der SC Eilbek II in der zweiten Runde des Holsten-Pokals auf Eintracht Norderstedt II, Anstoß in Norderstedt ist um 18.30 Uhr. Am 11.08. um 15 Uhr geht es zum zweiten Spieltag zum Bezirksliga-Absteiger SV West-Eimsbüttel.

 

 

Aufstellung:

Klaus Pablo Torgau – Stephan Horn, Sören Sager, Thomas Wieschollek, Johannes Krohn – Jan Keibel, Benjamin Ristau (46. Genia Rubin) – Henry Schröder, Artur Lammert, Benjamin Kerlin (70. Marco Heppner) – Ingo Redenius (77. Kevin Rosner)

 

Tore:

1:0 Benjamin Kerlin (6., Kopfball, Lammert)

2:0 Benjamin Kerlin (10., Kopfball, Redenius)

3:0 Sören Sager (29., Kopfball, Kerlin)

4:0 Thomas Wieschollek (49., Kopfball, Krohn)

5:0 Ingo Redenius (67., Kopfball, Keibel)

6:0 Marco Heppner (73., Rechtsschuss, Lammert)

7:0 Artur Lammert (78., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Rosner)

 

Gelbe Karten:

Horn, Rubin – Gottschalk, Steen

 

Schiedsrichter:

Thomas Grage (Note 1,5) – Hatte zu keiner Zeit Probleme mit der Leitung des fairen Spiels.

1. Runde Holsten-Pokal: SC Eilbek II – TSV Sasel II 3:1 n.V. (1:0, 1:1, 2:1)

 

Es war angerichtet, bei tropischen Temperaturen an der Fichtestraße erwartete der SC Eilbek II den TSV Sasel II zur ersten Runde des Holsten-Pokals. Die Neuauflage der Erstrundepartie von 2011 (4:2 für Sasel) sollte länger andauern, als den meisten lieb war.

 

Eilbek II mit drei Neuzugängen in der Startelf, Sager, Lammert (Oldenburger SV) und Keibel (VfL 93) trugen erstmals das Trikot der Hausherren. Kaum nahmen die Zuschauer auf ihren Sitzen Platz, konnten Sie auch schon wieder aufspringen, sofern sie mit der Heimelf sympathisierten. Schon in der ersten Minute schoss Ingo Redenius den SCE II in Führung. Wie Lewandowski im CL-Halbfinale gegen Pepe legte sich Redenius den Ball bei der Drehung vor und traf fulminant in den Winkel.

 

Die Gäste waren vom frühen Rückstand jedoch nicht geschockt, einen schön um die Mauer gezirkelten Freistoß konnte SCE II-Keeper Torgau aus der Ecke fischen. Sasel durchaus mit den Chancen zum Ausgleich, doch nach einem Sager-Bock schoss Blaszczyk freistehend aus achtzehn Metern weit daneben. Die beiden Halbzeiten, jeweils von einer Trinkpause unterbrochen, forderte die 22 Akteure bis aufs äußerste. Nach einem Wieschollek-Freistoß schoss Redenius, mit neun Toren gefährlichster Angreifer in der Vorbereitung, denkbar knapp vorbei.

 

Nach dem Seitenwechsel erwischte Sasel den besseren Start. Zwar haderte man weiter mit dem Schiedsrichter und diversen Abseitsstellungen, doch nach rund einer Stunde traf Sasel zum nicht unverdienten Ausgleich. Torgau konnte den ersten Versuch der Saseler noch abwehren, doch Krohn und Wisnowsky bekamen den Ball nicht entscheidend aus der Gefahrenzone und Sasels Angreifer schloss zum 1:1 direkt neben dem Pfosten ab. Die Zeit der Wechsel war gekommen, der SCE II brachte von der Bank mit Ristau und Rosner zwei frische Kräfte mit hoher Qualität, gerade die Qualität in der Breite unterscheidet Eilbek II 2013 von der Mannschaft der Vorsaison.

 

Während der regulären Spielzeit passierte nicht mehr viel nennenswertes, beide Teams standen in der Defensivreihe sehr sicher. Mit den beiden Einwechslungen bewies SCE II-Trainer Houillon ein goldenes Händchen.

