18. Spieltag: SC Eilbek II – SC Poppenbüttel II 4:0 (3:0)

 

„Im Rückspiel gibt es ein 7:0“ lautete die Androhung eines Poppenbütteler Spielers direkt nach Abpfiff des Hinspiels, welches der SCE mit 4:2 für sich entschied, vermutlich hatte er dabei aber Heim- und Auswärtsteam vertauscht. Fünf Änderungen im Vergleich zum Sieg bei TuRa III nahm Coach Torgau vor, mit Louis Woldt stand erstmals der Neuzugang vom TSV Großsolt-Friesenwill im Kader, der in der Schlussphase auch gleich sein Debüt feiern sollte. Unter der Woche hatte Eilbek mit diversen krankheitsbedingten Ausfällen zu kämpfen, auch die für den Spieltagskader eingeplanten Engelke und von Dombrowski fehlten, so dass nur 16 Spieler zur Verfügung standen.

 

Die ersten gefährlichen Situationen in der Anfangsphase resultierten aus Standardsituationen, so musste Rexhepaj nach einem Eckstoß der Poppenbüttler auf der Linie am Pfosten klären, auf der Gegenseite fehlte nach Ecke von Rexhepaj Verteidiger Köpke eine Schuhgröße am zweiten Pfosten zur Führung. Diese gab es auch für die Gäste nicht nach einem Konter über Hagens, der aus spitzem Winkel an Sechting scheiterte. Ebenfalls erwähnenswert, aber in finaler Instanz nicht gefährlich war Hennings Abschluss nach Eckstoß von Völkner, Eilbeks Torjäger traf die Kugel allerdings nicht voll.

 

Das kurze Oberwasser des SCP zwischen Minute fünf und zehn sollte nicht viel länger andauern, Eilbek kontrollierte das Spiel mit viel Ballbesitz, kam gegen gut sortierte Gäste aber nur zu selten zum Abschluss. Einen solchen verpasste Rexhepaj nach schönem Dribbling an der Strafraumkante, das folgende Zuspiel auf Henning geriet zu ungenau und landete in den Armen von Keeper Bajric.

 

Zehn Minuten vor dem Seitenwechsel wurde das mitunter eintönige und unter Flutlicht von nur wenigen Zuschauern besuchte Spiel schlagartig besser, denn Völkner legte sich nach Ablage von Rexhepaj das Leder 20 Meter vor dem Tor zurecht und feuerte unhaltbar oben rechts in den Winkel. Aron Bajric im Tor hatte sich ein wenig verschätzt, dem jungen Keeper stand das Entsetzen ob des Treffers ins Gesicht geschrieben, eine echte Abwehrmöglichkeit hätte er wohl auch bei einem Flug durch seinen Fünfmeterraum nicht gehabt. Dem ersten Treffer der Marke „Tor des Monats“ folgte nur zwei Minuten später ein ähnlicher Streich, Marc Henning replizierte seinen Treffer vom vergangenen Sonntag. Nach einem langen Zuspiel von Völkner traf er aus 18 Metern per Volleyabnahme mit links direkt unter die Latte, wieder war Bajric völlig chancenlos und Eilbek damit zwei Tore in Front. Es sollte gar noch besser, denn binnen 180 Sekunden erzielte der SCE das 3:0, wieder war es Völkner mit einem sehenswerten Zuspiel auf Henning, der dieses Mal frei vor Bajric alle Zeit der Welt hatte und flach einschob.

 

Bereits zur Halbzeit war die Messe damit gelesen, entsprechend weniger spektakulär ging es nach der Pause weiter. Die Gäste agierten nun mutiger im Spiel nach vorne, konnten sich lange Zeit aber keine Torchance erspielen. Weniger humorlos in der Offensive war der SCE, nach schnellem Zuspiel von Jerchel über Walter gelang Henning das dritte Tor des Tages, mit nunmehr 22 Saisontoren steht er damit weiter an der Spitze der Torjägerliste. Eilbek hätte in der Folge nun das Ergebnis noch weiter in die Höhe schrauben können, nach tollem Zuspiel von Walter scheiterte Cordes-Gebken aus 11 Metern an Bajric, Rüß wurde ein Treffer wegen Abseitsstellung wohl korrekterweise zurückgepfiffen und Völkner zu zentral platzierter Freistoß aus 17 Metern zentraler Position war sichere Beute für den SCP-Keeper.

 

Die großen Lücken in der Poppenbütteler Defensive wusste Eilbek in den Kontersituationen wie schon in Harksheide nur in ungenügender Art zu nutzen, weitere Tore wären hier möglich gewesen. Stattdessen kam der Aufsteiger in der Schlussviertelstunde noch zwei Mal gefährlich vor das Tor, der ein gewechselte Aliou traf von halblinks nur den rechten Außenpfosten und nach einer Standardsituation schaffte es Muied Nawabi, der einen Anstoß nach einem Gegentreffer mit einem Rabona ausführte, Sechting aus acht Metern völlig freistehend nur an den Kopf zu schießen.

 

Den Schlusspunkt der insgesamt zufriedenstellenden Partie aus Heimsicht hätte Joker Woldt setzen können, nach Flanke von Mazohl vom linken Flügel scheiterte auch er allerdings an Keeper Bajric.

 

Ein 7:0 war es am Ende nicht, doch auch mit drei Toren weniger kann Eilbek leben und verteidigt souverän den zweiten Tabellenplatz.

 

 

Aufstellung:

Marcel Sechting – Malte Cordes-Gebken, Jonas Köpke, Sören Sager, Fabian Mazohl – Dennis Dahms, Fabian Völkner (73. Marc-Lennard Vanoucek) – Vittorio Walter (73. Gianfranco Cusimano), Butrint Rexhepaj (58. Benjamin Rüß), Andreas Jerchel – Marc Henning (80. Louis Woldt)

 

Tore:

1:0 Fabian Völkner (37., Linksschuss, Rexhepaj)

2:0 Marc Henning (39., Linksschuss, Völkner)

3:0 Marc Henning (40., Rechtsschuss, Völkner)

4:0 Marc Henning (64., Rechtsschuss, Walter)

 

Gelbe Karten:

Vanoucek – Hävecker, Meyer

 

Schiedsrichter:

Martin Höper (Note 2,5) – Fehlerfreie Leitung in einem Spiel ohne große Anforderungen.

 

Spielnote: 3,5

 

Die Spannung des Spiels war nach 40 Minuten verflogen, nach dem 4:0 schaltete Eilbek zwei Gänge zurück.

17. Spieltag: TuRa Harkheide III - SC Eilbek II 2:3 (0:2)

 

Zum ersten Auswärtsspiel der Rückrunde gab es nach der hohen Niederlage gegen den HSV gleich sieben Änderungen in der Startelf, einzig von Bergen, Dahms, Walter und Henning waren Überlebende des Fiaskos aus der Vorwoche.

 

Voller Dominanz startete Eilbek die Partie und hatte schon in der ersten Minute die große Chance zur Führung, nach einem Zuspiel von Völkner stand Henning frei vor Keeper Schulz, konnte das Leder aber nicht im Tor unterbringen. Es war ein Spiel in eine Richtung, Rüß scheiterte ebenfalls an Schulz, vorausgegangen war eine schöne Kombination über Just und Henning. Harksheide konnte nur selten gegnerisches Terrain betreten, der SCE zeigte deutlich auf, wer der Tabellenzweite war. Henning scheiterte aus 11 Metern am rechten Pfosten, Walter zirkelte eine Ecke an die Latte und eine weitere Ecke fischte Schulz aus dem Winkel.

 

Einzig die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig, Henning verstolperte allein auf dem Weg zum 0:1 die Kugel ohne Gegnerdruck an der Strafraumgrenze, nach Völkners wuchtigem Abschluss aus der Distanz konnte Walter vermeintlich die Eilbeker Führung erzielen, nach Schulz‘ Faustabwehr stand er aber in einer strafbaren Abseitsposition.

 

Den einzig nennenswerten Abschluss von TuRa nach einem Konter hatte Jan-Andre Sick, im kurzen Eck zeigte sich Sechting sicher auf dem Posten. Fünf Minuten vor dem Seitenwechsel hatte Eilbek dann endlich den Dosenöffner gefunden, nachdem man sich rund um den Strafraum festsetzte, nahm Walter Dahms‘ Zuspiel in den Lauf mit und vollendete überlegt aus zentraler Position zum 0:1. Weitere Treffer lagen in der Luft, von Dombrowskis Abschluss nach Flanke von Mazohl wurde in höchster Not abgeblockt, nach einem Ballgewinn von Rüß gegen den letzten TuRa-Verteidiger liefen Henning und Rüß allein auf das TuRa-Tor zu, doch Henning hatte bis dahin noch Knoten in den Beinen, verstolperte die Kugel und ließ so das sichere 0:2 liegen.

 

Besser machte es der Top-Torjäger der Liga in einer deutlich aussichtsloseren Position, nach Zuspiel von Dahms schloss er aus 25 Metern per Dropkick ab, die Kugel schlug direkt unter der Latte zum 0:2-Pausenstand ein. Wenig ereignisreich verlief der Start in die zweite Halbzeit, Eilbek hatte weiter keine Probleme das Spiel zu bestimmen, und wechselte nach einer Stunde doppelt, die beiden Torschützen Walter und Henning hatten vorzeitigen Feierabend.

 

Die Partie plätscherte nun ein wenig vor sich hin, 20 Minuten vor dem Ende hatte Startelf-Debütant von Dombrowski seinen Dienst getan, der für ihn eingewechselte Cordes-Gebken war sofort in der Partie und konnte 15 Minuten vor dem Ende die vermeintliche Vorentscheidung herbeiführen. Ein herrliches Spiel über den Dritten über Mazohl und Jerchel landete im Lauf von Cordes-Gebken, der aus halblinker Position mit links ins lange Eck treffen konnte.

 

Nichts deutete auf ein Comeback der Harksheider hin, doch wieder einmal schaffte es Eilbek nicht einem taumelnden Boxer den K.O. zu versetzen. Diverse Überzahlsituationen und Umschaltmomente wurden extrem unsauber ausgespielt und wie aus heiterem Himmel war TuRa nach einem Treffer von Grankow aus sieben Metern wieder voll im Spiel. Als Bonin nach einem Eckstoß fünf Minuten vor dem Ende per Kopf das 2:3 erzielen konnte, fand Eilbek gar nicht mehr ins Spiel zurück und sehnte sich den Schlusspfiff herbei.

 

Das Tabellenschlusslicht hätte sich beinahe noch für seine Courage belohnt, Jacobs‘ langem Bein nach einer Flanke von der rechten Seite fehlten nur wenige Zentimeter zum Ausgleich, den Sechting in der Nachspielzeit bei einem Distanzschuss verhinderte. Mit am Ende wenig Glanz konnte Eilbek den über die gesamte Spieldauer hochverdienten Dreier einfahren, geriet am Ende aber selbstverschuldet noch in Not.

 

Aufstellung:

Marcel Sechting – Jakob Just, Marek von Bergen, Jonas Köpke, David Feldmeier (33. Fabian Mazohl) – Dennis Dahms, Fabian Völkner (71. Butrint Rexhepaj) – Benjamin Rüß, Vittorio Walter (61. Gianfranco Cusimano), Colin von Dombrowski (71. Malte Cordes-Gebken) – Marc Henning (61. Andreas Jerchel)

 

Tore:

0:1 Vittorio Walter (41., Rechtsschuss, Dahms)

0:2 Marc Henning (45., Rechtsschuss, Dahms)

0:3 Malte Cordes-Gebken (76., Linksschuss, Jerchel)

1:3 Heiko Grankow (82., Rechtsschuss)

2:3 Roberto Bonin (85., Kopfball)

 

Gelbe Karten:

Polert, Krüger, Bürvenich - Jerchel

 

Schiedsrichter:

Ridha Gabsi (Note 3) – Hatte leichtes Spiel in einer komplett fairen Partie.

 

Spielnote: 3,5

 

Lange Zeit ein komplett einseitiges Spiel, das in den letzten zehn Minuten nochmal gehörig Fahrt aufnahm.

16. Spieltag: SC Eilbek II – Hamburger SV IV 1:7 (0:5)


Ein rabenschwarzer Tag für den SC Eilbek II, der nach der unnötigen Hinspiel-Niederlage gegen den HSV ein Ausrufezeichen setzen wollte. Am Tag des Starts der FIFA-Weltmeisterschaft, im Gästeblock an der Fichtestraße war ein „Boycott Qatar“-Banner zu sehen, lief alles gegen den SCE, der sich einem stark aufspielenden HSV wahrlich wehrte, in den entscheidenden Situationen aber zu schläfrig agierte. Zwei abgefälschte Tore, drei Treffer nach Abpraller und ein Tor des Monats kamen am Ende gegen Eilbek zusammen, zu viel, um trotz eines über weite Strecken guten Auftritts etwas mitzunehmen.


In der temporeichen Anfangsphase gaben die Rothosen den ersten Torschuss ab, Mitchell Newton prüfte Torgau mit einem ersten Versuch aus der Distanz, wenig später hatte Eilbek ebenfalls aus rund 20 Metern den ersten Abschluss durch Cusimano, der allerdings über das Tor flog. Im bisherigen Saisonverlauf zeigte sich der HSV eiskalt vor dem Tor, den Trend setzten die Gäste an der Fichtestraße fort. Nach einer Hereingabe von Tobias Stange hatte Behrendt am Elfmeterpunkt zu viel Zeit, traf zwar nur den Innenpfosten, doch Florian Sass staubte den zweiten Ball zum 0:1 nach rund einer Viertelstunde ab. 


Ein echter Nackenschlag für Eilbek, dass in der Folge aber gleich drei Chancen zum Ausgleich hatte. Zunächst nahm HSV-Keeper Asimeng Henning im direkten Duell die Kugel vom Fuß, dann schafften es Henning und Walter nach hoher Balleroberung nicht die Kugel an jungen Schlussmann vorbeizubringen. Asimeng stand auch kurz darauf im Fokus, nach Flanke von der linken Seite kam Henning aus acht Metern zum Abschluss, doch der Torwart bekam die Arme gerade noch rechtzeitig hochgerissen.


Eilbek zeigte sich variabel im Spielaufbau, die wenigen Ballverluste bestrafte der HSV aber durch brutales Umschaltspiel konsequent. So wackelte Unger Dahms am rechten Strafraumeck aus, sein Vollspannstoß passte mit Hilfe des Innenpfostens genau oben links in den Giebel. Ein Treffer der Marke Tor des Monats, eine eiskalte Dusche für Eilbek bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. 


Selbst nach dem zweiten Treffer spielte Eilbek weiter munter nach vorne, kombinierte sich häufig auch durch, die Spielanteile waren mehr als ausgeglichen. Jerchel schoss nach Zuspiel von Cusimano aus 15 Metern links am Tor vorbei, die ganz klaren Chancen fehlten dem SCE in der Schlussviertelstunde der ersten Halbzeit. Besser machte es der HSV, der erst in Person von Behrendt mit einem Freistoß aus 20 Metern an Torgau scheiterte, in der 37. Minute nach feinem Zuspiel aber allein auf das Eilbeker Tor zulief und das 0:3 erzielte. Der HSV spielte sich nun in einen kleinen Rausch und Eilbek zeigte sich nicht griffig genug in den Zweikämpfen, so scheiterte Behrendt nach Flanke von Unger aus fünf Metern erst an Torgau, doch Tobias Stange stand goldrichtig und wuchtete das Leder zum 0:4 in die Maschen. Es sollte vor der Pause noch dicker kommen, wieder landete ein zweiter Ball beim HSV, Bröer konnte aus 18 Metern zentraler Position durch drei Eilbeker hindurch das 0:5 erzielen.


Die HSV-Führung zur Pause war aufgrund des sehr guten Auftritts verdient, fiel dennoch deutlich zu hoch aus. Besser wurde es auch nach der Pause nicht, der Start in die zweite Halbzeit war sinnbildlich für das Spiel. Einen Freistoß von Harmuth nahe der linken Seitenauslinie fälschte Hansen beim Klärungsversuch unhaltbar ins eigene Tor ab, Eilbeks Anfangselan war damit trotz der drei Halbzeitwechsel früh verpufft.


Vor allem im Spiel nach vorne konnte man Eilbek wenig vorwerfen, selbst nach dem 0:6 gelang eine richtige Drangphase, zum Teil schnürte der SCE den HSV in der eigenen Hälfte ein, doch wieder konnte Asimeng einen Schuss von Hansen vom rechten Strafraumeck aus dem Winkel fischen. Auf der Linie präsentierte sich der Youngster herausragend, hatte mitunter aber seine Probleme mit dem Ball am Fuß, so auch vor dem 1:6, als er Henning unter Bedrängnis die Kugel in den Fuß spielte, der Top-Torjäger der Liga erzielte seinen 17. Saisontreffer ins verwaiste Tor.


Eilbek drängte und glaubte weiter an sich, zwei freie Abschlüsse von Rexhepaj und einer von Dahms aus rund 20 Metern blieben schlussendlich zu unplatziert, um mehr Gefahr auszustrahlen. Der HSV, der sich nun noch mehr aufs Kontern fokussierte, blieb in den wenigen Offensivaktionen brandgefährlich, ein Treffer des eingewechselten Saggau wurde wegen einer Abseitsposition fälschlicherweise zurückgenommen, bei der Hereingabe von Nahe der Grundlinie stand der Mittelstürmer klar hinter dem Ball.


Ein zweiter Treffer blieb Eilbek verwehrt, auch weil Asimeng einmal mehr im Weg stand. Der zur Halbzeit eingewechselte von Dombrowski, der nachhaltig Eindruck hinterließ, schlenzte das Leder nach Zuspiel von Henning aus 17 Metern von halblinks in Richtung des rechten, oberen Winkels, doch wieder war Asimeng mit den Fingerspitzen zur Stelle, lenkte den Abschluss an den Innenpfosten, von wo aus der Ball die Torlinie entlang trudelte, aber nicht überschritt. Die Szene war die perfekte Zusammenfassung des Spiels, denn neben der guten Leistung hatte der HSV auch noch Fortuna an diesem Tag gepachtet.


Die Sache ganz rund machte der eingewechselte Jacoby in der Nachspielzeit, sein aus 18 Metern von Sager abgefälschter Schuss landete direkt neben dem Pfosten im Tor, 1:7. Der HSV baut seine Tabellenführung damit mit beeindruckender Kaltschnäuzigkeit aus, für Eilbek bleibt nur der Mutmacher, dass die Leistung, vor allem nach der Pause, bei weitem nicht so schlecht war, wie es das Ergebnis aussagt. 


Aufstellung:

Klaus Pablo Torgau – Haakon Hansen, Marek von Bergen, Sören Sager, Dennis Dahms – Marc-Lennard Vanoucek (46. Fabian Mazohl), Gianfranco Cusimano (70. Benjamin Rüß) – Thies Schultze (86. Jakob Just), Vittorio Walter (46. Butrint Rexhepaj), Andreas Jerchel (46. Colin von Dombrowski) – Marc Henning


Tore:

0:1 Florian Sass (14., Rechtsschuss, Behrendt)

0:2 Paul Unger (21., Rechtsschuss)

0:3 Marlon Behrendt (37., Rechtsschuss)

0:4 Tobias Stange (39., Rechtsschuss)

0:5 Yannick Bröer (42., Rechtsschuss)

0:6 Jacques Harmuth (49., direkter Freistoß, Rechtsschuss)

1:6 Marc Henning (57., Rechtsschuss, ohne Vorarbeit)

1:7 Leandro Jacoby (90.+2, Rechtsschuss)


Gelbe Karten:

Hansen - Stafasani


Schiedsrichter:

Laurent Fey (Note 3) – Keine Probleme in der Zweikampfbewertung, mitunter beidseitige Probleme bei Abseitssituationen.