 

Zwei Minuten waren in der Verlängerung gespielt, da versuchte Lammert sich an einer Flanke, doch die wurde abgeblockt. Den Abpraller aus der Luft nahm Benjamin Ristau mit vollem Risiko volley und traf spektakulär per Aufsetzer zum 2:1! Bramsiepe im Sasel-Kasten ohne jede Abwehrchance. Sasel II warf nun alles nach vorne und kam gleich zu einer guten Chance, doch Torgau konnte Plambecks Schuss von der Strafraumgrenze glänzend parieren. Ansonsten stand die Eilbeker Defensive sehr sicher. In der zweiten Halbzeit der Verlängerung fiel dann die Entscheidung, wieder war ein Joker zur Stelle. Kevin Rosner, in der Vorsaison erfolgsreichter Torschütze, traf nach einer Keibel-Hereingabe zum 3:1. Der Drops an der Fichtestraße damit gelutscht, in der 116. Minute trafen die Gäste noch einmal den Außenpfosten, zu mehr reichte es nicht.

 

Zu allem Überfluss holte sich der bereits gelb verwarnte Christopher Blaszczyk wegen Meckern die Ampelkarte ab (118.).

  

Erstmals seit vier Jahren steht der SC Eilbek II wieder in der zweiten Pokalrunde, der Gegner wird am kommenden Montag ermittelt, gespielt wird eine Woche später. Schon am Dienstag steht das nächste Spiel auf dem Programm, der SCE II eröffnet die Herrensaison des Hamburger Fußballs mit dem ersten Spiel der Kreisliga 5. Anstoß an der Fichtestraße ist um 19 Uhr, der Gegner ist der Walddörfer SV, der sich in der ersten Runde des Oddset-Pokals achtbar nur 0:2 gegen Oberligist SCALA geschlagen geben musste.

  

 

Aufstellung SC Eilbek II: 

Klaus Pablo Torgau – Stephan Horn, Sören Sager, Thomas Wieschollek, Johannes Krohn (107. Marc Schultz) – Genia Rubin (67. Benjamin Ristau), Jan Keibel – Henry Schröder, Artur Lammert, Bernhard Wisnowsky – Ingo Redenius © (72. Kevin Rosner)

 

Aufstellung TSV Sasel II:

Florian Bramsiepe – Dennis König, Lennart Witthöft (46. Fabian Becker), Christoph Orlowski, Felix Werner, Marcel Marake, Jan Hinrich Mewes (83. Tim-Simon Gundlach), Moritz Rudolph (46. Fabian Bings), Christopher Blaszczyk, Ove Max Hoppe, Pascal Plambeck

 

 

Tore:

1:0 Ingo Redenius (1., Rechtsschuss, Krohn)

1:1 --- (62., Rechtsschuss)

2:1 Benjamin Ristau (92., Rechtsschuss, Lammert)

3:1 Kevin Rosner (112., Rechtsschuss, Keibel)

 

Gelbe Karten:

Wieschollek – Witthöft, Werner, Hoppe

 

Gelb-Rote Karte:

Blaszczyk (Sasel, 118., Meckern)

 

Schiedsrichter:

Gernold Mühling (Note 2,5) – Mit klarer Linie in einem umkämpften Spiel, großzügiges Maß bei persönlichen Strafen, bestraf Meckern rigoros

Test: SV Barmbek II - SC Eilbek II 0:0

Torgau - Krützmann, Sager, Thia (46. Wieschollek), Krohn (46. Schultz) - Keibel, Rubin - Kerlin, Makhaya, Lagemann - Vincks

Test: SC Eilbek II - DSC Hanseat 3:5 (2:4)

Torgau - Horn (46. Krützmann), Wieschollek, Sager, Schultz - Ristau, Rubin (46. Thia) - Heppner, Lammert, Makhaya - Ramburger (2. Yakubi)

 

0:1 ---

0:2 ---

0:3 ---

0:4 ---

1:4 Artur Lammert (Rechtsschuss, Heppner)

2:4 Artur Lammert (Rechtsschuss, Heppner)

3:4 Artur Lammert (Rechtsschuss, Krützmann)

3:5 ---

Test: SV Barmbek - SC Eilbek II 1:1, 2:1 n.E.

Torgau - Schultz, Wieschollek, Rubin, Horn - Ristau, Ramburger - Lagemann, Makhaya, Wadhwa - Kerlin

 

1:0 ---

1:1 Benjamin Kerlin (Rechtsschuss, ohne Vorarbeit)

 

11m-Schießen:

Ristau verschossen, Rubin verschossen, Kerlin Tor, Torgau verschossen, Wieschollek neben das Tor, Horn verschossen

Test: Glashütter SV - SC Eilbek II 5:3 (1:2)

Torgau - Krützmann, Rubin, Thia, Horn - Ristau, Ramburger - Makhaya, Redenius, Yakubi (30. Wisnowsky) - Rosner

 

0:1 Ingo Redenius (Rechtsschuss, Ramburger)