Spielnote: 2

Ein technisch und taktisch hochklassiges Spiel, das zur Pause entschieden war.

15. Spieltag: SC Eilbek II – Walddörfer SV II 5:0 (2:0)

 

Mit einem fulminanten 5:0-Erfolg beendet der SC Eilbek II die Hinrunde in der Kreisliga 2, insgesamt elf der 15 Spiele konnte der SCE siegreich beenden, nie waren es mehr. Die beste Hinserie der Vereinsgeschichte hält Eilbek in Schlagweite zum Tabellenführer HSV IV, der drei Punkte und drei Tore Vorsprung in die zweite Saisonhälfte mitnehmen kann.

 

Es war in einer intensiv und hochklassigen startenden Partie ein Start nach Maß für Eilbek, dass sein Heimspiel ungewohnterweise schon am Samstag austragen musste und nur auf 13 Spieler im Kader zurückgreifen konnte. Völkner hatte schon nach fünf Minuten die große Chance zur Führung, Köpke ließ einen Pass im Strafraum auf den Mittelfeldspieler klatschen, Völkners Abschluss aus zentraler Position ins linke Eck konnte Luis Dehmel im Tor des Walddörfer SV stark parieren. Machtlos war der Volksdorfer Keeper acht Minuten später, Eilbek spielte eine Überzahlsituation auf der linken Seite sauber aus, Hennings Verlagerung nach rechts erreichte den völlig freistehenden Hansen, der überlegt ins kurze Eck einschieben konnte. Keine vier Minuten dauerte es, bis Eilbeks etatmäßiger Rechtsverteidiger, der heute als Rechtsaußen auflief, seinen ersten Karriere-Doppelpack im Eilbeker Trikot erzielt hatte. Hansen lief einen Volksdorfer Verteidiger an, der mit dem Rücken zum Spielfeld stand, eroberte den Ball und schoss erneut ins kurze Eck zum 2:0 ein.

 

Nach etwas mehr als einer Viertelstunde hatte der Favorit alles in die richtigen Bahnen gelenkt, doch die junge Elf vom WSV ließ sich davon nicht unterkriegen und spielte trotz des Rückstandes mit feiner Klinge sehenswert nach vorne. Brenzlig wurde es im Eilbeker Strafraum lediglich ein Mal, Borkers stand nach schöner Kombination frei vor Sechting, Eilbeks Schlussmann konnte dieses Duell jedoch für sich entscheiden. In einem weiterhin sehr ansehnlichen Spiel musste Sechting in der Folge gegen Mewes‘ Distanzschuss parieren, auf der Gegenseite säbelte Henning nach einer Ecke von Völkner völlig freistehend am Ball vorbei.

 

Zur zweiten Hälfte wechselte der WSV doppelt, positiven Impact auf die Partie hatte dieser Tausch allerdings nicht. Im Stile einer Spitzenmannschaft dominierte Eilbek den zweiten Abschnitt, nachdem die erste Halbzeit von den Spielanteilen sehr ausgeglichen gestaltet wurde. Innerhalb von 60 Sekunden machte Eilbek in der Anfangsviertelstunde kurzen Prozess und baute seinen Vorsprung auf 4:0 aus. Zunächst bediente Henning Mittelstürmer Köpke, der sich 18 Meter vor dem Tor drehte und dessen leicht abgefälschter Schuss flach links einschlug. Quasi direkt nach Wiederanstoß verpasste Köpke nach Hereingabe von Mazohl das 4:0, doch Hansen rettete die Kugel noch vor der Grundlinie, tanzte einen Verteidiger aus und brachte das Leder an den zweiten Pfosten, wo Henning nur noch den Fuß hinhalten musste und seinen 17. Saisontreffer erzielte.

 

Weitere gute Gelegenheiten für einen fünften Treffer ließ Eilbek ungenutzt, Köpke scheiterte nach Pass von Völkner frei vor Dehmel, der eingewechselte Colin von Dombrowski setzte das Leder nach erneut feiner Verlagerung aus zwölf Metern mit links knapp über die Latte. So war es schließlich nur noch Dahms, der nach einer Freistoßflanke von Henning per Kopf zum 5:0 traf. Die mittlerweile auch moralisch geschlagenen Gäste kamen nur in der Schlussminute in Person von Saecker gefährlich vor das SCE-Tor, doch der Joker setzte das Leder am langen Pfosten vorbei.

Eilbek fährt einen hochverdienten und souveränen Sieg ein, der aufgrund der guten ersten Hälfte der Gäste vielleicht um ein Tor zu hoch ausfällt. Zum Rückrundenauftakt kommt der Hamburger SV IV zu Besuch an die Fichtestraße, das Hinspiel verlor Eilbek unglücklich mit 1:2.

 

Aufstellung:

Marcel Sechting – Jakob Just, Marek von Bergen, Sören Sager, Fabian Mazohl (61. Colin von Dombrowski) – Dennis Dahms, Fabian Völkner – Haakon Hansen (65. Nico Lüders), Vittorio Walter (88. Christian Rief), Marc Henning – Jonas Köpke

 

Tore:

1:0 Haakon Hansen (13., Rechtsschuss, Henning)

2:0 Haakon Hansen (17., Rechtsschuss, ohne Vorarbeit)

3:0 Jonas Köpke (56., Rechtsschuss, Henning)

4:0 Marc Henning (57., Rechtsschuss, Hansen)

5:0 Dennis Dahms (69., Kopfball, Henning)

 

Gelbe Karten:

Dahms – Mewes, Dohr

 

Schiedsrichter:

Zubeir Ahmadi (Note 2,5) – Ruhige und sachliche Spielleitung in einer durchweg einfach zu leitenden Partie.

 

Spielnote: 2,5

 

Eine schwungvolle erste Halbzeit wurde von einer dominanten zweiten Halbzeit des SCE abgerundet.

14. Spieltag: Lemsahler SV - SC Eilbek II 2:1 (1:0)

 

Unter Flutlicht ging es für den SC Eilbek II „auf der Eichel“ gegen den Lemsahler SV, der nach großen Verletzungssorgen zu Saisonbeginn zuletzt einen goldenen Oktober erlebte und vier Siege in Folge einfahren konnte. Die schwarz-gelben hatten phasenweise bis zu sechs Kreuzbandrisse zu verzeichnen, hatten aber stets die Heimstärke als Faustpfand. Abermals konnte Eilbek einen vollen Kader aufbieten, einzig auf der Torwartposition gab es Probleme, denn mit Sechting, Engelke und Haag fehlten alle drei Torhüter verletzungsbedingt. So musste Trainer Torgau, sonst nur noch bei den Alt-Herren unterwegs, das Tor zum ersten Mal seit Mai 2017 wieder hüten.

 

Die Partie kam nur langsam in Wallung, beide Teams agierten zunächst abwartend, wollten Fehler vermeiden und hatten auf dem feuchten Geläuf kleinere technische Probleme. Knaus‘ Freistoß aus halbrechter Position auf den langen Pfosten, den Torgau wegfausten konnte, zählte schon zu den Highlights der Anfangsphase. Mit Standardsituationen ging es weiter, Henning scheiterte erst nach einem Freistoß von Vanoucek an Keeper Döhling, wenig später wurde sein Abschluss nach Eckstoß von Völkner auf der Linie geklärt.

 

Die Akteure auf dem Platz gewährten sich wenig Spielraum, sobald der Ball in die mittlere Spielfeldzone gelang, wurde es räumlich sehr eng und so entwickelte sich weiter ein intensives, aber chancenarmes Match. Erst kurz vor dem Seitenwechsel gab es die erste Großchance aus dem Spiel heraus, als Eilbek vor der Abwehr zu viel Raum ließ, Knaus in den freien Raum starten konnte und aus 12 Metern halbrechter Position ins lange Eck zur Führung verwandeln konnte. Quasi mit dem Pausenpfiff hatte Hemkhaus nach feiner Hackenablage aus vergleichbarer Lage von halblinks das 2:0 auf dem Fuß, scheiterte jedoch an Torgau. Die Halbzeitführung für Lemsahl ging aufgrund der größeren Chancen durchaus in Ordnung, die Hausherren konnten auch die Mehrzahl der wichtigen Zweikämpfe für sich entscheiden.

 

Nach der Pause, in der Jerchel Schultze auf dem linken Flügel ersetzte, wurde Eilbek deutlich lebendiger, der Joker setzte erst nach feiner Kombination vom Strafraumrand die Kugel per Direktabnahme links daneben und scheiterte kurz darauf beim Versuch das Leder 20 Meter vor dem Tor an Döhling vorbeizulegen am herausgeilten Keeper, der in dieser Situation alles riskierte. Nicht unverdient gelang Eilbek daher auch der Ausgleich nach knapp einer Stunde, Sagers Abschluss nach Eckstoß von Völkner konnte Döhling noch parieren, Vanoucek donnerte den Abpraller aus kurzer Distanz zum 1:1 in die Maschen. 

 

Der SCE drückte weiter, Döhling konnte Völkners guten Abschluss aus 18 Metern aber sicher parieren. Zwanzig Minuten vor dem Ende wurde es dann bei einem der bis dato wenigen Lemsahler Angriffe in der zweiten Hälfte im Eilbeker Strafraum brisant. Erkelenz dribbelte sich an zwei Spielern vorbei, tunnelte von Bergen und wurde dann von Hansen fair vom Ball getrennt. Groteskerweise zeigte Schiedsrichter Förster nach der seitlichen und blitzsauberen Grätsche auf den Elfmeterpunkt, hier lag eine krasse Fehlentscheidung vor. In der Folge verlud Erkelenz Torgau und schob den Strafstoß ins rechte Eck zum 2:1 ein, die zweite Lemsahler Führung an diesem Tag.

 

Eilbek, moralisch nun etwas angeschlagen, gab sich aber nicht auf, Völkner hatte nach Vanouceks Freistoß freistehend aus fünf Metern den Einhundertprozenter, köpfte aber knapp am linken Pfosten vorbei. Auf der Gegenseite ließ Knaus die Entscheidung liegen, Feldmeiers zu kurz geratenen Rückpass nahm der Torschütze zum 1:0 auf, doch Keeper Torgau konnte dem Linksfuß das Leder vom Fuß stibitzen. In der Nachspielzeit hatte Feldmeier nach einem Eckstoß nochmal die Ausgleichschance für Eilbek auf dem Kopf, der platzierte Kopfball konnte einen Meter vor der Linie geklärt werden.

 

Mit der vierten Niederlage der Saison, allesamt mit 1:2, rutscht Eilbek auf Platz 3 der Tabelle ab und hat somit nur noch theoretische Chancen auf die Herbstmeisterschaft und muss dafür auf Ausrutscher von SCALA und dem HSV hoffen.

 

Aufstellung:

Klaus Pablo Torgau – Haakon Hansen, Marek von Bergen, Sören Sager, David Feldmeier – Marc-Lennard Vanoucek, Gianfranco Cusimano (75. Vittorio Walter) – Malte Cordes-Gebken (89. Colin von Dombrowski), Fabian Völkner (81. Jakob Just), Thies Schultze (46. Andreas Jerchel) – Marc Henning

 

Tore:

1:0 Marcel Knaus (40., Rechtsschuss)

1:1 Marc-Lennard Vanoucek (57., Rechtsschuss, Sager)

2:1 Patrick Erkelenz (71., Foulelfmeter, Hansen an Erkelenz)

 

Gelbe Karten:

Rudolph, Bahnsen – Cusimano, Vanoucek, Völkner

 

Schiedsrichter:

Dirk Förster (Note 5) – Spielentscheidend bei der krassen Fehlentscheidung zum Strafstoß für Lemsahl, übersah auch das klare Foulspiel von Basedow an Vanoucek bei der schnellen Freistoßausführung direkt vor seinen Augen.

 

Spielnote: 2,5

Die leidenschaftlich und emotional geführte Partie blieb spannend und offen bis zum Abpfiff.

13. Spieltag: SC Eilbek II – Ahrensburger TSV II 4:2 (1:1)

 

Im Heimspiel Nummer eins nach dem Dämpfer gegen Alstertal-Langenhorn gab es gleich fünf Änderungen in der Startelf, Trainer Torgau tauschte auf allen fünf Mittelfeldpositionen durch und musste zwangsläufig auf seinen Top-Vorbereiter Rexhepaj verzichten, der in der Vorwoche mit gelb-rot vom Platz ging. Ahrensburg konnte sich zuletzt mit drei Siegen etwas Luft im Keller verschaffen, mit den Liga-Leihgaben Saldjuki, Jan und Adzessi rechneten sich die Schleswig-Holsteiner auch an der Fichtestraße etwas aus.

 

Eilbek erwischte einen Start nach Maß und konnte schon nach 84 Sekunden die Führung bejubeln. Vanoucek spielte Hansen einen gut getimten Flugball in den Lauf, vom rechten Strafraumrand aus 14 Metern traf Haakon Hansen mit einen platzierten Schuss ins untere, linke Eck zum 1:0. Der frühe Treffer beflügelte die Eilbeker Angriffsbemühungen, allein in der Anfangsviertelstunde hätte der SCE den Sack hier zumachen können. Schultze verfehlte nach Zuspiel von Henning in der einer Überzahlsituation im Strafraum den linken Torwinkel um wenige Zentimeter, Torjäger Henning scheiterte aus vergleichbarer Position an Keeper Teichmann und Völkner köpfte eine Ecke von Vanoucek aus fünf Metern unbedrängt neben das Tor.

 

Mit dem ersten gelungenen Angriff traf Ahrensburg etwas überraschend zum Ausgleich, einen Steilpass aus dem Mittelfeld ließ ein Angreifer trickreich durch die eigenen Beine passieren, Linksaußen Adzessi hatte auf diese Situation spekuliert, suchte die Tiefe und traf frei vor Sechting flach ins linke Eck zum 1:1. Mit dem Gegentor ging ein kleiner Bruch durch das Eilbeker Spiel einher, der SCE verlor zu schnell den Ball im Offensivspiel und Ahrensburg konnte mit guten Steil-Klatsch-Kombinationen immer wieder in Umschaltsituationen aussichtsreich angreifen, ohne am Ende wirklich in Strafraumnähe zu einem gefährlichen Abschluss zu kommen.

 

Kurz vor dem Seitenwechsel hatte Eilbek dann doch noch die aussichtsreiche Gelegenheit zur Führung, Henning bediente nach einem schnellen Direktspiel Walter, der unter Bedrängnis den Abschluss nicht platziert genug gegen die Laufrichtung von Teichmann setzte.

 

Den besseren Start in die zweiten 45 Minuten erwischte Ahrensburg, Eilbeks Spielmacher Walter musste im eigenen Strafraum die Führung der Gäste verhindern und hatte dann im direkten Gegenzug Pech. Eine missratene Klärungsaktion von Teichmann nahm Walter aus knapp 40 Metern direkt zurück auf das Ahrensburger Tor, traf aber nur den rechten Pfosten. Trotz dieser Gelegenheit reagierte die SCE-Bank auf den spielerisch schwachen Start und wechselte früh doppelt und brachte mit Cordes-Gebken und Cusimano frischen Wind in die Partie. Und tatsächlich dauerte es nur drei Minuten bis zur erneuten Eilbeker Führung, Henning schoss eine Eckballvariante zunächst noch an den Pfosten, Völkner machte den Abpraller nochmals scharf, den Sager letztendlich aus Nahdistanz über die Linie drückte. Henning hätte kurz darauf für die Vorentscheidung sorgen können, war schon an Freund und Feind vorbei, trat dann aber am Fünfmeterraum aus nahezu unerklärlichen Gründen ohne Gegnerdruck in den Boden, so dass am Ende ein Schüsschen links am Tor vorbeikullerte.

 

Ein wenig brachte sich Eilbek selbst um den Lohn, denn nach etwas mehr als einer Stunde ging Schultze nach einer Ahrensburger Ecke zu plump zu Werke und legte Gegenspieler Marx, Antoni verwandelte den fälligen Strafstoß unten rechts zum 2:2. Doch abermals fand Eilbek die passende Antwort und konnte sich auf seine Stärke bei Standardsituationen verlassen. Einen Freistoß von Nahe der Eckfahne nach überhartem Einsteigen von Marx gegen Feldmeier brachte der eingewechselte Cusimano scharf vor das Tor, wo Völkner eingelaufen kam und mit rechts unhaltbar ins lange Eck vollendete. Doch damit nicht genug, denn nur zwei Minuten später hatte Eilbek erstmals in der Partie einen Zwei-Tore-Vorsprung erspielt. Cusimanos verwandelte eine Ecke direkt ins Tor, bereits zum zweiten Mal in dieser Saison gelang einem SCE-Akteur dieses Kunststück, Vanoucek verwandelte in Poppenbüttel ebenfalls direkt. Doch entschieden war damit noch nichts, denn Sechting musste einen erneuten Ahrensburger Treffer nach einer Flanke verhindern, als er einen Kopfball gegen die Laufrichtung stark parieren konnte.

 

Zu allem Überfluss leistete der erst drei Minuten zuvor eingewechselte Lüders seiner Mannschaft einen Bärendienst, abseits vom Spielgeschehen trat er gegen seinen Gegenspieler nach und flog folgerichtig vom Platz. Zwar hatte Lüders wohl zuvor die Hand des Gegners im Gesicht, eine solche Reaktion rechtfertigt das folgende Verhalten dennoch nicht. Die Schlussviertelstunde musste Eilbek demnach in Unterzahl überstehen, eine richtige Torchance konnte sich der ATSV in dieser Phase nicht mehr erspielen. Ganz im Gegenteil, Henning scheiterte aus 12 Metern an Teichmann, Eilbek hatte auch mit einem Mann weniger die klaren Torszenen. Für Torjäger Henning sollte es zu einem Treffer nicht reichen, doch auch ohne einen Scorer des Liga-Toptorschützen konnte der SCE den Dreier einfahren und springt damit wieder auf Platz zwei, der Rückstand zum Tabellenführer HSV IV beträgt lediglich drei Treffer.

 

Aufstellung:

Marcel Sechting – Haakon Hansen, Marek von Bergen, Sören Sager, David Feldmeier – Marc-Lennard Vanoucek (62. Dennis Dahms), Fabian Völkner (76. Colin von Dombrowski) – Benjamin Rüß (51. Malte Cordes-Gebken), Vittorio Walter (51. Gianfranco Cusimano), Thies Schultze (76. Nico Lüders) – Marc Henning

 

Tore:

1:0 Haakon Hansen (2., Rechtsschuss, Vanoucek)

1:1 Enis Adzessi (27., Rechtsschuss)

2:1 Sören Sager (54., Rechtsschuss, Völkner)

2:2 Carlos Antoni (63., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Schultze an Marx)

3:2 Fabian Völkner (70., Rechtsschuss, Cusimano)

4:2 Gianfranco Cusimano (72., direkte Ecke, Rechtsschuss)

 

Gelbe Karten:

Hansen, Vanoucek, Völkner - Huppenthal

 

Rote Karte:

Nico Lüders (79., Tätlichkeit)

 

Schiedsrichter:

Arvid Hoyer (Note 4) – Unsauber in seiner Linie der Zweikampfbewertung, hätte Marx vor dem 3:2 zwingend verwarnen müssen. Lag bei der Strafstoßentscheidung für Ahrensburg und dem Platzverweis für Lüders richtig.

 

Spielnote: 3

 

Ein lange Zeit spannendes, wenn auch nicht hochklassiges Spiel mit viel Spektakel ab Minute 70.

12. Spieltag: SC Eilbek II – SC Alstertal-Langenhorn 1:2 (1:1)

 

Das Topspiel der Kreisliga 2 hielt was es versprach, 90 Minuten lang sahen die Zuschauer an der Fichtestraße ein intensives, hochklassiges und chancenreiches Spiel, das SCALA in der Nachspielzeit mit einem Lucky Punch für sich entscheiden sollte. Nach dem Eilbeker Sieg in Berne kamen Hansen, von Bergen und Cordes-Gebken für Just, Rubin und Lüders (alle Bank) neu in die Partie.

 

Der Tabellenführer erwischte im Duell mit dem Tabellenzweiten einen Start nach Maß. Schon nach drei Minuten prüfte Cusimano mit einem Abschluss von der Strafraumkante das erste Mal SCALA-Keeper Niclas Bensch, der vier Minuten später machtlos war. Nach einem Eckstoß landete der Ball im Rückraum bei Cusimano, der Italiener legte raus auf Rexhepaj, der mit einer gefühlvollen und gut getimten Flanke den Kopf von Sören Sager fand. Der wuchtige Kopfball landete zum 1:0 im Netz, großer Jubel entbrannte beim SCE-Anhang.

 

Nach einer starken Anfangsviertelstunde von Eilbek kam SCALA besser in die Partie und hatte die erste Großchance durch Torjäger Musah, der 16 Meter vor dem Tor einen leicht abgefälschten Steilpass in den Fuß erhielt und aus 12 Metern an stark reagierenden Sechting scheiterte. Auf beiden Seiten zeigten sich die Defensivreihen trotz diverser zielstrebiger Angriffe recht standsicher, Langeweile kam aufgrund des hohen Spieltempos trotzdem selten auf. Schon nach 25 Minuten musste Eilbek das erste Mal wechseln, Hansen litt unter einem Brummschädel, so dass Rubin das defensive Mittelfeld verstärkte, dies hatte weitere Personalrochaden zur Folge.

 

SCALA fand bisweilen etwas zu viel Platz im zentralen Bereich des Spielfeldes, nicht vollkommen überraschend kam Angreifer Musah nach sehenswerter Kombination im Strafraum nach einem Foulspiel des herauseilenden Sechting zu Fall, Schiedsrichter Djalo entschied korrekterweise sofort auf Strafstoß. Ramen Nurzai nahm sich der Sache an und schoss wie auch schon die beiden vergangenen Elfmeter in die rechte Ecke, der vorab informierte Sechting war in der richtigen Ecke, kam aber nur mit den Fingerspitzen an den hohen Abschluss und konnte das 1:1 nicht verhindern.

 

Zwei weitere gute Strafraumszenen gab es noch vor dem Seitenwechsel und beide Male waren die Top-Torjäger der Liga involviert. Zunächst hatte Eilbek die Chance auf die Führung, nach einer Kombination über den linken Flügel kam Henning zum Abschluss, wieder packte Bensch sicher zu. Auf der Gegenseite bekam Musah nach einer Flanke von der linken Seite am langen Pfosten seine Beine nicht mehr richtig sortiert und verstolperte das mögliche 1:2 aus acht Metern.

 

Mit einem leistungsgerechten 1:1 ging es in die Halbzeitpause, Eilbek dominierte die Anfangsviertelstunde, dann hatte SCALA 20 Minuten lang Oberwasser, bevor die letzten zehn Minuten sehr ausgeglichen gestaltet wurden. Eilbek nahm mit Vanoucek für Cusimano einen taktischen Wechsel vor, so dass Cordes-Gebken wieder auf seine angestammte Offensivposition wechseln konnte. Dies wäre beinahe auch von Erfolg gekrönt gewesen, denn nach einem Zuspiel von Jerchel durch das Zentrum hatte Cordes-Gebken aus 15 Metern freie Schussbahn, schoss aber knapp am rechten Pfosten vorbei.

 

Die Gäste aus Langenhorn hatten optische Feldvorteile und mehr Ballbesitz, Eilbek stand defensiv aber weitestgehend sicher und hatte die größeren Chancen. Rexhepaj für Eilbek und Nonnsen für SCALA versuchten sich jeweils aus 18 Metern mit einem Schlenzer ins lange Eck, verfehlten den rechten Winkel aber jeweils um ein bis zwei Meter.

 

Einen dicken Hochkaräter hatte Eilbek als Henning im Strafraum auf Nachrücker wartete, den Ball von der Grundlinie schließlich auf den Elfmeterpunkt zurücklegte, wo Rubin eigentlich alles richtig machte, den Ball gegen die Laufrichtung vorbei am bereits geschlagenen Bensch ins lange Eck platzierte, doch auf der Torlinie bekam ein Verteidiger gerade noch die Fußspitze an den Ball und wehrte zur Ecke ab. Wenig später war es wieder Henning, der Verteidiger Weber im direkten Duell mit einem Haken ins leere Laufen ließ, doch der starke Keeper Bensch nahm Henning im Eins gegen Eins die Kugel vom Fuß.

 

Die Partie stand nun auf des Messers Schneide, denn auch Abdul Musah hatte seinerseits zwei Abschlüsse, zunächst per Lupfer, den Sechting klar vor der Linie parieren konnte, dann bedrängt von von Bergen nach einem Fehlpass von Sechting aus halblinker Position. Es war weiterhin im Chancenverhältnis ein Hin und Her, Henning probierte es aus 23 Metern mit einem listigen Heber, ein Meter fehlte am Ende zum Eilbeker Glück.

 

Fünf Minuten vor dem Ende musste Eilbeks Top-Vorbereiter Rexhepaj das Feld verlassen. Nachdem er in der ersten Halbzeit bei einem Torschussversuch nur den Gegner an der Hacke traf und bereits gelb vorverwarnt war, kam er im Strafraum nach Zuspiel von Walter einen halben Schritt zu spät gegen Keeper Bensch und berührte diesen leicht am Schienbein. Für sein zweites Foulspiel in der ansonsten sehr fairen Partie erhielt Rexhepaj die Ampelkarte, eine harte Entscheidung, die regeltechnisch aber gedeckt ist.

 

In der Schlussphase musste dann auch noch der entkräftete Kapitän Feldmeier das Feld räumen, Referee Djalo hatte gerade die dreiminütige Schlussphase eingeläutet, da brachte Musah nach einem Einwurf eine scharfe Flanke von der Grundlinie gleich an zwei Verteidigern vorbei an den zweiten Pfosten, wo Moritz Nonnsen das Leder irgendwie, maßgeblich mit der Brust, ins Tor bugsierte. SCALA hatte damit in der Blitztabelle die Tabellenführung übernommen, entsprechend groß war die Freude auf der Gäste-Bank.

 

Eilbek risikierte vom Anstoß weg alles, prügelte das Leder mehrfach in den gegnerischen Strafraum, doch die SCALA-Abwehr blieb standhaft und leitete gegen die quasi aufgelöste SCE-Verteidigung noch die Chance zum 1:3 ein, doch der enteilte Musah wollte es zu schnörkelhaft machen und schoss Sechting bei einem versuchten Lupfer das Leder trostlos in die Arme.

 

Es sollte dennoch am Ende zum Dreier für SCALA in einem engen und spannenden 50:50-Game reichen, der Bezirksliga-Absteiger steht damit erstmal in dieser Saison an der Tabellenspitze.

 

Aufstellung:

Marcel Sechting – Haakon Hansen (26. Genia Rubin), Marek von Bergen, Sören Sager, David Feldmeier (86. Jakob Just) – Dennis Dahms, Butrint Rexhepaj – Malte Cordes-Gebken, Gianfranco Cusimano (46. Marc-Lennard Vanoucek), Andreas Jerchel (64. Vittorio Walter) – Marc Henning

 

Tore:

1:0 Sören Sager (7., Kopfball, Rexhepaj)

1:1 Ramen Nurzai (34., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Sechting an Musah)

1:2 Moritz Nonnsen (90.+1, Brust, Musah)

 

Gelbe Karte:

Nonnsen

 

Gelb-Rote Karte:

Butrint Rexhepaj (85., wiederholtes Foulspiel)

 

Schiedsrichter:

Bubacar Djalo (Note 1,5) – Passte sich mit seiner Linie dem sehr gutem Spielniveau an. Unstrittig der Strafstoß für SCALA. Hart, aber vertretbar, der Platzverweis für Rexhepaj.

 

Spielnote: 1

Intensiv, hochwertig und mit vielen Torchancen. Das dramatische Ende rundete dieses Topspiel ab.

11. Spieltag: TuS Berne II - SC Eilbek II 1:2 (0:2)

 

Die Vorzeichen waren vor dem Auswärtsspiel im Berner Beu, in Anlehnung an das Stadion Bernabeu in Madrid, mehr als klar. Mit einem Dreier konnte Eilbek die Tabellenspitze übernehmen, denn der bisherige Spitzenreiter HSV verlor sein Gastspiel in Stapelfeld. Gegen das Tabellenschlusslicht gab es insgesamt sechs Änderungen in der Eilbeker Startelf, neben Just und Rubin stellte Torgau auch alle vier Offensivspieler neu auf.

 

Wie erwartet kontrollierte Eilbek die Partie von Anfang an, hatte viel Ballbesitz und konnte sich immer wieder gefällig bis ins letzte Drittel spielen, wo es dann lange Zeit etwas zu ungenau wurde. In der mannschaftlichen Defensivleistung trat Berne keinesfalls wie ein Tabellenletzter auf, wirkte gut organisiert, so tat sich Eilbek schwer, klare Torchance zu erspielen. Mit der ersten gelungenen und durchgespielten Aktion ging der SCE dann aber in Führung, Dahms beschleunigte das Spiel im Mittelfeld mit einem feinen Steilpass auf Henning, der sich von seinem Gegenspieler lösen konnte und aus einem etwas spitzen Winkel ins lange Eck einschieben sollte.

 

Nur wenige Minuten dauerte es bis zum 0:2, ein Treffer aus dem Kuriositätenkabinett, der in keinem Jahresrückblick fehlen sollte. Ein Tor, das man sich nur fängt, wenn man im Tabellenkeller steht. Bei einem Abstoß von Berne spielte Keeper Tietjens den Ball über einen Meter zu seinem Mitspieler, doch der reagierte überhaupt nicht. Ob er dachte, dass er den Abstoß ausführen sollte oder Henning noch nicht in den Strafraum hätte laufen würden, ist nicht überbracht. Jedenfalls schoss Marc Henning den Ball einfach ins leere Tor zum 0:2, ein Regelverstoß lag hier nicht vor, die Proteste der Berner hielten sich auch wohlwissend in Grenzen.

 

Positiv zu bewerten ist, dass Berne auch Fußball spielen wollte und nicht auf lange und hohe Bälle aus war, eine Spielanlage, die den Bernern im Laufe der Saison noch ein paar Punkte im Kampf um den Klassenerhalt einbringen sollte. So war es auch ein schöner Angriffszug über die rechte Seite, als Marings Flanke am zweiten Pfosten Richtung Tor gebracht wurde, Sechting aber stark zur Stelle war und auch den harmlosen Nachschuss parieren konnte.

 

Der SCE kam auf der Gegenseite zu zwei guten Abschlüssen von der Strafraumgrenze, Lüders‘ Schlenzer nach feinem Kombinationsspiel geriet etwas zu ungenau und ging klar daneben, der ebenfalls gut freigespielte Cusimano scheiterte an Tietjens, der sicher zupacken konnte. Die Gästeführung zur Halbzeit war mehr als verdient, Eilbek hatte das Spiel zu jedem Zeitpunkt im Griff.

 

Auch in der zweiten Halbzeit änderte sich das Bild kaum, Sechting musste einen völlig indiskutabel gepfiffenen Freistoß aus 19 Metern über die Latte lenken, auch sein Gegenüber Tietjens konnte sich nach Zuspiel von Cusimano gegen den Abschluss von Rechtsverteidiger Just auszeichnen. Berne wagte nun offensiv mehr, hatte mehr Ballbesitz als vor der Pause, konnte sich aber keine klaren Torchancen erspielen. Da auch der SCE im letzten Pass zu ungenau agierte, der eingewechselte Rüß blieb zweimal im finalen Abspiel vor, ebenso wie Henning im Strafraum hängen, ließen die ganz großen Chancen auf sich warten. Cusimano hatte aus halblinker Position noch einen guten Abschluss, den Tietjens parieren konnte und Bernes Schlussmann war auch gegen Schultzes Freistoß in der Schlussminute in der Mauerecke zur Stelle und tauchte rechtzeitig ab.

 

In der zweiten Minute der vierminütigen Nachspielzeit kam Berne dann doch noch zum Anschlusstreffer, bei einer Flanke von der linken Seite verlor Schmidtchen seinen Gegenspieler aus den Augen, der zum 1:2 ins lange Eck treffen konnte. Mit viel Geschick und Cleverness spielte Eilbek die letzten 120 Sekunden runter und geht zum ersten Mal in dieser Spielzeit als Tabellenführer aus einem Spieltag heraus.

 

Aufstellung:

Marcel Sechting – Jakob Just (76. Ronny Schmidtchen), Genia Rubin, Sören Sager, David Feldmeier – Dennis Dahms, Butrint Rexhepaj (76. Marc-Lennard Vanoucek) – Nico Lüders (66. Benjamin Rüß), Gianfranco Cusimano (76. Thies Schultze), Andreas Jerchel (61. Colin von Dombrowski) – Marc Henning

 

Tore:

0:1 Marc Henning (11., Rechtsschuss, Dahms)

0:2 Marc Henning (25., Rechtsschuss, ohne Vorarbeit)

1:2 Leandro Pereira (90.+1, Rechtsschuss)

 

Gelbe Karten:

F. Dwelk, Brousil, D. Dwelk – Feldmeier, Rubin, von Donbrowski

 

Schiedsrichter:

Marco Stendera (Note 5) – Mit einer Vielzahl an falsch bewerteten Szenen auf beiden Seiten. Fehlende Hand- und Fahnenzeichen, wohl aufgrund des Headsets, rundeten das Bild ab.

 

Spielnote: 2,5

 

Berne und Eilbek wollten ansehnlichen Fußball anbieten und so entwickelte sich ein technisch anspruchsvoller Kick.

10. Spieltag: SC Eilbek II – DSC Hanseat 4:1 (3:0)

 

Der SCE bleibt zuhause weiter eine Macht und gewinnt auch das fünfte Heimspiel der laufenden Saison im Lokalderby gegen den Dulsberger SC Hanseat verdient, nachdem man zum dritten Mal in Folge mit einem Drei-Tore-Vorsprung in die Halbzeitpause ging. Mit Henning (Urlaub), Walter (Sperre) und Jerchel fehlten Eilbek einige erfahrene Offensivakteure, Rüß gab im Sturmzentrum sein Saisondebüt in der Liga und mit Colin von Dombrowski saß ein frischer Neuzugang (TSV Glinde U19) auf der Bank.

 

Von Minute eins an wurde Eilbek seiner Favoritenrolle gerecht, drückte Hanseat tief in die eigene Hälfte, war präsent bei den wenigen Offensivszenen der Gäste, einzig die Großchancen fehlten. So musste Eilbek geduldig spielen, fand immer häufiger die Zwischenräumen vor der gegnerischen Verteidigung und belohnte sich nach etwas mehr als einer halben Stunde für eine hohe Balleroberung, in dessen Folge Kapitän Feldmeier im Strafraum den Abschluss verzögerte, dann im Eins-gegen-Eins gegen den Verteidiger den richtigen Zeitpunkt für den Torschuss fand und mit Hilfe des linken Innenpfostens die Führung für Eilbek erzielte.

 

Nun spielte sich Eilbek in einen kurzen Rausch, Rexhepaj sezierte mit einem feinen Zuspiel auf Cordes-Gebken das Dulsberger Mittelfeld und Malte Cordes-Gebken schlenzte das Leder aus 20 Metern in den linken Winkel zum 2:0. Nicht weniger schön war nur drei Minuten später der Treffer von Benjamin Rüß, der erst in der Vorwoche im Pokal seinen ersten Treffer für Eilbek erzielt hatte. Dahms spielte Rüß 20 Meter vor dem Tor an, wo sich der Angreifer um den Verteidiger drehte und den Ball über den verdutzten Keeper Peemöller ins rechte Eck chipte. Der Zeitpunkt für das ein oder andere Kabinettstückchen war gekommen, Rexhepaj machte wie in jedem seiner Einsätze einen Gegner zum Tunnel-Opfer, Thies Schultze holte den Elastico aus der Zauberschublade.

 

Zur Pause blieb Hanseats Keeper Peemöller in der Kabine, nachdem er sich bei einem Zusammenprall mit Hansen an der Schulter verletzte. Für einen verheißungsvollen Start seiner Farben in den zweiten Abschnitt sorgte Koranche-Taylor, der nach einem Konter über 40 Meter zu spät attackiert wurde und mit Hanseats einzig nennenswertem Torschuss der gesamten Partie auf 3:1 stellte. Die leisen Hoffnungen der Gäste auf einen Zähler verpufften schnell, denn obwohl Eilbek nun sichtlich zwei Gänge herunterschaltete, konnte der SCE die Partie ohne Probleme verwalten. Rexhepajs leicht abgefälschter Freistoß aus 25 Metern, der knapp über die Latte strich, gehörte schon zu den nennenswerteren Situationen.

 

So dauerte es bis sieben Minuten vor Ende, als Eilbek Schultze im Strafraum freispielen konnte, der mit seinem Abschluss zwar nur den linken Pfosten traf, aber Debütant Colin von Dombrowski goldrichtig stand und zum 4:1 trocken abstaubte. Dass Feldmeier Sekunden vor dem Schlusspfiff in einer 4 gegen 2-Situation links vorbeizielte, sollte keine Folgen mehr haben.

 

Mit einem unspektakulären, aber hochverdienten Sieg klettert Eilbek auf Platz 2 der Tabelle und feiert den vierten Pflichtspielsieg in Serie. Am kommenden Sonntag gastiert der SCE beim Tabellenschlusslicht Berne II im Berner Beu.

 

Aufstellung:

Marcel Sechting – Haakon Hansen (71. Jakob Just), Jonas Köpke, Sören Sager, Dennis Dahms (57. Leon Resch) – Marc-Lennard Vanoucek, Butrint Rexhepaj (78. Fabian Völkner) – Malte Cordes-Gebken, David Feldmeier, Thies Schultze – Benjamin Rüß (57. Colin von Dombrowski)

 

Tore:

1:0 David Feldmeier (31., Linkssschuss, ohne Vorarbeit)

2:0 Malte Cordes-Gebken (37., Rechtsschuss, Rexhepaj)

3:0 Benjamin Rüß (40., Linksschuss, Dahms)

3:1 Kevin Koranche-Taylor (48., Rechtsschuss)

4:1 Colin von Dombrowski (87., Rechtsschuss, Schultze)

 

Gelbe Karten:

Hansen, Cordes-Gebken, Schultze – Kurt, Koranche-Taylor, L. Barkow

 

Schiedsrichter:

Janos Beckmann (Note 3) – Mit einem grundsätzlich soliden Auftritt, hätte Leroy Barkow nach Foul an Schultze zwingend früher verwarnen müssen und später nach einer Kopf-an-Kopf-Situation mit Schultze des Feldes verweisen müssen.