0:2 Ingo Redenius (Rechtsschuss, Rosner)

1:2 ---

2:2 ---

2:3 Bernhard Wisnowsky (Rechtsschuss, ohne Vorarbeit)

3:3 ---

4:3 ---

5:3 ---

Test: SV Nettelnburg-Allermöhe II - SC Eilbek II 1:1(1:0)

Hauf (46. Marquardt) - Horn (46. Krützmann), Torgau, Wieschollek (46. Sager), Schultz (46. Lagemann) - Rubin, Ramburger (46. Krohn) - Makhaya (46. Rosner), Yakubi, Schröder - Wisnowsky

 

1:0 ---

1:1 Genia Rubin (Rechtsschuss, Ramburger)

Test: Eintracht Elbmarsch II - SC Eilbek II 2:2 (1:2)

Marquardt - Krützmann (46. Lagemann), Torgau, Thia, Horn - Rubin (46. Ramburger), Ristau (20. Wieschollek) - Wisnowsky, Yakubi (46. Kerlin), Makhaya - Redenius

 

1:0 ---

1:1 Ingo Redenius (Rechtsschuss, Makhaya)

1:2 Ingo Redenius (Linksschuss, Wisnowsky)

2:2 ---

Test: SC Europa II - SC Eilbek II 2:8 (0:5)

Hauf - Horn (46. Krützmann), Torgau (46. Thia), Wieschollek, Krohn (46. Schultz) - Rubin (46. Ramburger), Keibel - Makhaya, Lammert (46. Yakubi), Gyasi (46. Kerlin) - Redenius (46. Rosner)

 

0:1 Johannes Krohn (dir. Freistoß, Linksschuss, Keibel)

0:2 Artur Lammert (Rechtsschuss, Redenius)

0:3 Ingo Redenius (Rechtsschuss, Lammert)

0:4 Marvin Gyasi (Rechtsschuss, Keibel)

0:5 Ingo Redenius (Rechtsschuss, Gyasi)

1:5 ---

1:6 Kevin Rosner (Kopfball, Makhaya)

1:7 Mostafa Yakubi (Rechtsschuss, Rosner)

1:8 Mostafa Yakubi (Rechtsschuss, Kerlin)

2:8 ---

Test: SC Eilbek II - SC Concordia II 2:3 (1:1)

Torgau - Schultz (46. Lagemann), Wieschollek, Cham, Krohn (46. Krützmann) - Ristau, Rubin - Makhaya, Lammert, Schröder (46. Kerlin) - Wisnowsky (46. Ramburger)

 

0:1 ---

1:1 Bernhard Wisnowsky (Rechtsschuss, Makhaya)

2:1 Sebastian Timmler (Eigentor, Lagemann)

2:2 ---

2:3 Michael Möller (Rechtsschuss, Komut)

Test: SC Eilbek II - TSC Wellingsbüttel II 2:1 (2:0)

Hauf (46. Marquardt) - Krützmann (46. Lagemann), Torgau (46. Schmidt), Wieschollek (46. Cham), Krohn (46. Schultz) - Keibel (46. Rubin), Ristau (46. Bussat) - Makhaya (46. Schröder), Lammert (46. Ramburger), Gyasi (46. Kerlin) - Wisnowsky (46. Redenius)

 

1:0 Artur Lammert (Rechtsschuss, Gyasi)

2:0 Artur Lammert (Rechtsschuss, Wisnowsky)

2:1 ---

Test: SC Eilbek II - Barsbütteler SV III 6:2 (2:1)

Ramburger (46. Ristau) - Horn (46. Lagemann), Cham, Rubin, Krohn - Bussat (46. Ramburger), Ristau (46. Yakubi) - Schröder (46. Makhaya), Lammert, Wisnowsky - Redenius

 

1:0 Ingo Redenius (Rechtsschuss, Wisnowsky)

2:0 Ingo Redenius (Rechtsschuss, Wisnowsky)

2:1 --- (Foulelfmeter)

3:1 Artur Lammert (Rechtsschuss, Redenius)

4:1 Patrick Jnr Makhaya (Rechtsschuss, Ramburger)

5:1 Ingo Redenius (Rechtsschuss, Wisnowsky)

5:2 ---

6:2 Bernhard Wisnowsky (Handelfmeter)

Termine

Start Kunstrasenbau: 11.12.17

Training: Quellenweg

Spiele: Stephanstraße

 

 

+++ WINTERPAUSE +++

 

06.01. Hallenturnier Hansa

 

18.01. Start Vorbereitung

Kontakt

Klaus Pablo Torgau (Trainer)

0176 64364609

 

Quicklinks