 

Spielnote: 3,5

 

Torreiche, aber wenig spannende Partie, vor allem mit Längen in der zweiten Halbzeit.

Holsten-Pokal 4. Runde: Düneberger SV II - SC Eilbek II 3:5 (1:5)

 

Als klassenhöherer Favorit ging es für den SC Eilbek II in der vierten Runde des Holsten-Pokals nach Geesthacht zum Düneberger SV, wo inzwischen der ehemalige Amateuer-Bomber Andre Wengorra das Zepter schwingt. Mit Wengorra spielte Eilbeks Coach Klaus Pablo Torgau einst bei FSV Geesthacht, die kleine Reise in die Heimat sollte überaus erfolgreich starten. Trotz widriger Rahmenbedingungen, Eilbek fuhr nur mit zwei Torhütern und zehn Feldspielern an den Silberberg, hatte Eilbek den Einzug in das Achtelfinale eigentlich schon nach 20 Minuten klar gemacht.

 

Mit der ersten gefährlichen Aktion des Spiels ging Eilbek in Führung, einen Eckball von Rexhepaj köpfte Schmidtchen am zweiten Pfosten schon in der vierten Minute in die Maschen. Die Lufthoheit des SCE setzte sich fort, nur zwei Minuten später köpfte Walter eine Flanke von Cordes-Gebken knapp über die Latte. Der Klassenunterschied in der Anfangsphase war klar ersichtlich, in der 11. Minute hielt Dünebergs Keeper Joel Roemer den Ball viel zu lange am Fuß, Schultze kam sauber in den Pressschlag und Benjamin Rüß musste das Leder aus 16 Metern nur noch ins leere Tor schieben. Für den Eilbeker Youngster war es der erste Pflichtspieltreffer im Herrenbereich, Dünebergs Schlussmann konnte infolge der Aktion aufgrund einer Knie- und Fußverletzung nicht weitermachen.

 

Der DSV musste Feldspieler Vincent Wojatzek einwechseln und dieser musste schon nach acht Minuten zwei Mal hinter sich greifen. Erst drückte Walter einen weiteren Eckstoß von Rexhepaj am ersten Pfosten über die Linie, wenig später warf sich Wojatzek einen zwar flatternden, aber direkt auf den Schlussmann kommenden Freistoß von Rexhepaj aus 25 Metern halb selbst ins Tor. Mit einer beruhigenden 0:4-Führung nach 21 Minuten schaltete Eilbek zwei Gänge zurück und so kam Düneberg, das mit Vier- und Marschlande bereits einen Kreisligisten aus dem Wettbewerb eliminiert hatte, etwas besser in die Partie und verzeichnete einige Abschlüsse. Auf dem rutschigen Kunstrasen hatte Eilbek mitunter Probleme sich spielerisch zu lösen, doch in der 40. Minute löste es der SCE spielerisch und sehenswert bis an den gegnerischen Strafraum, wo Cordes-Gebkens abgefangen wurde und die Kontersicherung der Eilbeker nicht passte, so dass am Ende des Düneberger Konters Rubin eine Hereingabe von der rechten Seite ins eigene Netz drückte.

 

Die Vier-Tore-Führung hatte zur Pause dennoch Bestand, denn Eilbek konnte einen hohen Ballgewinn in das fünfte Tor ummünzen, Walter bediente Schultze, der sich das Leder im Strafraum noch auf den rechten Fuß legte und schob kurz vor dem Seitenwechsel zum 1:5 ein.

 

Zur zweiten Halbzeit brachte Eilbek nur noch das Nötigste aufs Parkett und musste gegen einen weiter leidenschaftlich anlaufenden DSV viel verteidigen. Früh meldete sich Düneberg mit zwei Abschlüssen durch Nomura und Ketschojan an, richtig brenzlig wurde es aber erst nach einer Stunde. Nach einem durch Schultze in den Rückraum abgewehrten Eckball schoss Dünebergs Kapitän Kevin Schädel volley aus 20 Metern das Leder leicht abgefälscht in den rechten Giebel und hauchte dem DSV neues Leben ein. Der Pulsschlag des DSV erhöhte sich, als Engelke nur 60 Sekunden später einen Abschluss von halbrechts parieren konnte, Ketschojan den Abpraller aber über die Linie drückte. Eine halbe Stunde vor Schluss war der Eilbeker Vorsprung auf zwei Tore geschmolzen und das Spiel drohte kurzzeitig zu kippen, als Engelke einen strammen Abschluss von Ketschojan aus 13 Metern zum Glück festhalten konnte.

 

Für Eilbek war dies Warnsignal genug, Eilbek erhöhte wieder die Intensität und ließ bis zum Schlusspfiff keine klare Chance der Gäste mehr zu, trat aber offensiv zu unscheinbar auf und hatte bis auf einen Abschluss von Schultze keine nennenswerte Gelegenheit. Aus Eilbeker Sicht war es 45 Minuten lang Fußball zum Abgewöhnen, am Ende steht dennoch ein verdienter Erfolg und der Einzug in das Achtelfinale. Für den SCE ist es der größte Pokalerfolg seit 2005, als Eilbek sogar bis ins Halbfinale einzog.

 

Aufstellung:

Fabian Engelke – Ronny Schmidtchen, Genia Rubin, Marc-Lennard Vanoucek, David Feldmeier – Dennis Dahms, Butrint Rexhepaj – Malte Cordes-Gebken, Vittorio Walter, Thies Schultze – Benjamin Rüß (85. Marcel Sechting)

 

Tore:

0:1 Ronny Schmidtchen (4., Kopfball, Rexhepaj)

0:2 Benjamin Rüß (11., Linksschuss, Schultze)

0:3 Vittorio Walter (17., Rechtsschuss, Rexhepaj)

0:4 Butrint Rexhepaj (21., dir. Freistoß, Rechtsschuss)

1:4 Genia Rubin (40., Eigentor, Rechtsschuss)

1:5 Thies Schultze (44., Rechtsschuss, Walter)

2:5 Kevin Schädel (59., Rechtsschuss)

3:5 Artur Ketschojan (60., Linkssschuss)

 

Gelbe Karten:

Reuels, Gransow - Vanoucek

 

Schiedsrichter:

Nikolas Dorfner (Note 3,5) – Nicht immer souveräner Leiter eines insgesamt fairen Spiels.

 

Spielnote: 3

 

Eine scheinbar früh entschiedene Partie wurde durch den Düneberger Doppelpack nach einer Stunde kurzzeitig nochmal spannend.

9. Spieltag: TSV Sasel IV - SC Eilbek II 2:5 (1:3)

 

In der Fremde musste Eilbek Wiedergutmachung leisten, denn die Niederlage in Stapelfeld liegt noch immer schwer im Magen. Personell konnte Eilbek fast aus dem Vollen schöpfen, der leicht angeschlagene Sager konnte geschont werden, Rüß und Just kamen nach Urlaub in der dritten Mannschaft zum Einsatz und dennoch war der Kader randvoll. Da nur zwei Schiedsrichter angesetzt waren, wurde Sasels Platzwart Matthias Spar als zweiter Assistent rekrutiert, der seine Sache sehr gut erledigen sollte.

 

Der Start in die Partie hätte für Eilbek nicht besser sein können, denn bereits in der fünften Minute ging der SCE nach einem kapitalen Fehlpass im Saseler Aufbauspiel in Führung. Rexhepaj wurde der Ball förmlich in den Fuß gespielt, Eilbeks Top-Vorbereiter bediente Henning, der noch einen Gegenspieler umkurvte und platziert zum 0:1 ins lange Eck traf. Die Eilbeker Freude währte jedoch nur kurz, denn zwei Minuten später musste Gianfranco Cusimano mit einer Wadenverletzung, die er sich ohne gegnerische Einwirkung zuzog, vom Platz und wurde durch Vittorio Walter ersetzt.

 

Dem Offensivspiel tat dies keinen Abbruch, denn nach einem Foul an Cordes-Gebken Zentimeter neben der rechten Eckfahne bugsierte Rexhepaj den fälligen Freistoß per einstudierter Eckballvariante ins Zentrum, wo Henning per Direktabnahme hoch ins kurze Eck traf. Nach der frühen Zwei-Tore-Führung wurde Eilbek auf dem kurzen Platz im Ballbesitz zu hektisch, agierte technisch oft unsauber und hatte nicht immer eine gute Auswahl an Pässen. Die Saseler hingegen reagierten auf das frühe Anlaufen des SCE und spielten aus der Abwehrreihe heraus unzählige lange Bälle, die die Angreifer zum Teil festmachen konnten, zudem war auch die Mehrheit der zweiten Bälle in Saseler Hand.

 

Zwar hatte Sasel in der Anfangsviertelstunde ein paar ungefährliche Schüsse aus der Distanz, die allesamt das Tor verfehlten, wirklich gefährliche Angriffe sprangen selten dabei raus. Es bedurfte einer Einladung von Kapitän Feldmeier, der im eigenen Strafraum im Dribbling den Ball an Krohnert verlor, der mit einem platzierten Linksschuss wie aus dem Nichts das 1:2 erzielen konnte. Eilbek verlor nun etwas die Spielkontrolle, Jerchels Abschluss parierte Keeper Altenrath sicher, ansonsten herrschte viel Mittelfeldgeplänkel. Einen der wenigen strukturierten Angriffe vollendete der SCE im Stile einer Top-Mannschaft, Rexhepaj durchlupfte auf engem Raum gleich drei Gegenspieler, Marc Henning traf von halblinks mit einer satten Abnahme unten rechts ins Tor, 1:3. Drei Mal hieß der Vorbereiter Rexhepaj, drei Mal netzte Henning ein, schon in der Vorwoche sorgte diese Kombination für zwei Treffer.

 

Mit einer verdienten Führung ging es in die Kabinen, aus der Schultze für Jerchel neu den Platz betrat. Die ebenfalls wechselnden Hausherren konnten einen ihrer Joker schon vier Minuten nach Wiederanpfiff bejubeln, denn Fritzen drehte sich an der Strafraumkante um von Bergen und traf mit links ins lange Eck. Sasel kam immer wieder zu Abschlüssen, Sechting musste zweimal aufmerksam parieren, auf der Gegenseite stand Rexhepaj nach knapp einer Stunde frei vor Altenrath, doch der insgesamt sehr kleinliche Schiedsrichter Bodenbach pfiff den Vorteil ab und entschied auf Freistoß an der Strafraumecke nach Foul an Schultze.

 

Wie schon im ersten Abschnitt agierte Sasel mit vielen hohen Bällen, weiterhin waren die zweiten Bälle stets beim TSV Sasel, allerdings verteidigte es Eilbek in der letzten Reihe meist solide. Sasel ging nun mehr ins Risiko und wurde eine Viertelstunde vor Ende prompt bestraft, als der SCE einen Konter lupenrein ausspielte. Am Ende des Spielzugs spielten Henning und Cordes-Gebken einen leicht verzögerten Doppelpass, ersterer bekam so seinen vierten Treffer des Tages blitzsauber aufgelegt. Eilbek konzentrierte sich nun komplett auf das Verteidigen, Sechting musste einen Kopfball gegen die Laufrichtung stark abwehren, den Deckel auf die Partie machte nach einem weiteren Konter Malte Cordes-Gebken, der dieses Mal von Henning bedient wurde. Für den Mittelfeldspieler ist es bereits der vierte Saisontreffer, nachdem er in seinen ersten drei Jahren beim SCE insgesamt nur zwei Treffer erzielen konnte.

 

Einziger Wermutstropfen neben der Verletzung von Cusimano war in der Schlussminute die Ampelkarte für Vittorio Walter, der einen Schritt zu spät in den Zweikampf kam und seinen Gegenspieler klar zu Boden streckte.

 

In der ersten Liga-Pause der Saison steht Eilbek nach einem verdienten, aber glanzlosen Erfolg mit 21 Punkten aus neun Spielen auf Rang 3, in der kommenden Woche geht es beim Düneberger SV II am Silberberg um den Einzug ins Achtelfinale des Holsten-Pokals.

 

Aufstellung:

Marcel Sechting – Haakon Hansen, Marek von Bergen, Genia Rubin, David Feldmeier – Dennis Dahms (64. Marc-Lennard Vanoucek), Butrint Rexhepaj (85. Ronny Schmidtchen) – Malte Cordes-Gebken, Gianfranco Cusimano (8. Vittorio Walter), Andreas Jerchel (46. Thies Schultze) – Marc Henning (85. Jonas Köpke)

 

Tore:

0:1 Marc Henning (5., Rechtsschuss, Rexhepaj)

0:2 Marc Henning (9., Rechtsschuss, Rexhepaj)

1:2 Bent Krohnert (17., Linksschuss, ohne Vorarbeit)

1:3 Marc Henning (35., Linksschuss, Rexhepaj)

2:3 Tim Fritzen (48., Linksschuss)

2:4 Marc Henning (75., Rechtsschuss, Cordes-Gebken)

2:5 Malte Cordes-Gebken (83., Rechtsschuss, Henning)

 

Gelbe Karten:

Kaya, Neuhaus, Krohnert, Seguro Moreno

 

Gelb-Rote Karte:

Vittorio Walter (90., Foulspiel)

 

Schiedsrichter:

Eckart Bodenbach (Note 4) – Extrem kleinlich in seiner Linie, Spielfluss konnte so kaum aufkommen. Unstrittige Entscheidungsfindung bei der zweiten Verwarnung für Walter.

 

Spielnote: 3

 

Sieben Tore werten das fußballerisch über weite Strecken technisch durchwachsene Spiel deutlich auf.

8. Spieltag: SC Eilbek II – Rahlstedter SC III 4:0 (1:0)

 

Zu der ungewohnten Anstoßzeit von 14.30 Uhr pfiff Schiedsrichter Rosengarth vom SC Hamm die Partie an der Fichtestraße an, Eilbek begann auf vier Position verändert mit von Bergen, Rexhepaj, Cordes-Gebken und Jerchel, nach dem Spiel in Stapelfeld musste Nico Lüders weiter verletzt aussetzen. Die Gäste aus Rahlstedt starteten nicht gut in die neue Saison, ein Selbstläufer sollte die Partie aus den Erfahrungswerten des Vorjahres aber nicht werden, denn im letzten Heimspiel unterlag dem RSC verdient mit 1:3.

 

Von Minute eins an setzte Eilbek auf Rehabilitation nach der Schlappe in Stapelfeld und trat über die gesamte Spielzeit sehr konzentriert und dominant auf. Mit Ballkünstler Rexhepaj setzte Torgau im zentralen Mittelfeld auf viel Spielstärke und der Sommer-Neuzugang rechtfertigte seinen Startelfeinsatz schon früh in der Partie. Mit einem feinen Pass in die Schnittstelle fand er den tief startenden Henning, der nur noch querlegen musste auf den mitgelaufenen Vittorio Walter, der keine Probleme hatte, um aus zehn Metern ins leere Tor zum 1:0 zu treffen. Früh hatte Henning nach schönem Direktspiel in den Strafraum die Chance zum zweiten Eilbeker Treffer, Opitz verhinderte den Tunnler mit einem kleinen Block. Rahlstedt meldete sich nach einer Viertelstunde das erste Mal in der Partie an, Jonas Kies stellte Sechting aus 25 Metern aber vor keine Probleme.

 

Das Spiel ging nur in eine Richtung, Hansen scheiterte aus spitzem Winkel an Opitz, Cordes-Gebkens Abschluss nach Flanke von Feldmeier wurde in höchster Not geblockt. Eilbek spielte sehr variabel, ließ Ball und Gegner laufen und ließ nur eine nennenswerte Chance zu, als von Bergens Ballverlust in der eigenen Hälfte die Gäste zu einem Konter einlud und der früh eingewechselte Stahmer frei zum Abschluss kam, Sechting aber parierte den strammen Abschluss reaktionsschnell.

 

Immer wieder gelang es Eilbek auch frühe Ballgewinne zu erlangen, alleine Sododzi wurde im Mittelfeld fünf Mal in der ersten Halbzeit der Ball aus dem Rücken abgeluchst, Eilbek zeigte sich sehr präsent in den wichtigen Räumen und ging zwar ohne weitere Hochkaräter, aber kontrolliert mit 1:0 in die Pause.

 

Der zweite Abschnitt brachte wenig Neues zum Vorschein, noch dominanter war Eilbek im Einbahnstraßenfußball und hatte durch Sager per Kopf nach einer Ecke von Rexhepaj die frühe Gelegenheit zum 2:0. Dies fiel nur wenig später, nach mehreren Seitenverlagerungen fand Rexhepaj die Lücke in der gegnerischen Verteidigung und setzte Henning ein, der flach unten rechts einschob. Und der SCE legte nach, Jerchel traf nach hoher Balleroberung von der Strafraumgrenze nur den rechten Pfosten, machte es aber wenig später besser. Wieder einmal kombinierte Eilbek schnell über die rechte Seite, Cordes-Gebkens abgefälschte Flanke verlängerte Walter zu Andreas Jerchel, der aus acht Metern keine Mühe hatte, um sein viertes Saisontor zu erzielen.

 

Als wenig später Rexhepaj erneut Henning bediente, der den Ball mit zwei Hebern erst über sich selbst verarbeitete und dann Opitz ins Tor überlupfte, war der Widerstand der Gäste komplett gebrochen. Zwar zeigten die Rahlstedter in Ansätzen über Rantzsch und Sododzi auch durchaus ansehnlichen Fußball, mehr als einen Distanzschuss aus 20 Metern, den Sechting parieren musste, brachte der RSC aber nicht gefährlich auf das Gehäuse.

 

Mit mehreren Wechseln in der Schlussphase plätscherte das entschiedene Spiel dem Ende entgegen, Vanouceks Abschluss aus 16 Metern in einer Überzahlsituation konnte Optiz in der Schlussminute noch zur Ecke abwehren. Der SCE fährt einen auch in der Höhe verdienten Sieg ein und ist nach der zweiten Saisonniederlage wieder in der Spur.

 

Aufstellung:

Marcel Sechting – Haakon Hansen, Marek von Bergen (80. Jonas Köpke), Sören Sager, David Feldmeier – Butrint Rexhepaj (80. Marc-Lennard Vanoucek), Dennis Dahms (66. Ronny Schmidtchen) – Malte Cordes-Gebken, Vittorio Walter (80. Gianfranco Cusimano), Andreas Jerchel (72. Jan Koch) – Marc Henning

 

Tore:

1:0 Vittorio Walter (5., Rechtsschuss, Henning)

2:0 Marc Henning (55., Rechtsschuss, Rexhepaj)

3:0 Andreas Jerchel (59., Rechtsschuss, Walter)

4:0 Marc Henning (62., Rechtsschuss, Rexhepaj)

 

Gelbe Karte:

Walter

 

Schiedsrichter:

Lars Christian Rosengarth (Note 2,5) – Wurde von den Akteuren in einer fairen Partie kaum gefordert.

 

Spielnote: 2

Viele Abschlüsse, viele Torchancen, Eilbek dominierte und ging verdient als Sieger vom Platz.

7. Spieltag: VSG Stapelfeld - SC Eilbek II 2:1 (1:1)

 

Sieben Pflichtspielsiege in Folge hatte Eilbek auf das Parkett gezaubert, doch schon unter der Woche agierte der SCE im Training ein wenig schludrig und setzte den Trend dann wenig überraschend mit der schlechtesten Saisonleistung in Stapelfeld fort. Grundsätzlich konnte Trainer Torgau aus einem gut gefüllten Kader schöpfen, Kapitän Feldmeier ersetzte Völkner in der Anfangsformation, zudem ersetzte Cusimano den Dreichfachtorschützen Jerchel.

 

Eilbeks Leistung war ebenso wenig ansehnlich wie das Outfit, über den weißen Trikots musste der SCE blaue Leibchen tragen, rote Hosen und grüne Stutzen dürften auf der kommenden Mailänder Fashion Week höchstens für einen Außenseitertipp genügen. Von Minute eins an agierten die Hausherren aus Stapelfeld als bessere Mannschaft, ein erster Abschluss von Alberts nach einer Umschaltsituation vom Elfmeterpunkt aus ging knapp über das Tor. Vor allem nach Ballgewinnen im dicht gestaffelten Mittelfeld konnte Stapelfeld schnell und zielstrebig umschalten, während Eilbek unerklärlicherweise immer wieder Risikobälle ins Mittelfeld spielte und kaum einmal offensiv in Erscheinung traf.

 

In Folge eines Einwurfs konnte Eilbek den Ball nur unzureichend klären, aus dem Rückraum zog Alberts ab und traf flach ins linke Eck zum 1:0. Für einen kurzen Moment erwachte der SCE und erzielte quasi im Gegenzug den Ausgleich, Walter verlängerte einen langen Ball von Vanoucek in den Lauf von Henning, dessen Flanke Dahms aus zentraler Position ungehindert wuchtig einschädeln konnte.

 

Besser wurde die Partie von Eilbeker Seite nach dem etwas unverhofften Ausgleich nicht, nach einer Freistoßflanke von halbrechts verfehlte ein Kopfball am zweiten Pfosten das Tor um Haaresbreite. Zu keinem Zeitpunkt hatte Eilbek Zugriff auf die Partie und verlor mit Lüders mit einer Knöchelverletzung schon vor der Pause einen Offensivspieler. Eilbeks sehenswertesten Spielzug der ersten Halbzeit über Cusimano und Cordes-Gebken vollendete letzterer, dies allerdings nur auf einer strafwürdigen Abseitsposition.

 

Fehlerbehaftet und mit mangelndem Elan ging es nach der Pause weiter und anscheinend wurde in der Kabine auch nur mangelhaft gelauscht, denn schon nach einer Minute spielte man die ersten nicht gewünschten Bälle und lud den Gegner immer wieder zu Kontern an, statt im eigenen Ballbesitz geduldig zu warten. Eilbeks hoher Anteil Ballbesitzanteil verpuffte so wirkungslos, Stapelfeld konnte diverse Konter nur unzureichend ausspielen, so zielte Thominsky aus 12 Metern zu hoch und Franz scheiterte per Kopfstoß am glänzend reagierenden Sechting.

 

Mehr als einen Zähler hatte sich Eilbek nicht verdient, ein Kopfballtreffer von Walter nach Hennings Flanke war im Bereich des Möglichen, wäre aufgrund des Spielverlaufs aber ein Treppenwitz gewesen. Bezeichnend für die Partie war kurz vor Ende der dreiminütigen Nachspielzeit ein Ballverlust in der gegnerischen Hälfte, den Rubin nur mit einem taktischen Foul unterbinden konnte. Die Freistoßflanke von der linken Seite köpfte Marco Franz quasi mit dem Abpfiff zum hochverdienten 2:1 ein, ein letztes Aufbäumen des SCE brachte keinen Ertrag mehr.

 

Die Art und Weise des Auftritts hinterlässt in Eilbek einige Fragezeichen, im kommenden Heimspiel gegen ein schwer zu bespielendes Rahlstedt III muss sich der SCE deutlich straffen, um eine neue Erfolgsserie zu starten.

 

Aufstellung:

Marcel Sechting – Haakon Hansen, Genia Rubin, Marc-Lennard Vanoucek, Leon Resch (64. Fabian Völkner) – Dennis Dahms, David Feldmeier – Nico Lüders (37. Malte Cordes-Gebken), Gianfranco Cusimano, Vittorio Walter (74. Jonas Köpke) – Marc Henning

 

Tore:

1:0 Dominik Alberts (21., Rechtsschuss)

1:1 Dennis Dahms (24., Kopfball, Henning)

2:1 Marco Franz (90.+2, Kopfball)

 

Gelbe Karten:

Mielke - Rubin

 

Schiedsrichter:

Ralph Vollmers (Note 3) – Umsichtiger Leiter, litt im Gespann unter dem Stellungsspiel seines Assistenten.

 

Spielnote: 3

Ein unermüdlich kämpfender Gastgeber brachte all seine PS gegen schludrige Gäste auf die Straße und belohnt sich in der Nachspielzeit.

6. Spieltag: SC Eilbek II – Farmsener TV 7:5 (3:2)

 

Was für ein wilder Ritt im Topspiel der Kreisliga – ein Dutzend Tore, zwei verspielte Zwei-Tore-Führungen, sehenswerte Treffer und ein Empty-Net-Goal. Wieder einmal änderte Eilbek seine Startelf auf sechs Positionen, Sechting, Rubin, Resch, Völkner, Walter und Henning begannen für Engelke, Rexhepaj (Bank), Sager, Just, Cordes-Gebken und Feldmeier (alle Urlaub). Zum zweiten Mal in Folge spielte Eilbek gegen einen Tabellenführer, nach dem Sieg beim USC Paloma III grüßte nun der Farmsener TV vom Platz an der Sonne.

 

Bei feinstem Kaiserwetter mit dem ersten Herbstlaub auf dem Spielfeld war der Rahmen für ein großartiges Fußballfest gegeben und beide Teams gaben mit ihrer offensiven Spielweise ihr Übriges dazu. Schon früh in der Anfangsphase konnte der Tabellendritte aus Eilbek das erste Mal jubeln, nach einer Flanke von Hansen landete die Kopfballabwehr am Strafraumrand vor den Füßen von Walter, dessen abgefälschter Abschluss von Andreas Jerchel aus Nahdistanz über die Linie gedrückt wurde. Der SCE belohnte sich damit für eine sehr druckvolle Phase, der Spitzenreiter aus Farmsen zeigte sich davon aber unbeeindruckt und sorgte nur wenig später für den Ausgleich. Kubickis Heber aus 25 Metern passte genau zwischen Sechting und Torlatte, ein Geniestreich des Mittelfeldspielers.

 

Immer wieder konnten sich beide Seiten spielerisch aus den Pressingsituationen befreien, Farmsen zeigte sich im Zusammenspiel der vordersten Reihe sehr variabel und überspielte so immer wieder die Linien durch die Halbräume, Eilbeks Spiel nach vorne war flügellastiger ausgelegt, aber nicht minder gefährlich. Der Führende der Torschützenliste Timothy Modderkolk hatte nach feinem Zuspiel durchs Zentrum die Führung für Farmsen auf dem Fuß, verstolperte die Kugel aber frei vor Sechting. Abschlüsse gab es auf zuhauf, Sechting parierte Hamidis Schlenzer aus der Distanz, Völkner zielte nach Hereingabe von Henning auf der Gegenseite knapp über das Gehäuse. Es war ein echtes Hin und Her mit leichten Vorteilen für Farmsen, die sich dann aber selbst ein Ei ins Netz legten. Einmal mehr konnte sich Eilbek über ein gutes Direktpassspiel von hinten heraus lösen, am Ende war es Hansen, der mit einer scharfen Flanke von rechts den Fehler provozierte, denn Keeper Herzog konnte das Leder nicht festhalten und so staubte Jerchel zum 2:1 für Eilbek ab.

 

Gerade nach Ballgewinnen mit schnellen Tempoläufen in die Tiefe war Farmsen immer latent brandgefährlich, die Treffer fielen aber auf der anderen Seite. Einen Einwurf von Resch verlängerte Völkner per Kopf an den zweiten Pfosten, wo Henning den letzte Saison noch für Eilbek III auflaufenden Linksverteidiger Nuako-Mensah aussteigen ließ und kompromisslos hoch ins kurze Eck einnetzte. Nur wenig später spielte Völkner einen perfekten Ball in die Tiefe auf Walter, der im direkten Duell mit Herzog scheiterte und mit einem 4:1 die mögliche Vorentscheidung vergab. Von dieser war Eilbek zur Halbzeitpause weit entfernt, denn Modderkolk konnte kurz vor dem Seitenwechsel aus der Drehung heraus aus 18 Metern flach unten links einschießen und gab seiner Truppe ein Lebenszeichen mit, welches sich nach dem Seitenwechsel noch weiter verstärken sollte.

 

Die Anfangsviertelstunde nach der Pause gehörte klar den Gästen, es machte den Anschein, dass Farmsen in der Tabelle auf sechs Punkte wegziehen könnte. Nur vier Minuten nach der Pause erzielte Linksfuß Arvid Klick mit einem herrlichen Vollspannstoß aus 20 Metern den Ausgleich, der Ball schlug oben links im Winkel ein, ein Treffer der Marke Tor des Monats.

 

Die nun etwas tiefer verteidigenden Gäste zeigten sich per Konter brandgefährlich, so hatte Völkner zwei Abschlüsse von der Strafraumgrenze, von denen einer geblockt wurde und Eilbek schon fast um die Ohren flog. Einen weiteren Ballverlust am Farmsener Strafraum nutzte Jan Hamidi mit einem unwiderstehlichen Solo über den halben Platz gegen insgesamt fünf Eilbeker Verteidiger, die nur Spalier standen, am Ende schob Hamidi das Leder aus acht Metern unbedrängt zur ersten Farmsener Führung des Tages ein. Und Hamidi zeigte nur zehn Minuten später erneut seine ganze Klasse, bei einem Freistoß aus dem Halbfeld war Eilbeks linke Seite im Tiefschlaf und vergaß Hamidi auf der ballfernen Seite, parallel zum Strafraum konnte der Offensivspieler andribbeln und traf mit einem Schlenzer aus 17 Metern platziert ins linke untere Eck zum 3:5. Der vierte Treffer für Farmsen an diesem Sonntag Nachmittag aus der Distanz!

 

War dies schon der K.O. für Eilbek? Mitnichten, denn mit Rexhepaj und Cusimano gab es frischen Input von der Bank, auf einmal dominierte der SCE die Partie gegen kaum noch aktive Gäste, die sich in der eigenen Hälfte verschanzten, aber keinerlei Zugriff bekamen. Nicht überraschend war dann der dritte Treffer von Jerchel zum 4:5, nachdem sich Eilbek in der gegnerischen Hälfte festgesetzt hatte und Dahms am Elfmeterpunkt Jerchel bediente, der per Schlenzer ins lange Eck traf und wenig später entkräftet durch Schultze ersetzt werden musste. Cusimano hatte nach einer Flanke von Walter per Kopf den Ausgleich auf dem Kopf, doch Herzog parierte und sicherte seiner Elf die Führung. Trotz Rückstand und fortgeschrittener Spieldauer blieb Eilbek klar und sachlich in der Spielanlage und verzichte auf Hauruck-Fußball. Zwei Minuten vor dem Ende sollte das auch belohnt werden, Rexhepaj wurde auf der rechten Seite freigespielt, seine Hereingabe von der Grundlinie konnte Schultze gegen die Laufrichtung von Herzog zum 5:5 verwerten.

 

Dieses verrückte Spiel sollte damit das Ende noch nicht gefunden haben, denn Rexhepajs Freistoß aus dem Halbfeld köpfte der erst am Deadline-Day aus Bothel transferierte Gianfranco Cusimano per Flugkopfball mit Hilfe der Unterkante der Latte zum 6:5 ins Netz. Innerhalb von 180 Sekunden hatte Eilbek die Partie komplett gedreht und konnte in der vierten Minute der Nachspielzeit den Deckel drauf machen, Farmsen hatte bei eigenem Eckstoß alles nach vorne geworfen inklusive Keeper Herzog. Doch Eilbek konnte die Ecke abwehren, Rexhepaj schickte Henning auf die Reise gen leeres Tor. Eilbeks Torjäger erzielte seinen achten Saisontreffer ins verwaiste Tor aus 30 Metern, Rexhepaj holte sich seinen dritten Assist innerhalb von sechs Minuten ab.

 

Ein Wahnsinnsspiel fand so sein Ende, denn der kaum geforderte Spielleiter Görül pfiff direkt nach dem Treffer ab, Eilbek zieht punktetechnisch mit Farmsen gleich. Beide Teams stehen mit 15 Punkten am Kopf der Tabelle, für den SCE war es der siebte Pflichtspielsieg in Serie. Entscheidend dafür war die starke Bank, mit Rexhepaj (3 Vorlagen), Cusimano (1 Tor) und Schultze (1 Tor) waren alle drei Einwechselspieler direkt an der Wende beteiligt.

 

Aufstellung:
Marcel Sechting – Haakon Hansen, Genia Rubin, Marc-Lennard Vanoucek, Leon Resch – Dennis Dahms, Fabian Völkner (62. Butrint Rexhepaj) – Nico Lüders (69. Gianfranco Cusimano), Vittorio Walter, Andreas Jerchel (77. Thies Schultze) – Marc Henning

 

Tore:
1:0 Andreas Jerchel (4., Linksschuss, Walter)
1:1 Alexander Kubicki (10., Rechtsschuss)
2:1 Andreas Jerchel (25., Rechtsschuss, Hansen)
3:1 Marc Henning (35., Rechtsschuss, Völkner)
3:2 Timothy Modderkolk (44., Rechtsschuss)
3:3 Arvid Klick (49., Linksschuss)
3:4 Jan Hamidi (58., Rechtsschuss)
3:5 Jan Hamidi (67., Linksschuss)
4:5 Andreas Jerchel (71., Rechtsschuss, Dahms)
5:5 Thies Schultze (88., Rechtsschuss, Rexhepaj)
6:5 Gianfranco Cusimano (90., Rechtsschuss, Rexhepaj)
7:5 Marc Henning (90.+4, Linksschuss, Rexhepaj)

 

Gelbe Karten:
Rehberg, M. Dabelstein, Rosenstock

 

Schiedsrichter:
Murat Görül (Note 2,5) – Sicherer Leiter einer insgesamt fairen Partie.

 

Spielnote: 1
Fußballherz, was willst du mehr. Ein Dutzend Tore und eine wahre Achterbahnfahrt an Wendungen im Schlagerspiel der Kreisliga 2.

5. Spieltag: USC Paloma III - SC Eilbek II 2:3 (2:0)

 

Es gab schon bessere Spielvorbereitungen beim SC Eilbek II, der zur Partie beim Tabellenführer vom USC Paloma III nur mit 13 Spielern anreiste, von denen zwei Spieler aufgrund von beruflichen und privaten Verpflichtungen erst eine halbe Stunde vor Anpfiff an der Brucknerstraße erschienen. Gleich eine ganze Armada an Spielern verweilte im Urlaub, so lagen alleine Sechting, Haag, Resch, Henning, Walter, Schultze, von Bergen und Rüß irgendwo auf dem Planeten unter der Sonne. Ebenfalls nicht mit von der Partie waren neben den Langzeitverletzten Scheuchzer, Mazohl, Hensch, Klanke, Bruchhäuser und Chuleck auch die Abwesenden Dreske, Rubin, Völkner und Köpke. Die Anfangsformation des SCE hatte dennoch gehobenes Kreisliga-Format, Jakob Just feierte als Linksverteidiger sein Startelf-Debüt in dieser Saison, insgesamt gab es im Vergleich zur Vorwoche gleich fünf Wechsel.

 

Lethargisch präsentierte sich Eilbek über 40 Minuten lang und bekam zu keinem Zeitpunkt Zugriff auf die Partie. Bezeichnend dafür das gewonnene Kopfballduell von Veser gegen Lüders nach einer Flanke von der rechten Seite, wo Eilbeks Zuordnung im Zentrum gar nicht stimmte, Engelke den am Ende aber zu harmlosen Kopfball abwehren konnte. Als auch Paloma-Kapitän Sedelies per Kopf links am Tor vorbeizielte und Mährlein nach einem Ballverlust an der Strafraumgrenze nur den Pfosten traf, schien die Führung für die Gastgeber nur noch eine Frage der Zeit. Im 4141 kombinierten die Blau-Weißen immer wieder munter nach vorne, zu den Toren lud Eilbek im Lokalderby aber selbst ein.

 

Ein Ballverlust von Lüders gegen Linksverteidiger Dyck 25 Meter vor dem eigenen Tor öffnete Eilbeks komplette rechte Seite, nach einem Pass in den Rückraum traf Tobias Witt das Leder satt aus 18 Metern per Vollspann und schoss unhaltbar unter die Latte zum 1:0 ein. Eilbek blieb auch nach dem Führungstreffer alles schuldig und war defensiv und offensiv voller Fehler. Die zuletzt so gut organisierte Defensive war auch am 2:0 nicht unbeteiligt, Sager und Hansen versuchte sich an der eigenen Grundlinie im Tiki-Taka, ehe Jäger den Ball gewann, im Strafraum querlegte und der mitstürmende Rechtsverteidiger Marc Sedelies gegen die Laufrichtung von Engelke ins lange Eck das 2:0 erzielen konnte. Die Führung in der Höhe nach etwas mehr als einer halben Stunde entsprach dem Spielverlauf, zu körperlos agierte der SCE in den Zweikämpfen und musste weite Wege mit dem Ball machen, um überhaupt einen Mitspieler zu finden.

 

Bezeichnend für den Auftritt vor der Pause war Rexhepajs Freistoß aus 18 Metern, der weder hart, noch präzise in Richtung Amtsgericht geflogen wäre, hätte ihn der Fangzaun nicht vorher aufgehalten. Die letzten 5 Minuten der ersten Halbzeit gaben aber Anlass zur Hoffnung, denn nach einer schnellen Kombination über fünf Stationen mit einem Kontakt war es Ende Andreas Jerchel, dessen Schlenzer über das Tor ging.

Eilbek-Dompteur Torgau musste seine Löwen in der Kabine nun wecken, zu handzahm präsentierte sich der SCE vor der Pause, zeigte fortan im veränderten Anlaufverhalten ein völlig anderes Gesicht und ließ Paloma keine Ruhe mehr am Ball und kam immer wieder zu Ballgewinnen. Nicht unverdient kam Eilbek zum Anschlusstreffer, eine Einwurf-Flanke von Feldmeier konnte Sager im Duell mit El Myssar verlängern, am zweiten Pfosten war Malte Cordes-Gebken eingelaufen und hielt aus zwei Metern den Fuß zum Anschluss hin, schon Eilbeks siebter Treffer nach einer Standardsituation im achten Pflichtspiel der Saison. Mit einem Sprint brachte der Torschütze das Leder wieder zum Anstoßpunkt und das sollte sich lohnen, denn nur 40 Sekunden später lag der Ball wieder auf selbigem und wieder hatte Paloma Anstoß. Direkt nach dem 2:1 spielte El Myssar den Ball etwas halbherzig zu seinem Keeper zurück, Sundermann in seinem Paloma-Debüt  traf mit seinem Klärungsversuch nur Rexhepjas rechte Hüfte, so dass der Ball zum Ausgleich ins Netz kullerte.

 

Eilbek hatte nun Oberwasser, ließ Paloma kaum einmal aus der eigenen Hälfte kombinieren und legte nach. Koch brachte einen zweiten Ball wieder zurück in die Gefahrenzone, wo sich Cordes-Gebken bei der Brustannahme um den eingewechselten Mooren drehte, der zudem noch mit der Hand am Ball war, doch der gute Schiedsrichter Fardash entschied auf Vorteil und so konnte Cordes-Gebken den Ball mit links platziert ins lange Eck schieben.

 

Symptomatisch für den Spielverlauf nach dem Seitenwechsel war die Entstehung eines Eilbeker Eckballs, einen eigentlich viel zu lang geratenen Pass wollte Sundermann mit dem Fuß an der Grundlinie stoppen und verstolperte diesen völlig ohne Gegnerdruck. Am Ende blieb die Situation ungestraft, denn Feldmeiers Kopfball nach der Ecke von Lüders striff knapp am langen Pfosten vorbei. Als der ansonsten gute Paloma-Verteidiger Adjei Wendt dreißig Meter vor dem eigenen Tor ausrutschte, hatte Eilbek in einer 3-gegen-2-Überzahlsituation die Chance zum 2:4, doch Lüders‘ Querpass geriet zu ungenau. Da auch Dahms nach kurzer Ablage von Rexhepaj aus 12 Metern den K.O. verpasste und Zentimeter am rechten Tor vorbeischoss, hatte Paloma bis in die Nachspielzeit noch die Hoffnung auf den Ausgleich, doch Grawes Schuss in der 90.+2 konnte von Hansen geblockt werden.

 

Eilbek entführt mit guten 50 Minuten drei Punkte von der Brucknerstraße und stürzt den Tabellenführer. Der neue Tabellenerste wird am kommenden Sonntag an der Fichtestraße empfangen, wenn der Farmsener TV zu Gast ist.

 

Aufstellung:

Fabian Engelke – Haakon Hansen, Marc-Lennard Vanoucek, Sören Sager, Jakob Just (57. Jan Koch) – Dennis Dahms, David Feldmeier – Nico Lüders, Butrint Rexhepaj, Malte Cordes-Gebken – Andreas Jerchel (84. Ronny Schmidtchen)

 

Tore:

1:0 Daniel Witt (19., Rechtsschuss, Dyck)

2:0 Marc Sedelies (35., Rechtsschuss, Jäger)

2:1 Malte Cordes-Gebken (53., Rechtsschuss, Sager)

2:2 Butrint Rexhepaj (54., rechte Hüfte, ohne Vorarbeit)

2:3 Malte Cordes-Gebken (67., Linksschuss, Koch)

 

Gelbe Karten:

El Myssar, Witt - Lüders

 

Schiedsrichter:

Sohrab Fardash (Note 2,5) – In einer fairen Partie mit zwei guten Entscheidungen: ließ vor dem 2:3 durch Cordes-Gebken Vorteil für Eilbek nach Handspiel laufen und ermahnte Witt letztmalig eindringlich, statt den Torschützen zum 1:0 mit der Ampelkarte vom Feld zu schicken.

 

Spielnote: 2

Fußballerisch nicht immer mit der feinen Klinge, dafür intensiv und spannend und mit einer nicht mehr für möglich gehaltenen Wendung.

4. Spieltag: SC Eilbek II – Bramfelder SV II 1:0 (0:0)

 

Drei Tage nach der Pokal-Sensation über den Landesligisten Victoria II war wieder schnöder Liga-Alltag angesagt. Mit dem Bramfelder SV II kam einer der Favoriten der Kreisliga 2 an die Fichtestraße, nach mehr als 5 Jahren gab es nun ein Wiedersehen mit der Elf von Tobias Mordhorst, der mit Agyemang und Ismailovic zwei Spieler aus dem Landesliga-Kader mitbrachte. SCE-Coach Torgau setzte nach intensivem Spiel am Donnerstag auf frische Kräfte und baute seine Anfangsformation gleich auf sechs Positionen um, Haag, von Bergen, Völkner, Feldmeier, Rexhepaj und Jerchel ersetzten Sechting, Rubin, Walter (nicht im Kader), Dahms, Vanoucek und Cordes-Gebken (Bank).

 

Die Gäste gewannen vor Anpfiff den Münzwurf, tauschten die Seiten und hatten gegen die in der Anfangsphase etwas träge wirkenden Eilbeker mehr Spielanteile. Klare Torchancen erspielten sich die „Men in Black“ gegen die stabile Defensive des SCE nicht, auch wenn der BSV vor allem über die starke rechte Seite mit Agyemang und Ismailovic unermüdlich ankurbelte. Die erste Großchance des Spiels gehörte Eilbek, Völkner bediente mit einem Steckpass den stark einlaufenden Lüders, der mit seinem Flachschuss am stark parierenden Hasenberg scheiterte. Bramfelds Keeper hatte eine Vergangenheit an der Fichtestraße, machte im April 2011 auch ein Spiel für die zweite Mannschaft, und schien sich hier wohl zu fühlen, anders ist seine Leistung nicht zu erklären, aber dazu später mehr.

 

Noch vor dem Seitenwechsel schepperte es am Gebälk der Bramfelder, erst scheiterte Rexhepaj aus Nahdistanz am gut reagierenden Hasenberg, den Abpraller von Völkner fälschte Fritz mit dem Rücken an die Latte ab. Viel mehr geschah in der dennoch kurzweiligen ersten Hälfte nicht. Zur Pause musste Eilbeks Linksverteidiger Resch mit Oberschenkelproblemen in der Kabine bleiben, für ihn kam Dahms in die Partie. Die Zahl der Chancen sollte nun rasant ansteigen, wobei auf Eilbeker Seite ein bekanntes Phänomen aus den Vorwochen wieder auftrat – die Chancenverwertung. Zunächst war Hasenberg bei Rexhepajs abgefälschtem Freistoß zur Stelle, nach rund einer Stunde hätte es aber im BSV-Kasten klingeln müssen, denn nach einem schnell vorgetragenen Angriff schob Lüders das Leder quer durch den Strafraum zu Henning, der aus zehn Metern völlig freistehend am überragenden Hasenberg scheiterte.

 

Vermehrt standen nun die Torhüter im Fokus, Hasenberg war gegen Lüders abermals sicher zur Stelle wie Haag auf der Gegenseite gegen Maßmann, ebenfalls aus der Distanz. Ein Tor lag nun in der Luft, nach einem Freistoß von Lüders legte Dahms am zweiten Pfosten per Kopf quer, doch Cordes-Gebken schaffte es mutterseelenallein aus 5 Metern über das leere Tor zu köpfen. Nicht minder gefährlich war nach Rexhepajs feinem Steckpass die Chance für den aufgerückten Völkner, der aus elf Metern am abermals überragenden Hasenberg scheiterte. Und es wurde nicht besser, denn nachdem Windisch in aussichtsreicher Position an Haags guter Fußparade scheiterte, sorgte Feldmeier für eine absolute Slapstick-Aktion. Rexhepaj spielte im Strafraum einen perfekten und gut getimten Querpass in den Fuß von Feldmeier, doch Eilbeks Kapitän gelang das Kunststück aus vier Metern mit links am verwaisten Tor vorzuschießen!

 

Eilbek war nach den belebenden Einwechslungen von Cordes-Gebken und Vanoucek die deutlich bessere Mannschaft, Bramfeld zeigte seine offensive Qualität aber immer wieder, so traf Ismailovic aus spitzem Winkel nur den rechten Außenpfosten und wenig später mit Haag mit den Fingerspitzen an eine Mischung aus Torschuss und Flanke ran.

 

Eine Minute vor dem Ende, als sich die beiden überraschend friedlichen Seiten eigentlich schon auf ein torloses Remis eingestellt hatten, spielte Eilbek einmal mehr schnell nach vorne, über Lüders und Cordes-Gebken gelang der Ball zu Henning, der aus acht Metern halblinker Position das kurze Eck anvisierte und zur Führung einschoss, da Hasenberg diesen Abschluss nur noch an den Innenpfosten ablenken konnte, von wo aus der Ball über die Linie kullerte. Großer Jubel beim SCE, die Bramfelder Mannschaft fiel kollektiv auf den Boden, aber die Partie war damit noch nicht beendet. Denn Agyemang hatte nach einem Eckstoß den Ausgleich auf dem Kopf, am Ende fehlte rund ein Meter zum 1:1. Gegen die nun offensiv alles in die Waagschale werfenden Bramfelder kam Eilbek in der 90.+4 Minute zu einem weiteren Hochkaräter, Vanoucek wurde in einer 2 gegen 1-Situation im Bramfelder Strafraum getroffen, bewies aber keine auch keine hohe Standfestigkeit, zudem kam der kurz zuvor ins Spiel gekommene Jan Koch frei aus 12 Metern zum Abschluss, der Joker zielte allerdings knapp über das Tor.

 

So blieb es nach einer sechsminütigen Nachspielzeit beim am Ende verdienten 1:0-Erfolg für Eilbek. Der SCE kann auf eine sehr erfolgreiche Woche zurückblicken und holt Big Points gegen einen direkten Konkurrenten, am kommenden Samstag ist man beim Tabellenführer Paloma III an der Brucknerstraße gefordert.

 

Aufstellung:

Martin Haag – Haakon Hansen, Marek von Bergen, Sören Sager, Leon Resch (46. Dennis Dahms) – Fabian Völkner (70. Marc-Lennard Vanoucek), David Feldmeier – Nico Lüders (90. Jan Koch), Butrint Rexhepaj, Andreas Jerchel (54. Malte Cordes-Gebken) – Marc Henning

 

Tore:

1:0 Marc Henning (89., Rechtsschuss, Cordes-Gebken)

 

Gelbe Karten:

Lüders, Cordes-Gebken

 

Schiedsrichter:

Robert Karus (Note 2) – Mit viel Ruhe und guter Präsenz, lag bei den größeren Entscheidungen stets richtig. Vertretbar beim Kontakt gegen Vanoucek (90.+2) nicht auf Elfmeter zu entscheiden.

 

Spielnote: 2

Eine Partie auf hohem Niveau mit zahlreichen Chancen, nur ein Treffer spiegelt die Anzahl der Strafaktionen nicht wider.

3. Runde Holsten-Pokal: SC Eilbek II – SC Victoria II 2:1 (1:0)

Was war das für ein ehrwürdiger Abend an der Fichtestraße? Dem Kreisligisten aus Eilbek gelingt der große Wurf und wird zum Stolperstein für einen der Topfavoriten im Holsten-Pokal, schließlich rangiert der SC Victoria II auf Rang 3 der Landesliga. Einen klaren Matchplan bekamen die Eilbeker Akteure an die Hand, Eilbeks Scouting-Abteilung hatte im Vorfeld der Partie ganze Arbeit geleistet. Trainer Klaus Pablo Torgau, der die Siegchance in seiner Ansprache auf 30 Prozent bezifferte, wollte den Spielaufbau über Vicky-Kapitän Jamanca verhindern und warnte vor den diagonalen Verlagerungen im letzten Spieldrittel und den Aufdrehsituationen von Brobbey in den offensiven Halbräumen. Voller Anspannung, aber ohne Nervosität, lauschte das Team den Worten der Verantwortlichen und setzte dies mit Bravour um.  Mit Hansen, Rubin und Cordes-Gebken für Gyasi, Feldmeier und Jerchel gab es drei Änderungen gegenüber dem letzten Auftritt in Poppenbüttel, Victoria-Trainer Krause verzichtete etwas überraschend auf den zuletzt auffälligen Momodou Sanneh im Mittelfeld, der 90 Minuten auf der Bank Platz nahm.

Wenig überraschend musste Eilbek viel gegen den Ball arbeiten, die Gäste von der Hoheluft hatten deutlich mehr Ballbesitz und begannen temporeich und druckvoll. In einer intensiven Anfangsphase, die durchaus ansprechend anzusehen war, hatte der SCE defensiv alles im Griff, so mutierten beide Strafräume zu einer No-Go-Area. Die Durchbrüche über den rechten Flügel konnte Eilbeks stabile Viererkette immer wieder resolut klären und mit vermehrter Spieldauer kam auch offensiver Input zu tragen. So war es ein beherztes Dribbling von Cordes-Gebken durch das Mittelfeldzentrum, das Ausgangspunkt für das erste Beben an der Fichtestraße war. Der heutige Linksaußen wurde 25 Meter vor dem Tor unsanft gestoppt, den fälligen Freistoß brachte Vanoucek hart aufs Tor, wo Keeper Phil Olbrisch den Ball nach vorne abprallen ließ und Kapitän Sören Sager trocken zum 1:0 abstaubte. Der SCE betrieb in den bisherigen fünf Pflichtspielen stets Chancenwucher, umso besser war das Timing gegen den SC Victoria II.

Unter den Augen und der Anfeuerung sämtlicher Eilbeker Mannschaften am Spielfeldrand hatte der SCE sogar die große Möglichkeit zum Ausbau der Führung, bei Jamancas schlampiger Ballannahme war Lüders sofort zur Stelle, spielte mit Henning einen Doppelpass und schloss aus 11 Metern ab, doch Olbrisch war bei dem etwas zu zentral platzierten Abschluss zur Stelle und konnte zur Ecke abwehren. Kurz vor dem Seitenwechsel wurde es das erste Mal gefährlich im Eilbeker Strafraum, der Doppeltorschütze aus dem Vorjahresduell Meierdiercks konnte bis zur Grundlinie durchbrechen, für den gut gespielten Querpass war aber kein Mitspieler mitgelaufen.  Brenzlig wurde es auch, als Henning und Cordes-Gebken ein Doppelpass im direkten Anschluss an eine Ecke am gegnerischen Strafraum misslang und Victoria eine der wenigen Situationen vorfinden konnte, um Tempo aufzunehmen. Nach guter Umschaltaktion schoss Brobbey letztendlich aus 20 Metern links vorbei, so dass Eilbek ohne Gegentor in die Pause gehen sollte, zuvor aber noch eine Chance auf einen weiteren Treffer hatte. Cordes-Gebken ging einem eigentlich zu lang geratenem Ball in einem 50-Meter-Sprint und klaute Shmatov die Kugel an der Vicky-Torauslinie und wurde dann zu Fall gebracht. Die Situation war sinnbildlich für den Einsatzwillen des SCE, den fälligen Freistoß aus spitzem Winkel schoss Henning nur knapp am langen Pfosten vorbei.

Der Druck von Victoria nahm nach dem Seitenwechsel zu, der Landesligist kam zu mehr Situationen im Strafraum und Eilbek konnte sich bei Keeper Sechting bedanken, der gegen dem von Brobbey freigespielten da Silva Goncalves aus elf Metern zur Stelle war. Zu selten konnte der SCE nun für Entlastung sorgen, Sagers Kopfball nach Hennings Ecke blieb einer der wenigen Abschlüsse in der besten Spielphase der Gäste. Nicht unverdient kam in dieser Drangphase der Ausgleichstreffer zustande, einen zweiten Ball schoss der nach der Pause stark aufspielende Beverungen mit Hilfe des linken Innenpfostens von der Strafraumkante zum 1:1 ins Netz.

Die starke Bank half Eilbek zurück ins Spiel, mit einem Doppelwechsel kam mit Rexhepaj und Jerchel neue offensive Qualität auf den Platz, der SCE hatte nun wieder besseren Zugriff, nachdem Sechting kurz zuvor nach einem Querpass aus fünf Metern das quasi sichere 1:2 mit einer sensationellen Fußparade verhinderte. Als auch noch Feldmeier für den bereits gelb verwarnten Cordes-Gebken eingewechselt wurde, sollte es keine zwei Minuten dauern, bis Eilbek mit der dritten Großchance zum zweiten Mal am Abend in Führung ging. Rexhepaj bediente Henning am Strafraumrand, statt den Ball links auf Jerchel rauszulegen zog der Mittelstürmer die schwierige Variante vor, umkurvte gleich drei Gegenspieler und schloss mit links frei vor Olbrisch ins lange Eck ab. Die Folge war ein überragender Torpogo der ersten und zweiten Mannschaft an der Eckfahne, so einen Torjubel hatte die Fichtestraße lange nicht mehr gesehen.

Mit Koch und Köpke brachte Torgau für die Schlussphase noch zwei frische Akteure, die gegen immer nervöser werdende Gäste für viel Entlastungen und Standardsituationen sorgten, drei gelbe Karten für Beverungen, Wenner und Meierdiercks binnen 180 Sekunden zeigten das Stimmungsbild des Favoriten deutlich auf. In der fünfminütigen Nachspielzeit warf Victoria noch einmal alles nach vorne, kurz nachdem Sechting nach einem langen Zuspiel auf den nahezu komplett abgemeldeten Meierdiercks vor ihm den Ball abfangen konnte, pfiff der hervorragende Spielleiter Krüger die Partie ab. Die Eilbeker Akteure holten sich in den Fankurven ihren wohlverdienten Applaus ab, erstmal seit 2018 ist der SCE wieder in der vierten Runde vertreten und ist eines der letzten 19 verbliebenen Teams im Holsten-Pokal. Nach dem Harburger TB am Dienstag im Lotto-Pokal musste der zweite Landesligist binnen 48 Stunden die Segel an der Fichtestraße streichen, alle vier Herrenteams sind damit weiter im Pokalwettbewerb vertreten, für die am Wochenende startenden Frauenmannschaften ist die Nachahmung empfohlen.

Aufstellung:
Marcel Sechting – Haakon Hansen, Genia Rubin (85. Jan Koch), Sören Sager, Leon Resch – Dennis Dahms (69. Butrint Rexhepaj), Marc-Lennard Vanoucek – Nico Lüders, Vittorio Walter (69. Andreas Jercel), Malte Cordes-Gebken (77. David Feldmeier) – Marc Henning (85. Jonas Köpke)

Tore:
1:0 Sören Sager (33., Rechtsschuss, Vanoucek)
1:1 Nuri Beverungen (64., Rechtsschuss)
2:1 Marc Henning (79., Linksschuss, Rexhepaj) 

Gelbe Karten:
Cordes-Gebken, Haag, Vanoucek – Shmatov, Beverungen, Wenner, C. Meierdiercks 

Gelbe Karten Offizielle:
Joshua Krause (Trainer SC Victoria II) 

Schiedsrichter:
Marcel Iradj Krüger (Note 1,5) – Mit seinem Team abermals ein starker Auftritt des jungen Referees, behielt in den wenigen hektischen Phasen des Spiels stets den Überblick.

Spielnote: 1,5
Ein packender Pokalkrimi mit einem leidenschaftlich kämpfenden Underdog bei Flutlichtatmosphäre an der gut besuchten Fichtestraße.

3. Spieltag: SC Poppenbüttel II - SC Eilbek II 2:4 (2:2)

 

Hochsommerliche Temperaturen herrschten an der Bültenkoppel in Poppenbüttel, nach dem ersten Dreier der Saison musste Eilbek vier Änderungen vornehmen, Gyasi, Resch, Feldmeier und Jerchel starteten für Sager, von Bergen, Hansen und Völkner (alle nicht im Kader). Für Neuzugang Leon Resch war dies der erste Startelf-Einsatz, Mittelfeldspieler Dennis Dahms lief zum 100. Mal in SCE-Farben auf. Im Vorfeld sorgte der Tipp von Poppenbüttels Torhüter Bajric für etwas Verwunderung in Eilbek, voller (Über-)Mut sagte er einen 5:1-Sieg seiner Farben voraus.

 

Dass dem nicht so kommen sollte, war schon früh zu erkennen. Poppenbüttel verteidigte im Eilbeker Ballbesitz extrem tief, zeigte aber große Schwächen im eigenen Aufbau. So prüfte Lüders mit einem Schlenzer aus 18 Metern das erste Mal Bajric, der Schlussmann konnte sicher parieren. Weniger souverän zeigte er sich zwei Minuten später, als Eilbek wieder einmal ins hohe Pressing kam und er Walter den Ball in die Füße spielte, Eilbeks Spielmacher blieb eiskalt und schob Bajric das Leder durch die Hosenträger. In der Folge zeigten die Gäste das Gesicht der bisherigen Saison, dominant mit vielen Chancen, aber noch einem ausbaufähigem Abschluss. Alleine Marc Henning hätte in der ersten halben Stunde einen Dreierpack erzielen können, schoss freistehend erst rechts, dann links vorbei und scheiterte bei der dritten Großchance an der starken Fußparade von Bajric.

 

Eilbek hätte hier schon früh den Sack zumachen müssen, bis auf eine Chance von Hävecker, der an Sechting scheiterte, blieb Poppenbüttel offensiv lange Zeit harmlos. Als auch Jerchel das 0:2 kurz vor dem Seitenwechsel von halblinks verpasste, schien es auf ein 0:1 in der Pause hinauszulaufen, doch wer zu früh den Gang an den Bierstand gewagt hatte, verpasste noch einiges. Denn zunächst legte Eilbek tatsächlich noch das 0:2 nach, Dahms knallte eine Ecke von Henning an den kurzen Pfosten per Vollspann-Volley in den linken Winkel. Für Bajric bestand bei diesem Treffer der Marke Tor des Monats absolut keine Abwehrchance, Dahms ließ sich in seinem Jubiläumsspiel zurecht für diesen mehr als sehenswerte Tor feiern.

 

Gedanklich schien Eilbek fast wieder in der Kabine zu sein, denn 180 Sekunden später kam Poppenbüttel zum Ausgleich und wusste selbst nicht genau wie. Bajrics langen Ball über das halbe Feld verlängerte Rubin in die falsche Richtung, Hävecker blieb vor dem Tor eiskalt und schob zum 1:2 ein. In der Nachspielzeit war es mit Hävecker wieder einmal der auffälligste Poppenbütteler, der mit einem eigentlich völlig verunglücktem Schuss eine Verlagerung einleitete, Rechtsverteidiger Aliou kratzte das Leder noch von der Grundlinie und bediente den sieben Meter vor dem Tor völlig freistehenden Treptow, der das 2:2 markierte.

 

Mit viel Schaum vor dem Mund kam Eilbek ob der eigenen Unzulänglichkeiten aus der Kabine und ging prompt wieder in Führung. Während Bajric noch von der Packung für Eilbek träumte, segelte Vanouceks Ecke mit Hilfe des Innenpfostens direkt ins Tor, nach etwas mehr als zwei Jahren der Premierentreffer für Vanoucek. Poppenbüttel war nun etwas aktiver als in der ersten Halbzeit, wurde aber häufig vom SCE im oder am Strafraum gestoppt, die großen Möglichkeiten blieben auf Seiten der Gäste. Erst schädelte Dahms eine Ecke knapp über das Gehäuse, dann bediente Cordes-Gebken Jerchel am zweiten Pfosten, der knapp links vorbei schoss. Der in der Mitte freistehende Henning wäre die bessere Wahl gewesen, so musste Eilbek bis tief in die Schlussphase mit dem knappen Vorsprung leben.

 

Aus der Distanz versuchten sich Treptow auf der einen und Walter auf der anderen Seite, aber dies letztlich ohne Erfolg. Fünf Minuten vor dem Ende erwies der erst 15 Minuten zuvor eingewechselte Alseny Sow seiner Mannschaft einen Bärendienst, innerhalb von 2 Minuten holte er sich mit zwei harten und überflüssigen Fouls die gelb-rote Karte ab und schoss nach dem Verlassen des Feldes noch Eilbeker Trinkflaschen 15 Meter über den Platz. Ob man im Hause Sow immer so mit fremdem Equipment umgeht, konnte final nicht geklärt werden, das Verhalten des Rechtsverteidigers in der Eilbeker Coachingzone war bemitleidenswert genug.

 

In der Nachspielzeit, als Poppenbüttel nach einer 3 gegen 3-Situation im Eilbeker Strafraum eine gute Gelegenheit nicht ganz klar ausspielen konnte, legte der eingewechselte Malte Cordes-Gebken nach Zuspiel von Walter zum vierten Mal ins Poppenbütteler Netz zum 2:4. Der SCE fährt verdient den zweiten Sieg der Saison ein und bestätigt seine guten Frühform, die im Pokalkracher am Donnerstag gegen den Landesligisten vom SC Victoria II mehr denn je gefragt sein wird.

 

Aufstellung:

Marcel Sechting – Marvin Gyasi, Genia Rubin, Marc-Lennard Vanoucek, Leon Resch (70. Fabian Mazohl) – Dennis Dahms, David Feldmeier – Nico Lüders (62. Malte Cordes-Gebken), Vittorio Walter, Andreas Jerchel (82. Jakob Just) – Marc Henning

 

Tore:

0:1 Vittorio Walter (5., Rechtsschuss, ohne Vorarbeit)

0:2 Dennis Dahms (43., Linksschuss, Henning)

1:2 Fabrice Hävecker (45., Rechtsschuss, Bajric)

2:2 Philip Treptow (45.+2, Rechtsschuss, Aliou)

2:3 Marc-Lennard Vanoucek (48., direkte Ecke, Rechtsschuss)

2:4 Malte Cordes-Gebken (90.+1, Rechtsschuss, Walter)

 

Gelbe Karte:

Lüders

 

Gelb-Rote Karte:

Alseny Sow (86., wiederholtes Foulspiel)

 

Schiedsrichter:

Kevin-Justin Lohse (Note 2,5) – Sicher bei der Zweikampfbewertung, die Assistenten waren stets auf Ballhöhe. Alternativlos auch der Platzverweis für Sow, hätte Eilbek einzig nach Foul an Rubin einen Elfmeter geben müssen.

 

Spielnote: 3

Zahlreiche Gelegenheiten, zum Teil auch durch grobe Fehler, machten die Partie kurzweilig.

2. Spieltag: SC Eilbek II – TuRa Harksheide III 4:1 (3:1)

 

Drei Spiele zum Auftakt in der Fremde hatte der SC Eilbek II zu absolvieren, den zwei Siegen im Pokal stand ein verpatzter Ligaauftakt trotz ansprechender Leistung gegenüber. Im ersten Heimspiel der Saison begrüßte die Torgau-Equipe den Turn- und Rasensportverein aus Harksheide. Nach der kräftezehrenden Partie unter der Woche beim HFC Falke II gab es nur eine Veränderung, der zuletzt angeschlagene Marc Henning ersetzte Doppeltorschütze Thies Schultze in der Anfangsformation.

Frühe Treffer an der Fichtestraße hatten in der vergangenen Saison schon fast eine Tradition, doch dieses Mal erwischten die Norderstedter den besseren Start und profitierten von einem Lapsus von Keeper Sechting, der nach einem langen Ball etwas übereilig das Tor verließ, Angreifer Benedikt Kwiatkowski war einen Schritt schneller und schob ins leere Tor. Der Underdog sorgte somit für den ersten Paukenschlag, den Eilbek quasi postwendend beantworten konnte. Hansen gewann tief in der gegnerischen Hälfte das Leder und setzte Marc Henning ein, der ohne Probleme den Ausgleich erzielen konnte. Es folgte eine wilde Phase beider Seiten, die von diversen Offensivaktionen geprägt war. So schepperte es zunächst am Eilbeker Gebälk, als Rubin eine scharfe Flanke von der linken Seite gegen die eigene Querlatte lenkte, dann spielte sich Eilbek fast in einen Rausch.

 

Erst klärte Jonas Lütjens für seinen bereits geschlagenen Torhüter gegen Henning mit der Hacke auf der Linie, dann scheiterte Henning aus 5 Metern mit dem Versuch eines Beinschusses gegen Schlussmann Basmer und traf wenig später aus spitzem Winkel nur den linken Außenpfosten. Nach 25 Minuten stand Schiedsrichter Rast im Mittelpunkt des Geschehens, denn nach einem langen Ball aus dem Zentrum war Lüders kurz vor dem Strafraum vor Basmer am Ball und wurde von diesem klar umgerannt und verhinderte so das 2:1. Dies erkannte auch Rast, entschied zurecht auch auf Freistoß für Eilbek, schickte Basmer aber nicht vom Platz, da TuRa ohne Ersatzkeeper angereist war! Was für eine Argumentation, die an den hanebüchenen Nicht-Platzverweis im Pokalspiel am Mittwoch erinnerte. Nach dem Spiel erklärte Rast, dass es eine 100%ige rote Karte war. Nur warum man diese dann beim Stand von 1:1 nach 25 Minuten nicht zeigt, bleibt unklar oder eher unfassbar unschlüssig argumentiert.

 

Weiter ging es also mit 11 gegen 11, aber mit 2:1 für Eilbek, denn Hennings flacher Freistoß aus 18 Metern wurde leicht abgefälscht, so dass Basmer keine Chance mehr hatte, um den Einschlag im Netz zu verhindern. Fünf Minuten später hatte Henning seinen lupenreinen Hattrick perfekt, gleichlautend mit seinem 100. Scorerpunkt im 57. Spiel für Eilbek II. Von Bergen sezierte mit einem scharfen Ball die gesamte TuRa-Mannschaft, Henning hatte allein vor Basmer wenig Mühe und erzielte auch den vierten Eilbeker Treffer dieser Saison. Nun schien alles möglich, denn auch Vanoucek stand mit einem Schlenzer aus 20 Metern vor seinem ersten Treffer für Eilbek, ein halber Meter fehlte am Ende zur Torpremiere. Die SCE-Defensive stand nun besser, konnte sich auf die vielen tiefen Bälle deutlich besser einstellen und ging mit einem verdienten Zwei-Tore-Vorsprung in die Kabinen.

 

Nach dem Seitenwechsel waren gerade einmal neun Minuten gespielt, als Henning für die Entscheidung sorgte. Sechting brachte Henning mit einem langen Abschlag in eine Eins-gegen-Eins-Situation gegen Basmer, auch weil Verteidiger Bonin komplett am Ball vorbeiholzte, Henning blieb eiskalt und markierte seinen vierten Treffer des Tages. Dies gelang ihm zuletzt in seinem ersten Spiel für Eilbek, als Henning beim 7:3-Erfolg in Reinbek das Weiterkommen in der ersten Pokalrunde sicherte. In der ausplätschernden Schlussphase der Partie, in der TuRa zwar durchaus gefällig spielte, aber nie zu einer Großchance kam und Eilbek mit angezogener Handbremse nach vorne spielte, gab es noch drei bemerkenswerte Einwechslungen. Zunächst feierte Leon Resch sein Pflichtspieldebüt, dann gab es donnernden Applaus auf den Rängen für Kassem Tohme, der in seinem vermeintlich letzten Spiel für den SC Eilbek II etwas mehr als eine Viertelstunde mitwirken durfte, in denen etwas später auch Fabian Mazohl nach überstandener Verletzung erstmals in dieser Saison mitwirken konnte.

 

Eilbeks Halbchancen auf weitere Treffer blieben ungenutzt, so parierte Basmer einen Völkner-Freistoß ins Torwarteck und Lüders aus der zweiten Reihe wurde entscheidend geblockt. So sollte es nach einer ereignisarmen Schlussphase beim 4:1 bleiben, Eilbek fährt den ersten Liga-Dreier der Saison ein und fährt nun am kommenden Samstag an die Bültenkoppel zum SC Poppenbüttel II.

 

Aufstellung:

Marcel Sechting – Sören Sager, Marek von Bergen, Genia Rubin, Dennis Dahms – Marc-Lennard Vanoucek (70. Leon Resch), Fabian Völkner – Haakon Hansen (74. Kassem Tohme), Vittorio Walter, Nico Lüders (82. Fabian Mazohl) – Marc Henning

 

Tore:

0:1 Benedikt Kwiatkowski (2., Rechtsschuss)

1:1 Marc Henning (10., Rechtsschuss, Hansen)

2:1 Marc Henning (25., direkter Freistoß, Rechtsschuss, Lüders)

3:1 Marc Henning (30., Rechtsschuss, von Bergen)

4:1 Marc Henning (55., Rechtsschuss, Sechting)

 

Gelbe Karten:

Schulz, Basmer, Housseini

 

Schiedsrichter:

Lahcen Rast (Note 5) – In einer einfach zu leitenden Partie mit einer wahnwitzigen Entscheidung Basmer bei seiner Notbremse nicht vom Platz zu stellen, weil Harksheide keinen Ersatzkeeper auf der Bank hatte.

 

Spielnote: 3

Ein zum Teil wildes Spiel mit vielen Chancen, wenn auch nicht immer hochwertig und spannend.

2. Runde Holsten-Pokal: HFC Falke II – SC Eilbek II 1:3 (0:1)


Zweimal kreuzten Falke und Eilbek bisher die Klingen, in beiden Testspielen blieb der SCE dabei auf heimischer Anlage der klare Sieger. In der zweiten Runde des Holsten-Pokals sollte es zum ersten Pflichtspiel kommen, im Hexenkessel der Vogt-Kölln-Straße, wo Fußball-Purismus noch groß geschrieben wird, sorgten 44 zahlende Zuschauer für eine lautstarke Unterstützung, die mitunter leider auch als unter der Gürtellinie zu bezeichnen war.


Bei hochsommerlichen Temperaturen von weit über 30 Grad sollte die Partie auch eine Hitzeschlacht werden, bei der die Kraftfrage eine Rolle spielen sollte. Eilbeks Kader stoß da an die Grenzen des machbaren, mit Tohme und Just standen nur zwei Feldspieler als Einwechseloption zur Verfügung, mit Ersatzkeeper Engelke, der später noch auf sich aufmerksam machen sollte, und Trainer Torgau, der fast 2000 Tage nach seinem letzten Pflichtspieleinsatz auf ein Comeback luscherte, gab es noch zwei Notfalloptionen.


Das Bild der ersten beiden Eilbeker Pflichtspiele wiederholte sich, abermals hatte der SCE die klare Spielkontrolle, die Umstellung auf eine 3412-Grundordnung tat den Abläufen keinen Abbruch. Rund eine Viertelstunde sollte es dauern, bis Eilbek die Falke-Abwehr das erste Mal ausgehebelt hatte, doch eine absurde Schiedsrichter-Entscheidung verhinderte das 0:1. Hansen wurde auf dem rechten Flügel freigespielt, ging im Strafraum bis an die Grundlinie und legte den Ball zurück auf Schultze, dessen Schuss von Walter sechs Meter vor dem Tor vorbei an HFC-Keeper Neumann ins Tor gelenkt wurde. Sofort ging an der Seite die Fahne hoch, jedoch wurde übersehen, dass der Verteidiger, der Hansen im Zweikampf verfolgte, noch außerhalb des Spielfeldes am Zaun parkte und somit die Abseitsposition um mehrere Meter aufhob!


Wenig Einwände gab es in der 23. Minute, Völkner sezierte die Falke-Abwehr mit feinem Zuspiel und Thies Schultze schloss aus 15 Metern per Dropkick ins kurze Eck ab. Defensiv gab sich der SCE wenig Blöße, Torwart Sechting verlebte eine ruhige erste Halbzeit. Wie schon in den Auftaktspielen ließ Eilbek die ganz große Effizienz vermissen, gute Abschlüsse von Lüders, Dahms nach Eckball, Walter oder auch Völkner per Freistoß aus 18 Metern fanden den Weg nicht ins Tor. Die Parallelen zur Vorwoche gingen auch in der Nachspielzeit des ersten Abschnitts weiter, Amlazrli stolperte sich halb ob seiner offenen Schuhbänder, halb aus Ungeschicktheit in die Beine von Fabian Völkner, Schiedsrichter Sievers, der später nochmals im Blickpunkt stehen sollte, zögerte sekundenlang mit dem Strafstoßpfiff, zeigte schlussendlich aber völlig zu Recht auf den Punkt. Unter der Woche hatte Eilbek noch Elfmeter trainiert, Völkner zimmerte dabei jedes Mal das Leder unter die Torlatte, doch gegen Neumann entschied er sich für eine bessere flache Rückgabe in die rechte Ecke. Der SCE verschießt damit auch den zweiten Elfmeter der laufenden Spielzeit und ging nur mit einem Tor Vorsprung in die Kabine.


Die vermeintliche Vorentscheidung gab es kurz nach dem Seitenwechsel, nach Sechtings Abstoß gewann Dahms das Kopfballduell im Mittelfeld, Walter leitete die Kugel weiter in den Lauf von Schultze, der aus halbrechter Position platziert zum 0:2 einschob (48.). Die Moral der Falken war ungebrochen, klare Chancen erspielte sich der Hamburger Fußball Club allerdings nicht. Die Gäste von der Fichtestraße kontrollierten das Spielgeschehen weiterhin, Walter und Sager nach Ecke ließen kleinere Gelegenheiten zum 0:3 liegen. Turbulent wurde es dann in der 74. Minute, als Alves da Costa den frei durchgelaufenen Lüders als letzter Mann klar von den Beinen holte, Schiedsrichter Sievers kurz darauf das Spiel unterbrach und dem mitgelaufenen Schultze den Vorteil nahm, als er ebenfalls alleine auf das Tor zugelaufen wäre. Sievers zückte für Falkes Innenverteidiger die eigentlich unstrittige rote Karte, Unmut äußerte sich auf der Tribüne. Als Alves da Costa den Platz bereits verlassen hatte, hob Assistent Malcolm Ruhnau seine Fahne, Sievers nahm den weiten Weg zum Assistenten auf sich und die rote Karte nach Absprache zurück. Ruhnau sah noch einen Verteidiger, der hätte eingreifen können, doch dieser befand sich drei Meter hinter Lüders, die Argumentation war hier für die Eilbeker Seite nicht nachvollziehbar und auch doppelt unglücklich, da Schultze die Chance zum 0:3 im 1 gegen 1 genommen wurde.


Den fälligen Freistoß zwirbelte Völkner knapp am Tor vorbei, besser machte es der HFC auf der Gegenseite, als Hurricanes-Neuzugang Canelada am zweiten Pfosten mithilfe des Innenpfostens 12 Minuten vor dem Ende zum 1:2 einköpfte. Nun wurde es aufgrund des Zwischenstandes hektischer, vor allem als Sechting und Bamba 18 Meter vor dem Ball zusammenprallten, forderte Falke hier einen Platzverweis, obwohl Sechting erst klar den Ball spielte. Dennoch gab es Freistoß für den HFC und gelb für Sechting, da Schiedsrichter Sievers aufgrund eines Pressschlags vom Platzverweis absehen konnte. Wo bei einem Pressschlag ein Foul vorliegt, konnte Sievers SCE-Trainer Torgau auch nach Abpfiff nicht schlüssig beibringen. Den Freistoß aus guter Position setzte der langjährige Sperber-Akteur Benjamin Baarz weit über das Tor.


Bei Eilbek schwanden so langsam die Kräfte, nachdem Tohme und Just bereits eingewechselt wurden, musste Ersatzkeeper Engelke als Mittelstürmer für den an Krämpfen leidenden Dahms sein Feldspielerdebüt feiern. Es sollte nichts anderes als ein Traumeinstand werden, denn vier Minuten nach seiner Einwechslung köpfte Engelke mit seinem ersten Ballkontakt eine Flanke nach schöner Einzelleistung von Schultze am zweiten Pfosten per Flugkopfball unter die Latte zum 1:3 ein! Der SCE zieht hochverdient in die dritte Runde ein, die Auslosung findet bereits am kommenden Montag statt, die Partien werden im Zeitraum 16.-18. August ausgetragen.


Aufstellung:

Marcel Sechting – Marek von Bergen, Sören Sager, Genia Rubin – Haakon Hansen (79. Jakob Just), Marc-Lennard Vanoucek, Dennis Dahms (86. Fabian Engelke), Nico Lüders – Fabian Völkner - Vittorio Walter (65. Kassem Tohme), Thies Schultze


Tore:

0:1 Thies Schultze (23., Rechtsschuss, Völkner)

0:2 Thies Schultze (48., Rechtsschuss, Walter)

1:2 Yann Louis Canelada (78., Kopfball)

1:3 Fabian Engelke (90., Kopfball, Schultze)


Bes. Vorkommnis:

Kevin Neumann hält Foulelfmeter von Fabian Völkner (45.+1, Almazrli an Völkner)


Gelbe Karten:

Canelada, Baarz, Alves da Costa – Völkner, Walter, Sechting


Gelbe Karten Offizielle:

Timm Ferck (Trainer HFC Falke)


Schiedsrichter:

Colin Liam Morten Sievers (Note 5,5) – Unglücklicher Gesamtauftritt, pfiff Eilbek das 0:1 nach 15 Minuten durch Walter zurück, weil übersehen wurde, dass ein Verteidiger nach Zweikampfführung noch außerhalb des Spielfeldes lag. Unverständlich die zurückgenommene rote Karte nach Notbremse an Lüders, bei der er zusätzlich noch Schultze den Vorteil abpfeift und die gelbe Karte für Torwart Sechting aufgrund eines Pressschlags. Wirkte mit dem teils intensiven Spiel leicht überfordert.


Spielnote: 2,5

Trotz brutaler Hitze ein vor allem in der Schlussphase intensiver Pokalfight, der fast alles bot. Lautstarke Zuschauer, verschossene Elfmeter, zurückgenommene Platzverweise und ein Stürmer-Debüt nach Maß.


1. Spieltag: Hamburger SV IV – SC Eilbek II 2:1 (1:1)

 

Zum Auftakt der Liga-Saison ging es für den SC Eilbek nach Norderstedt zu den Paul-Hauenschild-Plätzen, wo man zuletzt vor fast 10 Jahren das letzte Mal zu Gast war. Nach dem Last-Minute-Sieg im Pokal gab es gleich sechs Änderungen in der Startelf, Sechting, Schmidtchen, Sager, Vanoucek, Lüders und Rexhepaj begannen für Engelke, Rubin (beide Bank), Hansen, Feldmeier, Cordes-Gebken und Walter (alle Urlaub).

 

Wie schon im Pokal war Eilbek die klar dominante Mannschaft und hätte die Partie schon zur Pause entscheiden können, doch es sollte alles ganz anders kommen. Zwar hatte der HSV in Person des Pokal-Doppeltorschützen Daniel Hauff die erste Chance der Partie, der Angreifer legte sich das Leder nach einem Steilpass zu weit vor und konnte so nicht mehr richtig zum Abschluss gegen Marcel Sechting kommen. Die Rothosen spielten ansonsten nur sehr unkreativ mit langen Bällen aus der Viererkette heraus, die den SCE vor keine Probleme stellten. Schon früh hatte Eilbek die Gelegenheiten zur Führung, Rexhepaj verzog knapp von der Strafraumgrenze, Henning schoss knapp links daneben und Schultze verzog allein vor dem Tor nach feinem Rexhepaj-Zuspiel aus dem Mittelfeld und brachte das Leder nicht unter. Weiter ging das muntere Spiel in Richtung des HSV-Tores, Schultzes Abschluss aus 16 Metern geriet allerdings zu zentral, wenig später lief der Angreifer allein auf das Tor und entschied sich fälschlicherweise für einen Querpass, dann pflückte Schultze einen langen Ball von von Bergen perfekt mit der Brust aus der Luft, scheiterte aber wieder an HSV-Keeper Aldakhe.

 

Der Bann schien gebrochen, als Völkners Ecke von Aldakhe zu kurz abgewhrt wurde und Torjäger Henning wieder einmal seinen Riecher bewies und aus 8 Metern trocken zum 0:1 abstaubte. Die Freude währte jedoch nicht lange, denn nur fünf Minuten später konnte Saggau nach einer Halbfeldflanke mit der Fußspitze per eingesprungener Grätsche mit viel Effet das 1:1 erzielen. Ein zu dem Zeitpunkt schmeichelhafter Spielstand für die Hausherren, den Eilbek schnell korrigieren wollte. Als Rexhepaj von der Grundlinie auf Henning zurück legte, hatte der SCE schon den Torschrei auf den Lippen, doch der Ball klatschte nur an die Unterkante der Latte und sprang dabei wohl nicht über die Linie. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte bekam Eilbek nach einem Foul an Schultze einen Freistoß aus 27 Metern zugesprochen, den Völkner stramm in Richtung Tor brachte, ein Verteidiger in der Mauer aber mit der Hand abwehrte und Eilbek so einen Freistoß aus 18 Metern zugesprochen bekam. Wieder nahm sich Völkner der Sache an, wieder gab es ein Handspiel, dieses Mal allerdings im Strafraum, der umsichtige Referee Simsek entschied sofort auf Strafstoß. Torschütze Henning wollte seinen zweiten Treffer erzielen, zielte aber zu genau und traf nur den linken Pfosten, sein zweiter Alu-Treffer binnen fünf Minuten. Paradox: Schon am ersten Spieltag der Vorsaison verschoss Henning einen Elfmeter, dort allerdings freiwillig, was zur Auszeichnung des Fair-Play-Preises führte.

 

HSV-Coach Brillau nahm zur Pause zwei Wechsel vor und nach der gezeigten Dominanz von Eilbek kam der HSV besser in die Partie und konnte die zweite Halbzeit überwiegend ausgeglichen gestalten. Musste Eilbek dem hohen Tempo der ersten 45 Minuten Tribut zollen? Mitnichten, denn die Großchancen gehörten weiterhin dem SCE, nach hoher Balleroberung ging es blitzschnell über die rechte Seite, wo Schultze den rechten Winkel ins Visier nahm, Aldakhe das Leder aber fantastisch an den Pfosten lenken konnte. Alu-Treffer Nummer 3 für den SCE, der wenig später zu allem Überfluss auch noch den Torwart austauschen musste. Bei einem Zusammenprall zwischen SCE-Keeper Sechting und HSV-Akteur Abdullah Abdullah, bei dem Sechting den Ball spielte und dennoch die gelbe Karte sah, prallten beide Akteure mit dem Kopf zusammen. Abdullah Abdullah musste mit dem Rettungswagen und einer Platzwunde abtransportiert werden, Sechting musste wenig später mit Kopfschmerzen und einem Veilchen das Feld verlassen.

 

Ersatzkeeper Engelke war gleich im Fokus, ein Freistoß aus 20 Metern klatschte nur gegen die Torlatte, wenig später hatte er einen Ball schon scheinbar sicher in den eigenen Händen, ließ das Leder aber wieder aus der Hand rutschen, wurde vom Angreifer umkurvt, doch Schmidtchen konnte in höchster Not retten. Auf der Gegenseite hatte Eilbek wieder Chancen zur Führung, doch Hennings Querpass fand keinen einlaufenden Stürmer, wenig später scheiterte Henning an Aldakhe aus spitzem Winkel. Das zweite Tor für Eilbek wollte nicht fallen, nach Rexhepajs Ecke wurde Sagers Kopfball auf der Linie geklärt, auch Völkners Freistoß vom rechten Strafraumeck verfehlte das Ziel und flog knapp am Tor vorbei.

 

So kam es, wie es kommen musste: Die zwar verbesserten, aber weiterhin meist harmlosen Hausherren nutzten einen Fehlpass von Vanoucek im Mittelfeld aus, Kalakoo bediente vom rechten Flügel Marlon Behrendt, der aus sieben Metern im ersten Versuch noch an Engelke scheiterte, den Abpraller aber zum 2:1-Entstand in die Maschen setzte.

 

Eilbek schlägt sich in erster Linie selbst und muss nach den ersten beiden Pflichtspielen dringend an der Effizienz arbeiten, denn zweimal ließ man den Gegner deutlich länger am Leben als notwendig, der HSV wusste dies zu bestrafen.

 

Aufstellung:

Marcel Sechting (55. Fabian Engelke) – Ronny Schmidtchen, Marek von Bergen, Sören Sager, Dennis Dahms – Fabian Völkner (71. Genia Rubin), Marc-Lennard Vanoucek – Nico Lüders (65. Jan Koch), Butrint Rexhepaj, Thies Schultze (71. Kassem Tohme) – Marc Henning

 

Tore:

0:1 Marc Henning (38., Rechtsschuss, Völkner)

1:1 Luka Mats Saggau (43., Rechtsschuss)

2:1 Marlon Behrendt (83., Rechtsschuss)

 

Gelbe Karten:

Schultze, Sechting, Dahms, Rubin

 

Schiedsrichter:

Fatih Simsek (Note 2,5) – Mit guter Spielleitung und Zweikampfbewertung, unstrittig auch der Elfmeter für Eilbek. Einzige Wermutstropfen: hätte für die zwei Handspiele jeweils die gelbe Karte zeigen müssen, ebenfalls als Lüders kurz vor dem Strafraum gefoult wurde, zudem spielte Sechting den Ball.

 

Spielnote: 2,5

Gutes Tempo bei brütender Hitze mit Spannung bis zum Ende.

 

Bes. Vorkommnis:

Marc Henning schießt einen Handelfmeter an den linken Pfosten (45+2.).

Test: TSG Bergedorf - SC Eilbek II 6:0 (3:0)

 

Aufstellung:

Fabian Engelke - Sven Prigann, Imanol Dreske, Sören Sager (46. Ronny Schmidtchen), Leon Resch - Marc-Lennard Vanoucek (46. Dennis Dahms), Butrint Rexhepaj, David Feldmeier - Haakon Hansen, Marius Hensch (36. Genia Rubin), Nico Lüders

 

Tore:

 

1:0 Peer Jan Fränzel (12., Rechtsschuss)

2:0 Marc Levi Wittbrock (15., Rechtsschuss)

3:0 Arne Grünke (25., Rechtsschuss)

4:0 Matthias Pawlak (46., Rechtsschuss, ohne Vorarbeit)

5:0 Oliver Andreas Klonowski (67., Rechtsschuss)

6:0 Marcel Rinas (86., Rechtsschuss)

Test: ASV Bergedorf 85 - SC Eilbek II 1:3 (1:3)

 

Aufstellung:

Martin Haag - Sven Prigann, Marek von Bergen, Sören Sager, Leon Resch - Genia Rubin, Marc-Lennard Vanoucek, Fabian Völkner - Haakon Hansen, Marius Hensch, Malte Cordes-Gebken (75. Christian Rief)

 

Tore:

0:1 Malte Cordes-Gebken (9., Rechtsschuss, Völkner)

1:1 Benedikt Karsten (10., Rechtsschuss)

1:2 Marius Hensch (11., Linksschuss, Hansen)

1:3 Haakon Hansen (13., Rechtsschuss, ohne Vorarbeit)

Test: SC Eilbek II - ESV Einigkeit Wilhelmsburg 2:2 (1:1)

 

Aufstellung:

Marcel Sechting - Janne Brandt (46. Jakob Just), Genia Rubin (46. Marek von Bergen), Emiliano Droja (46. Imanol Dreske), Leon Resch - Fabian Völkner, Butrint Rexhepaj (46. Marc-Lennard Vanoucek), Malte Cordes-Gebken - Thies Schultze (15. Nico Lüders), Marc Henning (46. Marius Hensch), Qhang Li

 

Tore:

0:1 Bugra Yazici (32., dir. Freistoß, Rechtsschuss)

1:1 Marc Henning (42., Rechtsschuss, Völkner)

2:1 Nico Lüders (60., Rechtsschuss, Cordes-Gebken)

2:2 Batuhan Topcu (90., Kopfball)

Holsten-Pokal 1. Runde: Hoisbütteler SV II - SC Eilbek II 1:2 (1:0)

 

Für das erste Pflichtspiel der Saison ging es für Eilbek weit raus nach Schleswig-Holstein, in Ammersbek traf man in der Auftaktrunde des Holsten-Pokals auf den Hoisbütteler SV II. Den langen Weg von den Kabinen vorbei an drei Reitplätzen zum Kay-Weber-Platz nahmen auch zwei Neuzugänge in Angriff, Fabian Völkner startete an der Seite von Kapitän Feldmeier im Mittelfeldzentrum, der angeschlagene Leon Resch blieb zunächst auf der Bank.

 

Die Marschroute des Underdogs war ab Minute 1 klar erkennbar, mit 11 Mann verteidigte Hoisbüttel die eigene Hälfte und wollte mit schnellen Umschaltaktionen nach vorne kommen. Diese wurden vielfach viel zu ungenau ausgespielt, so dass Eilbek sich mit rund 80% Ballbesitz durch eine vielbeinige Abwehr kombinieren musste. Die erste Prüfung für HSV-Keeper Robert Meincke gab es nach rund einer Viertelstunde, Walters Schlenzer von der Strafraumgrenze sorgte aber noch für keine Schweißperlen den Hausherren. Immer wieder spielte sich der SCE sehenswert an und in den Strafraum, wo ein Gegenspieler Schultze an der Grundlinie etwas ungestüm in die Hacken lief, der überfällige Strafstoßpfiff blieb leider aus.

 

Mehr als 20 Ecken über die gesamte Spieldauer zeigen die Eilbeker Überlegenheit auf, Rubins Kopfball nach dem Eckstoß von Völkner konnte auf der Linie geklärt werden, weitere brenzlige Situationen konnte Hoisbüttel immer wieder in letzter Sekunde entschärfen. Als Eilbek nach eine der wenigen Umschaltsituationen mal hinter die gegnerische Linie kam, wurde die Hereingabe von der rechten Seite nur unzureichend geklärt, der nachgerückte Feldmeier verpasste es das Leder aus 11 Metern zentraler Position ins Netz zu legen und zielte über das halbleere Tor. Kurz vor dem Seitenwechsel ging Henning im Strafraum am Gegenspieler vorbei, Schultze fehlte beim Querpass eine Zehenlänge, um zur Führung einzuschieben. Die zweiminütige Nachspielzeit war quasi abgelaufen, gedanklich waren scheinbar alle Spieler schon in der Kabine, als ein harmlos erscheinender langer Ball der Hoisbütteler gespielt wurde, Rubin verließ sich auf Keeper Engelke und umgekehrt, so spritzte David Kautz dazwischen und schob den Ball zur überraschenden 1:0-Führung der Hausherren ein.

 

Viel hatte sich Eilbek bis dahin nicht vorzunehmen, doch ein Moment der Unachtsamkeit reichte, um beim aufopferungsvoll kämpfenden Kreisklassisten zur Pause in Rückstand zu liegen. Der Start des zweiten Abschnitts glich dem der ersten Halbzeit, zahlreiche Ecken reihten sich aneinander, wobei Rubin nur das Außennetz traf und Schultze per Direktabnahme die Familienplanung von Ahlrichs massiv beeinflusste, der Verteidiger warf sich vier Meter vor dem Tor in den Abschluss und wurde an unangenehmer Stelle getroffen und ging sofort zu Boden. Der Druck des SCE nahm zu, Völkners Freistoß aus 20 Metern konnte von Meincke pariert werden, ebenso Walters Abschluss von halbrechts wenig später.

 

25 Minuten vor dem Ende brachte Torgau mit Tohme für Cordes-Gebken einen neuen Flügelspieler und nur 60 Sekunden später hatte Eilbek den Ausgleich erzielt. Ausgangspunkt dafür war wieder einmal ein Eckstoß von Völkner, Henning legte den Ball zurück auf von Bergen, der mit seinem Schlenzer die Unterkante der Latte traf, ob der Ball hinter der Linie war, ist nicht aufzuklären. Schiedsrichter Depta ließ weiterspielen, Hoisbüttel konnte die Situation nicht richtig bereinigen, Walters Schuss von der Strafraumkante wurde leicht abgefälscht und landete vor den Füßen von Marc Henning, der aus Kurzdistanz wenig Mühe hatte und den Ausgleich erzielte. Die Offensivbemühungen von Hoisbüttel änderten sich auch mit dem 1:1 nicht, die Uhr rannte unentwegt in Richtung Elfmeterschießen. Dies sollte sich auch nicht ändern, als Walter nach einer Flanke von der linken Seite das Spielgerät aus drei Metern nicht im Tor unterbringen konnte und Depta kurz darauf drei Minuten Nachspielzeit anzeigte.

 

In der zweiten Minute der Nachspielzeit konnte sich Eilbek erneut mit Tempo durchspielen, Schultze spielte Henning auf dem linken Flügel frei und die flache Hereingabe konnte Tohme am zweiten Pfosten in die Maschen drücken. Umgehend bildete sich eine riesengroße Jubeltraube des SCE, der in den folgenden vier Minuten noch drei gelbe Karten für Zeitspiel sah und nach der Einwechslung von Sager in der 90.+4 zwei Standardsituationen abwehrte, bis dann der erlösende Schlusspfiff ertönte. Eilbek zieht hochverdient, aber auch auf eine hochdramatische Art und Weise, in die zweite Runde ein. Hoisbüttel verabschiedet sich erhobenen Hauptes aus dem Holsten-Pokal, 91 Minuten lang war die Sensation in Sichtweite, bis Tohme den HSV aus allen Träumen riss.

 

Aufstellung:

Fabian Engelke – Haakon Hansen, Genia Rubin, Marek von Bergen, Dennis Dahms (68. Marc-Lennard Vanoucek) – David Feldmeier, Fabian Völkner – Thies Schultze, Vittorio Walter (90.+4 Sören Sager), Malte Cordes Gebken (65. Kassem Tohme) – Marc Henning

 

Tore:

1:0 David Kautz (45.+2, Rechtsschuss, ohne Vorarbeit)

1:1 Marc Henning (66., Rechtsschuss, Walter)

1:2 Kassem Tohme (90.+2, Rechtsschuss, Henning)

 

Gelbe Karten:

Mercado Zehl – Cordes-Gebken, Rubin, Vanoucek, Völkner, Engelke, Hansen

 

Schiedsrichter:

Glenn Thomas Depta (Note 4) – Hätte Eilbek nach Foul an Schultze einen Strafstoß zusprechen müssen, zudem sehr inflationär bei der Kartenverteilung in einem fairen Spiel.

 

Spielnote: 2,5

Ansehnlicher Pokalfight mit dramatischem Spielverlauf in den Nachspielzeiten beider Halbzeiten.

Termine

 

24.01. 19:45 Training

Fichtestraße

 

25.01. 19:45 Training

Fichtestraße

 

26.01. 19:45 Training

Fichtestraße

Kontakt

Klaus Pablo Torgau (Trainer)

0176 64364609